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    Völlig planlos

    Hallo!

    Ich bin 35 Jahre und möchte mir gerne noch den Wunsch erfüllen zu studieren. Aus den verschiedensten Gründen war dies als ich jünger war nicht möglich.
    Irgendwie bin ich aber ziemlich unsicher, was für mich richtig ist und habe mich natürlich auch gefragt, was ist halbwegs zukunftssicher, auch wenn man das natürlich nie 100% sagen kann. Durch die Covid-19 Krise konnte man ja in diesem Bezug viel dazulernen.

    Aktuell denke ich an den Studiengang Bioressourcen-und Umweltmanagement.

    Bin aber wie schon erwähnt doch irgendwie unsicher, ob das Studium das richtige ist, ob man damit überhaupt was machen kann.

    Keine Ahnung, warum ich das hier überhaupt poste und was ich mir erwarte, aber vielleicht will sich ja dennoch jemand dazu äußern.

    Schönen Samstag lg

  2. Moderation

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    AW: Völlig planlos

    Ohne mehr Info wird es schwer, was dazu zu sagen: Für das Kommentariat hier, aber auch für dich selber!

    Ich versuch mal, die Überlegungen zu strukturieren, die dir vielleicht helfen könnten, zu einem Ergebnis zu kommen. Auf all die Fragen brauche *ich* keine Antworten, weil mein Wissen über Studiengänge veraltet ist und ich keine konkreten Infos geben kann, was du machen könntest. Aber ich denke, für *dich* wäre es sinnvoll, die Antworten herauszufinden, um einen Plan zu entwickeln.

    1. Warum möchtest du studieren?
    • Um deine Branche oder deinen Job zu wechseln?
    • Um in deiner Branche aufzusteigen?
    • Um in deinem Job aufzusteigen?
    • Aus Interesse an einem Thema/einer Wissenschaft?
    • Sonst?


    2. Wie wird das in deinen Lebensplan passen?
    • Wo nimmst du die Zeit her?
    • Wo nimmst du das Geld her?
    • Wirst du umziehen?
    • Versuchst du ein Fernstudium?
    • Oder geht das Studium vor Ort?
    • Gibt es Fördermöglichkeiten, die du nutzen kannst? (z.B. durch deinen AG?)
    • Wie paßt ein Studium in deine Pläne oder Situation in Sachen Familie?
    • Welche Unterstützung kannst du heranziehen, welche Hindernisse wirst du bewältigen müssen?


    3. Was wirst du tun, wenn du fertig bist?
    • Als was arbeiten Leute, die "dein" Fach abgeschlossen haben?
    • Wo? In welchen Gegenden, in welchen Branchen, bei welchen Firmen?
    • Wieviele?
    • Mit welcher Art von Verträgen?
    • In dem Bereich des Vorhandenen, wo würde es dir gefallen?
    • Welche besonderen Anforderung bestehen da?
    • Wie stark ist die Konkurrenz?
    • Ist "Überqualifikation" ein Problem?
    • Fällt dein Fach in einen "Schweinezyklus"?


    ---

    Nach meiner Beobachtung in einem studiengangsmäßig sehr diversen Umfeld, mal der Versuch einer Kategorisierung.

    Man kann mit allem was machen, auch mit altägyptischer Faßbaukunst.
    Nur das Maß an Glück, das man braucht, ist unterschiedlich.

    Ich würde einerseits nach "eher berufsspezifisch" und "eher berufsunspezifisch" unterscheiden -- bei "spezifisch" hat jeder sofort *eine* Idee, was man damit wird, bei "unspezifisch" keine, oder "Lehrer".
    Und Berufsfelder können breit (Wirtschaft, Computerwissenschaft, Biologie, fällt mir gerade so ein) sein oder schmal (altägyptische Fachbaukunst). In breiten Feldern arbeiten viele Leute in vielen verschiedenen Rollen in vielen verschiedenen Branchen, in schmalen ... nicht.

    Unspezifisch und breit braucht Kreativität, Energie und Flexibilität, um das Studium sinnvoll umsetzen. (z.B. Wirtschaftswissenschaften, Biologie.)
    Spezifisch und schmal braucht Glück (zur rechten Zeit am rechten Ort), Kontakte, und hervorstechende Leistungen, um damit gut unterzukommen.
    Unspezifisch und schmal (z.B. all das, womit man eigentlich nur Lehrer wird, oder wie man in meinen jungen Erwachsenenjahren sagte, Taxifahrer)... da sollte man schon voher intensiv gucken, wie man damit an Land kommt -- oder es aus Leidenschaft machen und einen Plan B haben.
    Spezifisch und breit ist nett, aber oft ein elender Massenbetrieb, wo man gucken muß, den Kopf über Wasser und das Ziel im Blick zu halten.

    Wobei: Ich habe den Verdacht, heutzutage ist "spezifisch und breit" gar nicht mehr zu kriegen, weil jede Spezialisierung, die früher im Lebenslauf stand heute im Mastertitel steht und deswegen vom Personaler viel leichter aussortiert wird, als zu 95% ignoriert und zu 5% als wertvolle Ergänzung bewertet.

    ---

    Hoffe es hilft ein bißchen bei der Suche nach dem Plan... :smile.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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