+ Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 53
  1. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    9.847

    Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Ich suche nach Erfahrungsaustausch, wie ihr unter ähnlichen Bedingungen das Studium organisiert. Ich habe nämlich schlicht Schwierigkeiten, mich zu organisieren.

    Meine Daten:
    Vollzeit 40 Stunden plus (ÖD), ich mache jeden Tag etwa eine Stunde mehr, damit ich mal einen ganzen Tag freinehmen kann. Gelegentlich muss ich am WE arbeiten.
    Das Studium ist ein Fernstudium mit Präsenzphasen 4 - 5 mal im Jahr (3 Tage jeweils).

    Workload etwa 15 Stunden pro Woche. In manchen Wochen komme ich damit klar, in manchen benötige ich mehr Stunden.

    Etwa alle drei bis vier Wochen treffe ich eine Kommilitonin. Das findet in der Woche nach der Arbeit statt. Sonst schaffe ich in der Woche gar nichts und arbeite hauptsächlich am Wochenende. Für zeitintensive längere Hausarbeiten nehme ich Flextage.

    Wie kann ich mich in der Woche nach der Arbeit, nach Haushalt und Familie noch zum studieren zwingen?
    Habt ihr feste Lerntage?

    Ich hatte in grenzenloser Selbstüberschätzung gedacht, dass ich das besser organisiert bekomme.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  2. Avatar von Sneek
    Registriert seit
    24.02.2019
    Beiträge
    1.672

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Ich hab keine Erfahrungswerte, aber könntest Du vielleicht nach der Arbeit statt nach Hause zum Lernen in die UB oder sowas gehen?


  3. Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.058

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Ich studiere ebenfalls neben einer Vollzeit-Berufstätigkeit und mir geht es ähnlich. Allerdings kann ich da kein Problem, mich oder dich zu organisieren, sehen, sondern finde es normal, dass man nach einem durchschnittlichen Arbeitstag keine Zeit, Lust oder Kraft mehr zum Lernen hat.

    Sind 15 Stunden die durchschnittliche wöchentliche Zeit, die du fürs Studium brauchst? Also mehr, wenn du HA schreibst oder eine Prüfung vorbereitest, und weniger in ruhigen Zeiten? Dann passt es doch. Jeweils 5-6 Stunden am Wochenende plus zusätzliche Zeit an den Flextagen oder an Urlaubstagen. Dazu noch einmal im Monat die Arbeitsgruppe mit der Kommilitonin; für mich klingt das durchaus organisiert.

    Kommst du denn so auf die Ergebnisse, die du dir vorstellst? Aber auch wenn nicht, halte ich es für schwierig, die Zeit nach Arbeitsende zu nutzen, wenn du bereits festgestellt hast, dass das nicht klappt. (Mir geht es genauso und ich konnte daran bisher nichts ändern - inzwischen schreibe ich an der Masterarbeit). Stattdessen würde ich versuchen, andere bisher ungenutzte Zeitfenster zu finden. Kannst du den Arbeitsweg nutzen? Wenn du nicht selbst Auto fährst zum Lesen oder Lernen, ansonsten über Lehrbücher als Hörbuch? Hast du reine Präsenzzeiten im Beruf, die du so füllen könntest? Oder kannst du dir für unter der Woche einfachere Tätigkeiten im Studium vornehmen, also z.B. erstmaliges Lesen (noch ohne echtes Lernen) oder Videos anschauen?

    Letzte Möglichkeit: Prioritäten anders setzen und - falls das Studium nicht mehr allzu lange dauert - den Haushalt wochentags vernachlässigen. Also nicht mehr täglich Studium nach Arbeit, Familie und Haushalt einplanen, sondern abwechselnd Arbeit/Familie/Haushalt und Arbeit/Familie/Studium.

  4. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    9.847

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Ich bin erst im ersten (von vier) Semestern, wobei im vierten die Masterarbeit geschrieben wird.
    Durch einen glücklicherweise kurzen Arbeitsweg habe ich da keine Lese- oder Lernmöglichkeiten.

    15 Stunden sind der normale Aufwand, bei den allerdings sehr regelmäßigen Hausarbeiten wesentlich mehr.
    Die Ergebnisse (viel Rückmeldung gab es noch nicht) sind bisher völlig in Ordnung. Wenn ich ein Thema und eine Gliederung habe, bin ich ziemlich schnell. Leider stehen mir noch häufig computertechnische Schwierigkeiten im Weg, aber ich kämpfe mich da ganz gut durch. Dazu kommt, dass ich noch nie wissenschaftlich gearbeitet habe und alles lernen muss. (Zitation usw.)

    Universitätsbibliothek - das werde ich sicher mal probieren, vermutlich aber eher am WE. Es ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, wenn es sich rechnet, werde ich das regelmäßig machen.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  5. Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
    4.725

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Hat mit "neben dem Beruf" nichts zu tun, aber für das Problem mit dem wissenschaftliches Arbeiten gibt es gute Einführungen für Erstsemester, google mal "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten", es würde eventuell Sinn machen, eine solche Einführung einfach einmal durchzuarbeiten, dann hat man danach viel weniger Arbeit damit.


  6. Registriert seit
    03.07.2012
    Beiträge
    3.801

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Meine Bedingungen waren in der Hinsicht andere, da ich keine Familie hatte, aber das eine Studium fiel in eine Zeit mit vielen Katastrophen in der Familie, so dass ich ständig irgendwem helfen musste und fast keine Freizeit hatte. Ich habe es so gelöst, dass ich im Büro ausgestochen habe und dann geblieben bin und gelernt habe, manchmal an meinem Arbeitsplatz, manchmal in einem Besprechungsraum, manchmal auf dem Gelände. Das habe ich fast jeden Tag gemacht und am WE gar nichts. Nach außen habe ich gearbeitet oder "Überstunden gemacht.

  7. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    9.847

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Hat mit "neben dem Beruf" nichts zu tun, aber für das Problem mit dem wissenschaftliches Arbeiten gibt es gute Einführungen für Erstsemester, google mal "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten", es würde eventuell Sinn machen, eine solche Einführung einfach einmal durchzuarbeiten, dann hat man danach viel weniger Arbeit damit.
    Das hat damit erstmal nichts zu tun, erschwert es mir nur zusätzlich. Wir haben auch viel Material zur Methodik dabei und können die Profs jederzeit fragen.
    Ich habe mir in den ersten Arbeiten auch schon viel erarbeitet, aber ich schüttle es nicht aus dem Ärmel.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  8. VIP Avatar von xanidae
    Registriert seit
    23.02.2001
    Beiträge
    17.005

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Ich hatte nicht die gleichen Bedingungen, da kein Vollzeitjob (25, später 30) bzw. Zwischen durch Vollzeit, um Überstunden anzusammeln, die ich u.a. für die BA-Thesis dann genutzt habe, mit Kindern im Vorschulalter/Grundschulalter. Ab und an mal Bereitschaft am WE. Einmal im Monat 2 Tage Präsenz an der Uni.


    Ich habe mich täglich mit den Kindern hingesetzt, sie ihre Hausaufgaben, ich meine Uni-Sachen und so vorgearbeitet und strukturiert. Ansonsten im Regelfall Samstags von 5 - 11 geschrieben und Sonntags von 5 - 9. Abgaben für Hausarbeiten waren immer sonntags. Wartezeiten habe ich bewusst genutzt, um Fachliteratur zu lesen. Eine Hausarbeit für Recht habe ich während eines Besuchs im Indoor-Spielplatz vorbereitet.

    Um es mir so leicht wie möglich zu machen, habe ich mir eine Vorlage genau nach Vorschrift für die Hausarbeiten gestaltet, damit ich mich nicht mit der Form rumärgern musste.

    Für jedes Modul habe ich ein Schulheft gehabt, in dem ich Ideen notiert, Gliederung, Zeitplanung, ggfs. Zitate gesammelt habe. Mit Verweisen auf die dazugehörigen Docs, denn für die Zitate habe ich mir ebenfalls Doks pro Modul angelegt, wo ich schon über den Zitaten die korrekte Zitation geschrieben habe, plus die korrekte Quellenangabe, damit ich nur mit Paste&Copy arbeiten musste. Auch ich war ungeübt im wissenschaftlichen Arbeiten. Da habe ich mir ein Buch angeschafft, um mir ein paar Tricks anzueignen. Z. B. Habe ich mir auch eine Liste mit möglichen Satzanfängen verlinkt, die Unterschiede zwischen scheinbar/anscheinend oder offenbar/offensichtlich.

    Hier hatte ich Glück, ich habe eine vor der „Haustür“, die ich fleißig genutzt habe und wenn ich es zeitlich gut hinbekommen habe, habe ich auch am Studienort die ULB genutzt, da die eine größere Abteilung für meinen Studiengang haben, da sie mehr Varianten des Studiengangs anbieten.

    Eines meiner Ziele für das Studium war: ich gebe meine Hausarbeiten pünktlich ab und ich nutze auf keinen Fall die Verlängerungsoption. Eine Hausarbeit noch beenden und mich gleichzeitig für die nächste vorbereiten, dass wollte ich auf keinen Fall.

    Mit mir haben viele studiert, die Vollzeit gearbeitet haben. Da waren viele dabei, die abends gelernt (gelesen und geschrieben) haben. Meins war das nicht.
    Vielleicht nützt es dir herauszufinden, zu welcher Uhrzeit du produktiver bist.
    Die subtilste Form des Terrors ist die Betreuung. Man hat für ihn auch noch dankbar zu sein.
    G. Haack

  9. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.591

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    In diesem Unterforum gibt es dieses angepinnte Thema:
    Sammlung für Links zum Thema wissenschaftliches Arbeiten

    Vielleicht gibt es da für Dich etwas Hilfreiches zum Thema "Wissenschaftliches Arbeiten".

    Wer etwas aktuelleres weiß, darf es dort auch gerne einstellen. Vielen Dank!
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin


  10. Registriert seit
    04.02.2019
    Beiträge
    420

    AW: Studieren neben Vollzeitjob - wie und wann lernt/schreibt ihr?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen

    Für jedes Modul habe ich ein Schulheft gehabt, in dem ich Ideen notiert, Gliederung, Zeitplanung, ggfs. Zitate gesammelt habe. Mit Verweisen auf die dazugehörigen Docs, denn für die Zitate habe ich mir ebenfalls Doks pro Modul angelegt, wo ich schon über den Zitaten die korrekte Zitation geschrieben habe, plus die korrekte Quellenangabe, damit ich nur mit Paste&Copy arbeiten musste.
    In Sachen gleich Referenzen schreiben, kann ich nur zustimmen, sonst sitzt man irgendwann und sucht ewig nach dem Artikel oder der Seitenzahl. Und Referenzen checken Prüfer immer, das geht nämlich relativ einfach und ist einfach eine Grundlage, die zu sitzen hat. Da rutscht eine Note fürs Essay oder die Abschlussarbeit gerne nach unten, wenn nur ein paar nicht stimmen.

    Wärmstens möchte ich hier Citationsy empfehlen - gibt es kostenlos als App und Webseite. Man hat die Referenzen übersichtlich parat und kann, bei Bedarf, mit einigen Klicks von Harvard zu Chicago oder sonstwie wechseln. Das hat mir schon mehrfach den Verstand bei Publikationen, die von einem Journal zu einem anderen gingen, gerettet.

    Paraplumeau, ich habe vor vielen Jahren meinen BA an einer Distance Learning Uni gemacht. Während ich Vollzeit arbeitete, und Vollzeit hiess bei uns, 42 Wochenstunden plus Überstunden. Ich hatte damals allerdings keine Familie, trotzdem war es extrem hart.

    Ich habe mir Prioritäten im LernmTerial gesetzt - es gab immer etwas, was weniger wichtig war im Material und das habe ich dann eher beiseite gelassen. Man weiß ja, welches Essaythema man wählt, und worauf man sich für die Prüfung vorbereiten wird, bei anderen Themen galt dann: Mut zur Lücke! (Und ich habe trotzdem 1st class distinction gemacht! )

    Ich glaube, es ist extrem wichtig herauszufinden, was für ein Lerntyp man ist. Ich betrachte (bis heute) Schreiben als Denken mit den Fingern, wenn was (schnell) in meinen Kopf rein muß, mache ich mir Notizen.

    Ansonsten war ich eher der ‘Acht Stunden am Wochenende’-Typ als der ‘Jeden Abend eine Stunde’-Typ. Und: viele Studienkollegen damals hatten Familie, die sagten eigentlich alle wie wichtig es sei, die Familie ins Boot zu holen: Kids müssen wissen, das ist Muttern’s Lernzeit, da darf nicht gestört werden.

    Gleichermaßen gilt: Social Media (und das ist auch die BriCom! ) austellen....

    Viel Erfolg!

+ Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •