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    Promotion mit psychischen Problemen?

    Hallo ihr Lieben,

    ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob ich mich doch nochmal an eine Promotion heranwage. Mein Studium ist etwas her und hat lange gedauert; bin seit 4 Jahren fertig und jetzt 34. Und ich wollte immer immer promovieren, einfach weil mich mein Fach so gefesselt hat. Aber dann dauert das Studium länger- bedingt durch psychische Probleme. Und ich hab mich dagegen entschieden, zu promovieren, auch weil ich keine wissenschaftliche Karriere anstrebe- irgendwann ist da einfach ganz oft Sense und ich glaub nicht daran, mal Professorin zu werden. Aber mich lässt das Thema Diss nicht los. Ich arbeite momentan im Bereich Wissenschaftsjournalismus und eine eigene Promotion wäre vielleicht auch beruflich nicht dumm - aber eigentlich möchte ich das nicht aus diesem Grund, sondern bin sozusagen Überzeugungstäter. Aber ich weiß nicht, ob sich das gut mit psychischen Problemen vereinbaren lässt. Den Job bekomm ich hin, aber ob ich eine Promotion stemmen kann, weiß ich nicht so recht- es ist ja schon anders.

    Vielleicht hat ja jemand hier damit selbst Erfahrungen?

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Was passiert, wenn du es einfach probierst?
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


    Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Ich befürchte, daran zu scheitern und wenn das mit meiner psychischen Beeinträchtigung zusammenhängt, verliere ich mich im Selbstmitleid und verdamme mich selbst. Das ist einfach mein Problem.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Vielleicht verdammst du dich aber auch in 20 Jahren dafür, es nicht gewagt zu haben. Oder grübelst die ganze Zeit darüber nach, ob es nicht doch geklappt hätte ...

    Eventuell kannst du dir Unterstützung für die Zeit der Promotion organisieren. Einen Coach oder psychologische Hilfe nur für diese Sache.
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    Sprichwort auf Oxtorne


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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Eine Sache oder einen Traum nicht zu versuchen, nur weil man sich vor dem Scheitern fürchtet - da bist du dann bereits gescheitert.

    Habe schon öfter gelesen, dass Menschen vor dem Tod eher die Dinge bereuen die sie NICHT getan haben, als die, die schief gegangen sind.
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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Danke Unendlichkeit! Ja, vermutlich würde ich es in einigen Jahren sehr bereuen, es gar nicht versucht zu haben. Es ist wirklich immer Traum-Ziel gewesen und dann ist eben was dazwischen gekommen und ich war vernünftig, hab es ad acta gelegt und das nagt immer mal wieder. Nur, beruflich bringt es mir vermutlich keinen Vorteil und ich müsste beruflich kürzer treten und das hätte finanzielle Nachteile. Das ist eben noch die rationale Seite, die vernünftige, die mich das abwägen lässt. Trotzdem würde ich das so gerne machen... Also sollte ich vermutlich...

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Wenn es dein Wunsch ist, schon gar aus Überzeugung, dann tue es!

    Vielleicht macht dir folgendes Mut - ich habe einige Jahre mit Promotionskandidat_innen zusammengearbeitet und sie betreut, sehr viele die promovieren haben psychische Probleme und promovieren trotzdem. Ja, vielleicht dauert es dann etwas länger, aber einen Versuch ist es Wert. Ist vielleicht eine Reduktion der Arbeitszeit möglich oder eine Teilnahme an eine strukturierten Promotion? Nur mal als Gedanken nebenbei. Auch gibt es an den meisten Unis ein zusätzliches Betreuungsangebot speziell für Doktorand_innen

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Vielleicht gibt dir die Arbeit an der Promotion ja sogar einen emotionalen Aufschwung! In diese Richtung könnte sich der Versuch auch entwickeln.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Vielen Dank auch dir, lavendelregen!

    Ich würde schon gerne frei promovieren und dann ggf. meinen Stundenumfang im Job reduzieren- will nicht aus dem Job raus, weil ich den Anschluss nicht verlieren möchte und gerne weiterhin Geld verdienen mag. Ein strukturiertes Promotionsprogramm gäbe es in dem Fach an der Uni, an der ich gerne promovieren würde, nicht, aber dafür einen sehr jungen, hoffentlich noch engagierten Prof., der ganz frisch da ist und großartige Themen bearbeitet. Eine seiner Mitarbeiterinnen arbeitet zu dem Bereich, der mir vorschwebt. Deshalb ist es jetzt auch wieder akut aktuell bei mir geworden- ich hab geschaut, wer jetzt den Lehrstuhl hat, an dem ich meinen Abschluss gemacht habe. Und thematisch passt das total gut- vorher haben mich die Themen dort nicht so vom Hocker gerissen. Und an einer anderen Uni wollte ich nicht, weil das zuviel Fahrerei wäre.

    Ich denke, ich werde mich einarbeiten und ein Exposé schreiben und dann einfach anfragen. Kann man bei einem ersten Gespräch schon sagen, dass man die Arbeit eher in fünf als in drei Jahren schreiben wird? Oder ist das für einen potentiellen Betreuer abschreckend? (Ich will nebenbei arbeiten und dann halt meine psychische Lädierung. Ich pack das sicher nicht in drei Jahren.)

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    starsandstripes, danke auch dir. Ja, ich weiß zumindest, dass ich dann wieder vollkommen sinnerfüllt wäre. Und ich hab es mir eben aus rationalen Gründen verboten und das nagt.

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