+ Antworten
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 42

  1. Registriert seit
    10.04.2019
    Beiträge
    1

    Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Hallo,

    ich wende mich an das Forum, in der Hoffnung, so meinen Dschungel an Sorgen und Gedanken lichten zu können.
    Es geht um einen großen Traum von mir und ich befürchte, dass dieser ein Traum bleiben wird: Ein Psychologie Studium erfolgreich absolvieren.

    Erstmal klingt das gar nicht so dramatisch, aber es spricht bei mir leider einiges dagegen, um so ein Studium auch wirklich zu schaffen.

    Eventuell hat die/der ein oder andere schon ähnliches erlebt und kann mir ein paar Ratschläge geben.

    Kurz zu meiner Person:
    Ich bin 30 Jahre alt, lebe seit 3 Jahren mit Verlobten zusammen, den ich im Juli heiraten werde.
    Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung im Büro. Jedoch merkte ich schnell, dass mich das auf Dauer nicht ganz erfüllt.

    Da ich schon immer sehr gut mit Kindern umgehen konnte und es mir große Freude bereitete, Zeit mit ihnen zu verbringen, suchte ich mir gezielt einige Praktika im sozialen Bereich heraus: Kindergarten, Kinderheim und Grundschule
    Am meisten begeisterte mich die Arbeit in der Grundschule. Jedoch waren damals die Berufsaussichten nicht sonderlich glorreich. Aufgrund dessen entschied ich mich erstmal eine Ausbildung zur Erziehung zu machen und danach eventuell noch ein Studium ranzuhängen.

    Die Ausbildung zur Erzieherin machte mir viel Freude und ich schloss diese sehr gut ab.
    Danach arbeitete ich erstmal im Krippenbereich mit den ganz kleinen. Das war sehr schön.

    Parallel dazu wandelten sich die Berufsaussichten für Lehrer im Bereich Grundschule radikal. (ca. 2015)
    Ich ergriff die Chance und begann mein Studium.
    Inzwischen bin ich fast fertig. Im Sommer schreibe ich noch mein Staatsexamen und dann steht noch das Referendariat vor der Türe.
    Ich bin immer noch super happy mit dem Beruf und kann es kaum abwarten, endlich eine eigene Klasse zu haben.

    Während des Studiums belegte ich in bestimmten Wahlpflichtmodulen einige Seminare in Psychologie.
    Auch meine Zulassungsarbeit schrieb ich in Psychologie.
    Ich entwickelte großes Interesse für diese Wissenschaft und war wirklich voller Leidenschaft dabei.
    Das Lernen gelang wie von selbst und auch der Bereich Statistik erwies sich als machbar (Auswertung meiner Studie der Zulassungsarbeit)

    Es gibt die Möglichkeit im Rahmen des Lehramtsstudiums das Unterrichtsfach „Schulpsychologie“ zu wählen. Somit hätte ich die Chance zusätzlich als Schulpsychologin an bestimmten Schulen tätig zu sein.

    Jedoch dauert das Studium 9 Semester! Ich bin am Ende meines Studiums angelangt, mir fehlt wie schon erwähnt, nur noch das Staatsexamen und mein Referendariat.
    Dennoch: Mein großer Wunsch wäre ein Psychologie Studium zu absolvieren, da ich Feuer und Flamme für dieses Fach bin.

    Jedoch:
    Ich bin bereits 30 Jahre alt! In absehbarer Zeit wünschen mein Verlobter und ich uns ein Kind.

    Wenn das Ref. Geschafft ist, bin ich bereits 32 Jahre alt.

    Neben dem Ref. Noch ein Studium in Psychologie zu machen, ist vermutlich nicht machbar. Hat da jemand Erfahrungen?

    Meine Eltern finden die Idee absolut dämlich und finden, dass ich inzwischen zu alt bin, um nochmal ein Studium zu machen.
    Laut meinem Vater muss irgendwann mal „gut“ sein!

    Der finanzielle Aspekt! Neben dem Studium müsste ich auf jeden Fall arbeiten.

    Möglichkeiten:
    Fernstudium Psychologie: Allerdings habe ich keine Ahnung wie da die Berufsaussichten sind.

    Sollte ich das Fernstudium an einer anerkannten Fernuni erfolgreich schaffen, könnte ich noch die Scheine, welche mir zur Schulpsychologin fehlen, an meiner UNI nachholen.


    Das Ganze geistert seit Monaten durch meinen Kopf und ich finde keine Lösung. Zwar könnte ich ab Winter 2019 das Studium Schulpsychologie anfangen und ein Jahr mit dem Ref. warten, aber was dann? Ich werde das Studium sicher nicht in einem Jahr komplett schaffen. Außerdem wäre es gut, wenn ich erstmal mein Lehramtsstudium beende.
    Ich freue mich auch total auf die Arbeit in der Schule, gleichzeitig wünsche ich mir so sehr, meinen Traum erfüllen zu können.

    Fernuni klingt verlockend. Allerdings kostet es etwas und ich bin mir nicht sicher, wie "gut" die einzelnen Fernunis sind.

    Über Tipps und Ratschläge wäre ich wirklich dankbar!

    Liebe Grüße


  2. Registriert seit
    24.02.2017
    Beiträge
    18

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Hallo,
    ich studiere nebenbei an der Fernuni Hagen. Psychologie bieten die auch an. Ich studiere etwas anderes und kann zum Psycholigiestudium an sich wenig sagen. Es ist glaub ich ziemlich überlaufen, weswegen die Aufnahmen mal beschränkt wurden. Die komplette berufliche Zukunft würde ich nie auf ein Fernstudium bauen, denke da machts die Mischung mit der Berufserfahrung. Wenn es dich so beschäftigt, warum versuchst du es nicht einfach mal? Man kann sich ggf. als Gasthörer einschreiben, oder du belegst einfach mal die Anfangsmodule und schaust, ob es was wäre? In Hagen musst du nicht zu Beginn alles zahlen, daher wäre der finanzielle Verlust nur die Gebühren für die belegten Module. Das fände ich besser als einen Traum einfach aufgeben.


  3. Registriert seit
    22.03.2019
    Beiträge
    83

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Zitat Zitat von DreamDream Beitrag anzeigen
    Meine Eltern finden die Idee absolut dämlich und finden, dass ich inzwischen zu alt bin, um nochmal ein Studium zu machen.
    Laut meinem Vater muss irgendwann mal „gut“ sein!
    Kann ich sehr gut verstehen. Obwohl ich eigentlich finde dass Berufswahl Eltern nichts angeht.

    Statt vierter Ausbildung würde ich mich eher fragen warum du mit deiner Berufswahl nie zufrieden bist. Angst vor dem echten Arbeitsleben? Angst vor Verantwortung? Musst du dir ständig was beweisen? Verharrst du als ewiger Student, um nicht erwachsen werden zu müssen? Du wirkst wie eine Getriebene der das Gras immer Nachbarsgarten immer grüner scheint.

    Ich würde es so machen: Lehramtsstudium komplett abschließen und endlich richtig arbeiten. Berufserfahrung sammeln. Erwachsen sein und Verantwortung tragen.

    ERST DANN Fernstudium anfangen und Abends neben der Arbeit durchziehen, komplett selbst finanziert.

  4. Avatar von jofi2
    Registriert seit
    11.03.2015
    Beiträge
    17.106

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Erfüllst Du die Numerus Clausus Bedingungen für eine Uni in der Nähe Deines Wohnortes? Ich nehme an, dass Du durch Deine Beziehung nicht ganz frei bist in der Wahl Deines Studienortes.
    Willst Du Dein jetziges Studium vorher abschließen? Dann gelten für Dich die Bedingungen für ein Zweitfachstudium. Bei einem NC-Fach grenzt das die Möglichkeiten noch einmal zusätzlich ein.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)


  5. Registriert seit
    17.08.2016
    Beiträge
    6.362

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Prinzipiell ist man nie zu alt und sollte immer bereit zur Veränderung sein.

    Aber: Es ist schon wirklich sehr auffällig, dass du kurz vor dem vorher erklärten Ziel auf einmal Muffensausen bekommst. Hast du Angst dich festzulegen und deine Freiheit zu riskieren. "Ewiger Student" zu sein, ist auch schön. Ich weiß. Man ist ewig jung und das Leben verspricht einem immer noch einen Traum. Wenn man sich entscheidet, dann hat man Angst, dass man Türen zuschlägt, die so verheißungsvoll offen waren.

    Im Übrigen hast du als Lehrerin die Möglichkeit an Fortbildungen teilzunehmen und bestimmte Funktionen wahrzunehmen m Schulsystem.
    Bei uns z.B ist jemand, der SuS bei Problemen berät und sich permanent weiterbildet... diese Weiterbildungen liegen alle im psychologischen Bereich.

    ALso mein Tipp: Mach erst einmal dein Referendariat und dann siehst du klarer. Du kannst dich ja immer noch einschreiben, sollte es sich für dich zeigen, dass der Beruf der Lehrerin nichts für dich ist.

  6. Avatar von Pola
    Registriert seit
    14.05.2016
    Beiträge
    411

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Die Frage ist ja: Was möchtest Du mal werden, wenn alles fertig ist? Und wie stellt Ihr Euch als Paar das Leben mit Kindern vor?

    Du könntest z.B. jetzt erstmal Deine Ausbildung fertig machen, eine Weile arbeiten und dann Kinder bekommen. Mit Kindern und vor allem in Elternzeit oder mit Anspruch auf Schulferien ist ein Fernstudium gut machbar, wenn Dein Mann mitzieht. Da wäre es auch nicht so schlimm, wenn Du feststellst, dass es doch nichts für Dich ist (ich wage mal zu behaupten, dass ein richtiges Psychologie-Studium sich von Psychologie als Wahlpflichtfach für Grundschullehrer doch um einiges unterscheidet). Du könntest immer wieder in den Beruf zurück.

    Auf jeden Fall würde ich aber nochmal prüfen, was Du später dann arbeiten willst. Stellen als Schulpsychologen gibt es ja nun auch nicht so viele, bei uns werden neben Lehrern eher Sozialarbeiter gesucht. Für eine Therapieausbildung wird es zeitlich und finanziell eng, in ein Unternehmen willst Du vielleicht auch nicht.


  7. Registriert seit
    12.12.2010
    Beiträge
    5.511

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Ich habe mal Psychologie studiert. Das war so knochentrocken, dass ich mich kaum zu den Vorlesungen zwingen konnte. Es hätte genauso gut Computer Programmieren sein können oder Physik, es hat mich null interessiert. Und dabei war ich immer sehr an Psychologie interessiert. Und bin es immer noch! Aber das Studium und das, was man im Alltag darüber liest ist so etwas anderes.

    Für Anfänger waren das erst Mal alle die Theorien von wirklich allen Psychologen, die jemals was zu dem Thema "Persönlichkeit" geschrieben haben. Ich musste immer nur mitschreiben und viele Namen und Theorien mitschreiben. Der Prof hätte genauso gut das Telefonbuch runter lesen können.

    Gerade wenn Du das Fach magst, dann studiere es nicht. Es wird Dir beim Studium jegliches Interesse ausgetrieben (ist vielleicht jetzt besser geworden, ist auch schon lange her).

    Kinder haben und Erzieherin sein passen ganz gut zusammen (Ferien etc). Pass nur auf, dass Deine Kinder nicht an der Schule sind wo Du unterrichtest! Das wünscht sich kein Kind.

  8. Avatar von chaos99
    Registriert seit
    23.08.2017
    Beiträge
    6.382

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Zitat Zitat von DreamDream Beitrag anzeigen
    .

    Kurz zu meiner Person:
    Ich bin 30 Jahre alt, lebe seit 3 Jahren mit Verlobten zusammen, den ich im Juli heiraten werde.

    Jedoch:
    Ich bin bereits 30 Jahre alt! In absehbarer Zeit wünschen mein Verlobter und ich uns ein Kind.
    Was sagt Dein Verlobter denn dazu?
    Deine Pläne in Ehren...Er ist ein wesentlicher Faktor im Ganzen, sowohl finanziell als auch erzieherisch übernimmt dann er.
    Und Dein Aber ist dann der zweite Satz, wo er in Deiner Planung überhaupt auftaucht.

    Bringe das Refrendariat zum Abschluss und erkenne erst einmal, wie dann ein Kind/Familie Dein Leben verändert.

    Ewig das Ego meiner Frau finanziell und emotional zu füttern hätte bei mir auch Grenzen.
    Geändert von chaos99 (11.04.2019 um 06:11 Uhr)


  9. Registriert seit
    07.03.2018
    Beiträge
    75

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Von einer guten Bekannten weiß ich, dass das Psychologiestudium ganz anders ist, als man sich das in aller Regel vorstellt. Zuerst mal Statistik ohne Ende, danach nochmal Statistik. Dazu Faktenanhäufungen, die so trocken sind, dass man vor lauter Faktenstaub seine Mitstudenten nicht mehr sieht. Dazwischen zwar einige sonnenhelle Inseln, aber so spärlich, dass es einen wirklich großen Durchhaltewillen braucht.

    Das andere Problem ist, dass das Studium völlig überlaufen ist. Die hohe Abbrecherquote in den ersten zwei Semestern scheint einberechnet zu sein, ohne die Studienbedingungen später merklich zu verbessern. Jedenfalls gehört das Warten auf freie Seminare anscheinend zum Studienalltag (Stichwort: Wer ist der Schnellste bei der Auslosung freier Seminarplätze um Punkt Mitternacht im Online-Portal).

    Mein Tipp: beginne kein Psychologiestudium ohne die Möglichkeit, wieder in den vorher erlernten Beruf zurück zu können (sprich: schließ am besten erst einmal das Referendariat ab, bevor du weiter planst)

    Ich bin ja der Meinung, dass es gar nicht so schlecht ist, neben dem Beruf auch in der Freizeit Themen zu haben, die mich erfüllend interessieren - ohne sie in einen Beruf münden lassen zu müssen.


  10. Registriert seit
    12.02.2019
    Beiträge
    178

    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    ...
    Geändert von -Zilia- (12.04.2019 um 07:00 Uhr) Grund: Zusatz

+ Antworten
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •