Hallo in die Runde,
vielleicht.......finde ich ja hier Antworten, die mir weiter helfen!
Es geht um Folgendes:
Ich war mein ganzes Leben immer wie "unter Strom"- in jungen Jahren gleich einer Kerze, die an zwei Enden brennt.....sehr aktiv, sprudelnd, bewegt und voll power.
Neben meinem lebhaften Naturell, gab es in meiner Herkunftsfamilie nur Hektik, Stress und schnell-schnell, was sicherlich "gut" aufeinander gewirkt hat!
Ruhig sein, kannte ich selten und doch hat es mich immer zu dem Ruhigen hingezogen. Menschen, die ruhig von ihrer Art sind, waren immer wie Magneten für mich
In den letzten Jahren wurde in meinem Leben alles ruhiger- auch ich- und indem ich mich für Übungen ( um in die Ruhe zu kommen) imme mehr geöffnet habe (Meditationsreisen, hinsetzen und nur dem Atem folgen, etc)- habe ich gespürt WIE unglaublich gut mir die Ruhe tut.
Klar ist auch, was für eine extreme Anspannung ich immer in mir hatte.
Wobei ich das heute auch noch gut kann- angespannt sein und mein Kopf auch gerne mit Schmerzen darauf reagiert.....naja- ich bin auf dem Weg
Nun zu dem, was ich nicht verstehe:
Wenn ich mich hinsetze und ganz zu mir komme- mich zentriere, alles außen weglasse- dann werde ich - müde!
Ich steh dann morgens schon müde von meinem Yoga-Kissen auf und denk nur......"ich will mich nur hinsetzen und ruhen......"- was aber doch nicht stimmen kann, denn ich will doch nur in meine innere Ruhe kommen und nicht schon wieder gleich ins Bett wandern müssen!
Ich kapier es nicht!
Ich will zu mir kommen, in meine Ruhe kommen und aus meiner inneren Ruhe heraus das Leben leben.
Aber es kann doch nicht sein, dass ich in meiner Mitte bin und wenn- dann nur noch müde??
Und wir reden von einer guten Nacht vorher, wo ich wirklich gut und genug geschlafen habe!(ich schlafe fast immer wirklich gut, tief und genug).
Mir ist klar, dass mir die wache Angspanntheit, die mich seit über 40 Jahren begleitet, sehr bekannt und vertraut ist......mir näher liegt??-- auf jeden Fall fühlt es sich gut an, wenn man so vor Arbeiten steht!
Und wenn ich was vorhabe und sozusagen "eine Aufgabe", dann komme ich da auch hin- aber wenn ich von dem ganz normalen Alltag ausgehe........dann kann es doch nicht richtig sein, dass man alles nur aus so einer entspannten Müdigkeit heraus macht!
Wenn ich so ruhig und entspannt bin, dann hab ich auch wenig Elan nun was anzufangen........alles ist gut so wie es grad ist.....und dabei kann auch viel liegen bleiben- was nicht nur für meine ursprüngliche Art sehr anders ist sondern auch tatsäclich zb im Haushalt einiges liegen bleiben kann
Ich versteh das nicht und vielleicht kann mir von Euch dazu jemand was sagen!
Wie geht es Euch, wenn ihr entspannt seid?
Wie entspannt seid ihr nach Meditationen oder sonstigem und wie wach danach?
Wenn wach, dann wie wach oder müde?
Müsste ich irgendwas anders machen??
Es muss doch einen Weg geben, dass ich ganz bei mir bin und trotzdem nicht nur sowsa von relaxed, dass ich den lieben Gott nur noch einen guten Mann sein lasse
Außerdem tut die Ruhe zwar gut in mir- aber diese Trägheit, die ich dann auch spüre, empfinde ich als nicht so angenehm!
lg kenzia
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Thema: entspannt = müde ???
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31.07.2016, 07:57Inaktiver User
entspannt = müde ???
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31.07.2016, 08:48
AW: entspannt = müde ???
Liebe Kenzia, um welche Uhrzeit machst Du die Übungen?
Ich interpretiere aus Deinem Text, dass Du sie morgens machst?
Ich mache so etwas prinzipiell abends, da spielt es keine Rolle, ob ich müde werde dadurch.
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31.07.2016, 09:34Inaktiver User
AW: entspannt = müde ???
Ja- ich mache die Übungen am Vormittag/morgens.
Und zwar, weil ich mich so zentrieren möchte- ganz bei mir sein und auch "geschützt" in den Tag gehen, nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen (was ich noch ganz gut kann
)
lg kenzia
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31.07.2016, 09:39
AW: entspannt = müde ???
Ich schlafe bei der Entspannungsphase nach dem Yoga auch ganz häufig ein. Ebenso bei der Hypnose-/Enstpannungstherapie - und bei Massagen (was ich immer ziemlich unangenehm finde
).
Mein Nachtschlaf ist momentan sehr gut, also am Schlafmangel scheint es nicht zu liegen.
Dabei kann ich mich im Alltag ganz schlecht entspannen. Vermutlich besteht da ein Zusammenhang? Der Körper meint vielleicht, jede sich bietende Gelegenheit zum "Runterfahren" nutzen zu müssen.
Mich würde auch interessieren, wie man das umgehen kann.
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31.07.2016, 10:16
AW: entspannt = müde ???
40 Jahre Hektik und Anspannung hinterlassen ihre Spuren, und tiefere Formen von Müdigkeit, die im gewöhnlichen Alltag nicht sichtbar sind. Aber wenn dann der Körper mal die Chance kriegt, WIRKLICH zu entspannen und loszulassen, dann nutzt er sie.
Wenn ich so an meine Akupressurklienten denke, da gibt's den einen oder andern, der hat das auch: mit der Zeit wird es besser. Einen hatte ich, der schaffte es nach seiner ersten Behandlung kaum aufzustehen, so schläfrig war er geworden; inzwischen hat sich das reduziert auf ein "ach ich bin soooo müde ich geh jetzt heim und gleich ins Bett!", aber diese extreme Müdigkeit ist nicht mehr da.
Mach deine Übungen weiter, und nimm dein "ich will ruhen" ernst - ja du willst tatsächlich ruhen! gönne es dir. Und plane deinen Alltag so, dass du es dir können kannst.
Die wache Entspanntheit wird zu gegebener Zeit schon kommen; aber das wird wohl auch noch einiges an Zeit brauchen. Gewohnheiten von 40 Jahren gibt man nicht eben mal in 4 Wochen auf.
gruss, barbara
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01.08.2016, 06:45Inaktiver User
AW: entspannt = müde ???
Danke Bae

Klingt wirklich stimmig.......aber dann kann das ja noch eeeeewig dauern.......
außerdem bin ich ja bis heute jemand, er schnell mit Anspannung reagiert.......- dann wird das nie was??
Hab mich auch schon gefragt, ob es mit dem Kreislauf zusammenhängen kann.
Meiner war schon immer im unteren Bereich- und klar, wenn man der runter fährt, wird man zwangsläufig müder.......was allerdings bedeuten wrüde, dass man bei eher niedrigem Blutdruck Meditationen oder andere Entspannungsübungen schlecht durchführen kann (am morgen).
Kann sowas sein???
Gibt es den "richtigen Meditationstyp"- oder das Gegenteil?? hab ich halt noch nie gehört....
lg kenzia
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01.08.2016, 19:12Inaktiver User
AW: entspannt = müde ???
Glaub ich nicht.
Wielange meditierst Du denn? Ich meine mal irgendwo gehört, gelesen zu haben, dass bei längeren Meditationen durchaus die Neigung besteht einzupennen.
Du könntest vorher ein paar Gymnastikübungen, Dehnübungen oder Yoga machen, um Deinen Kreislauf vor der Meditation in Schwung zu bekommen.
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01.08.2016, 19:29Inaktiver User
AW: entspannt = müde ???
Könntest Du morgens etwas anderes als Meditation machen, um Dich zu fokussieren? Atemübungen im Garten oder so? Etwas, das Dich "sammelt", aber nicht das Loslassen zum Ziel hat.
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01.08.2016, 19:40
AW: entspannt = müde ???
"Ewig" ist leicht übertrieben, und doch doch, das wird schon noch was. in ein, zwei Jahren dürften deutliche Unterschiede festzustellen sein und in zehn Jahren sehr deutliche Unterschiede. Wie viel Lebenszeit dir so nach allen Wahrscheihnlichkeiten dann übrig bleiben, mit eindeutig besserer Lebensqualität, kannst du dann ja selbst ausrechnen. Vermutlich eine ganze Weile.
Es gibt auch Bewegungsmeditationen (zB Tai Chi), und solche, die eher wecken als ermüden.Meiner war schon immer im unteren Bereich- und klar, wenn man der runter fährt, wird man zwangsläufig müder.......was allerdings bedeuten wrüde, dass man bei eher niedrigem Blutdruck Meditationen oder andere Entspannungsübungen schlecht durchführen kann (am morgen).
Kann sowas sein???
Das klassische "auf dem Kissen sitzen und die weisse Wand angucken" ist in der Tat nicht für alle das Beste.
Es gibt für jeden Typ Mensch eine Form von Meditation (oder mehrere Formen, je nach Laune, Tagesform, Bedürfnis) die passen. unendliche Möglichkeiten...Gibt es den "richtigen Meditationstyp"- oder das Gegenteil?? hab ich halt noch nie gehört....
gruss, barbara
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01.08.2016, 21:32Inaktiver User
AW: entspannt = müde ???
Hallo Kenzia,
ich schließe mich hier Torun und Bae an. Wenn dich die Meditation morgens so müde macht, würde ich sie dann auch nicht machen, sondern sie einfach am Abend zum Runterkommen praktizieren. Du kannst dich auch wunderbar durch körperliche Übungen, die dich (auf sanfte Art) fordern, zentrieren und fokussieren. Ich denke da, wenn wir mal bei Yoga bleiben, an Übungen aus dem Yin-Yoga, bei denen es darum geht, in einer Position länger zu verharren, sie zu halten, mindestens 3 Minuten lang. Das erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Zentrierung, viele schaffen das nicht, weil sie sich von ihrer Ungeduld überrumpeln lassen, nicht den Willen aufbringen können oder mögen, entgegen dem, was ihr Kopf ihnen sagt, einfach zu verharren und zu verbleiben. Ich liebe Yin-Yoga, es macht mich gelassener.
Weg vom Yin-Yoga: Eine tolle Yoga-Übung, die dich in Balance bringt und zur Ruhe und Konzentration auf einen Punkt zwingt, ist der Baum (Achtung, Sahneschnitte, nicht aus der Ruhe bringen lassen
). Wenn ich mich innerlich rappelig und unruhig fühle, aber zur Ruhe kommen möchte, übe ich den Baum. Ich stehe so manchmal 10 Minuten, wechsel dazwischen das Bein. Man kann nicht ruhig stehen, ohne sich zu konzentrieren, nicht ablenken zu lassen, eine tolle Übung. Und auch, wenn man "nur da steht", ist man aktiv. Der Körper arbeitet, der Geist arbeitet. Mir tut das immer sehr gut, ihc fühle mich danach ruhiger, aber keinesfalls müde.
Geändert von Inaktiver User (01.08.2016 um 21:54 Uhr)


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