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    AW: Trotz!dem gesund - wir gehen andere Wege bei Autoimmunerkrankungen, Krebs: Austau

    Ich halte nicht viel vom Einsatz von Probiotika in Kapselform oder als Pülverchen. Jedes Biom ist anders und hängt ausserdem von der Ernährung ab. Zumächst einmal müsste man also wissen, wie es denn aussehen müsste, das individuelle Biom - es gibt aber niemanden, der das bislang wirklich beantworten könnte. Es gibt jede Menge Hypothesen und ebenso viele Faktoren, die nicht verstanden sind.

    Man kann Glück haben und ein Präparat verschafft ein gutes Bauchgefühl. Man kann Pech haben und es wirkt wie ein Schraubenschlüssel, den man in eine Turbine wirft. Oder man hat weder/noch und verschafft sich einfach nur teuren Stuhlgang.

    Ich plädiere daher eher dafür, statt auf Pülverchen und Kapseln auf hausgemachte fermentierte Leckereien zu setzen. Man braucht dazu Weckgläser, Gemüse (bio), ein Salz ohne Zusatzstoffe, ggf. etwas Wasser und ein wenig Zeit. Die guten Mikroorganismen leben bereits auf dem Gemüse, verschafft man ihnen durch Zerkleinerung, Salz und Zeit ein gutes Klima, verwandeln sie das Gemüse beispielsweise in schmackhaftes Kraut oder Kimchi oder vielerlei andere leckere Sachen und tun ganz nebenbei sehr viel für ein gutes Mikrobiom, prä- UND probiotisch.

    Wer gern Kartoffeln isst, tut gut daran, diese zu kochen und dann einen Tag stehen zu lassen, bevor er sie isst. Was entsteht? Resistente Stärke - DER Superfood für die vielen, feinen Mikroorganismen im Darm. Ganz nebenbei auch insgesamt für den Organismus nicht so insulin-problematisch.

    Bewegung ist meines Erachtens ein immens wichtiger Faktor, danke, Horus, für Deinen wunderbaren Beitrag!

    Ich möchte an dieser Stelle noch etwas beitragen zum Thema: Möglichkeiten, entzündliche Prozesse über NEM und lebensverändernde Faktoren zu modulieren.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit:

    Curcurmin (in Kombination mit Piperin)
    Das muss nicht in Tabletten/Kapselform zugeführt werden. Wer es verträgt, kann sich auch eine wohlschmeckende Goldene Milch (mit Kokos oder Mandelmilch beispielsweise) brauen.

    Weihrauch: Boswellia carterii, hier ist allerdings darauf zu achten, dass man es nicht zu gering dosiert. 3 x 400 mg sollten es schon sein. Ich würde auch sehr darauf achten, dass das Präparat aus einer seriösen Quelle stammt und regelmässig überprüft wird.

    Omega 3, und zwar vernünftig dosiert - nicht über Kapseln sondern ein Fischöl, das einen wirklich ausreichend versorgt. Bei Interesse kann ich gern ein geeignetes Produkt nennen. Für Veganer gibt es das auch auf Algenbasis. 1 - 2 EL täglich über einen signifikanten Zeitraum haben im Kontext vieler Erkrankungen deutliche Verbesserungen erbracht. Wen das Thema in der Tiefe interessiert, dem lege ich das Buch von Dr Schmiedel (Öl des Lebens) ans Herz. Um das Äquivalent eines EL Öl in Form der gängigen Kapseln einzunehmen, wären übrigens roundabout 15 Stück täglich notwendig - unzumutbar, wie ich finde, und ein sehr teurer Spass. Das Öl, das ich einnehme, ist wohlschmeckend und 1 - 2 EL sind wirklch leicht im Speiseplan unterzubringen.

    Gleichzeitig gilt es, ein gutes Omega 3/6 Verhältnis herzustellen. Diesbezüglich macht eine Fettsäureanalyse Sinn - so weiss man, wo man steht und auch, ob die Maßnahmen, die man ergreift, um das Ganze in einen Bereich zu verschieben, der antientzündliche Effekte hat, ausreichend sind.

    Wichtig auch D3/K2 - ein ordentlicher Spiegel sollte angestrebt werden, auch das geht natürlich nicht ohne regelmässige Laborwerte und entsprechende Dosisanpassungen. Ich würde niemals aufs Geratewohl entsprechende Präparate einnehmen. Ich habe gute Erfahrungen mit Tropfen auf MCT Öl Basis gemacht - diese werden optimal bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen.

    Psychohygiene, Meditation, auch in Form von Qi Gong, Tai Chi, Yoga, Feldenkrais, MBSR etc. sind weitere immunmodulierende Faktoren. Sie können anti-.entzündlich wirken und vor allem Selbstheilungskräfte stärken.

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