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    AW: Spätes Jurastudium

    Im zweiten Absatz des Artikels steht: "Wir können stolz behaupten, dass 25 Studierende den universitären Teil des Examens bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Als nächstes müssen sie noch den staatlichen Teil absolvieren“, sagt Examenskoordinator Christopher Bona. Fünf von ihnen haben bereits beides geschafft...".

    Stimmt, ich meinte die Uniprüfungen in Geisteswissenschaften. Jedenfalls in den Fächern, die ich in Hagen gemacht habe, war es sehr, sehr schwer keine 1 vor dem Komma zu bekommen, unfreiwillig durchzufallen kaum möglich. Aber auch das lässt sich vermutlich nicht verallgemeinern. Ich wollte nur deutlich machen, dass eine einzelne universitäre Prüfung in einem Wahlfach, die man noch dazu "abschichten" kann, überhaupt nichts mit dem Niveau des staatlichen Examensteils zu tun hat.

    Hier z.B. die Statistik der Uni Bonn für die universitäre Wahlfachprüfung - Durchfallquote 0. https://www.jura.uni-bonn.de/fileadm...inar_20201.pdf . Andere Statistiken für die Examensergebnisse enthalten teilweise überhaupt nur die Ergebnisse für den staatlichen Teil, auch das belegt, dass der universitäre Teil wenig ernst genommen wird.
    Geändert von stefanie63 (31.03.2021 um 10:31 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Jedenfalls in Bayern liegt das Notenniveau des universitären Teils des Ersten Staatsexamens deutlich über dem staatlichen Teil. Für das Bestehen ist die Gesamtnote entscheidend.

  3. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Aaaah! Ich bin davon ausgegangen, der"staatliche Teil" sei das 2. Staatsexamen! Danke für's Klarstellen!

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    AW: Spätes Jurastudium

    Ich persönlich kenne niemanden, der das juristische Staatsexamen als einfach oder angenehm empfand. Ich denke nach wie vor, das Ziel Rechtsanwalt ist sowohl vom karrieretechnischen (aufgrund des Alters) wie vom hobbymäßigen Aspekt ein overkill. Ich denke, es gibt Studien und Ausbildungen im juristischen Bereich, wo Aufwand und Ertrag in einem vernünftigeren Verhältnis stehen.

  5. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Na, ob es dann wirklich Staatsexamina werden, sehe ich dann in ein paar Jahren. Im mit steht erstmal der Spaß am Fach im Vordergrund, und für mich ist das "spaßiger", wenn ich auch entsprechend eingeschrieben bin.

  6. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Ich hatte im Studium einen Freund, der im echten Leben Vollzeit als Krankenpfleger gearbeitet hat und nebenbei vollzeit mit uns studiert hat.

    Es gibt kaum Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht, da hat er immer die Blockveranstaltung Donnerstagabend bis Samstagabend gebucht oder eine Absprache mit dem Dozenten getroffen.
    Wenn er Zeit hatte, saß er im Hörsaal, wenn nicht hat er im Homeoffice studiert.

    Er hat sein Studium genau wie wir nach 8 Semestern im Freischuß mit 10 Punkte (das ist richtig gut!!) bestanden.

    Da wahrscheinlich in Zukunft viel mehr Onlinekurse angeboten werden, solche dieses Modell immer alltagstauglicher werden. Und man hat nicht den Makel (ja, Juristen sind hochnäsiges Volk) der Fernuniversität.

  7. Moderation

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    AW: Spätes Jurastudium

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß auch nicht ganz was ich hier möchte - habt Ihr Tipps für mich?
    Das sieht für mich jetzt nicht nach etwas aus, wo du jetzt die komplette Kosten-Nutzen-Analyse machen mußt. Die steht frühestens an, wenn du merkst, daß du zwischen dem Studium und etwas anderem entscheiden mußt, und dann beachte, daß man kein gutes Geld (oder andere Ressourcen) dem schlechten hinterherwerfen soll und kein totes Pferd reiten.

    Bis dahin: Mach was anliegt, und überleg dir nicht, wie den Bären zubereitest, den du noch noch nicht mal angefangen hast zu jagen. Guck zu was du dich mit der Anmeldung verpflichtest, guck, was von dir erwartet wird, melde dich an, mache dir den Studienplan für dieses Semester, und fang an, ihn abzuarbeiten.

    Je nachdem, wie das mit dem Studium läuft, ändert sich der Bereich möglicher Antworten für deine Frage.

    Ich habe in der IT bzw. SW-Entwicklung eigentlich keine Kontaktflächen zu Juristen. Manchmal kommt ein Rundschreiben zum Thema Datenschutz, Patente, ob man einen Werkstudenten auf eine Currywurst einladen darf, und ähnliches...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Falls Dein Erststudium passt, Du zwei Bombenexamina hinlegst und mit dem halben Establishment schläfst:
    Patentanwältin.
    Sorry, das ist fachlich nicht richtig. "Patentanwalt" ist eine "Ausbildung" und kein Studium. Voraussetzung dafür ist ein natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Abschluss. Mit einem "klassischen" Jurastudium hat das so gut wie nichts zu tun. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird anteilig beim Patentanwalt und beim Patentgericht gemacht, danach folgt dann die (sehr schwierige) Prüfung zum deutschen und/oder europäischen Patentanwalt. Dafür gibt es Vorbereitungskurse. Zum Einsteig empfehle ich den Schnupperkurs "Patenrecht für Ingenieure und Naturwissenschaftler" an der Beuth-Hochschule. Dauert 6 Monate, und wenn man danach immer noch Lust hat, kann man da ja in Erwägung ziehen. Mein Ding war's nicht, denn auf Knopfdruck hunderte Seiten Patentanmeldeschriften zu verfassen, muss man mögen, und die wenigsten PAs mache nur "Litigation" (Verhandlungen vor dem Patentgericht), sondern irgendwie alles. Wenn man die ganzen Prüfungen aber mal hinter sich hat, ist der Verdienst recht anständig, habe ich mir sagen lassen. Große Konzerne wie Bayer haben auch angestellte Patentanwälte, auch über so was kann man nachdenken.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2021 um 22:17 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Spätes Jurastudium

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Nur, mal angenommen, das klappt wirklich: welche Möglichkeiten hat man denn als sehr später Jurist?
    Als Anwalt selbständig praktizieren kannst du immer, da ist doch das Alter egal? Ich empfehle Binge Watching von "Better call Saul" oder "Ally McBeal", um mal einen Eindruck zu kriegen.
    Es würde sich empfehlen, was komplementäres zu machen. zB "juristischer Experte für Open Source" oder so was. Juristen gibt es eine ganze Menge, da ist die Konkurrenz um "normale" Stellen relativ groß. Die Königsdisziplin ist eine Promotion in Jura - irgendwie fangen das viele an, aber nur wenige schließen es ab (wird meistens nicht bezahlt und dauert ewig), aber wer deb Dr. jur. hat, kann sich viele Stellen aussuchen, war bislang so mein Eindruck.
    Ansonsten: durchforste deine LinkedIn-Kontakte nach Leuten, die Jura studiert haben, und frag die.

    Ich habe ja im zweiten Studium einen MBA mit den Vertiefungsfächern Wirtschaftsrecht und Wettbewerbsrecht gemacht; mir hat das für meine Teamleiterposition sehr geholfen, die arbeits- und vertragsrechtlichen Themen zu verstehen, denn als kleines Unternehmen geht bei uns nicht immer alles gleich zum Anwalt, sondern man muss schon in der Lage sein, etwas erst mal selbst zu bewerten und dann zu entscheiden, wie man weitermacht. Daher war diese Kombi für mich extrem sinnvoll. In größeren Unternehmen braucht man das aber nicht unbedingt, denn die haben ja die entsprechenden Fachabteilungen.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2021 um 22:21 Uhr)

  10. Moderation

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    AW: Spätes Jurastudium

    Nicht dass es aktuell relevant wäre, aber eine Promotion in Jura kann ewig dauern, aber ich kenne auch einige, die sie sehr zügig gemacht haben, sie hat den Vorteil es braucht keine Laborarbeiten, Statistiken oder Studien und wenn man sich zB ein sehr neues Gesetz zum Thema macht (zu dem es entsprechend sehr wenig Literatur gibt), dann ist die Recherche überschaubar, dafür sollten die eigenen Thesen natürlich umso genialer sein. Wenn man versucht über § 823 BGB zu promovieren, dann ist man natürlich ein paar Jahre beschäftigt, das eignet sich dann aber auch eher für die Lehre und eine anschließende universitäre Karriere, für "die Wirtschaft" ist man mit einem aktuellen Thema sicher interessanter.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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