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  1. Avatar von ereS
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    AW: Länger krank während der Ausbildung ... wie geht es weiter?

    keine einfache diagnose, die dein sohn da gerade vorgesetzt bekommt
    ausbildung abbrechen, auf den lieblingssport verzichten... puh
    daran kann man wieder sehen, wie wichtig die gesundheit ist
    alles gute fuer den bub
    das auge der moderatoren ist ueberall...


  2. Registriert seit
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    AW: Länger krank während der Ausbildung ... wie geht es weiter?

    Ich wünsche euch und vor allem eurem Sohn alles Gute!

  3. Avatar von WhiteTara
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    6.650

    AW: Länger krank während der Ausbildung ... wie geht es weiter?

    Oh weh, da hat der junge Mann einiges zu verarbeiten, wenn so eine Diagnose alle Lebenspläne schon umkrempelt bevor er überhaupt richtig ins eigene Berufsleben starten konnte. Erst recht wenn der eigentlich gewählte Beruf einem viel Freude machte und dann auch noch der geliebte Sport verabschiedet werden muss

    Aber ich möchte ihm (und auch euch Eltern) Mut zu sprechen: Gut ist, dass ihr erstmal wisst, woran ihr seid und nun sozusagen bewusst umplanen könnt, weil klar ist: so wie gedacht wird es auf keinen Fall mehr gehen.
    Mich traf es mit 13 Jahren, dass ich Bewegungsfreak den Sport lassen musste, sogar Schulsport war tabu (nur in der Oberstufe, wenn Schwimmen angeboten wurde, konnte ich mitmachen). Das war alles gar nicht spaßig für viele Jahre und damals hätten mir auch alle Ärzte von einem Beruf abgeraten, wo man viel auf den Beinen sein muss oder den Körper sonst wie arg belasten müsste. War dann zum Glück auch kein Thema, weil ich nach dem Abi gar nicht auf die Idee kam, einen solchen Beruf zu wählen, war ja schon daran gewöhnt, dass vieles nicht geht/nicht gut geht.
    Man findet trotzdem einen Beruf, denn wir Menschen sind zum Glück mit vielen ganz unterschiedlichen Fähigkeiten gesegnet und manches Interesse wird erst dann geweckt, wenn man zwangsweise von ganz anderer Seite sich mal umschauen muss und bis dato Unbekanntes an sich heran lässt.
    Heute 30 Jahre nach der unschönen Diagnose sind meine Gräten im Alltag eigentlich kein Thema mehr, da beeinträchtigt mich schon lange nichts mehr. Und auch in Sachen Sport kann ich nun mit ü40 viel mehr machen als mit 20 Zum Wettkampfsport mit guten Platzierungen wird es nie wieder reichen, aber ich keine meine Bewegungslust wieder ausleben (auch wenn manche Sportarten tabu bleiben) und gegen alle Prognosen arbeite ich nun ausgerechnet im Pflegeberuf
    Der Doc für das Arztzeugnis zur Ausbildung vor 16 Jahren meinte damals: Wenn Sie ihren Job richtig lernen, dann muss das nicht belastend für den eigenen Körper! Man muss das Gelernte dann nur konsequent auch umsetzen

    Mit viel Geduld kann später manches durchaus wieder möglich sein, von dem Ärzte jetzt sagen, dass das eher nicht klappen wird. Und sportliche Aktivitäten kann man verlagern auf Sportarten, welche die Füße weniger belasten.
    Lasst euch nicht unterkriegen, ich denke ihr seid da gemeinsam als Familie auf einem guten Weg !

    Für Ausbildung allgemein: Vieles ist schlichtweg Ermessenssache des Ausbildungsbetriebs und der Schule!!!
    Wir hatten das mit unseren Azubis leider schon häufiger, dass gesundheitliche Tücken die Ausbildung erstmal bremste. Wer sich kompliziert die Knochen bricht, der fällt eben erstmal eine Weile aus -> aber in der Regel konnten die Azubis bis auf wenige Fehltage den Unterricht besuchen, so dass sie in der Theorie nichts verpassten. Wenn die praktische Zeit zu viel Fehltage hatte, gab es immer auch die Möglichkeit, dass Schule+ Einrichtung eine Sondergenehmigung beim Prüfungsamt beantragten, dass trotz Fehlzeiten eine Prüfungszulassung erfolgte: Die schriftliche und mündliche Prüfung erfolgte dann im Klassenverband; die praktische je nach individueller Situation evt. später und der Ausbildungsvertrag wurde dann unkompliziert z.B. um 3 Monate verlängert, so dass die praktische Zeit nachgearbeitet werden konnte. Wenn der Nachweis der Stunden vorlag, bekamen die Azubis ihr Zertifikat ausgehändigt. Auch bei sehr langer Krankheit wurde bisher kein Ausbildungsvertrag vorzeitig beendet: Dann steht eben auf dem Dienstplan "Mitarbeiter krank", Vertrag läuft weiter und Azubi startet seine Ausbildung in Theorie und Praxis, wenn es wieder möglich ist, notfalls eben mit Wiederholung eines Ausbildungsjahres. Wenn zum Halbjahr keine neuer Kurs startet, hatten wir auch schon die Variante: Azubi arbeitet einfach in der Praxis, bekommt Anleitung ohne für einige Monate die Schule zu besuchen und steigt halt im nächsten Kurs mit der Theorie wieder ein.
    Wenn Ausbildungsbelastung nur zum Teil möglich ist, gäbe es auch noch die Variante "Ausbildung in Teilzeit" - Schulblock wird ganz normal Vollzeit besucht, aber in der Praxis z.B. nur mit 70 % gearbeitet, die fehlende Zeit einfach dran gehängt. Konnte als Sonderregelung beantragt werden, obwohl es das zuvor noch nie gab Mittlerweile ist diese Teilzeitregelung generell auch möglich für Eltern, die wegen der Kinder nicht den Freiraum für Vollzeitausbildung finden.
    --> Da kann man ganz viele unterschiedliche individuelle Lösungen finden, sofern Ausbildungsbetrieb und Schule es denn ermöglichen möchten und sich dahinter klemmen, eventuelle Sondergenehmigungen mit Nachdruck zu fordern! Allerdings ist das natürlich je nach Beruf unterschiedlich, wie gut man Sonderlösungen in den Arbeitsalltag einflechten kann
    LG WhiteTara

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