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  1. Inaktiver User

    Verhalten in der Bibliothek

    Ich arbeite meistens in der Bibliothek - ein riesiger Lesesaal, in dem alles gehört wird, was in der letzten Ecke passiert.
    Was mich irritiert, ist vor allem die Tatsache, dass viele Leute offenbar keine Ruhe brauchen, um sich zu konzentrieren. Es wird geschwatzt und ganze Diplomarbeiten (scheint's) ausgewertet, dann wird geflirtet (habe gerade ein Zettelchen mit Einladung zum Kaffee von unbekannt auf den Tisch bekommen) und Fernsehen geschaut (mit Kopfhörern, die alles mithören lassen). Erfrischend war neulich jemand, der herzhaft laut gähnte - vor 200 Leuten. Für mich sind das alles No-gos, weil es mich beim Arbeiten extrem stört. Wie denkt Ihr darüber? Seht Ihr das anders oder bin ich zu empfindlich?
    Ehrenpreis

  2. Inaktiver User

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Hi,

    mir geht es da genau so wie dir. Ich gehe vor allem deshalb in die Bibliothek, damit ich in Ruhe lernen kann, da stört mich sowas auch extrem.
    In unserer Bib gibt es aber zum Glück einen eigenen Gruppenarbeitsraum, in dem man sich auch unterhalten kann. So werden die Leute in den anderen Räumen nicht gestört.
    Aber das jemand in der Bib fernsieht, finde ich schon extrem
    Dafür kann man ja nun wirklich nach draußen gehen...

    Viele Grüße,
    Pingui

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    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Ich habe nur im Hitzesommer in der Bib gearbeitet, weil die klimatisiert ist. Wenn ich konzentriert lese, nehme ich um mich herum nichts mehr wahr. Stören mich Aussengeräusche, dann ist es Zeit für eine Pause - oder das Thema interessiert mich leider so gar nicht. In letzterem Fall helfen Oropax und strikt eingehaltene Lernzeiten. Die Aufregung über Fremdgeräusche war für mich jeweils bloss ein Trick des inneren Schweinehunds.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  4. Inaktiver User

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Aha, vielleicht sollte ich es auch als "Trick des inneren Schweinehundes" versuchen zu begreifen. Fällt irgendwie schwer: Gerade eben küssen sich mir in 1 m Entfernung gerade zwei ab. Ich versuch's aber trotzdem!
    Wo sortiere ich jetzt bloß die gelesenen Analysen ein, die nachgewiesen haben, dass ein Gemurmel eben doch ablenkt, weil die natürliche Neugierde einen zum Zuhören zwingt?
    Abgesehen davon, finde ich eine echte Lernatmosphäre unheimlich inspirierend. Deshalb hab ich mich früher immer zu den Strebern gesetzt - wo sind die nur geblieben?

    Ehrenpreis (die ihr Oropax gerade aufgebraucht hat)

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    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Du Arme!
    *Oropax rüberschieb*

    Interessante Studien und spannende Frage insgesamt.
    Ich bin tatsächlich nur in der Präkonzentrationsphase ablenkbar. Wenn ich erstmal im Thema bin kann man mich sogar direkt ansprechen ohne dass ich reagiere (treibt meinen Freund in den Wahnsinn). Ich kann auch in vollen Zügen neben Handyquasslern lesen und lernen.

    Insofern *als Streber aufzeig*
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Ja, das kenne ich. In unserer Fachbereichsbibliothek war es teilweise unmöglich, konzentriert Literatur durchzusehen - von Lernen möchte ich gar nicht sprechen.

    Es wurde laut getratscht, sogar am Infoschalter, der sich mitten in der Bibliothek befindet. Zudem hat es wegen der hohen Räume sowieso verstärkt gehallt.

    Ich finde auch, dass nicht nur Lärm Belästigung ist, sondern auch Herumknutschen in meinem Blickfeld, Fernsehen nebenan, und so weiter.

    Habe aus diesen Gründen kaum an der Uni gelernt, obwohl die große Hauptbibliothek schon ruhiger war.
    Irgendwie ging es zuhause, trotz noch mehr Ablenkung, trotzdem besser.

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    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Ich kenne das Problem auch und ja - es hat mich in der Lernphase für das Examen, wenn man ohnehin etwas dünnhäutig ist, extrem genervt. Lernen daheim kam für mich nicht in Frage (fehlende soziale Kontakte, Vermeidungsputzen, ungehinderter Zugang zum Kühlschrank...). Als ich mich bei der Bibliotheksleiterin beschwert habe, dass mehrere Komilitonen IM Hörsaal telefoniert haben, hat sie mir fehlende Toleranz attestiert. Ich habe ihr dann einen Link zukommenlassen, dass in der Bibliothek des Vatikans jeder, der mit einem Handy erwischt wird (auch in ausgeschaltetem Zustand), von der Benutzung ausgeschlossen wird - und zwar lebenslang! Verändert hat es zwar nichts, mir aber trotzdem eine kleine Befriedigung verschafft.
    Du bist also nicht allein! Und Oropax sind wirklich Gold wert.

  8. Inaktiver User

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Tatsächlich, Minstrel, bin wirklich gerade in der Präkonzeptionsphase! Oropax ist auch wieder aufgefrischt. -
    Ich habe auch mal die Bibliotheksleitung darauf angesprochen, aber die meinten, sie hätten nicht das Personal, um den Lesesaal zu überwachen. Ich mag mich aber auch nicht zum Hampel machen und die Leute jedesmal um Ruhe bitten. Irgendwie verstehe ich auch nicht, wie man sich in einer Bibliothek küssen kann Hab das mal mit meinem Ex versucht, aber dort ist für mich "sex"freier Raum, einfach zu kopfbelastet.
    Vermutlich ist es mal wieder an der Zeit, in eine versteckte Zweigbibliothek auszuweichen. Die beste war eine botanische, 1 h Fahrt nach draußen. Dorthin kam nie jemand. Und der Ausblick war wunderbar!
    Ehrenpreis

  9. Inaktiver User

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Zitat Zitat von melisma
    Ich kenne das Problem auch und ja - es hat mich in der Lernphase für das Examen, wenn man ohnehin etwas dünnhäutig ist, extrem genervt. Lernen daheim kam für mich nicht in Frage (fehlende soziale Kontakte, Vermeidungsputzen, ungehinderter Zugang zum Kühlschrank...).
    Du bist also nicht allein!
    Ersteres kenn ich auch - und es ist immer wieder schön, nicht allein zu sein!

  10. Inaktiver User

    AW: Verhalten in der Bibliothek

    Ich kenn das eigentlich nur so, dass überall in der Bibi Schilder hängen, die zur Ruhe mahnen. So ein Gerenne wie du das schilderst wäre mir auch ein Graus. Ich habe die Bibi im Studium auch dringend gebraucht, um diszipliniert arbeiten zu können.

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