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  1. Avatar von jofi2
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Für Psychologie an "meiner" Uni gab es in den letzten 15 Jahren keinen einzigen Platz für "Zweitstudierende", Kollegen anderer Unis bestätigen ähnliches. Die Bepunktung ist für die meisten Zweit-Bewerber kaum zu schaffen, d.h., wer keine besonderen Gründe hat, bekommt keinen Platz.
    Das ist richtig, man braucht besondere Gründe, die das Zweitstudium aufgrund vorheriger Tätigkeiten entweder wissenschaftlich interessant (dazu braucht man ein Gutachten) interssant machen oder wenn es notwendig ist um einen bestimmten Beruf ausüben zu können (z.B. Mönche, die an einem zum Kloster gehörenden Gymnasium unterrichten sollen, aber bereits Theologie studiert haben).
    Klar, man braucht kein Lehrerstudium, um Schulpsychologin werden zu können, aber so ganz vage denke ich, dass die Kombi vielleicht hancen hätte. Sicher bin ich mir keineswegs.

    Allerdings lässt die TE seit dem Eingangspost nichts mehr von sich hören, „großer Traum“ hin oder her.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  2. Avatar von sundays
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Das ist ja auch noch nicht mal 24 Stunden her.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

  3. gesperrt
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Da ich nicht Psychologie studiere, kann ich dir keine Ratschläge zum Schwierigkeitsgrad geben und wie das Studium vom Aufwand neben einem Job und gegebenenfalls Kind machbar wäre. Ich studiere in Österreich Jura auf Fernbasis und ich würde nicht sagen, dass Jura leichter als Psychologie ist und bei mir im Fernstudium studieren sehr viele Personen, die auch einen Vollzeitjob ausüben oder schon Familie haben. An sich ist es also gewiss machbar. Ich denke aber, dass du dich von Topnoten verabschieden musst, da die meisten Kollegen, die ich so ab und an bei Klausuren treffe, doch immer wieder sagen, dass sie recht wenig Zeit zum Lernen hatten, was natürlich bei z.B. 250 Seiten in 2 Wochen verständlich ist. Positiv abschließen gelingt den meisten Studenten dennoch. Natürlich solltest du auch die Regelstudienzeit für dich außer Acht lassen und dich nicht mit Fächern und Klausuren übernehmen, da so ein Studium für hauptberufliche Studenten und junge Menschen ohne familiäre Verpflichtungen angedacht ist. Dass du als berufstätige Mutter dann eventuell dasselbe Pensum erfüllen sollst, das wäre fast unmöglich. Wenn du aber wirklich Freude an der Psychologie hast, dann würde ich an deiner Stelle das Studium in Angriff nehmen und kann dir nur zu einer Fernuni raten, da dies leichter mit Job und Kind unter einen Hut zu bringen ist, als ein Präsenzstudium direkt an der Uni.

  4. Avatar von red_gillian
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Wenn dich die Arbeit mit Kindern einer Schulklasse erfüllt und du dich schon darauf freust, bleib beim Lehramt. Dein Interesse an Psychologie kannst du dort sehr zielführend einbringen und dich darin "austoben". Als Schulpsychologin hast du nicht so viele Möglichkeiten, eine konstante Gruppe von Kindern in ihrer Entwicklung unterstützend zu begleiten, das ist sehr viel kurzfristige Einzelarbeit.
    Whoever is unjust, let him be unjust still.
    Whoever is righteous, let him be righteous still.
    Whoever is filthy, let him be filthy still.
    Listen to the words long written down
    When the man comes around.

    - Johnny Cash, When the man comes around

  5. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Hallo, hier kannst du die Voraussetzungen sehen, die SchulpsychologInnen mitbringen müssen.
    BDP Sektion Schulpsychologie > Ausbildung zur Schulpsychologin/Schulpsychologe

    Frag dich dennoch, warum du nicht ins Berufsleben stürzen magst. Es klingt so ein bisschen nach schneller, weiter, höher...
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin


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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Ich würde jetzt erstmal mein Studium abschließen und das Referendariat machen. Als Lehrerin arbeiten. Wenn möglich, ruhig erstmal verbeamten lassen.

    Dann gibt es immer noch die Möglichkeit, z. B. in einem Masterstudiengang (evtl. gibt es sowas ja auch berufsbegleitend, oder man nutzt eine Elternzeit dafür, oder lässt sich als Beamtin aus familiären Gründen länger beurlauben) noch was in die Richtung draufsatteln - in meiner Stadt kann man sich z. B. zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten weiterbilden lassen.

    Ich denke, gerade in der Arbeit mit Kindern hilft es, schon mal viel Erfahrung mit Kindern auch in anderem Kontext (z. B. als Lehrerin) gesammelt zu haben. Lebenserfahrung schadet auf keinen Fall.

    Was Psychologie betrifft - das ist ja auch interessant, aber das, was einen so interessiert, ist vielleicht mal gar nicht so sehr Inhalt des Studiums. Das ist ein Bereich, da kann man sich auch nebenher mit beschäftigen, auch ohne Studium, denke ich - wie so viele Geisteswissenschaften.

    Und Lehrerinnen, die sich auch Gedanken um die Gefühlswelt ihrer Schüler machen, die sind sowieso Gold wert - ob mit oder ohne Psychologiestudium.

  7. Avatar von jofi2
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Was Psychologie betrifft - das ist ja auch interessant, aber das, was einen so interessiert, ist vielleicht mal gar nicht so sehr Inhalt des Studiums. Das ist ein Bereich, da kann man sich auch nebenher mit beschäftigen, auch ohne Studium, denke ich - wie so viele Geisteswissenschaften..
    Leute mit dieser Einstellung scheinen in der Bri reichlich vertreten zu sein - zumindest in bestimmten Strängen.
    Stichwort Küchenpsychologie.
    Du hast wirklich eine seltsame Auffassung von Wissenschaft.

    Und übrigens:
    Die moderne Psychologie ist keineswegs eine „Geisteswissenschaft“ sonder eine empirische Wissenschaft, die mit naturwissenschaftlichen Methoden arbeitet.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)


  8. Registriert seit
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Ich bin Naturwissenschaftlerin, insofern kann ich die empirischen Methoden schon verstehen. Vor allen Dingen weiß ich, wie Messmethoden Ergebnisse beeinflussen können usw., und es gibt so manche Studien, da frage ich mich schon, wie kontrolliert gewisse Parameter waren und was für Korrelationen da wirklich gemessen wurden.

    Ich selbst würde niemanden herabwürdigen, der sich für meine Wissenschaft interessiert und gute, populärwissenschaftliche Literatur dazu liest und sich Gedanken darüber macht. Ich würde mich freuen, dass sich jemand dafür interessiert. Offen gestanden, ist es in meinem Fachgebiet so, dass ich außerhalb meines Spezialisierungsbereichs auch "nur" gut gemachtes populärwissenschaftliches lesen mag, für das tiefer Eindringen fehlt mir die Zeit.

    Und ehrlich gesagt sind mir in meinem Wissenschaftsbereich Lehrer lieber, die sich immerhin auf populärwissenschaftlicher Ebene damit beschäftigt haben, wenn bei Schülern mal Fragen auftauchen, als welche, die sich gar nicht damit beschäftigt haben. Insofern denke ich, dass jemand, der zwar nicht Psychologie studiert hat und somit auch keine eigenen Studien betreibt, trotzdem ja was davon haben kann (persönlich und beruflich), wenn er sich in dem Bereich weiterbildet, auch ohne Studium.

    Man kann übrigens auch trefflich darüber diskutieren, ob Mathematik eine Geistes- oder Naturwissenschaft ist - am Wesen der Mathematik wird die Einordnung aber nichts ändern.

  9. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Ja, die psychologische Forschung arbeitet auch mit naturwissenschaftlichen Methoden. Aber mit diesen kann man psychische Phänomene nur in gewissen Teilen erfassen.

    Wie es ein Neurowissenschaftler gesagt hat, "the brain's job is that of facilitating a dynamic pattern of interaction among brain, body and world." (Alva Noe)
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  10. Avatar von jofi2
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    AW: Psychologie Studium mit 30 - Chancenlos?

    Sorry Tigerente.
    Da habe ich Dein Post #36 wohl teilweise missverstanden. Ich hatte so den Eindruck, Du würdest für das Küchenpsychologisieren (freies Assoziieren auf der Basis minimalen Wissens) eine Lanze brechen wollen.
    Es gibt in der Tat Bücher, in denen es den Autoren gelingt, komplizierte Zusammenhänge laienverständlich darzustellen - und das ist natürlich zu begrüßen.
    Aber es gibt in diesem Bereich auch ziemlich viel Schrott - und das ist nun mal von Fachfremden nicht immer gut erkennbar.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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