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  1. Registriert seit
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    Programmieren lernen (just for fun)

    Hallo ihr!

    Ich bin Designerin und kenn mich auch aus mit Homepage-Baussteinen, einfacheres HTML und so ... und ich würde jetzt gerne mal etwas tiefer in die Materie einsteigen.

    Hab neulich gelesen, dass sich einige von den Daten-Cracks (da gab es ja so ein paar Schlagzeilen die letzten Wochen) das Programmieren sogar selbst beigebracht haben.

    Also: Was könnt ihr empfehlen bzw. wo fange ich an? Habt ihr vielleicht schon mal ein (bestenfalls kostenloses) Tutorial entdeckt, das ihr empfehlen könnt? Bücher? Online-Workshops? Vielleicht sogar Fernstudium (wenn es nicht zu aufwändig ist).
    Ich könnte mir vorstellen, die nächsten Wochen und Monate da so 5-10 Stunden Zeit/Woche zu investieren, besonders interessiert mich weitergehender Homepage-Aufbau, vielleicht sogar Richtung Spieleentwicklung (wie man so "aus dem Nichts" ganze Welten entstehen lassen kann); aber was ich auch sehr faszinierend finde ist Hacking, Sammeln und Verwertung von Daten. - Aus zeitpolitischem Anlass.


    Danke euch schon mal! :)


    Susisa
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  2. Avatar von chaos99
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Mal "nebenbei" , ala VHS...das funktioniert leider nicht so.
    Die Autodidakten der Materie haben irgendwann einmal angefangen, sich damit zu beschäftigen, lernen aber nie aus, da jeden Tag neue Systeme entstehen, die ihre eigenen Regeln haben.
    Die Leute haben Jahre und oft viele Nächte gebraucht....andere haben Vorwissen und studieren Jahre, um es zu können im Grundwissen...um dann mit Jobstart anzufangen, die Praxis zu erlernen.


  3. Registriert seit
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Das hilft mir leider nicht weiter!
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  4. Avatar von Brausepaul
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Das hilft mir leider nicht weiter!
    Ich fürchte nur Chaos99 hat nicht ganz unrecht.
    Homepageaufbau, Spieleentwicklung oder hacken sind schon mal völlig unterschiedliche Baustellen und setzen eben auch verschiedene Kenntnisse voraus.
    Webdesign ist da wohl noch am einfachsten, aber um Spiele (oder Apps) zu entwickeln sind z.B. objektorientierte Sprachen, wie Java nötig. Hacker hingegen haben sehr genaue Kentnisse von Betriebssystemen, Netzwerken oder Verschlüsselung.
    An deiner Stelle würde ich zunächst genau definieren was ich eigentlich vorhabe.
    Ich bin seit gut 25 Jahren in der IT tätig, auch als Programmierer und lerne noch immer ständig dazu.
    Fundiertes Wissen aus Büchern oder Workshops aufzubauen halte ich leider für ziemlich unrealistisch.
    Dazu ist das Thema heutzutage zu komplex.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  5. Moderation
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Für Webpages würde ich erst mal lernen, HTML und CSS per Hand zu schreiben. Das ist nicht besonders schwierig (es sind Formatierungen, keine Programmierungen), und gibt dir ein Gefühl dafür, wie es hinter den Kulissen zugeht und wie man entwickelt (vor allem entwickelt man Geduld...). Ich habe von SelfHTML gelernt, das gibt's immer noch.

    Dann mit JavaScript oder PHP (evt. Python?) weitermachen. Das sind Scriptsprachen, gut geeignet, wenn du schnell was gebacken kriegen willst. Das Internet läuft auf den beiden.

    Wenn du in Datenbanken gehen willst, ist vielleicht PHP besser, für Webanwendungen JavaScript.
    Sytemthemen wie Hacking, Datensammeln und -verwerten, Sytemsicherheit... sind dann noch mal was komplett anderes!

    "Richtige" Sprachen für alle Fälle und Gelegenheiten wären dann zB. Java (ziemlich anders als JavaScript), oder C#.

    Es gibt eine Unmenge von Programmiersprachen, und wöchentlich werden es mehr. Laß dich da nicht verwirren. Wenn du eine Leidenschaft für ein bestimmtes Thema entwickelst, ist es früh genug, die dafür spezialisierte Sprache zu lernen.

    Such dir gute Online-Tutorials. "Gut" ist eines, das du verstehst, und das viele Übungsaufgaben bietet. Sich am Anfang einen Überblick zu verschaffen erspart Frustration später. Zusätzlich wäre evt. ein Taschen-Referenzwerk nicht schlecht, darin kann man nachschlagen oder rumlesen, um mit dem Thema vertrauter zu werden. (Tipp: Aus Klo oder auf den Nachttisch legen.)

    Ein VHS-Kurs kann dir für wenig Geld ein paar Grundideen geben. "Ernsthafte" Programmierkurse richten sich an professionelle Anwender, die das von der Firma bezahlt kriegen oder zumindest von der Steuer absetzen, und sind teuer. Ein Studium fände ich übertrieben, Programmieren ist Handwerk.

    Nimm dir, um dranzubleiben kleine Projekte vor, die dir Spaß machen. Programmieren sollte Spaß machen. Vielleicht findest du eine Community für die Sprache, die du gewählt hast, und kannst dich dort mit anderen austauschen und Fragen stellen. (Stackoverflow gibt viele Antworten, ist aber keine so angenehme Umgebung. Erst mal lurken.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Dankeschön!!!


    Dann steige ich mal ein in die Materie. :)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  7. Avatar von TrishaTT
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Zum Reinschnuppern in Java: http://openbook.rheinwerk-verlag.de/javainsel/

    Es gibt auch Onlinekurse, google mal nach "Udemy".

    Natürlich gibt es auch zig Bücher zu kaufen. Sehr unterhaltsam und sehr anschaulich ist die "von Kopf bis Fuß"-Reihe, z.B. "Python von Kopf bis Fuß", oder auch "Programmieren von Kopf bis Fuß".

  8. Avatar von Carolly
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Ganz wichtig zum Lernen von Programmieren: nicht einfach irgendeinem Tutorial folgen sondern eigene Projekte realisieren. Ansonsten lernst du nur bestimmte Codereihenfolgen einzutippen. Also ueberlege dir was du damit machen moechtest. Willst du vielleicht ein App fuer Android programmieren welches bestimmte Dinge kann? Einen Webscraper der dir jeden Tag neue Themen von allen Ikeamodding Websites liefert, aber nur zu Billiregalen und Plastikpflanzen? Ein Ziel habe hat mir jedenfalls sehr geholfen.

  9. gesperrt
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    Guten Tag, Susisa,

    manch anderer (z.B. chaos99) hat nicht Recht. Natürlich gibt es kontinuierlich Neuerungen und Erweiterungen auf dem Felde der Programmiersprachen. Aber das ist vorliegend völlig irrelevant, denn wenn man Programmieren kann, also ein Verständnis dafür hat, dann geht auch alles andere mit Links.

    Das Entscheidende ist, sich in die Denkweise hineinzufinden. Ungewohnt ist für den Anfang, dass das Programmieren auf einer sehr stringenten Sprache beruht. Schließlich muss man absolut unmissverständlich und eindeutig dem Computer mitteilen, was er denn nun machen soll. Damit hadern viele Anfänger, denn eine Programmier-Sprache kann nicht so vieldeutig sein, wie eine Sprech-Sprache.

    Um in die Programmierung einzusteigen, benötigst Du zunächst nur die Kenntnis, wie Du etwas als Ergebnis ausgibst (allein schon, um das Ergebnis zu überprüfen) und wie mindestens eine "Schleife" geht. Am bekanntesten ist die For-Schleife.

    Was ist eine "Schleife"? In einer Schleife wird wiederholt etwas so lange gemacht, bis ein Abbruchkriterium erreicht ist.

    Also, Du musst wissen, wie was ausgegeben wird und wie man eine Schleife macht. Wenn Du das weißt, ist das Tor zur Lösung aller erdenklichen Rechenprobleme eröffnet. Du glaubst mir nicht? Suche mal nach Church-Rosser in Google :-)

    Wie ich schon sagte, muss man sich den grundlegenden Formalismus aneignen. Das geht kostenlos und online. Gehe mal z.B. auf

    Online C Compiler - Online C Editor - Run C Online - Online C Runner

    Dort siehst Du ein Mini-Programm, welches ich Dir kurz erläutere und welches Du mit Klick auf "Execute" (unten links) ausführen kannst.

    #include <stdio.h>

    Bedeutet, dass das Programm bestimmte Funktionen nutzen soll. "Stdio" steht für "Standard Input and Output". Also Funktionen zur Ein- und Ausgabe.

    Wir haben es mit einem sog. "C"-Programm zu tun und da startet die Programmausführung immer durch Aufruf der Funktion "main()".

    In der Funktion "main()" werden 3 "int" = Integer = ganzzahlige Variablen definiert: x, y und z. Den Variablen x und y werden direkt Werte zugewiesen und der Wert der Variablen z ergibt sich aus x+y.

    Danach wird der Wert für z mittels der aus "stdio" stammenden Funktion "printf" ausgegeben. Printf steht für "Print formated" - also formatiert ausgeben.

    Du siehst in der Klammer ein "%i", was bedeutet, dass eine Integer- (= ganzzahlige) Zahl auszugeben ist. Und zwar die Zahl, die die Variable "z" speichert. So sieht also das Programm aus:

    #include<stdio.h>

    int main() {
    int x=10;
    int y=25;
    int z=x+y;
    printf("Sum of x+y = %i", z);
    }

    Wir nehmen das mal so hin und verändern Werte von x oder y. Nicht vergessen: am Ende jeder Zeile steht ein ";" - Semikolon.

    Ändere die Werte und drücke auf Execute.

    Ändere "Sum of" in "Summe von".

    Klick Execute.

    Ändere in der Zeichenkette der Funktion printf "x+y" in %i+%i und ergänze die zwei Variablen nach dem Komma. Dann steht da:

    printf("Summe von %i+%i = %i", x, y, z);

    Verstehst Du die Ausgabelogik? Ändere nochmals einen Wert von x oder von y und clicke auf Execute. Du siehst, was passiert? Ändere nochmals einen x- oder y-Wert. You see?

    So und zum Abschluss noch eine kleine Schleife.

    Tipp vor printf folgende Zeile:

    for (x=0; x<100; x++)

    (Ohne ";")

    Und verwandel die printf-Zeile zu dem hier:

    printf("Summe von %i+%i = %i\n", x, y, x+y);

    (Mit ";" am Ende)

    Also, was haben wir dann da - hier das ganze Programm:

    #include<stdio.h>

    int main() {
    int x=10;
    int y=25;
    int z=x+y;
    for(x=0; x<100; x++)
    printf("Summe von %i+%i = %i\n", x, y, x+y);
    }

    Das "\n" in der printf-Funktion besagt, dass nach der Ausgabe des Ergebnisses eine neue Zeile begonnen werden soll.

    Aber kommen wir zur for-Schleife:

    for(x=0; x<100; x++)

    besagt, dass die Anweisung, die nach dem for-Statement steht so lange wiederholt werden soll, bis x nicht mehr kleiner 100 ist. Da wir mit x=0 anfangen (Anfangswert) endet der Spaß also bei x=99. Die Angabe "x++" bedeutet, dass x nach jedem Schleifendurchgang um 1 erhöht werden soll.

    Probiere mal was anderes in der Schleife aus, z.B.:

    for(x=3; x<10; x++)

    Execute!

    oder

    for(x=-3; x<3; x++)

    Execute!

    Oder

    for(x=10; x>2; x--)

    (Variable x startet mit Wert 10, wird nach jedem Schleifendurchlauf um 1 verringert (--) und die Schleife endet, sobald x nicht mehr > 2).

    Experimentiere mit der for-Schleife.

    Eine Schleife benötigt eine Anfangsbedingung (z.B. x=0), eine End- bzw. Abbruchbedingung (z.B. x<100) und einen Hinweis, was nach einem Schleifendurchgang zu bewerkstelligen ist (z.B. x++).

    Wenn Du das verstanden hast und noch weißt, wie man die 4 Grundrechenarten z.B. in "C" realisiert:

    x+y
    x-y
    x*y
    x/y

    und obendrein noch weißt, wie man mindestens einen Zahlwert ausgeben kann, z.B.:

    printf("Ergebnis = %i\n", x);

    dann - ja dann - hey, dann kannst Du -->JEDES<-- berechenbare Problem des Universums lösen :-)

    Die weiteren Schritte des Programmierens beziehen sich lediglich noch auf Sonderfunktionen (wg. der Bequemlichkeit), z.B. will man Sinus oder Cosinus ja nicht umständlich selbst programmieren, was mit dem oben gegebenen Rüstzeug -->möglich<-- wäre (!), sondern einfach als Funktion nutzen.

    Und dann möchte man vielleicht auch nicht in ein dunkles Fenster nur Zahlen ausgeben, sondern interaktive Benutzungsoberflächen gestalten. Jo - auch das sind alles nur Sonderunktionen.

    Zum tatsächlichen Programmieren benötigt man jedoch nur die Kenntnis - ich wiederhole mich -, wie

    a) ganz grundsätzlich formell ein Programm aussieht (also die Programmiersprache)
    b) wie Variablen (z.B. x oder y) definiert werden (mit "int x" für ganzzahlige Variable x oder "float x" für Gleitkommazahlen)
    c) wie die Werte einer oder mehrerer Variablen ausgegeben werden (z.B. printf("Erg. =%i",x) )
    d) wie die 4 Grundrechenarten mit Zahlen/Variablen realisiert werden (eigentlich reicht sogar nur die Addition)
    e) wie eine Schleife realisiert wird.

    Wer das beherrscht, der beherrscht das Universum des Programmierens :-)

    See Ya - Chicxulub
    Geändert von Chicxulub (08.06.2018 um 08:01 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Programmieren lernen (just for fun)

    C ist jetzt nicht das, was ich persönlich einem Programmieranfänger empfehlen würde. C ist mächtig, C ist aber auch ziemlich – ich nenn es mal umständlich. Mit C kann man gut Mikrocontroller programmieren, bei denen es am Ende auf jedes Byte ankommt, und man sich nicht gleich in die Niederungen von Assemblersprachen begeben will. Wenn man mehr Speicher als ein paar Kilobyte hat, dann sollte man eine bequemere Sprache nehmen.

    Da du etwas Erfahrung mit HTML hast, wäre PHP als Gegenstück zu HTML naheliegend. PHP ist auch eine sehr bequeme Sprache, sie ist recht einfach zu programmieren, solange man nur etwas Kleines macht.

    Ein HTML-Formular schickt Eingaben an einen Webserver, dort erzeugt eine PHP-Seite (index.php kennst du sicher als Webseitenname) aus den Formulardaten eine HTML-Seite.

    SelfHTML hat glaub auch etwas zu PHP oder wenigstens einen Link zu einem PHP-Kurs.

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