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  1. AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm .. .Fächer, in denen es nur einen einzigen Betreuer gibt, gibt es wohl nicht. Und wenn, kann man ja die Uni wechseln.
    In meinem Fach gab es insgesamt drei Betreuer, davon aber nur einen, der sich mit meinem Thema auskannte.

    Im gesamten Staatsgebiet gab und gibt es mein Fach nur an einer Uni.

    Das ist jetzt natürlich schon eher ein Einzelfall, daher auch meine Frage, ob es sich um ein Massenfach handelt oder nicht.

    Uni wechseln stelle ich mir auch nicht so einfach vor, bzw. ist ein Ortswechsel auch mit Umständen verbunden.

    Dann promoviert man vielleicht bei einem Bekannten/ehemaligen Studienkollegen des Vaters, und hat das nächste Problem ...
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  2. Moderation Avatar von Flau
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    6.021

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, ich finde das auf jeden Fall fragwürdig, dennoch hast du da kaum Handlungsspielraum - wie immer bei Fehlverhalten des Doktorvaters (oder der Doktormutter).
    Ja, das ist schade, aber ich stimme Dir da schon zu. Ich schrieb ja auch, dass Du praktisch gesehen Recht hast.

    Ich kann nur die Posts nicht nachvollziehen, in denen steht, es sei doch alles easy und die Bevorzugung nur von Neidhammeln ausgedacht.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  3. AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich kann nur die Posts nicht nachvollziehen, in denen steht, es sei doch alles easy und die Bevorzugung nur von Neidhammeln ausgedacht.
    Ähm, falls ich mitgemeint sein sollte: ich kann das auch nachvollziehen und finde Nepotismus absolut nicht in Ordnung. Da die TE aber die genauen Umstände nicht schildert, bleibt offen, ob es wirklich andere Möglichkeiten gibt, oder ob man als Kind seiner Eltern am besten gar nicht studieren sollte, um nicht gegen Compliance-Richtlinien zu verstoßen.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  4. Avatar von chaos99
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    5.779

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Für mich wäre in so einem Fall ausschließlich die Benotung und mein eigenes Tun auf dem Wie zur Dissertation wichtig.
    Solange ich aufgrund so einer Konstellation Vater/Tochter kein Steine in den Weg geworfen bekomme, wie aktive Verhinderung des Lernens und nachweislich schlechtere eigene Benotung, würde ich mich auf meine eigene Arbeit konzentrieren und nicht Ressourcen in Jammern und Meckern verschwenden.
    Sich darüber aufzuregen,bringt Null...es bringt mich in der eigenen Arbeit nicht voran.

    Protektionismus ist immer und überall anzutreffen...mal offen und erforderlich, mal unangenehm.

    Die einzige Person, die es merken wird, kann nur die Tochter sein, wenn jemandem auffällt, wenn Papa sie unterstützt hat UND ihre Leistungen real nicht der Beurteilung entsprechen....und das kann max. negativ zu Buche schlagen.
    Damit muss SIE fertig werden.

    Und: ja...IMO immer noch alles pure Neidhammelei.
    Geändert von chaos99 (04.03.2018 um 07:03 Uhr)

  5. Avatar von ereS
    Registriert seit
    28.08.2012
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    13.481

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Gedankentiefe Beitrag anzeigen
    ... und vor allem Neutralität.

    Der betreffende Prof wird doch nie unvoreingenommen und sachlich-neutral an die Arbeit seines Kindes bzw. der Gattin herangehen können zwecks Beurteilung und Benotung.

    Ich würde ob der Zulässigkeit dieses Vorgehens nochmal bei der Universitätsverwaltung nachfragen.

    Schon in der Schule dürfen doch Eltern, die Lehrer sind, nicht die eigenen Kinder in der Klasse haben und unterrichten.
    schule ist laendersache somit muesste man im jeweiligen schulgesetz des bundeslandes nachschauen, ob es erlaubt ist


  6. Registriert seit
    04.03.2011
    Beiträge
    1.639

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Hallo,
    danke- ihr habt ja wirklich viel geschrieben. Also beim Sohn von meinem LG, geht es um die Laborarbeiten. Da ist es wohl so, dass die Diss wichtig ist, sprich nur mit Master gibt es weder an der Uni, noch in der Industrie einen guten Arbeitsplatz.. In der Promotionsordnung der Universität gibt es keinen Passus, der es verbietet, dass Studenten bei ihren Eltern, Ehegatten oder Verwandten als 1. Gutachter promovieren.

    Leider ist es für die Diss zwingend notwendig, regelmäßig und ausreichend das Labor nutzen zu können, ansonsten gibt es keine publizierbaren Ergebnisse.
    Und da hat halt die Tochter vom 1. Gutachter bevorzugten Zugang und darf auch öfter ins Labor als der Rest.
    Bei den Fernleihen und auch generell für die Bücherausleihe gilt an dieser Uni, dass Professoren nicht auch die normalen Leihfristen angewiesen sind und die Literatur länger behalten können für "Forschungszwecke".
    . Der Sohn von meinem LG hat bereits über 1 Jahr Arbeit in die Diss gesteckt. . Für genau dieses Thema einen anderen Dokorvater zu finden, dürfte nicht einfach sein. Dann würde auch noch ein teurer Umzug anstehen. Neue bezahlbare Wohnung mieten, oder eine WG finden, bei der Wohnungsknappheit.
    Die Endnote ist leider auch nicht unwichtig, für das Fortkommen.
    Geändert von Elixia (06.03.2018 um 18:29 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    Und da hat halt die Tochter vom Institutsdirektor bevorzugten Zugang und darf auch öfter ins Labor als der Rest.
    Die Frage ist, ob die anderen Doktoranden dadurch weniger oft ins Labor dürfen.

    Ich persönlich hätte ja gar keine Lust darauf, mich von einem Verwandten/Bekannten prüfen und beurteilen zu lassen.

  8. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Naja, ich verstehe das Unbehagen, aber: Es stellen in Firmen auch Eheleute ihre Ehepartner oder Kinder ein und das ist nicht verboten. Auch da könnte es (und kommt es sicher auch oft) zu unfairen Begünstigungen.


  9. Registriert seit
    29.09.2016
    Beiträge
    268

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Also, meiner Meinung nach geht das Promovieren beim eigenen Vater nicht. Dazu braucht es nicht einmal eine Regelung in der Promotionsordnung, weil es sich aus dem allgemeinen Verwaltungsrecht ergibt. Die Promotion is nämlich ein begünstigender Verwaltungsakt, so dass die Regeln für Verwaltungsakte gelten. Diese sehen vor (wurde ja oben schon zitiert), dass Verwandte gerader Linie nicht Beteiligte auf Behördenseite sein dürfen. Sowas müsste der Uni-Justitiar eigentlich wissen. Der Ombudsman ist wahrscheinlich kein Jurist, sonst hätte er nicht so herumgeeiert; man müsste sich hier an den Justitiar wenden.

    Nur: de facto an der Situation ändern wird es nichts, wenn der Professor darauf hingewiesen wird, dass er nicht als Betreuer der Arbeit fungieren darf. Der Weg, sich hier herumzudrücken, ist folgender: die Promotion läuft weiter wie bisher, nur bittet der Vater einen Kollegen, die Promotion offiziell zu betreuen. Wen er selbst wie und wo in das Labor lässt, ist seine Sache, fällt unter Forschungsfreiheit. An den blöden Arbeitsbedingungen für die anderen würde sich in diesem Fall Nullkommanull ändern, leider.

    Es sei denn, der Vater hat seine Tochter auf eine Stelle gesetzt. Das wäre auch "dodgy" - und hier haben die Unis auch normalerweise Regelungen, dass man in der gleichen (wissenschaftlichen) Abteilung nicht Verwandte anstellen darf. Schon gar, wenn es Drittmittel sind - bei der DFG ist das, soweit ich weiß, nicht gestattet, und in einem mir bekannten Fall hat es mal beträchtlich Ärger gegeben, weil ein Prof. Forschungsmittel der DFG an die eigene Ehefrau gegeben hat, deren ausländischen Namen er mit verschiedenen Schreibvarianten auf den Dokumenten hatte, damit es nicht auffällt.

    Trotzdem sollte das mit der Promotion der eigenen Tochter dem Justitiar gemeldet werden, denn es verdirbt den Ruf einer Universität, wenn sie so etwas zulässt.

  10. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Unayza Beitrag anzeigen
    Also, meiner Meinung nach geht das Promovieren beim eigenen Vater nicht. Dazu braucht es nicht einmal eine Regelung in der Promotionsordnung, weil es sich aus dem allgemeinen Verwaltungsrecht ergibt. Die Promotion is nämlich ein begünstigender Verwaltungsakt, so dass die Regeln für Verwaltungsakte gelten. Diese sehen vor (wurde ja oben schon zitiert), dass Verwandte gerader Linie nicht Beteiligte auf Behördenseite sein dürfen. Sowas müsste der Uni-Justitiar eigentlich wissen.
    Ja, das ist jetzt die Frage. Die Verleihung des Titels ist ein begünstigender Verwaltungsakt, aber gilt das auch für die Betreuung? Da sollte man wirklich den Justiziar befragen.

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