Mir fallen erst mal zwei Bereiche ein, in denen deine Tochter arbeiten könnte: Psychotherapie und Sozial- oder Sonderpädagogik.
Um Kinder- und Jugendpsychotherapeut werden zu können, muß man Psychologie oder Sozialpädagogik studieren und dann noch eine mehrjährige therapeutische Ausbildung machen. Sowohl Psychologie (Uni) als auch Sozialpädagogik/Soziale Arbeit (FH) haben einen sehr hohen NC, zumeist besser als 1,5, wie schon einige vor mir erwähnt haben. Es gibt auch noch die Möglichkeit über Wartesemester zugelassen zu werden. Als Wartesemester gelten Semester, die seit dem Erwerb des Abiturs bis zum Zeitpunkt der jeweiligen Bewerbung an der Hochschule vergangen sind, in denen man nicht an einer Hochschule immatrikuliert ist/war.
Es gibt aber auch einige Ausbildungsberufe im sozial- oder sonderpädagogischen Bereich, die vielleicht für deine Tochter in Frage kommen könnte, z.B.
Sozialassistentin
Zur Sozialassistentin gibt es eine eigenständige Ausbildung an Fachschulen.
Zur Facherzieherin gelangt man z.B. indem man erst eine Ausbildung zur Erzieherin macht und anschließend eine einjährige Weiterbildung zum Facherzieher.
Facherzieherin für verhaltensauffällige Kinder/Jugendliche
Erzieherin für Jugend- und Heimerziehung
Erzieherin in sonderpädagogischen Einrichtungen
Wie die Ausbildungswege genauer geregelt sind, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wahrscheinlich ist daher am besten, wenn deine Tochter und ihr beide gemeinsam ins Berufsinformationszentrum geht. Vorher könnt ihr ja schon mal auf
http://berufenet.arbeitsagentur.de stöbern.
Es gäbe zwei Möglichkeiten, von der Ausbildung zu profitieren:
1. Wenn deine Tochter sie nach dem Realschulabschluß macht, kann es sein, dass sie bei einigen Fachschulen mit der Ausbildung auch die Fachhochschulreife erwirbt. Dann könnte sie im Anschluß an die Ausbildung immer noch überlegen, ob sie danach (an der FH) studieren will oder nicht.
2. Wenn deine Tochter zuerst Abitur macht und dann eine Ausbildung, hat sie danach auf jeden Fall genug Wartesemester um jedes Fach zu studieren, dass sie möchte (auch wenn vielleicht nicht in jeder Stadt).
Für den Fall, dass sie merkt, dass ihr das Studium doch nicht zusagt, kann sie dann ja immer noch im gelernten Beruf arbeiten - und hat zum Studiumsbeginn schon etwas an Praxiserfahrung.
Bevor ihr also anfangt zu suchen, solltet ihr euch einige Frage stellen:
- Mit welchen Kindern möchte deine Tochter arbeiten, verhaltensauffällig,, traumatisiert, mit Lernstörungen oder geistig oder körperlich behindert? Oder vielleicht auch mit Familien?
- Strebt deine Tochter das Abitur, bzw. ein Studium an?
Antworten
Ergebnis 21 bis 25 von 25
Thema: Kindertherapeut...
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20.06.2008, 22:31
AW: Kindertherapeut...
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22.06.2008, 10:08
AW: Kindertherapeut...
Hallo Margarete,
danke für die interessanten Tipps. Sie möchte schön ihr Abitur machen, aber hat noch keinen Platz auf einem Gymnasium. Sie bewirbt sich mit ihrem nächsten Halbjahreszeugnis. Wir werden uns allerdings auch nach Fachschulen erkundigen.
Danke nochmal an alle !
farinabina
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22.06.2008, 10:20
AW: Kindertherapeut...
Sie könnte auch Sonderpädagogik studieren, z.B. auf Lehramt. Dann kann sie später an einer Förderschule arbeiten.
Latein ist nicht mehr zwingende Voraussetzung für geisteswissenschaftliche Fächer übrigens. Das entscheidet die Uni selbst, ob sie es obligatorisch oder fakultativ macht.
Ist aber nicht schlecht, es in der Schule gemacht zu haben. Dann ist man auf der sicheren Seite (es an der Uni nachzuholen ist sehr zeit- und lernaufwändig). Und außerdem: prima Gehirnjogging. Und damit dann ggfs, auch (wenn auch nicht inhaltlich) eine gute Vorbereitung auf Psychologie.
Psychologie ist sehr anspruchsvoll, vom Anspruch her würde ich sagen wie eine Naturwissenschaft.
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22.06.2008, 22:05
AW: Kindertherapeut...
Ich hätte mit meinen "kleinen Latinum" leider nichts studieren können, - ausser agricola/agricolae - der Bauer ist bei mir nicht viel hängen geblieben :)
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23.06.2008, 18:56
AW: Kindertherapeut...


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