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  1. Registriert seit
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Hallo Unayza,
    Danke, Du scheinst Dich gut auszukennen.
    Geändert von Elixia (06.03.2018 um 18:11 Uhr)

  2. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    @Elixia, ich finde in dem Fall auch den Hinweis sehr gut, dass hier potentiell der Ruf der gesamten Universitaet auf dem Spiel steht, vielleicht liesse sich an entsprechender Stelle damit was erreichen. Denn das ist in dieser Haeufung ja schon erstens auffaellig und zweitens in der Tat verdaechtig.

    Was die Medien wohl daraus machen wuerden...?

    Ich weiss, es ist nicht jeder dieser Meinung, aber bei vielen stellt sich da ja schon ein instinktives Unbehagen ein und ich halte das auch fuer gerechtfertigt.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  3. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Das Unbehagen ist vermutlich auch berechtigt.
    Aber selbst, wenn man das alles aufklären könnte/würde, bleibt die Frage, welche Konsequenzen das für die Doktoranden hat.
    Wie geht z.B. ein ggf. neuer Betreuer damit um, dass diese Person vorher bei einem Verwandten promovieren wollte bzw. solche Verhältnisse aufgedeckt hat?
    Ich stelle es mir einfacher vor, wenn das jemand aufdecken würde, der nicht selbst zurzeit gerade promovieren möchte und dabei natürlich auch auf den Goodwill der Betreuer angewiesen ist.

  4. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich stelle es mir einfacher vor, wenn das jemand aufdecken würde, der nicht selbst zurzeit gerade promovieren möchte und dabei natürlich auch auf den Goodwill der Betreuer angewiesen ist.
    Oh, absolut! Da wuerde ich auch niemandem moralischen Druck machen wollen. Es ist zwar hoechst ehrenhaft, sich Missstaende aufdeckend ins Schwert zu stuerzen, aber ich waere jetzt auch nicht begeistert von der Aussicht, mehrere Jahre Arbeit quasi in den Wind zu schiessen.
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    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
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  5. Registriert seit
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    pangolino

    Du hast Recht, das beste wäre es, wenn es jemand aufdecken würde, der von Außen kommt und gerade nicht dort promoviert, so a la Wallraff. Das Problem ist nur, dass es schwer ist, so direkten Zugang in diese spezifischen Interna zu bekommen, wer normal da nur studiert, kriegt ja z.B. gar nichts davon mit, dass Tochter des Profs wesenlich mehr Stunden ins Labor darf, als die anderen Doktoranden, um das nach Zeit und Stunde dokumentieren zu können, muss man schon selbst intensiv am Fachbereich sein und selbst da kriegt man manches nur am Rande mit.
    Geändert von Elixia (06.03.2018 um 18:03 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zum Verwaltungakt: ich habe jetzt mal in die Promotionsordnung einer Fakultät für Chemie in meinem Bundesland geschaut. Da steht folgendes:

    "Nach Zulassung zum Prüfungsverfahren bestellt der bzw. die Vorsitzende
    des Promotionsausschusses unverzüglich zwei Gutachter bzw. Gutachterinnen,
    von denen einer bzw. eine in der Regel der Hauptbetreuer bzw. die
    Hauptbetreuerin gem. § 5 Abs. 1 Buchstabe f) sein soll."

    Das Gutachten mit Note sowie die Disputation, bei der im Regelfall der Betreuer ebenfalls mitwirkt (und meistens auch maßgeblich die Note bestimmt), sind auf jeden Fall Teil des Verwaltungshandelns, bei dem ein Verwandter nicht mitwirken darf. Wie es oben steht, der Betreuer kann dabei auch außen vor bleiben.

    Aber auch im Verfahren vor Abgabe der Dissertation findet Verwaltungshandeln statt, zumindest bei uns. Hier muss mittlerweile eine Betreuungsvereinbarung zwischen Doktorand und Betreuer abgeschlossen werden. Da dies aufgrund einer gesetzlichen Regelung geschieht, ist hier eine Beteiligung von Verwandten auch nicht zulässig. Ob das im beschriebenen Fall auch so ist, kann nicht beurteilen, hier müsste man sich die Promotionsordnung ansehen, hängt vom Bundesland ab.

    Tja, insgesamt: geht nicht, aber es gibt schon Wege außenrum, die an der Lage der anderen Doktoranden nichts ändern. Üblicherweise kennen sich die Professoren einer Fakultät untereinander so gut, dass man dem Kollegen schon einmal hilft und formal die Betreuung übernehmen würde.

  7. Avatar von jasmintee
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    hier nochmal was zum Thema zum nachlesen

    Prüfungsrecht

    hier



  8. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Das sind ja mal gute belastbare Infos. Danke.

    Jetzt stellt sich als nächste Frage: Was macht man daraus?


  9. Registriert seit
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Nur mal eine Verständnisfrage: Werden die anderen Doktoranden durch die Bevorzugung der jeweiligen Verwandten wirklich benachteiligt? Oder geht es nicht eher um das moralische Empfinden?
    Die Welt ist nun mal nicht gerecht -und wer einen Professor zum Vater/Ehemann hat, hat Vorteile wenn er das gleiche Fach studiert.


  10. Registriert seit
    04.03.2011
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    nein, es geht nicht nur um moralisches Empfinden.
    Geändert von Elixia (06.03.2018 um 18:04 Uhr)

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