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  1. Registriert seit
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    Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    ich habe derzeit großen Streß mit meinem Chef... und nun beobachte ich an mir, dass, wenn ich mich wirklich unter Druck gesetzt fühle, meine Ohren "zugehen", d.h. ich höre zuerst sowas wie ein Flattern und dann ist es so dumpf. Wenn ich summe, höre ich es im Ohr und wenn ich spreche, ist es wie eine Rückkopplung. (Schwer zu beschreiben).
    Wenn ich nach Hause gehe, hört es auf.

    Könnt Ihr mir sagen, wie ich das in den Griff kriegen kann? (Ohne den Job zu wechseln..) Ich hatte vor vier Jahren übrigens mal einen Hörsturz und bin 34.

    Liebe Grüße und vielen Dank
    Katjalie
    Nicht sich verstecken
    vor den Dingen der Zeit
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    Aber auch nicht
    vor der Liebe
    in die Dinge der Zeit.

    (Erich Fried)


    Leben ist jetzt.

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Zitat Zitat von Katjalie

    Könnt Ihr mir sagen, wie ich das in den Griff kriegen kann? (Ohne den Job zu wechseln..) Ich hatte vor vier Jahren übrigens mal einen Hörsturz und bin 34.
    Tja hm, Stressabbau, eventuell ein Ginko-Präparat, würde ich vorschlagen.

    Dir ist wahrscheinlich klar, dass du gerade an der Grenze zu einem weiteren Hörsturz stehst oder? Wenn du am Job nichts ändern kannst, wirklich nicht?, dann solltest du unbedingt Sport und/oder Entspannung machen. Was bei dir besser anschlägt oder dir gut tut, musst du selber herausfinden.

    Ich habe seit Jahren Tinnitus, ist wohl ausgelöst worden durch Stress, den ich gar nicht als Stress wahrgenommen habe. Mein Klingeln im Ohr ist aber im aktzeptablen Bereich dank Sport (Durchblutung) und aktiver Entspannung (Qi Gong, Tai Chi).

    Aber lass es nicht soweit kommen, dass der Tinnitus auch bei dir anklopft und ziehe vorher deine Konsequenzen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  3. Inaktiver User

    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Zitat Zitat von Nocturna
    Dir ist wahrscheinlich klar, dass du gerade an der Grenze zu einem weiteren Hörsturz stehst oder? Wenn du am Job nichts ändern kannst, wirklich nicht?, dann solltest du unbedingt Sport und/oder Entspannung machen. Was bei dir besser anschlägt oder dir gut tut, musst du selber herausfinden.
    Hallo Katjalie,
    Nocturna liegt richtig - für mich klingt das auch nach Durchblutungsstörungen. Die übrigens auch durch eine verspannte Schulter/Nacken-Partie verursacht werden können.

    Ob Ginkgo-Präparate tatsächlich helfen, vermag ich nicht zu beurteilen, aber auch ich rate Dir unbedingt, etwas zum Stressabbau zu tun! Wäre Yoga oder Tai Chi was für Dich?
    Vielleicht kannst Du Dich auch beim Schwimmen entspannen? Das hätte für Rücken/Schulter/Nacken einen positiven Nebeneffekt.

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ob Ginkgo-Präparate tatsächlich helfen, vermag ich nicht zu beurteilen...
    Also bei mir haben sie nicht geholfen, aber da hatte ich meinen Tinnitus auch schon seit 2 Tagen. Eventuell sind sie aber zur Vorbeugung ganz nützlich, deswegen habe ich sie erwähnt. Da sie rein pflanzlich sind und gut verträglich, wäre es einen Versuch wert.

    Aber auf gar keinen Fall würde ich mich auf Medikamente allein verlassen, Katjalie. Wenn du an deinen Zustand aktiv nichts veränderst, wird dir dein Körper unter Umständen die Rechnung präsentieren.
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  5. Inaktiver User

    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Ich denke auch, das Wichtigste ist, dass Du aktiv und dauerhaft etwas tust, um den ganzen Stress abzubauen und einen Ausgleich zu haben. Wenn Du weiterhin in diesem Job arbeiten willst, wirst Du nicht drumrum kommen.
    Versuche, nicht nur nach der Arbeit sondern auch immer wieder zwischendrin abzuschalten. In der Mittagspause bspw. hält mich nichts im Büro, ich bin froh, wenn ich eine halbe Stunde draußen verbringen und abschalten kann.

  6. Avatar von Atlas7
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    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Ich denke, dass du frühzeitig zum Arzt gehen solltest.
    Ich war viel zu spät dran, so dass weder ein Krankenhausaufenthalt noch Präparate mir geholfen haben. Mein Arzt sagte mir, dass das vielleicht hätte verhindert werden können, wenn ich ihn rechtzeitig aufgesucht hätte.
    Inzwischen habe ich seit Jahren Tinitus - ich höre permanent ca. 4 bis 5 verschiedene Geräusche, und wenn ich unter Stress stehe noch mehr. Da sie im mittleren Frequenzbereich liegen bin ich für Stimmen schwerhörig.
    Es ist nicht furchtbar. Man kann damit leben, aber man muss es ja nicht herausfordern.


  7. Registriert seit
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    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Och Mann, ihr armen Mädels. Tinnitus stelle ich mir extrem nervig vor...

    Ich war beim Arzt, der konnte aber nichts feststellen... ist ja auch schwierig, weil ich diese Symptome ja nur im Büro habe... ich sollte stattdessen wohl wirklich lernen, besser zu entspannen, und die Dinge nicht so sehr an mich rankommen zu lassen. Werde auch versuchen, öfter als bisher in Yoga zu gehen, vielleicht 2-3 mal die Woche. Damit ich eine bessere Grundentspannung an den Tag lege, vielleicht... :)
    Vielen Dank für Eure Antworten
    Liebe Grüße
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  8. Avatar von nuqneh.
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    31

    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Danke für diesen Strang! Ihr liefert mir nämlich gerade den Beweis, dass ich *nicht* spinne. Oder zumindest nicht in dieser Hinsicht.

    Bei mir fing es vor sage und schreibe fünf Jahren an, dass mir bei Stress oder nach körperlicher Anstrengung die Ohren zugingen. Ich dachte an einen Hörsturz und ging zum Arzt. Der fand - nichts. Die Nerven, hieß es. Zuviel Stress. Nichts, worüber man sich Sorgen machen müsse.

    Ein gutes halbes Jahr später gingen mir erst die Ohren zu, also dieses wie durch Watte hören Gefühl mit Rückkopplung/Echo wie von Katjalie beschrieben, dann tanzten mir Punkte vor den Augen, es wurde alles schwarz und die Knie gaben nach. Mitten in meinem heißgeliebten Sportkurs. Die freundlich gemeinten Sticheleien ("Wer ist denn der Vater?") halfen das erste Mal noch über den "kurzen Schwächeanfall" hinweg, aber diese Anfälle kamen immer häufiger, schließlich fast wöchentlich. Symptome wie beschrieben, zuletzt zusätzlich eine Gesichtsfarbe wie die sprichwörtliche weiße Wand, extreme Übelkeit, heftiges Zittern und Erstickungsgefühle. Trainer tippte auf Unterzuckerung, Essen half aber nicht. Also folgte eine Schnitzeljagd durch sämtliche Arztpraxen.

    Der Hausarzt nahm mich erst ernst, als ich einen "Anfall" unter kontrollierten Bedingungen auf dem Ergometer (oder wie das Ding heißt) hatte. Beobachtung: Mein Puls geht bei körperlicher Belastung anstandslos bis auf ca. 160 hoch, dann kippt er aus unerklärlichen Gründen auf Werte unter der Messgrenze. Die Arzthelferin konnte erst nach Abklingen der Symptome knapp 60 vermelden, weniger zeigt die Skala ihres Blutdruckmessgeräts nicht mehr an... Da Hausarzt ratlos war, folgte Überweisung an - Ohrenarzt. Logisch, mit dem Ohrensausen fing es ja an. Ob das irgendwie auf den niedrigen Blutdruck zurückzuführen sein könnte? Egal...

    Ohrenarzt bescheinigte mir super Gehör und eine vermutlich schiefe Wirbelsäule. Überweisung an Orthopäden.

    Orthopäde bescheinigte dem Ohrenarzt keinerlei Ahnung von Wirbelsäulen zu haben und verschrieb mir Krankengymnastik gegen mein - mir bis dahin unbekanntes - Hohlkreuz. Für das eigentliche Problem wurde ich an einen Herzspezialisten überwiesen.

    Krankengymnastik war an sich ganz lustig, hat aber natürlich nichts gebracht und der Herzspezialist war mit meinem Allgemeinzustand sehr zufrieden - "ein bisschen viel Stress vielleicht zurzeit, hm?" Sorgen machte ihm nur die Atemnot, also folgerichtig Überweisung zum Lungenspezialisten.

    Lungenspezialist fand mein Lungenvolumen in Ordnung, nicht überragend gut, aber okay. Ich solle für alle Fälle nicht mehr Rauchen, das könne nicht schaden (Habe ich im Leben nicht getan!) und meinen Stresspegel in den Griff bekommen. Wenn ich mir noch Sorgen machen würde, könne er mich zu einem guten Herzspezialisten überweisen. (Von dem kam ich gerade...)

    Etwa anderthalb Jahre war Ruhe, dann ging alles von vorne los. Neue Ärzte, neue Theorien, geholfen hat nichts. Ging auch damals von allein wieder weg.

    Aktuell herrscht bei mir wieder Stress und sofort geht es mit dem Gehör wieder los. Das Einzige, was bisher wirklich hilft: Sofort alles stehen und liegen lassen, Augen schließen und bewusst entspannen. Oft bemerke ich erst durch dieses Alarmsignal, dass ich unter Stress stehe. Passiert derzeit hauptsächlich während ich scheinbar gemütlich vor dem PC im Büro sitze. Also nix mit körperlich anstrengend...

    Das musste ich mir wohl mal von der Seele schreiben. Danke fürs Lesen. Kurzer Sinn der laaaaangen Rede: Nach meiner Erfahrung helfen nur Entspannung und Stressabbau. Ärzte nehmen die Sache oft nicht wirklich ernst, bis sie einen echten Schaden diagnostizieren können. Und das wäre für mich persönlich deutlich zu spät.


  9. Registriert seit
    31.07.2001
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    AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Vielen Dank Nuqueh, für Dein Posting. Geht es also nicht nur mir so!

    Ja, Du hast recht, wirklich alles stehen und liegen lassen. Nur - wie entspannst Du effektiv und schnell? Bei mir dauert es bis zu einer Stunde, bis die Ohren wieder ok sind...
    Ich hoffe, dass diese Schwindelanfälle bei Dir nicht zurückkommen, ist ja echt schlimm!
    Ganz liebe Grüße
    Katjalie
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    in der Liebe.

    Aber auch nicht
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    (Erich Fried)


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  10. Registriert seit
    26.10.2006
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    Stirnrunzeln AW: Bei Streß gehen mir die Ohren zu...

    Kann mich nur anschliessen, denn ich habe auch gedacht, ich bin die Einzige mit solch komischen Beschwerden...
    Bei mir fing es auch erst vor ein paar Jahren an, so ungefähr mit dem Ende der Studiums und Einstieg in den Job. Ich schiebe es auch auf Stress, aber es passiert auch im Winter bei Spaziergängen in kalter, feuchter und windiger Luft. Irgendwie merke ich vorher meist, das es gleich passiert. Und dann beim Nase putzen oder sprechen geht mir das rechte Ohr zu. Wenn es irgendwie geht lege ich mich hin auf das andere Ohr und meist ist der Spuk nach ein paar minuten vorüber, aber ich bekomme immer einen Schreck und denke, das ist jetzt bleibend
    Leider nimmt mein HNO-Arzt das auch nicht so wichtig und meinte ich solle das nicht überbewerten.... ohne Worte.... Man fühlt sich sofort so unsicher, weil man wie in Watte gepackt ist und sich selbst hört inkl. sich atmen hört.
    Hilft bei euch (etwas Kaltes) trinken?

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