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    Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    ...ich bräuchte Eure Hilfe!

    Ich habe in drei Wochen meine letzte Prüfung in der Soziologie und bin gerade ziemlich am Verzweifeln. Meine Themen sind "Der situative Ansatz" und "Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie" und irgendwie habe ich das Gefühl als würde sich beide Themen vor mir verschließen.

    Ich hatte am Freitag auch ein nicht unbedingt erbauliches Gespräch mit meinem Prof. wegen meiner Magisterarbeit und meiner Klausur. Jetzt ist sind meine Selbstzweifel natürlich besonders groß und ich habe das Gefühl, als würde ich gar nichts können.

    Zur verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie muss ich auch Luhmann (der ja alles andere als einfach ist) heranziehen. Damit habe ich mir wohl bei der Themenwahl ein Eigentor geschossen.

    Hat vielleicht der eine oder andere schon mal zu dem einen oder anderen Thema was gemacht und würde sich hierzu gerne mit mir austauschen? Ich wäre mehr als dankbar.

    Kommilitonen von mir kann ich auch nicht fragen, da die mesiten einen anderen Schwerpunkt als ich haben.

    Liebe, aber ziemlich verzweifelte Grüße
    Data
    Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

    (von John Lennon)



    Ich will selbst den Herren machen,
    Mag nicht länger Diener sein.


    (Mozart - Don Giovanni)

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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Hallo Data,
    ich hatte beides im Studium. Studiere allerdings nicht Soziologie...wenn Du Dich trotzdem austauschen magst.
    Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Hallo liebes Sourgirl,

    natürlich sind auch nicht Soziologen angesprochen. Wobei ich festgestellt habe, dass Soziologen ihre eigene Weltsicht haben, mit der ich persönlich aber des Öfteren nicht so ganz klar komme.

    Mein Problem im Moment ist, dass ich beide Themen noch nicht richtig eingrenzen kann. Was gehört rein, was kann ich links liegen lassen. Ich habe da ein Problem mit dem Loslassen. Ich habe nie das Gefühl genug gelesen zu haben.

    Beim situativen Ansatz habe ich mich jetzt auf die Ausführungen von Kieser gestürzt und als Weiterentwicklung die Mintzberg-Struktur genommen. Ich wollte das Thema so aufzäumen, dass ich die unterschiedlichen Strömungen darstelle und mich auf die Kritik (exogen und endogen) an diesem Ansatz konzentriere. Das hat mir der Prof auch ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass er den Ansatz nicht mag und dass für ihn die Kritik wichtig ist. Und natürlich nicht zu vergessen den Bürokratieansatz von Weber.

    Bei der verhaltenswissenschaftlichen Entscheidungstheorie konzentriere ich mich auf die Ausführungen von Cyert und March und damit auf die begrenzte Rationalität. Und hier soll ich dann den Bogen zu Luhmann schlagen, wobei mir hier noch nicht ganz klar ist, wie dieser hier einzuordnen ist.

    Ich habe bisher einfach noch keinen wirklichen Überblick, obwohl ich zum Beispiel die komplette Literatur zum situativen Ansatz gelesen habe. Ich habe das Gefühl, als würde es hier so viele unterschiedliche Sichtweisen geben, die aber nicht wirklich eine bestimmte Struktur ergeben (jedenfalls nicht für mich).

    Hast Du vielleicht eine Idee, wie man die beiden Themen gut gliedern kann? Ich muss zum einen zu jedem Thema einen 10minütigen Vortrag vorbereiten und zum anderen auch ein Thesenpapaier zusammenstellen mit den zentralen Aussagen des jeweiligen Themas. Die Aussagen dürfen jedoch wiederum nicht das wiedergeben, was ich in meinem Vortrag sage. Was ich persönlich nicht verstehe, da man doch in seinem Vortrag die zentralen Aussagen des Themenkomplexes nennt.

    Liebe Grüße
    Data
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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Hallo Data,
    oh, dass mit dem nie genug wissen kenne ich nur zu gut! Ich lese immer viel zusätzliche Literatur, überall steht es einen Tick anders, was mich dann wieder etwas verunsichert. Inzwischen bin ich dazu übergegangen es dabei zu belassen, dass man einfach nicht alles wissen kann. Und bei einem 10minütigen Vortrag kann man einfach nicht alles einbeziehen. Besonders wenn es um Luhmann geht .
    Wir hatten das ganze eher überblicksmäßig (einmal in Organisationspsychologie und in Organisationslehre). Das grundsätzliche Problem ist, dass man die Ansätze unterschiedlich ordnen kann; von der zeitlichen Entstehung her, nach den Ansätzen, nach Metaphern (Morgan), nach Art der Organisation etc. pp. Ich fahre morgen in meine Unistadt, da kann ich mal meine Materialien mitbringen und Dir zuschicken, wenn Dir das hilft.
    Vom situativen Ansatz her den Bogen zu Luhmann zu schlagen ist nicht so schwer, denn dieser begründet sich in der Systemtheorie. Von der verhaltenswissenschaftlichen Theorie zu Luhmann, hm...Beim verhaltenswissenschaftlichen Ansatz geht man ja davon aus, dass nicht unbedingt logische, sondern menschliche Entscheidungen im Vordergrund stehen. Davon ausgehend kann man dann fragen wie sich Organisationen anhand von diesen Entscheidungen an ihre Umwelt anpassen. Über die Systemtheorie, Autopoeisis (evtl. auch in diesem Zusammenhang Kybernetik, geht aber wohl einen Schritt zu weit, aber interessant) könntest Du zum Systemrationalismus von Luhmann kommen. Ist aber erstmal nur so ein Gedanke, ich muss mich da auch noch mal einlesen.
    Bei uns ist es mit dem Thesenpapier so, dass wir uns zwar auf unseren Vortrag stützen sollen, aber die Thesen kritisch formulieren soll, also in Frage stellen oder überspitzen, also nicht 1:1 den Vortrag wiedergeben.
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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Hallo,

    ich habe mich diesmal versucht stark zu beschränken, da ich für die letzte Prüfung einfach viel zu viel gelesen habe. Fast 20 Bücher/Artikel pro Thema plus noch Sachen aus dem Internet. Diesmal habe ich mich auf ca. 10 Bücher/Artikel plus Sachen aus dem Internet pro Thema beschränkt.

    Luhmann macht mir gerade echt Sorgen. Da habe ich mich doch glatt das ganze Studium erfolgreich um ihn gedrückt und dann bei der aller letzten Prüfung springt er mich durchs Hintertürchen an. Mein Prof hat mir das Buch "Organisation und Entscheidung" von Luhmann zum Thema verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie empfohlen. Dies müßte heute von amazon geliefert werden, da es bei uns hier an allen drei Unis ausgeliehen ist.

    Vom situativen Ansatz her den Bogen zu Luhmann zu schlagen ist nicht so schwer, denn dieser begründet sich in der Systemtheorie.
    Wie meinst Du denn das? Das ist mir bisher so gar nicht aufgefallen und Luhmann wird auch mit keiner Silbe erwähnt.

    Ich denke, dass ich die Ansatze so gliedern werde:

    * Wo kommen sie her?
    * Welche Vertreter gibt es?
    * Wo sind die Unterschiede in den jeweiligen Autorenmeinungen?
    * Welche Kritik gibt es an den Ansätzen?
    * Welche Weiterentwicklungen gibt es? (Hier werde ich mich dann jeweils auf eine Weiterentwicklung vorbereiten: Mintzberg-Struktur und Mülleimer-Modell)

    Meinst Du diese Gliederung macht Sinn?

    Wenn Du mir ein paar Unterlagen zukommen lassen könntest, dann wäre das super!

    Am Donnerstag kommt erstmal eine Kommilitonin von mir (die leider keine wirkliche Ahnung vom Thema hat) und mit der will ich versuchen mal ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen.

    Mein größtest Problem im Moment bin ich wohl selber. Ich mache mir solchen Druck, dass ich eigentlich nichts wirklich auf die Reihe bekomme und dann abends total frustriert bin und Angst habe die Prüfung nicht gut genug zu schaffen. Also ein ewiger Kreislauf in dem ich mir ständig selbst ein Bein stelle!

    Liebe Grüße
    Data
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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Die Gliederung finde ich logisch und total gut!

    Ich schaue noch mal nach meinen Unterlagen (sind aber teilweise auch nur Ausarbeitungen meiner Kommilitonen), ab Do bin ich wieder zu Hause, dann maile ich sie Dir. Wie viel Zeit hast Du denn noch?

    Deine Kommilitonin als unabhängigen Beobachter, finde ich gut. Wenn ich mich ausgiebig mit einem Thema beschäftige, eine Hausarbeit schreibe oder mich auf eine Prüfung vorbereite, dann schnappe ich mir immer jemanden, der keine Ahnung davon hat und quatsche ihn voll. Da kann ich dann sehen, ob ich das Thema wirklich verstanden habe und es anderen erklären kann.
    Ja, am meisten steht man sich selbst im Weg - da geht es mir nicht anders. Ich mache mich da auch immer verrückt. Wenn Du erst mal Deiner Kommilitonin etwas zu Thema erzählst, wirst Du schon feststellen, dass Du viel mehr weißt als Du glaubst. Und: DU bist jetzt schon soweit im Studium gekommen, da bekommst Du die letzten beiden Prüfungen doch auch noch hin!

    Bei Luhmann muss ich noch mal in mich gehen. Ich weiß, dass er einen Beitrag zu Mikropolitk, Rationalität und Macht in Organisationen veröffentlicht hat. Und ein Buch über Funktionen und Folgen formaler Organisation. Er hat sich mit Kontingenz beschäftigt, das gehört doch zum situativen Ansatz bzw. wird synonym verwand, oder?
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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    So nun aber. Ich habe es gestern leider nicht mehr geschafft zu antworten.

    Wenn Du mal in Deine Unterlagen schauen könntest, dann wäre das mehr als klasse (E-Mail kam gestern schon per PN). Wenn es Ausarbeitungen von Studenten sind, dann ist das ja sogar ganz gut, dann kann ich mal sehen, wie die die Themen gegliedert haben.

    Ich habe jetzt noch 2 1/2 Wochen Zeit und habe aber das Gefühl, als würde ich noch überhaupt nichts wissen und mir sind die Ansätze leider bisher noch nicht sehr verständlich. Ich habe zwar mal so Augenblicke, wo ich beim Lesen denke, ach darum geht es also. Aber im nächsten Augenblick ist dieses Verstehen auch schon wieder vorbei.

    Auf Morgen und den Besuch meiner Kommilitonin freue ich mich schon, die hat mir bei der letzten Prüfung auch sehr geholfen. Ich hoffe, dass wir das ein wenig auf die Reihe bekommen. Weil so, wie es im Moment aussieht kann ich froh sein, wenn die Profs mich nicht gleich hochkant wieder rausschmeißen. Ich hätte nicht gedacht, dass mir diese Ansätze so schwerfallen....

    Wenn Luhmann was zu Kontingenz veröffentlich hat, dann würde das wirklich gut zum situativen Ansatz/Kontingenztheorie passen. Aber darauf kann ich mich jetzt nicht auch noch vorbereiten, aber zumindest gut zu wissen. Kannst Du mir vielleicht sagen, um welches Buch/Aufsatz es sich dabei handelt? Lieber Halbwissen, als gar kein! Ich habe ja jetzt das Buch von Luhmann "Organisation und Entscheidung" und mir ist ganz anders geworden, als ich da rein gesehen habe. Naja Augen zu und durch. Heute werden erstmal noch zwei andere Artikel gelesen und dann stürze ich mich auf den Luhmann.

    Was ich nicht so verstehe ist die Unterscheidung von Entscheidungstheorie und Verhaltenswissenschaften. Ist dann die verhaltenwissenschaftliche Entscheidungstheorie eine Zusammenführung beider Strömungen?

    Liebe Grüße
    Data
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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Mehr oder minder OT, aber liebe data, ich drück dir die Daumen für die Prüfung!!
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Die Daumen kann ich brauchen. Kann ich auch noch Deine Zehen haben?

    Ich merke gerade, dass Zimmermann so schrecklich gar nicht ist, es gibt an der TU noch größere Schreckgespenster....

    Was machen denn Deine Vorbereitungen für Deine Zwischenprüfung?
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    (von John Lennon)



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    AW: Ihr Organisationssoziologen da draußen...

    Die Zehen kannst du auch noch haben, klar! Wenn ich sie im Anschluss wieder zurückbekommen könnte...?

    Wer sind denn die Schreckgespenster, die schlimmer als Zimmermann sind? Doch hoffentlich nicht dein Organisationssoziologieprüfer?

    Was meine Vorbereitungen angeht: Ich muss mich morgen anmelden (und habe mit Schrecken festgestellt, dass mir der Schein für die Sprachkenntnisse MHD fehlt, wo der hingeraten ist, ist mir schleierhaft, das wird noch eine Sucherei nachher!), jetzt suche ich in der Bibo die Literatur für die verschiedenen Prüfungsteile zusammen, und dann fange ich mal langsam damit an, das Zeug auch zu lesen... bis zur schriftlichen sind es ja noch etwa 3 Wochen, bis zu den mündlichen 5, also noch sooooo viel Zeit.... *grins*
    Geändert von Asphaltblume (07.03.2007 um 11:31 Uhr)
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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