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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Hallo,

    Um diese Frage genauer beantworten zu können, wäre es von Vorteil wenn wir wussten was was genau du für psychische Probleme hast.

    Aber wenn du es nicht preisgeben möchtest, ist das auch völlig ok.

    Achtsamkeit ist sehr wichtig und da bist du ja auch mittendrin.

    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, das du während der Promotion auch therapie/selbsthilfegruppe in Anspruch nimmst.

    Damit du ein auffangbecken hast, wenn es dir schlecht geht.

    Lass dich nicht von der Angst leiten.... Wenn du diesen Herzenswunsch hast.... Hab Mut und vertrauen
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Wenn du mit psychischen Problemen promovierst, solltest du dir den betreuenden Professor oder die Professorin gut aussuchen, sofern möglich.
    In meiner Familie haben etliche Mitglieder promoviert und von sehr unterschiedlichen (menschlichen) Erfahrungen berichtet. Ich glaube nicht, dass, hätten sie psychische Probleme gehabt, jede(r) mit jedem zurecht gekommen wäre.

    Mein Vater ist selbst Doktorvater und nimmt gerne Doktoranden mit psychischen Problemen. Allerdings kümmert er sich sehr und muss sie oft deutlich stärker motivieren oder auch stärker auf sie eingehen (er findet, das lohnt sich - fachlich und menschlich). Das machen aber bei weitem nicht alle Kolleginnen und Kollegen.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Auch den beiden letzten Schreibern ein großes Dankeschön!

    Ich habe eine Traumafolgestörung und daher, was die Diss am ehesten beeinflussen könnte, öfter mit Depressionen zu kämpfen. Und ich will in praktischer Philosophie promovieren, ganz grob gesagt. Und thematisch würde der Mensch, den ich mir ausgesucht habe, ziemlich passen, menschlich kenne ich ihn noch nicht, schlimmer als mein Abschlussarbeitsbetreuer, dem alles egal war, kann es aber nicht werden.

    Mir ist auch wichtig, dass ich dann Ansprechpartner habe und unterstützt werde - ich weiß tatsächlich, dass ich ein gutes zwischenmenschliches Klima brauche und auch das Gefühl, dass meinem Betreuer nicht alles vollkommen egal ist, der auch mal fachlich unterstützt, wenn es nötig ist. Ich denke aber, dass ich mich nicht direkt mit psychischen Problemen vorstellen würde, es nicht direkt sagen würde, weil es ja um die fachlich Leistung gehen sollte und grundsätzliche Sympathie.

    Danke euch allen, dafür dass ihr an meinen Mut appelliert! Das brauch ich gerade. ;-)

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Das hört sich großartig an! Die Arbeit steht und fällt mit dem Doktorvater und seiner Unterstützung und seinem hinter dir stehen. Ich würde gleich sagen, dass dir 5 Jahre vorschweben und realistischer erscheinen. Ob du es mit dem Job & Realisierbarkeit begründest oder die Karten komplett offen legst, hängt natürlich von eurem personlichen Kontakt ab.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Wäre es dann kein guter Zeitpunkt, sich auch therapeutisch begleiten zu lassen?
    Gleich das zu bearbeiten, was in der Zeit hochkommt?

    Vielleicht die Chance, auch deine Psyche ein Stück weiter heilen zu lassen.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Hallo No_Twist,

    ich würde Dir auch Mut zusprechen wollen, die Diss anzugehen. Einfach machen.
    Wenn Du bei dem Prof ein gutes Gefühl hast, dass der Dich in einem guten Verhältnis fördert, aber auch in Ruhe brasseln lässt, dann geh voran.

    Nun sind die Regeln für "freie Promovierende" an den Unis doch teils unterschiedlich, schon in den Fächerkulturen unterscheidet es sich stark. Meine Antwort hängt hier also vom Fach ab.

    Bearbeitest Du ein Thema, das hochaktuell ist, ist die Gefahr groß, dass je länger Du schreibst, Dir einer das Thema weg"bearbeitet", da würde dem Prof sicherlich die längere Zeit nicht so gefallen, vor allem nicht, wenn er selber nah am Thema forscht.

    Sind Laborzeiten involviert, wird es auch schwierig, das ewig in die Länge zu ziehen.

    Geht es um ein Orchideenfach, wo es nicht wirklich so extrem heiß hergeht, sind die Profs auch entsprechend gemächlich unterwegs und haben eh Verständnis für eine längere Promotionszeit. Da ist es auch eher unwahrscheinlich, dass sich das Thema von selbst einholt.

    Besonders für freie Promovierende ist vieles möglich, deshalb sind es ja eben Promovierende, die sich nicht in ein Programm begeben.

    Also, nur Mut und teste aus, was der Prof zu Deinem Thema zu sagen hat.

    Liebe Grüße,
    nobody

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Zitat Zitat von No_Twist Beitrag anzeigen
    Aber ich weiß nicht, ob sich das gut mit psychischen Problemen vereinbaren lässt. Den Job bekomm ich hin, aber ob ich eine Promotion stemmen kann, weiß ich nicht so recht- es ist ja schon anders.
    Den Doktor bekommt man nicht für's Forschen (das kann jeder), sondern für's Durchkämpfen und fertig machen. Insbesondere der letzte Teil (fertig machen, Deckel drauf, oft gegen jede Menge Widerstände) ist aus meiner Sicht und Erfahrung der entscheidende. Traust du dir zu, vehement für dich einzustehen? Dann los. Wenn du dir das nicht zutraust, würde ich es lassen, denn nichts ist frustrierender als eine halb angekaute Promotion, die man am Ende nicht fertig kriegt.

    Ich habe das sowohl bei mir als auch bei meinem Bruder und Herrn Thrace exakt so erlebt - Herr Thrace dreht gerade die zweite Ehrenrunde in Richtung externer Promotion, weil er es beim ersten Mal irgendwie nicht hingekriegt hat, einen gangbaren Kompromiss mit seinem Doktorvater auszuhandeln. Bei mir musste das damals bis in die höchsten Etagen des Lehrstuhls hocheskaliert werden, sonst hätte ich heute noch keinen Dr., und mein Bruder schärft gerade die Waffen für genau diesen Gang.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Es ist immer ziemlich einfach, anderen Leuten zu etwas zu raten, was sie "einfach tun" sollen. Eine Promotion ist nicht "einfach", und es kann einen auch ohne Anlage zu Depression herunterziehen, wenn man nicht vom Fleck kommt, kritisiert wird, an Veröffentlichungen scheitert oder Schreibblockaden hat. Viele Promotionen scheitern, weil sich Leute falsche Vorstellungen davon machen, was von ihnen erwartet wird, es zeitlich nicht hinkriegen, den Sinn des Ganzen verloren haben etc.

    Ich schreibe das nicht, um dir abzuraten, sondern um dich darin zu bestärken, dass dieses Vorhaben gut überlegt sein muss. Aber du bist ja dabei, lotest auch aus, wie es mit Betreuung und Thema aussehen könnte. Aber auf jeden Fall auch daran denken, dass du vielleicht psychisch mehr Unterstützung brauchst.

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    ... bis in die höchsten Etagen des Lehrstuhls hocheskaliert werden
    Was sind denn die höchsten Etagen des Lehrstuhls?

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    AW: Promotion mit psychischen Problemen?

    Zitat Zitat von nobody72 Beitrag anzeigen
    Was sind denn die höchsten Etagen des Lehrstuhls?
    Chef von det janze = Lehrstuhlinhaber.
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