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    Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Wenn man sich die Mühe macht und die Stränge intensiv durchließt, kommt man bei einigen Themen überraschend auf Grundsatzfragen. Einige schwören auf Ärzte, andere wiederum auf Heilpraktiker.

    Nun meine Frage an euch, wie sind denn eure Erfahrungen mit Heilpraktikern? Was habt ihr erlebt? Konnte euch geholfen werden oder ist es am Ende doch nur Scharlertanerei gewesen?

    Im übrigen war ich selber einige Male bei HP´s. Sowohl mit körperlichen als auch seelischen Leiden.

    Würde mich über einen regen Informationsaustausch freuen.

    LG

  2. Moderation

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    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Hallo,

    ich habe verschiedene Erfahrungen mit Heilpraktikern gemacht, gute und schlechte. Ebenso wie mit Ärzten.

    Ich denke man muss sich erstmal vor Augen halten, dass die Ausbildung zum Heilpraktiker nicht eine Ausbildung zum "Heilen" ist, sondern eine Ausbildung, die den potentiellen Patienten vor falscher Diagnose und völliger Unkenntnis des Behandelnden schützen soll. Das war mir nicht so klar, ehe einige Freunde von mir diese Ausbildung gemacht haben.

    Sehr erhellend ist dazu der entsprechende Artikel bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktiker

    Wie ein Heilpraktiker dann also behandelt, ist ein Frage seines ganz persönlichen Schwerpunktes, den er selbst legt und nur er allein kümmert sich um seine Fortbildung.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Heilpraktikerin gemacht, die mit allen möglichen physiotherapeutischen Methoden arbeitet und Dornbehandlung und Craniosacral bewirkten bei mir wahre Wunder - ich bin nach etwa 15 Jahren Rückenbeschwerden inzwischen komplett schmerzfrei und wenn wieder das ziept, dann gehe doch dorthin und nach ein, zwei Behandlung ist wieder alles gut.
    Diese HP hat aber auch schon vorher als Physiotherapeutin gearbeiter und hat das dann ausgebaut.

    Ich hatte früher allerdings auch einen genialen Hausarzt, der mit Neuraltherapie arbeitet hat, die mich immer noch begeistert, leider kenne ich derzeit keinen entsprechenden Arzt.

    Und ich hatte mal einen Arzt, der eine einjährige Ausbildung in Akupunktur in China zusätzlich absolviert hat. Phantastisch.

    Ich habe mich auch schon mit Bachblüten (Freundin, die für ihren HP lernte) und mit Homöopathie behandeln lassen bzw. mich selbst behandelt mit unterschiedlichem Erfolg.
    Für mich ist wichtig, dass mein Behandler den ganzen Menschen und den ganzen Körper beachtet, denn viele Krankheiten sind psychosomatisch bedingt oder haben ihre Ursache an einer anderen Körperstelle als die die Symptome zeigt.

    Ich hatte zB früher starke Knieschmerzen, zu denen es von drei Orthopäden drei Diagnosen und drei Therapien gab, die alle nicht geholfen haben. Mein Hausarzt hat mir dreimal Lidocain (Neuraltherapie) in meine schlecht verheilte Mandel-OP-Narbe gespritzt und seitdem (22 Jahre her) habe ich keine Schmerzen mehr in den Knien gehabt.

    Ich neige auch bei extremen Stressphasen zu Ekzemen rund um die Augen, zwei Augenärzte und drei Hautärzte konnten mir nicht helfen (gut, Kortison unterdrückt das Ekzem, aber nach dem Absetzen war es sofort wieder da). Hatte ich bei beiden Staatsexamina und am Tag nach der Prüfung war es verschwunden. Also Heilung durch abwarten bzw. heute würde ich vielleicht mit konkreten Entspannungsübungen arbeiten.

    Ich höre und lese allerdings auch immer wieder von auf mich sehr obskur wirkenden Therapien bei Heilpraktikern und da bin ich sehr skeptisch. Ebenso wenn einer extrem auf "seine" Methode fixiert ist.

    Meine Erfahrung ist, ein ganzheitlicher Ansatz ist mir wichtig, die Anwendung von gesundem Menschenverstand und ausführlichen Gesprächen und nicht jede Methode wirkt bei jedem gleichermaßen - und wenn Antibiotika notwendig sind, nehme ich auch die, aber auch da schaue ich genau hin und spreche mit meinem Arzt, ob es wirklich richtig ist und oft gibt es Alternativen, aber eben nicht immer.

    promethea

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    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Hallo Promethea71

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
    Vielleicht melden sich ja noch einige zwecks Erfahrungsaustausch.

    LG

  4. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    andray,

    es ist wie bei allen Themen im Leben: es gibt so'ne und so'ne. Ich habe Schulmediziner erlebt, die mich nicht mal angeschaut haben, bevor sie ihre (vorschnelle) Diagnose stellten und HP, die mit mir akribisch nach der Ursache meiner Beschwerden gefahndet haben und die dabei auch seltenes medizinisches Wissen oder exotische medizinische Fakten in einen Zusammenhang gebracht haben, der bei der Diagnose helfen konnte.

    Umgekehrt ging es auch, es gibt auch Ärzte, die genau hinschauen und neugierig sind herauszufinden, was die Patientin denn nun eigentlich hat und es gibt auch HP, die nur "Hand auflegen" wollen und über keinerlei grundsolides medizinisches Wissen verfügen.

    Was mir persönlich hilft: dem HP stehen bei meinen Beschwerdebildern (Allergien und Unverträglichkeiten) mehr Therapiemöglichkeiten zur Verfügung (Phytotherapie, energetische Heilverfahren, selbst Homöopathie kann helfen, die Leiden besser durchzustehen) als dem Arzt (Karenz oder "stellen Sie sich nicht so an, RDS ist nur ein Komfortproblem" -- was beides nicht wirklich eine Therapie ist).

    LG, Orlando

  5. gesperrt

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    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Ich ziehe Ärzte vor, die sich auch mit Naturheilkunde befassen.

    Heilpraktiker an sich sind mir persönlich suspekt, weil sie keine Medizin studiert haben. Sie haben nur Kurse belegt, das reicht mir nicht aus, für eine professionelle Diagnose.

    Meine Ärztin verordnet auch Naturheilmittel, wenn nötig, wenn möglich.
    Aber auch Penicillin oder Antibiotika, wenn erforderlich.

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    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    hallo,

    ich habe mit naturheilkundlich orientierten ärzten nicht die beste erfahrung gemacht. aber wie schon geschrieben, es gibt überall solche und andere..
    ich habe verschiedene *therapeuten* je nachdem wo es zwickt.
    rücken,muskeln,gelenke lasse ich bei einer ehemaligen physiotherapeutin behandeln, die sich wegen der familiensituation als HP ausbilden lies und nun zu hause ne eigene praxis hat. hat also viel basiswissen. ich lasse dorn preuss machen, oder mal, wenn ich mir was gutes tun will eine edelsteinmassage machen.
    bei eher länger anhaltenden, komplexen dingen gehe ich zu einer osteopathin, die den selben hintergrund hat wie o.g. HP
    wenn ich nicht mehr weiter komme mit problemen-z.b. ehe usw. gehe ich zu einem befreundeten HP, ebenfalls ehemals physiotherapeut, der kinesiologisch arbeitet.
    meine erste *alternative* therapeutin hatte eine ausbildung in klassischer homöopathie.
    habe inzwischen vieles durch seminare und kurse selbst gelernt als hilfe zur selbsthilfe und brauche seit vielen jahren weit weniger ärzte.

    grüssle valentine

  7. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Zitat Zitat von daisyduck141
    Ich ziehe Ärzte vor, die sich auch mit Naturheilkunde befassen.

    Heilpraktiker an sich sind mir persönlich suspekt, weil sie keine Medizin studiert haben. Sie haben nur Kurse belegt, das reicht mir nicht aus, für eine professionelle Diagnose.

    Meine Ärztin verordnet auch Naturheilmittel, wenn nötig, wenn möglich.
    Aber auch Penicillin oder Antibiotika, wenn erforderlich.
    das sehe ich genauso. meine ärztin ist 'ärztin' mit einem normalem medizinischen studium - und dann hat sie sich weitergebildet und zwar eben in naturheilkunde und akupunktur.

    mir ist es auch wichtig, dass mein arzt einen ganzheitlichen ansatz hat - aber trotzdem will ich nicht, dass die naturwissenschaft dabei dann völlig aussen vorgelassen wird. 'ganzheitlich' bedeutet schließlich auch ein zusammengehen von naturheilkunde und naturwissenschaft.

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    AW: Erfahrungen mit Heilpraktikern

    Tja, ich denke das ist wie bei andere Berufe auch. Es gibt unter Ärzte, Heilpraktiker, Dachdecker und KFZ Mechaniker den selben prozentualen Anteil an Pfuscher. Nach meiner Meinung, ein viel zu hoher Prozentsatz. Gefährlich wird es allerdings wenn viel Geld im Spiel ist und die Komponente Gesundheit dazukommt. Ich habe viele Jahre mit Ärzten gearbeitet (und mache es weiterhin) und bin recht entäuscht wie die Ware "Mensch" behandelt wurde und wird, häufig bewussterweise. Anderseits gibt es auch HP´s die kaum zur Seriösität des Berufes beitragen.
    Schade nur, dass es keine "Schwarze-Liste" gibt wonach sich der Patient richten kann um sich schlechte Erfahrungen zu sparen.
    Gewiss ist mir dass, bei chronische Erkrankungen die Alternative Medizin mehr als angebracht sein kann, denn viele klassische Therapieansätze schwächen nur das Immunsystem und tragen dazu bei dass sich der Patient in einer Endlos-spirale dreht (zu gunsten der Pharmaindustrie).
    Nur zur Info: einer der wissenschaftlich meist untersuchte alternative Methode, die ich weiterempfehlen kann, ist die EAV. Diese wird, sowohl von Ärzten als auch von HP, angeboten. Eine langjährige Berufserfahrung ist Voraussetzung um diese Methode gut zu beherschen, denn sie vereint die TCM und die Homöopathie in einem messtechnischen Verfahren (Elektrophysikalisch), so dass das subjektive empfinden des Therapeuten ausgeschlossen werden kann.

  9. Inaktiver User

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