Ein Angestellter arbeitet, nach Abzug Urlaub, Feiertage, durchschnittliches krank usw., etwa 200 Tage im Jahr.
Nimm das mal als Basis, 200 Tage 10 Stunden sind 2.000 Stunden im Jahr.
Ohne Spesen, also Reisekosten usw. willst du 100.000 im Jahr Brutto verdienen, wären 50,00 / Stunde anzusetzen + Spesen und Nebenkosten die auf Nachweis abgerechnet werden.
120/Stunde wären dann über 200T€ im Jahr. Schön, dass wir unter uns sind, die 8% Selbständigen mit über 90T€ p.a.![]()
Unternehmen sehen solche Nebenkosten auf Nachweis ungern, meistens sitzt da jemand mit dem gleichen Problem wie du.
Derjenige muss die entstehenden Kosten vorab schätzen und beantragen und da hat der ein Problem mit „auf Nachweis“.
Also kalkulier das „Paket“, umschreibe die zu erbringende Leistung konkret, sage genau wie viel Besprechungen mit Anreise im Preis dabei sind und mache eine Paketpreis.
Du bist Unternehmer und hast demzufolge ein unternehmerisches Risiko, das heißt, am ERnde stehen vielleicht nur 30/h zu Buche. Na und, wenn du so gut bist, wie du das sagst dann kannst du dem AG das beim nächsten Mal erklären, der weiß nämlich, das du noch „übst“, schließlich hat er dich früher über das Unternehmen gebucht.
Der Paketpreis hat mehrere Vorteile unter anderem, wenn du den Preis in einer Besprechung oder Vergabe „verteidigen“ musst hast du die Möglichkeit, wenn der AG signalisiert, dass es zu teuer oder zu preiswert ist, an den Leistungen „herumzufeilen“.
Anderseits kann er deine Kalkulation nur schwerlich nachbilden und Kalkulationsfehler werden nicht offenkundig.
„Frischlinge“ in diesem Markt erkennt man daran, dass sie vor Abgabe eines Angebotes mehrmals den Leistungsrahmen abfragen um „sicher“ zu gehen. Ha ha.
Die hole ich mir gern zum Gespräch, da nehme ich das Angebot und blättere drin rum und schaue denen tief in die Augen, langsam die Augenbrauen hochziehen und dann fangen die von ganz allein an den Preis zu rechtfertigen und langsam vom Preis abzurücken und machen Zugeständnisse.
Komme ja nicht auf diese Idee.
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Ergebnis 11 bis 20 von 41
Thema: Beraterhonorar?
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04.11.2009, 13:17
AW: Beraterhonorar?
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04.11.2009, 14:01
AW: Beraterhonorar?
Hi,
an Deiner Stelle würde ichzunächst mal in Deinen alten Arbeitsvertrag gucken. Es kann nämlich sein, dass es dort eine Konkurenzschutzklausel gibt, die Dir verbietet für eine bestimmte Zeit für Kunden Deines alten Arbeitgebers tätig zu werden. Sowas kann bei Verletzung ganz erhebliche Vertragsstrafen nach sich ziehen.
Wenn es um die Stundensätze geht, dann erinnere Dich daran, was Deine alte Firma für Deine Tätigkeit in den verschiedenen Projekten berechnet hat. Gewohnheitsgemäß sind die Stundensätze bei Consultingfirmen sehr hoch. Dann weißt Du auch was Deine potentiellen Kunden bereits sind zu zahlen. Von diesem Stundensatz würde ich einen Abschlag von ca. 25-40 % machen und dies dem Kunden anbieten. Da Du ja wohl länger dort warst, wirst Du bestimmt mindestens Manager gewesen sein. Die Studensätze sind in dieser Position meist bei 200-300 Euro.
Als zweites Kriterium würde ich ansetzen wie langfristig und wie schwierig das Projekt ist. Wenn es ein langfristigeres Projekt ist, z.B. über ein halbes Jahr, kannst Du einen niedrigeren Stundensatz nehmen, denn Du hast längerfristig planbare Einnahmen. Bei kürzeren Projekten oder sehr Schwierigen sollte der Stundensatz etwas höher sein. Ein weiteres Kriterium ist Dein Wohn- bzw. Einsatzort. In großen Städten kann man mehr nehmen, in Kleinen weniger.
Denke daran, dass Du bei Urlaub, Krankheit oder anderen Ausfällen kein Geld mehr erhältst. Das musst Du auf jeden Fall planen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass Du Deine Sozialversicherungen und Einkommenssteuer in vollem Umfang selbst zahlen muss, da der Arbeitgeberanteil entfällt. Drittens musst Du planen, dass Du vielleicht nicht sofort einen Anschlußvertrag bekommst, also einige Zeit überbrücken musst.
Du kannst entweder ein Gewerbe anmelden oder Dich als Freiberufler selbständig machen. Im zweiten Fall musst Du Dir nur beim Finanzamt eine Steuernummer geben lassen und los geht's.Neues setzt sich nicht durch Lehre und Überzeugungsarbeit durch, sondern durch Aussterben der Vertreter des alten Weltbildes.
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04.11.2009, 14:40
AW: Beraterhonorar?
Bei einer Wettbewerbsklausel müssten sie ihm erheblich Summen zahlen bzw. eine Übergangszeit das volle Gehalt.
Aufgrund der hohen Kosten gibt es kaum noch Wettbewerbsklauseln in Arbeitsverträgen und wenn doch, dann werden sie umgangen.
Ähm, ich denke, dass der AG-Anteil schon in dem Stundenpreis der Firma mit eingerechnet ist, wo soll der sonst herkommen?
Klar, klingt etwas irreführend, gerade so, als wenn der AG etwas dazulegt.
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04.11.2009, 18:41Inaktiver User
AW: Beraterhonorar?
Nur blutigste Amateure rechnen damit, als Selbständige eine Auslastung von 100 % im Jahr zu haben.
Insofern ist dies eine Milchmädchenrechnung.
Na, mit der Zirkusvorstellung kannst Du aber wirklich nur Amateure und Frischlnge beeindrucken.„Frischlinge“ in diesem Markt erkennt man daran, dass sie vor Abgabe eines Angebotes mehrmals den Leistungsrahmen abfragen um „sicher“ zu gehen. Ha ha.
Die hole ich mir gern zum Gespräch, da nehme ich das Angebot und blättere drin rum und schaue denen tief in die Augen, langsam die Augenbrauen hochziehen und dann fangen die von ganz allein an den Preis zu rechtfertigen und langsam vom Preis abzurücken und machen Zugeständnisse.
Komme ja nicht auf diese Idee.
Ich recherchiere die Auftragsdetails nämlich auch sehr genau und frage zur Not mehrmals nach.
Der daraus resultierende Preis steht dann allerdings. Wer den nicht zahlen möchte, bietet mir etwas anderweitig Interessantes an oder ist nicht mein Kunde.
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05.11.2009, 06:23
AW: Beraterhonorar?
Na ja, für Einen der Details genau recherchierst hast du hier übersehen, dass bereits zu Anfang diese Stranges darauf verwiesen wurde, dass es am Beginn der Selbständigkeit etwas dauern kann, bis die Gewinnschwelle (Break Even Point) erreicht ist.
Welche Auslastung kann ein Selbständiger, deiner Meinung nach, nicht zu 100% erreichen?
Die monetäre Auslastung, da gebe ich dir recht obwohl, für mich ist es mehr als ausreichend, ich brauche wesentlich weniger, als ich von der Gesellschaft für meine Arbeit zurückbekomme.
Wenn du die 40/h Woche als Basis nimmst, da bin ich hoffnungslos überlastet.
Du siehst, was die Auslastung angeht kommt es auf den Standpunkt des Betrachters an.
Milchmädchenrechnung, meinst du etwa damit, dass ein Anfänger bei einer Auslastung von 10% für die wenigen anfallenden Aufträge dann das Zehnfache kalkulieren sollte um am Ende bei 100% Ertrag p.a. zu landen?
Klar, er kann dann schrittweise, mit steigenden Auftragseingängen, die Preis wieder auf ein Zehntel zurückfahren.
Du bist ja ein ganz schlauer.
Wenn du so ein „harter“ Auftragnehmer bist ist das ja schön für dich aber das mit dem genauen recherchieren solltest du vielleicht noch mal üben.
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05.11.2009, 06:45Inaktiver User
AW: Beraterhonorar?
...das Anmelden eines Gewerbes für beratende Tätigkeit ist ein Gang zum Rathaus oder zur Gemeinde, Gewerbe für beratende freiberufliche Tätigkeit anmelden und fertig. Kostet 20 Euro, die IHK und das Steueramt melden sich dann automatisch bei dir im Kreislauf des Verwaltungsapparates.
Bezüglich des Honorars solltest du eine Vorstellung haben, was deine Arbeit wert ist, ob du in deinen Kundenkreisen auch das passende Klientel hast mit den erforderlichen Mitteln und der Bereitschaft, für gute Beratung auch gute Bezahlung zu leisten.
Wenn für dich "Geld nicht so eine große Rolle spielt", wäre es ratsam, eine finanzielle Beratung in Anspruch zu nehmen ,die dir diesen Teil deiner Tätigkeit professionell vermitteln könnte
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05.11.2009, 09:59
AW: Beraterhonorar?
Gibt es nicht.
Entweder gewerblich oder freiberuflich.
Freiberuflich = Katalogberufe (bzw. gleichgestellte)
Beispiel:
Freiberuflicher Arzt,
Arzt, der ein Labor betreibt, ist diesbezüglich gewerblich.
Gerade bei Beratern kann man sich schon mal über die Zuordnung streiten. Da kommt es häufig auf den Abschluss und die inhaltliche geistige selbständige Leistung an, sprich z. B. planerische Tätigkeit.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
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06.11.2009, 15:38Inaktiver User
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06.11.2009, 16:52
AW: Beraterhonorar?
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07.11.2009, 04:21Inaktiver User


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