Das wird vielleicht die Gegner interessieren. Es freut mich das die Homöopathie damit endlich aus dem Bereich der Quacksalberei, in den sie allzu häufig unberechigt geschoben wird, herauskommt!
Magdeburg/ Deutschland - Ab dem Wintersemester 2010/11 bietet die Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg einen Masterstudiengang Homöopathie an, der in dieser Form so erstmals an eine deutschen Universität eingerichtet werden soll.
Das Angebot des Studiengangs der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften richtet sich vornehmlich an Mediziner, die die homöopathische Weiterbildung bereits abgeschlossen haben. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) sucht die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg einem fruchtbaren Dialog speziell für homöopathische Ärztinnen und Ärzte.
Das Konzept sieht die Einrichtung eines zweijährigen Studienganges vor, der (nach erfolgreicher Approbation) von Ärzten, Zahn- und Tierärzten und Apothekern berufsbegleitend belegt werden kann.
Gegenüber lautgewordener Kritik an dem Angebot, gerade aus den Reihen naturwissenschaftlicher Schulmediziner, erklärte der Prorektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Helmut Weiß, gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" (mz-web.de), Homöopathie führe trotz Kritik zu Heilerfolgen. Es sei jedoch unklar, auf welche Weise das geschieht. "Wir wollen den homöopathischen Ärzten solide Werkzeuge in die Hand geben und sie befähigen, die Ergebnisse ihrer Arbeit kritisch zu bewerten".
Ein wesentlicher Teil des Studiengangs wird einer systematischen und profunden Ausbildung in Theorie und Praxis der homöopathischen Heilmethode gewidmet sein. Auf diesen Teil des Studiums können bereits absolvierte Fort- und Weiterbildungen in Homöopathie in Teilen angerechnet werden.
Darauf aufbauend sollen die Studierenden in weiteren Modulen in Wissenschaftstheorie und praxisnahen Methoden der Forschung ausgebildet und in der Entwicklung von ärztlicher Professionalität angeleitet werden, was die Reflexion ärztlichen Handelns und eigener Persönlichkeitsbildung in der homöopathischen Praxis einschließt. Hinzu werden gemeinsam mit Erziehungswissenschaftlern Konzepte der Organisationsentwicklung, des Wissensmanagements und der Qualitätssicherung für die Praxis entwickelt.
Ein weiterer sehr wichtiger Bereich, der in Praxis gut in Verbindung mit der Homöopathie zum Nutzen des Patienten anwendbar ist, ist das Wissen um psychosomatische Zusammenhänge, die Schulung der psychologischen Kompetenz des Arztes, und überhaupt die Übung in "sprechender und verstehender Medizin".
Ferner bietet der Studiengang die Möglichkeit der fachspezifischen Vertiefung homöopathischen Wissens, z.B. in Pädiatrie, Gynäkologie, Onkologie, Diätetik und Ordnungslehre, Case-Management bei schweren chronischen Krankheiten etc. In einem weiteren Modul werden spezifische Forschungsmethoden vertiefend erarbeitet. Für zukünftige Dozenten wird die Möglichkeit geboten, die eigene didaktische Kompetenz zu schulen. Praxiszentriertes Projekt- und Qualitätsmanagement inklusive Falldokumentation sind weitere Themenschwerpunkte. Aus all diesen Arbeitsbereichen wird dann vom Absolventen ein Thema für die eigene Masterarbeit gewählt und bearbeitet.
Die Ausbildung wird, da berufsbegleitend, in Form des "blended learning“ erfolgen. Das bedeutet einen hohen Eigenanteil an selbständiger Erarbeitung des Stoffes bei großer zeitlicher Flexibilität. In Internetforen werden die Themen gemeinsam diskutiert werden können. Eine individuelle Betreuung jedes Studierenden ist selbstverständlich. Etwa vier Wochen im Jahr werden Präsenzkurse angeboten. Diese werden in Köthen in der neuen Europäischen Bibliothek für Homöopathie stattfinden.
Quelle: grenzwissenschaften aktuell
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Thema: Homöopathie als Studiengang!
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21.10.2009, 13:50Inaktiver User
Homöopathie als Studiengang!
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21.10.2009, 14:37Inaktiver User
AW: Homöopathie als Studiengang!
Wer sagt das es Quacksalberei ist?
Hanemann war Spiritist. Der wusste aus welcher Finsterniskraft er schöpft. Was Prof. Helmut Weiß nicht weiß. Doch jeder sollte wissen dass ab D2 keine ausreichend wirkstoffliche Substanz mehr vorhanden ist, das etwas wirken kann. D6 1:1000000. Alles, was ab der D²³ noch geschieht, ist ein rituelles Verschütteln von Alkohol. Der echte Homöopath benutzt D30 (1:1 mit 60Nullen) bis D200 Potenzen.
Aus einem Aufsatz von Hahnemann: ’Wie können kleine Gaben ... noch große Kraft haben?` Wenn man in einen großen See einen Tropfen Arznei fallen lasse, könne man nicht durch intensive Mischung eine Arznei daraus machen, die Arzneikraft gehe darin bald zugrunde. Erst das starke Schütteln der Flüssigkeit und Reiben der Pulver in kleinen Mengen entwickle die Arzneikräfte."
Hahnemann selbst hat auch von seinen Mitteln gesagt, dass diese nicht „chemisch" sondern „dynamisch" wirken, dass also besondere Kräfte auf die Arzneimittel einwirken.
Hier haben wir also jeden Boden von Naturheilkunde verlassen und sind schon voll im Bereich der Esotherik, des Okkulten angelangt.
Und keiner kann sagen ob er/sie die Geister die er/sie anruft auch wieder los wird.
Aber das ist ja dann auch nicht mehr das Problem der Homöopaten, sondern die der Psychologen und Seelsorger.
Nur der Desinformierte stirbt dumm.
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21.10.2009, 14:54
AW: Homöopathie als Studiengang!
Es handelt sich auch um ein
Nicht, dass die per se unwissenschaftlich wären... Aber einen Ritterschlag der Medizin stellt dieser Studiengang sicher nicht dar...
Angebot des Studiengangs der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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21.10.2009, 15:08
AW: Homöopathie als Studiengang!
Skandalös genug, daß bereits in die "Europäische Bibliothek für Homöopathie" in Köthen vom Land Sachsen-Anhalt 2,6 Millionen Euro investiert wurden.
750.000 Euro stammen aus dem Programm "Stadtumbau Ost" des Bundesverkehrsministeriums, 1,16 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Mit Wissenschaft hat all das nichts zu tun . . . allein mit wirtschaftlichen Erwägungen der Stadt Köthen.
Welche Prinzipien der Homöopathie auch in der Stadtplanung anwenden will.
(Aufschlußreich noch das Statement des Landes-Bauministers, Köthen habe damit die Homöopathie als Alleinstellungsmerkmal in den Stadtumbau eingebracht.)
Was die Otto-von-Guericke-Universität dazu bringt, die Einrichtung eines Homöopathie-Studienganges zu betreiben, ist mir schleierhaft.
Dürfte aber sehr wohl ebenfalls mit wirtschaftlichen Interessen und deren Vertretern zusammenhängen.
Der Sinn des Studienganges erschließt sich mir im übrigen überhaupt nicht.
Wozu benötigen die dann noch dieses zusätzliche Studium???
Desweiteren, was könnte man daraus schließen, daß der Studiengang in der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften angesiedelt sein wird, nicht an der Medizinischen oder Naturwissenschaftlichen Fakultät?
Ähm, ja. Es gibt also bisher keine Institutionen oder Vereinigungen, in denen diese sich miteinander austauschen können?
Dafür müssen zwingend Steuergelder in großer Höhe investiert werden?
Meines Erachtens handelt es sich um einen politischen Skandal erster Güte.
Zum Glück ticken nicht alle so wie die Magdeburger oder die Köthener.
Als beizeiten die Aufnahme der Homöopathie in den Gegenstandskatalog der Medizin (=prüfungsrelevante Gebiete) in der Diskussion stand, trat die Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg hervor mit der Marburger Erklärung zur Homöopathie.
Mit guten Gründen!
Marburger Erklärung zur Homöopathie
(Beschluss des Fachbereichsrates vom 2.12.1992)
Nach den Plänen des Institutes für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen soll die „Homöopathie" Teil des Gegenstandskataloges für das Medizinstudium werden.
Wir sagen hierzu nein.
Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die Homöopathie als eine Irrlehre. Nur als solche kann sie Gegenstand der Lehre sein. In diesem Sinne reicht das Lehrangebot in Marburg aus. Wir sehen jedoch die Gefahr, dass man von uns „Neutralität" und „Ausgewogenheit" in diesem Stoffgebiet fordern wird, und sind nicht bereit, unseren dem logischen Denken verpflichteten Standpunkt aufzugeben zugunsten der Unvernunft. Wir betrachten die Homöopathie nicht etwa als eine unkonventionelle Methode, die weiterer wissenschaftlicher Prüfung bedarf.
Wir haben sie geprüft. Homöopathie hat nichts mit Naturheilkunde zu tun. Oft wird behauptet, der Homöopathie liege ein „anderes Denken" zugrunde. Dies mag so sein. Das geistige Fundament der Homöopathie besteht jedoch aus Irrtümern („Ähnlichkeitsregel"; „Arzneimittelbild"; „Potenzieren durch Verdünnen"). Ihr Konzept ist es, diese Irrtümer als Wahrheit auszugeben. Ihr Wirkprinzip ist Täuschung des Patienten, verstärkt durch Selbsttäuschung des Behandlers.
Wir leugnen nicht, dass sich mit „Homöopathie" mitunter therapeutische Wirkungen erzielen lassen, wobei es sich um so genannte Placebo-Effekte handelt. Nun könnte man einwenden: was scheren uns Wirkprinzip und geistiges Fundament, wo es doch allein auf den Effekt ankommt.
Nach dieser Logik müssten unsere Medizinstudenten auch in folgenden Gegenständen unterrichtet und geprüft werden: Irisdiagnostik; Reinkarnationstherapie; astrologische Gesundheitsberatung (Bedeutung der Sternzeichen für die Neigung zu bestimmten Krankheiten). Mit all diesen Methoden, deren Wirkprinzip die Täuschung ist, lassen sich nicht nur therapeutische Effekte, sondern auch beträchtliche Umsätze erzielen. Mit den geistigen Grundlagen der Philipps-Universität Marburg sind diese Methoden ebenso wenig vereinbar, wie es die „Homöopathie" ist.
Wir behaupten keineswegs, dass die von uns vertretene Wissenschaft alles erforschen und erklären kann; wohl aber versetzt sie uns in die Lage zu erklären, dass die Homöopathie nichts erklären kann. Ein der Allgemeinheit von interessierter Seite eingeredeter Aberglaube mag dies anders sehen und sich Ausgewogenheit und Zusammenarbeit zwischen „Homöopathie" und „Allopathie" wünschen. Richtschnur unseres Handelns ist aber nicht ein in der Bevölkerung lebender und publizistisch geschürter Aberglaube, sondern die menschliche Vernunft, die uns sagt, dass die Worte „Homöopathie" und „Allopathie" nicht etwa einen Gegensatz, sondern eine einzige unsinnige Begriffswelt bezeichnen. Wir weisen darauf hin, dass an der Philipps-Universität Marburg auch keine „Allopathie" gelehrt wird.
Wenn unsere Universität sich dazu zwingen ließe, den Lehrgegenstand „Homöopathie" in neutralem Sinne anzubieten, würde sie ihren Auftrag verraten und ihre geistige Grundlage zerstören. Eine neutrale Ausbildung in „Homöopathie" findet deshalb nicht statt und ist auch nicht einklagbar. Die Philipps-Universität Marburg wird darüber wachen, dass ihren Studenten aus dieser Haltung keine Nachteile bei Prüfungen erwachsen.Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre
Voltaire
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21.10.2009, 15:14
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21.10.2009, 17:23Inaktiver User
AW: Homöopathie als Studiengang!
War ja klar das solche Reaktionen kommen, gerade von Dir Lilith habe ich nichts anderes erwartet!

Für mich ist es ein richtiger Schritt in die Zukunft!
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21.10.2009, 18:13
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22.10.2009, 00:24Inaktiver User
AW: Homöopathie als Studiengang!
Die Marburger Erklärung ist ja nun schon ein paar Tage alt.
Eine Reihe Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für die Behandlung mit der klassischen Homöopathie, Behandler sind niedergelassene Ärzte mit Zusatzausbildung in Naturheilkunde und/oder klassischer Homöopathie.
Alles Scharlatane? Keine "richtigen" Mediziner?
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22.10.2009, 00:48Inaktiver User
AW: Homöopathie als Studiengang!
ein weiterer Zusatz....
in der Pädiatrie....wird nach wievor die Alternativmedizin, allen voran die Phytotherapie und auch die Homöopathie verordnet....als Kassenleistung
Wer heilt hat Recht, das scheinen die Krankenkassen erkannt zu haben...und das alles nur Placebo sein soll ?
Ich habe da so meine Zweifel, bei dem Wirtschaftlichkeitsdenken der Krankenkassen.
lg sannis


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