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  1. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber dazu ist Unterricht ja u.a. auch da: den Kindern beizubringen, dass nicht immer alles systematisch funktioniert, sondern man eben auch mal mitdenken muss.
    ja : beibringen : aber daran hapert es oft : einfordern, dass etwas gelöst wird, gerne mit Mamis Hilfe ist Usus..: aber Beibringen steht auf einem anderen Blatt :-)

  2. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Zitat Zitat von izzie
    b) Kann sich Frau Müller noch einen Gürtel für 9€ bestellen?
    c) Kann Herr Müller noch eine Krawatte für 29€ kaufen, wenn die Familie insgesamt höchstens 420€ ausgeben will?
    Hallo izzie,

    gibt es denn nicht gerade in der Mathematik später diesen Terminus der "wenn/dann-Sätze", wo dann exaktestens geforscht wird, worauf sich diese Bedingung "wenn" dann erstrecken muss - und worauf, vor allem, nicht?

    Ein bißchen schießen sie sich da schon selbst ins Knie mit dem retrograden Erstrecken!
    Erst alles lesen - okay, aber dann hätten sie " ... bestellen und c) klein weiter kann Herr Müller..?" schreiben müssen.

    Und das Budget kommt ja erst zur Sprache, als Herr Müller seinen Schlips bestellen will ... T.

  3. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Danke Tarasjugina, so hätte ich die Aufgabe auch sinnvoll gefunden!

  4. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    M. E. ist diese Aufgabe ungenau gestellt:

    1. Wenn Frau Müller den Anzug und die Schuhe bestellt, dann dürfte sie auch in der Lage sein, den Rest zu bestellen, ob sie es sich leisten kann, danach wird in der Frage nicht gefragt. Wenn Herr Müller das bestellt hat, dann könnte es auch sein, daß Frau Müller es nicht kann. In Aufgabe c) geht es konkret um den Kaufvorgang und um ein Budget. Bestellen kann ich immer, kaufen/bezahlen nicht.

    Der Bestellvorgang ist faktisch gesehen unabhängig davon, ob ich mir etwas leisten kann.

    2. Steht in der Aufgabe nicht, daß die Restriktion in c) auch für b) gilt. Wie oft gibt es Aufgaben, die in einzelne Teilaufgaben unterteilt sind, die wiederum einzelne unterschiedliche Restriktionen enthalten. Es ist zwar richtig, daß man erst eine Aufgabe komplett durchlesen muß, um sie beantworten zu können, aber hier wird nicht darauf hingewiesen, daß das Budget für die gesamte Aufgabe gilt.

    Ich hätte die Aufgabe, um sie eindeutig zu gestalten folgendermaßen gestellt:

    Familie Müller bestellt im Versandhaus einen Anzug für 249€ und zwei Paar Schuhe für je 74€.

    a) Wieviel muss Familie Müller bezahlen?
    b) Kann Frau Müller noch einen Gürtel für 9€ kaufen?
    c) Kann Herr Müller noch eine Krawatte für 29€ kaufen?

    Das Gesamtbudget beträgt 420€.

    Wobei ich mir jetzt hier die Frage stellen würde, ist Krawatte dann noch zusätzlich zum Gürtel oder gilt entweder Gürtel oder Krawatte (ist hier nebensächlich, weil der Gürtel so oder so nicht ins Budget paßt).

    Ich würde der Lehrerin erst einmal empfehlen, korrekte, eindeutige Ausdrucksweise zu üben, bevor sie von den Kindern korrekte eindeutige Antworten auf solche Fragen erlangt. Die Aufgabe ist in der gestellten Form, m. E. nicht dazu geeignet, die Kinder zum Denken anzuregen, sondern verunsichert nur, da bei der nächsten Aufgabe es sein kann, daß die in einer Teilaufgabe genannte Restriktion auch nur für diese Teilaufgabe gilt. Woher soll man dann wissen, was wo gilt?

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    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Zitat Zitat von izzie
    Wir Eltern (und die Kinder) stehen hier anscheinend alle auf dem Schlauch, ich kenne das so, dass man zwar evtl. Ergebnisse aus vorangegangenen Aufgaben mitverwenden muss, aber doch nicht Angaben aus darauffolgenden?
    Was machst Du, wenn die WC-Türe klemmt? Leise aufgeben, weil diese Situation nicht vorgesehen war?

    Die Aufgabe ist schlecht formuliert und dürfte formal nicht gewertet werden. Nur zeigt die Reaktion, dass die Schüler die Aufgabe (Einkaufen, Budget, Geld, etc) nicht verstanden haben, sondern mechanisch nach Zahlen gesucht haben. Doch Textaufgaben sollen genau das nicht vermitteln....

    Gruß, fcl
    What happens in Vegas, stays on Facebook!

  6. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Zitat Zitat von Fcl
    Was machst Du, wenn die WC-Türe klemmt? Leise aufgeben, weil diese Situation nicht vorgesehen war?
    Nu würd' ich ja sagen, dass gerade wenn eine Klotür klemmt, Angaben, die "zu spät" erfolgen, besonders erschreckend wenig nützen ...

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Für b) ist bedingungslos 'ja' korrekt, mE unabhängig von der Begründung #7. Denn [auch] wenn man die Bedingungen der Reihe nach liest, ist nach lesen von a) und b) schon 'ja' richtig. c) kommt hinterher hinzu, da nicht ausdrücklich das Gegenteil gesagt, als nachträglich anzunehmen, es steht auch nicht dabei daß die Geldbeschränkung in c) für eine andere als die Frage in c) selbst gelten soll.

  8. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    @ josefah und tarasjugina: Genauso sehe ich das auch.

    Ich beharre (ausnahmsweise) einmal auf meiner Meinung, dass die Aufgabe nicht korrekt gestellt ist.

    Es kann nicht sein, dass (beispielsweise) bei so und soviel Teilaufgaben die Lösung für Teilaufgabe c) in der Erläuterung der Teilaufgabe g) versteckt ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Und nehmen wir nun einmal an, man habe Recht mit der Idee, dass die Textaufgabe weder didaktisch wertvoll, sondern einfach nur schlecht formuliert und aufgebaut war und irgendein Mensch sich gedacht hat, dass das pädagogisch wertvoll sei, aber erhebliche Zweifel daran bestehen bleiben ?

    Was machste dann ? :-))

    Es bleibt dann als Hauptaufgabe ( der Eltern ) den Kindern SICHERHEIT zu vermitteln und nicht Unsicherheit und die Idee, dass man bei der nächsten Probe Fußangeln einbaut..

    Es gibt diverse Ideen, die sind krud und unausgegoren : In Mathebüchern und Deutschbüchern..auch Sachbüchern..

    Das NRW-Zentralabi und die Pannen zeigten auch was den Aufgaben-Prüfern durchgeht und wie gut diese denken können :-)

    Ich würde dem Kind Ruhe geben wollen und es daran erinnern, dass es gut denken und rechnen kann und die Probe wohl gut gehen wird..und dass manches eben krud ist..das aber Ausnahmen sind ( und hoffen, dass man damit nicht schwindelt )

    In der 4.Klasse sind Eltern übernervös, da es um die weiterführende Schule geht..ich rate zur Contenance :-) : die Zukunft der Kinder wird sich hoffentlich nicht dadurch entscheiden, ob der Hilfslehrer zuhause Mathematiker ist, der das beibringen kann, was Schule scheinbar nicht kann..
    Geändert von Inaktiver User (11.10.2008 um 12:08 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Matheaufgabe 4. Klasse

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es bleibt dann als Hauptaufgabe ( der Eltern ) den Kindern SICHERHEIT zu vermitteln und nicht Unsicherheit und die Idee, dass man bei der nächsten Probe Fußangeln einbaut..

    )
    Das ist ja das Hauptproblem, vor dem wir Eltern jeden Nachmittag stehen. Es geht doch nicht darum, unsere Kinder mit Samthandschuhen anzufassen . Aber sie wollen Sicherheit : "Wie wird so etwas grundsätzlich gemacht?"

    Sie erwarten völlig zurecht eine klare Ansage. Und wenn zig Kinder und deren Eltern an der eingangs geschilderten Frage - die ja rechnerisch keinesfalls anspruchsvoll ist - scheitern, hat bisher eine klare Ansage gefehlt, wie solche Aufgaben zu bewältigen sind.

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