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    Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Mein Freund und ich haben unser Studium zeitgleich in einem verwandten Fach begonnen. Mittlerweile habe ich mein Studium abgeschlossen und bin seit über einem Jahr berufstätig, während er noch studiert. Leider ist er nicht besonders eifrig dabei. Bereits seit 2004 trödelt er herum, investiert viel Zeit und Geld in sein Hobby, aber vernachlässigt dabei sein Studium.

    So "arbeitet" er mittlerweile seit einem Jahr an einer Studienarbeit, die laut Studienordnung 400 Stunden in Anspruch nehmen soll - und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir haben bereits mehrmals darüber gesprochen, ich habe ihm meine Hilfe angeboten, wir haben einen Zeitplan für die weitere Arbeit aufgestellt, ich habe ihn von sämtlicher Hausarbeit befreit, damit er ausreichend Zeit für sein Studium hat usw.. Auf meine regelmäßigen Nachfragen, wie es denn so vorangeht, antwortet er meist, dass es nur schwer voranginge, sich die Arbeit sehr zäh gestalte usw.

    Insbesondere im Sommer verbringt er aber kaum Zeit mit der Arbeit, sondern nur mit seinem Hobby. Er genießt das Studentenleben, mich belastet die Situation ungemein. Was kann ich tun, wie kann ich ihn dazu bringen, sein Studium endlich abzuschließen?
    Ja, jag vill leva, jag vill dö i norden.

  2. gesperrt

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    das kenne ich von meinem Mann (Studentenehe).

    er hat ewig rumgetrödelt, sich aber jede neue Ausgabe der medizinischen Standardwerke gekauft.

    er wollte es also durchziehen.

    nachher stellte sich heraus dass er unter Prüfungsangst litt.

    welcher Grund hier bei euch vorliegt, weiss ich natürlich nicht.

    wünsche alles Gute

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Hi Ducksy,
    wenn es so zäh läuft (und bei dir so gut), kann es sein, dass er sich nicht an dir messen will, dass sich eine Art Konkurrenzsituation aufgebaut hat?

    Es scheint bei Dir zu wuppen, Studium, schnell noch ein Job.

    Mein erster Gedanke ist vielleicht ein Nebenkriegsschauplatz... aber das mit "von der Hausarbeit befreien" würde ich persönlich sofort einstellen.

    Du schreibst doch selbst, dass er in viele Dinge Zeit investiert, aber nicht unbedingt, sein Studium vorantreibt. Warum belohnst du indirekt sein Verhalten dann noch?

    Wie du ihm helfen kannst?

    Ich weiss es nicht, aber vielleicht würde es tatsächlich helfen unangenehme Fragen zu klären, um zu verstehen, WAS genau der Grund fürs Bummeln ist.
    Fred geboren März 2008 und Frizzie im Februar 2012

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Hallo ducksy,

    so einen ähnlichen Fall hatte ich auch mal. Und ich bin zu dem Schluss gekommen: ich kann gar nichts machen.

    Klar kann man ein bißchen den Weg weisen, Hilfestellung hier und da geben. Aber letztlich muss der andere auch wollen.
    Was ist denn passiert mit dem Zeitplan den ihr gemeinsam aufgestellt habt?

    Ich finde es ja auch löblich, ihm die Arbeit etwas abzunehmen wenn gerade wirklich high tide ist. Aber das darf sich dann nicht über ein Jahr ziehen, vor allem wenn die gewonnene Zeit offenbar gar nicht produktiv genutzt wird. Eine Studienarbeit mit 400 Stunden kann man gut in 4 Monaten schaffen. Bekommt er von seinem Betreuer denn keinen Druck?

    Ich habe auch die Vermutung wie trambahn, dass vielleicht etwas anderes dahinter stecken könnte. Vielleicht generell kein Interesse am Fach? Prüfungsangst? Das kann natürlich keiner genau sagen.

    PS: wieso genau belastet dich die Situation so sehr? Du hast einen Job, ihr seid offenbar nicht direkt in eurer Existenz bedroht... hast du Bedenken, dass er sein Studium nie oder ohne Abschluss beendet und du für ihn die Verantwortung übernehmen musst?
    Es ist jetzt wirklich nur ein Schuss ins Blaue, aber vielleicht ist eher dein Sicherheitsbedürfnis ein Problem... (das ist nicht böse gemeint. Bei mir war das unter anderem auch ein wunder Punkt).

    LG Overboard
    Geändert von Over_board (29.06.2007 um 15:54 Uhr)

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Danke schon mal für die ersten Antworten! :)

    @trambahn: Dass Prüfungsangst das Problem sein soll, kann ich mir kaum vorstellen. In die meisten Prüfungen ist er wesentlich lockerer gegangen als ich. Hat dein Mann es denn schließlich geschafft?

    @Linda: Die Befreiung von der Hausarbeit war nur zeitweise, eben weil er sich dadurch nicht mehr um sein Studium gekümmert hat und ich es nicht mehr eingesehen habe, alles allein zu machen. War nur mal ein zwischenzeitlicher Versuch. ;)
    Von den Leistungen her ist er immer besser gewesen als ich. Ihm ist das Studium eher leicht gefallen, während ich zeitweise sehr kämpfen musste, es überhaupt zu schaffen. Außerdem braucht er sich um einen Job sicher keine Sorgen machen, schließlich werden Maschinenbauer mehr denn je gesucht!
    Die Ursachen für seine Trödelei sind im Prinzip klar: Er tut sich mit dem Thema der Arbeit schwer, deshalb fehlt ihm die Motivation. Auf der anderen Seite ist er in seinem Hobby (Sport) sehr erfolgreich und deshalb hier um so motivierter. Mir ist lediglich unklar, warum er nicht selbst einsieht, dass er mit der Trödelei die Probleme nur vor sich herschiebt.

    @overboard: Ich bin auch der Meinung, dass er es selbst wollen muss und selbst erkennen muss, dass er etwas tun muss. Ich kann eigentlich nur etwas tun, wenn er mich um Hilfe bittet und diese ernsthaft annimmt.
    Der Zeitplan, den wir aufgestellt haben, wurde erst wenig und dann immer mehr überzogen. Mittlerweile sollte die Arbeit abgegeben sein... Der Betreuer macht offenbar keinen Druck. Wir hatten in unserem Zeitplan vorgesehen, dass mein Freund einen Regeltermin mit seinem Betreuer vereinbart (ich glaube, alle 14 Tage). Das wollte der Betreuer aber nicht, meinte zu meinem Freund, er können doch jederzeit vorbei kommen, ein Regeltermin sei also nicht nötig.
    Wir haben auch die Möglichkeit eines Studienfachwechsels diskutiert, aber mein Freund besteht darauf, dieses Studium abzuschließen.

    Warum mich die Situation belastet? Ich möchte eine gemeinsame Zukunft mit meinem Freund: Heiraten, Kinder usw. Und ich möchte ein geregeltes Leben (mit ihm) führen. Dazu gehört in meinen Augen ein fester Job. Es geht mir nicht darum, dass er viel Geld mit nach Hause bringt, aber dass er für sich selbst sorgen kann. Z.Z. wird er großzügig von seinem Vater versorgt.
    Ja, jag vill leva, jag vill dö i norden.

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Ich kann verstehen, dass du genervt bist. Finanzierst DU euer gemeinsames Leben? Dann wäre es langsam vorbei damit.

    Rede noch einmal mit ihm und sag ihm klipp und klar bis hierher und nicht weiter. Es kann nicht sein, dass DU alles übernimmst und er sich mehr oder weniger nur amüsiert. Nichts von wegen von Hausarbeit befreien etc.

    Stell ihm ein Ultimatum: entweder er setzt seinen Arsch in Bewegung und weist Erfolge beim Studium nach oder er wird Hausmann und entlastet DICH, damit du im Job vorankommen kannst.

    Prüfungsangst hin oder her, Trödeleien über so viele Jahre würde ich niemals mitmachen. Irgendwann hilft nur der Schuss vor den Bug.

    Oder möchtest du dein Leben lang für ihn sorgen?
    Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Boah, das ist schwer.

    Mit der zusätzlichen Info scheint, es als ob nur Ex-matrikulation oder die Reduzierung von finanzieller Unterstützung ihn antreiben könnten.

    Leider kenne ich mich zu wenig aus, du schreibst das Thema "liegt ihm nicht".

    Kann man da was machen?

    Oder muss er da nun durch egal wie und wenn er mit ner Vier durchschrammt, versaut er sich evtl. den Schnitt? Wieviel Gewicht hat denn diese Arbeit?

    Kann er das nicht durch eine gute (sehr gute) Dipl-Arbeit aufwiegen?
    Fred geboren März 2008 und Frizzie im Februar 2012

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Zitat Zitat von ducksy
    Die Ursachen für seine Trödelei sind im Prinzip klar: Er tut sich mit dem Thema der Arbeit schwer, deshalb fehlt ihm die Motivation.
    Hallo ducksy,

    leider bin ich in der gleichen Situation: Mein Mann hat noch einen Praktikumsbericht abzugeben, den er schon ewig vor sich her schiebt. Das Formulieren liegt ihm nicht ... Sein Betreuer war auch eher laissez-faire eingestellt, und nun haben wir den Salat: Er ist scheinfrei und könnte jetzt die Abschlussarbeit beginnen, aber der dumme Praktikumsbericht muss noch geschrieben werden.

    Selbst die Aussicht, nach dem Abschluss eine anständige Gehaltserhöhung zu kriegen (das Studium ist berufsbegleitend), bringt ihn nicht dazu, sich hinzusetzen und das durchzuziehen.

    Mir selber ging es in meinem Studium kurz vor Ende auch so, musste noch eine Hausarbeit über ein total ätzendes Thema nachreichen (war schon 4 Semester überfällig, bei den Geistis wird das ja nie so eng gesehen ...), da habe ich mich auch hingesetzt und es mit Ach und Krach fertiggebracht. Gab dann zwar eine 3-4, aber egal, hauptsache, es war vom Tisch.

    Aber da habe ich mich selbst gezwungen. Wie ich jetzt meinen Mann "zwingen" soll, weiß ich auch nicht. Ich kann ihm ja schlecht am Schreibtisch festbinden. Und mehr, als ihm meine Hilfe anbieten, kann ich auch nicht.

    Zum Glück ist mein Mann einsichtig und ich hoffe, dass er es in den nächsten Wochen endlich anpackt, jetzt, wo die Prüfungen für dieses Semester durch sind.

    Ich fühle mit dir .

    (PS: Der Praktikumsbericht wird nur mit "bestanden" bewertet, es gibt nicht einmal eine Note. Wie ist das bei deinem Mann?)

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Mein Freund wird z.Z. komplett von seinen Eltern finanziert, d.h. ich bin nicht für seinen Lebensunterhalt verantwortlich. Ich zahle evtl. mal einen Restaurantbesuch oder einen größeren Anteil bei großen Anschaffungen.

    Die Reduzierung der finanziellen Unterstützung sehe ich auch als die "beste" Möglichkeit an. Ich habe mein Studium u.a. deswegen so zielstrebig abgeschlossen, da ich mit Kindergeld und nebenher Arbeiten immer gerade noch meine monatlichen Ausgaben bestreiten konnte, aber insbesondere in den letzten Semestern nichts mehr für Extras übrig war. Nach der Abgabe meiner Diplomarbeit hatte ich noch ganze 200 Euro auf dem Konto. Daher musste ich auch sofort anfangen zu arbeiten.

    Leider bekommt mein Freund von seinen Eltern und der Oma soviel, dass nebenbei auch noch z.B. ein neues Rennrad drin ist. Die Oma ist über achtzig und begreift die Problematik nicht mehr so ganz, sie freut sich nur, ihrem Enkel eine Freude zu machen.
    Der Vater von meinem Freund ist ziemlich großzügig und sorgt dafür, dass mein Freund auch ohne Nebenjob gut durch Leben kommt. Wenn nächstes Semester zusätzliche 500 Euro Studiengebühren anfallen, gibt's eben entsprechend mehr. Leider weiß ich ganz genau, was passieren würde, wenn ich mit ihm (dem Vater) darüber sprechen würde: Er würde mir unterstellen, seinem Sohn nichts zu gönnen, aber selbst das große Geld zu scheffeln. Würde ich ihm hingegen vorschlagen, dass ich meinen Freund in Zukunft mitfinanziere, um so einen gewissen Druck auf ihn auszuüben, würde das dem Vater auch nicht passen.

    Mit dem Thema der Arbeit kenne ich mich leider auch nicht genügend aus. Da sie noch nicht angemeldet ist, bestünde die Möglichkeit, das Thema zu wechseln und nochmal von vorne zu beginnen. Dazu konnte mein Freund sich aber noch nicht durchringen, da dann das eine Jahr, das er mit dem alten Thema verbracht hat, völlig verloren ginge.
    Eine schlechte Note zu akzeptieren sehe ich auch als Möglichkeit. Leider scheint mein Freund auch noch nicht soweit zu sein, dass er eine Vier bekommen würde.

    Ach ja, und mir sind noch mehr Gründe eingefallen, warum mich die Situation belastet: Ich werde ständig von Freunden, Verwandten usw. gefragt, wie es denn um das Studium meines Freundes stünde, wann er denn fertig würde usw. Ich habe zwar schon mehrmals gesagt, dass sie ihn da am besten selbst fragen, aber die Fragen kommen dennoch immer wieder. Mittlerweile bekomme ich auch schon Aussage zu hören, wie dumm ich sei, dass ich immer noch mit ihm zusammen sei. Ich hätte mich doch schon lange trennen oder zumindest ausziehen sollen.
    Und dann ist es wohl auch irgendwo noch das Gefühl der Ungerechtigkeit: Ich gehe morgens um 5:40h aus dem Haus und bin selten vor 18:00h zurück. Dann fallen oft noch Sachen im Haushalt an, so dass der Feierabend oft sehr kurz ausfällt. Mein Freund beschäftigt sich mit seinem Hobby, geht einkaufen und genießt das Leben (übertrieben gesprochen) und wundert sich dann, dass ich abends kaputt bin und um zehn ins Bett will.
    Ja, jag vill leva, jag vill dö i norden.

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    AW: Das Studium meines Partners geht nicht voran - was kann ich tun?

    Hallo Ducksy, kurz noch mal bevor ich mich ins Wo-Ende verabschiede.

    @ Kürzung der fin. Unterstützung: Deine Schilderung wundert mich nicht. Ich meinte auch nicht, dass du dich da reinhängen sollst, das kann ja nur Ärger bedeuten. Es war eher eine Überlegung, was deinen Freund grundsätzlich antreiben könnte, mal in die Puschen zu kommen.

    @ Themawechsel: Vielleicht ist das doch der bessere Ansatz. In gewisser Weise hat er das Jahr so oder so verloren. Denn es hört sich an, als ob er noch nix (oder nicht viel) zu Papier gebracht hätte. Vielleicht könnte man da mit einem Pro-Kontra-Gespräch was erreichen.

    @ Beziehung
    ich finde, es hört sich übergriffig an, wenn dir Freunde sagen "wie dumm ich sei, dass ich immer noch mit ihm zusammen sei. Ich hätte mich doch schon lange trennen oder zumindest ausziehen sollen" - Den Schuh solltest du dir nicht anziehen.
    Das eine hat doch mit dem anderen erst mal nix zu tun.
    Klar du bist unzufrieden, aber das könntet ihr durchaus klären.

    Ich verstehe deinen Frust, da es mich an eine (gescheiterte) Beziehung denken lässt. Damals habe ich noch 50-60 Std./Woche gearbeitet, den Grossteil des Haushalts übernommen. Mein Freund war Student und ich musste mir sagen lassen, ich könne nicht nachvollziehen wie anspruchsvoll ein (Medizin-)Studium sei, da ich nur eine Ausbildung hätte. Ich hätte ihn erwürgen können, da ich regelmässig gg. 23:00 Uhr von einem Bürojob nach Hause kam und die Lebensmittel an der Tankstelle kaufen musste, da Herr Student keine Zeit dafür hatte.

    ich glaube, es war Akademikerin, die empfahl ein Ultimatum zu stellen. Das hört sich vernünftig an.

    Nicht ein Ultimatum, bis dahin ist die Arbeit fertig oder ich verlasse dich. Sondern vielleicht eer soll ich innerhalb von 2 Wochen entscheiden, WIE ER sein Studium voran bringen will. Es muss ihm doch klar sein, dass er nicht noch 8 Semester seine Problemarbeit vor sich her schieben kann.
    Fred geboren März 2008 und Frizzie im Februar 2012

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