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  1. Avatar von Zinne
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    In großen Unternehmen wird es inzwischen sehr kritisch gesehen, wenn den Kindern von Geschäftsführern Praktika o. ä. angeboten werden.
    Das gilt nicht durchgehend. Der Arbeitgeber meines Vaters garantiert allen Arbeitern und Angestellten, dass ihre Kinder bei entsprechender Eignung und freien Stellen bevorzugt eingestellt werden. Ich halte das für eine gute Sache, auch wenn ich selbst das nicht genutzt habe.




    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Im schulischen Bereich ist es vermutlich deswegen nicht 100%ig verboten, weil es nicht in jeder Infrastruktur machbar ist, dass Lehrerkinder eine andere Schule besuchen, und je nach Groesse der Schule auch nicht immer verhindert werden kann, dass Eltern Kinder unterrichten. Aber natuerlich hat es gute Gruende, dass gemeinhin versucht wird, das zu umgehen.
    Am kleinen Landgymnasium, das ich besucht habe, war ein Lehrerehepaar mit sieben Kindern, die zu meiner Zeit alle an diesem Gymnasium waren. Es ließ sich gar nicht vermeiden, dass sie in den Klassen ihrer Eltern auftauchten.

    Das Lehrerpaar war bekannt dafür, die eigenen Kinder strenger als die anderen Schüler zu benoten. Diese Kinder wurden garantiert nicht bevorzugt behandelt. Sie taten uns eher leid ...
    Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
    (Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")

  2. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Ich hab jetzt echt nachgedacht, aber ich verstehe es einfach nicht. Was ist denn daran rein elterliche Unterstuetzung wenn man fuer das eigene Kind Sonderregeln fuer die Labornutzung und Fernleihen aufstellt? Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man das nicht fragwuerdig finden kann.

    Ich sehe da durchaus nicht nur Neid, sondern ein gerechtfertigtes Empfinden von Ungerechtigkeit. Ich gebe Euch dahingehend Recht, dass es auch fliessende Grenzen gibt. Also, wenn mein Vater Literaturprofessor ist, habe ich klar Zugang zu Material, dass andere teuer kaufen oder muehsam ausleihen muessen, auch wenn er nicht mein Doktorvater ist. Und klar versteht ein Betreuer sich auch mal besser mit einem Doktoranden als mit einem anderen, man redet mehr und hat dadurch besseres Feedback und mehr Unterstuetzung... Sowas gibt's alles.

    Aber da seht Ihr keinen Unterschied zu: "Alle Doktoranden duerfen 2 Stunden pro Woche ins Labor, aber meine Tochter darf solange sie will" ?
    ---Achtung, diese genauen Zahlen wurden NICHT im EP genannt, wohl aber, dass die toechterliche Doktorandin "jederzeit" ins Labor darf, was andere Kandidaten nicht duerfen. ----

    Nee, sorry, aber fuer mich ist das nicht damit getan, dass alle anderen "nur neidisch" sind. Eher finde ich die Unterstellung ein bisschen putzig.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  3. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Zinne Beitrag anzeigen
    Das Lehrerpaar war bekannt dafür, die eigenen Kinder strenger als die anderen Schüler zu benoten. Diese Kinder wurden garantiert nicht bevorzugt behandelt. Sie taten uns eher leid ...
    Ja klar, es bestreitet ja niemand, dass es Eltern physisch unmoeglich waere, ihre eigenen und fremde Kinder untereinander fair zu behandeln. Aber in der im EP geschilderten Situation ist das doch eindeutig nicht der Fall.

    Im Grunde unterstreicht das Beispiel meine Meinung:
    Genauso wie Deine Lehrer sich offensichtlich darum bemueht haben, dass weder ihnen noch ihren Kindern (!) der Vorwurf der Bevorzugung gemacht werden kann, wuerde ich das von jedem anderen Elternteil auch erwarten. Dazu gehoert fuer mich auch, dass man so eine Betreuungssituation nicht schafft. Punkt. Das ist naemlich auf keinen Fall eine Zwangssituation - anders als die Lehrsituation an Deiner Schule. Da hatten die Eltern und Kinder keine Ausweichmoeglichkeit. Aber die Situation, dass nur der eigene Vater als Doktorvater infrage kommt, gibt es einfach nicht.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
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  4. Registriert seit
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Ich lese nur Neid.
    Ich lese hier weniger Neid, sondern die Frage nach Chancengleichheit (besonders in Bezug auf das erste Beispiel mit den Vorteilen in Bezug auf Nutzung des Labors) und ethisch-moralischen Wertmaßstäben im Universitäts- bzw. Bildungswesen.

  5. Avatar von Zinne
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ja klar, es bestreitet ja niemand, dass es Eltern physisch unmoeglich waere, ihre eigenen und fremde Kinder untereinander fair zu behandeln. Aber in der im EP geschilderten Situation ist das doch eindeutig nicht der Fall.
    Ah. da habe ich missverständlich formuliert. Ich habe das nicht in Zusammenhang mit dem Eingangspost gesetzt. Sondern ich wollte ein Beispiel zu deiner Aussage schildern, dass sich Eltern-Kind-Combos an Schulen nicht immer vermeiden lassen.

    Mehr Laborzeit für das eigene Junge geht gar nicht. Das sehe ich wie du.
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  6. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Achso, wir waren uns die ganze Zeit einig.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
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  7. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich hab jetzt echt nachgedacht, aber ich verstehe es einfach nicht. Was ist denn daran rein elterliche Unterstuetzung wenn man fuer das eigene Kind Sonderregeln fuer die Labornutzung und Fernleihen aufstellt? Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man das nicht fragwuerdig finden kann.
    Also, ich finde das auf jeden Fall fragwürdig, dennoch hast du da kaum Handlungsspielraum - wie immer bei Fehlverhalten des Doktorvaters (oder der Doktormutter). Wenn du etwas anprangern willst, brauchst du zum einen Beweise, möglichst noch irgendwo eine entsprechende Vorschrift, und zum anderen einen neuen Doktorvater, alles andere kannst du abhaken. Da herrscht ganz entschieden eine Asymmetrie, die sich zugunsten des Promovierenden leider nicht auflösen lässt.

  8. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja ... Da wird sicher auch viel Zeugs kolportiert, was nicht zutrifft. Noten sind nun mal eher weniger objektiv. Wenn es danach ginge, welche Noten ich in "meinem Fach" in der Schule hatte, hätte ich niemals mit so großem Erfolg mein Fach studieren können.
    Nö, das war nicht nur Hören-Sagen. Sondern Faktenwissen.

    Nach Ende der "Beziehung" (30 Jahre Altersunterschied) war dann auch das Thema HiWi-Job für die junge Dame am Institut des Profs schnell ad acta gelegt...

    Da kam dann jemand Qualifiziertes.

  9. AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Kommt es nicht auch auf das Fach an?

    Oder das jetzt ein Massenfach ist, mit zig möglichen Betreuern, oder ein Orchideenfach, das nur von ganz wenigen Personen betreut werden kann?
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  10. Inaktiver User

    AW: Promovieren beim eigenen Vater bzw. Ehemann

    Hm .. .Fächer, in denen es nur einen einzigen Betreuer gibt, gibt es wohl nicht. Und wenn, kann man ja die Uni wechseln.

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