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  1. Moderation

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    Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Liebe Foristen,

    Eins meiner Kinder macht im nächsten Jahr Abi (IB Diploma) und überlegt, in Deutschland Wirtschaftschemie zu studieren. Die Idee kam auf, da bislang Interesse an "stofflichen" Themen (Geologie, jetzt Chemie LK) besteht sowie die Idee, eine Art wirtschaftliches Studium zu machen. Da dieses Kind klug und lernfähig ist, aber kein Selbstannonceur, konnte ich mir vorstellen, dass ein Fachstudium vielleicht sinnvoller ist als ein reines Wirtschaftsstudium, wo sicher jede Menge extrovertierter Selbstvermarkter dabei sind (mein Vorurteil, ich weiß).

    Genau genommen kann aber niemand aus unserer Familie das Studium und die Möglichkeiten einschätzen, daher meine Frage an euch : hat jemand von euch das studiert oder im Beruf mit Wirtschaftschemikern zu tun, oder kann aus dem Berufsfeld chemische Industrie o.ä. heraus Sinn und Unsinn dieses Studiums beurteilen (geplant wäre Bachelor, vermutlich mit wirtschaftlichem Master drauf)?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  2. gesperrt

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    und warum dann nicht erst mal Geologie, wo Chemie ja auch stark gefragt ist? Den Weg in die Wirtschaft kann es dann (nach meinem allerdings nur beiläufigen Wissen) noch im Studium, ist aber wohl abhängig von der Uni. Und warum nur in D? Eine sehr gute Adresse wäre auch die ETH Zürich

  3. Inaktiver User

    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Die ETH Zürich ist weltberühmt, ihre Absolventen haben beste Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

    Allerdings gibt es dort kein Fach "Wirtschaftschemie" - das wird auf der Zürcher Uni als Masterstudium und weitere Spezialisierung angeboten, nach dem Grundstudium Chemie an der ETH.

  4. Inaktiver User

    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Ist diese Studienrichtung noch eher neu? Ich bin bei so interdisziplinären Geschichten immer skeptisch.

  5. VIP

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist diese Studienrichtung noch eher neu? Ich bin bei so interdisziplinären Geschichten immer skeptisch.
    Den Studiengang gibt es seit 10 Jahren.

    Ich habe eine Freundin dazu befragt, die Dr. der Chemie ist und sie äußerte sich positiv über diese Variante und empfahl zu prüfen, wo die Menschen mit einem Abschluss in diesem Fach eine Anstellung finden und sie vermutet, dass eine Promotion in diesem Bereich auch sinnvoll ist.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. gesperrt

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die ETH Zürich ist weltberühmt, ihre Absolventen haben beste Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

    Allerdings gibt es dort kein Fach "Wirtschaftschemie" - das wird auf der Zürcher Uni als Masterstudium und weitere Spezialisierung angeboten, nach dem Grundstudium Chemie an der ETH.
    ...oder Geologie. und Promotion ist, soweit ich weiß, ein must

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist diese Studienrichtung noch eher neu? Ich bin bei so interdisziplinären Geschichten immer skeptisch.
    So sehe ich das auch. Wo gibt es den Studiengang denn überhaupt?

    Wirtschaftsingenieur scheint mir der einzige Studiengang dieser Art zu sein, der wirklich eingeführt ist.
    Allerdings ist bei Ingenieuren die Promotion nicht üblich/notwendig.
    Das wäre ein weiteres Argument gegen Wirtschaftschemie - Chemiker werden offensichtlich bevorzugt eingestellt, wenn sie Forschungserfahrung haben.

    Ich würde empfehlen, erst einmal einen Bachelor in Chemie zu machen. Dann kann es immer noch in unterschiedliche Richtungen gehen.

  8. gesperrt

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Nun ja, aber da wäre es dann schon sinnvoll, sich eine Uni auszusuchen, die den Wirtschaftschemie-Studiengang auch anbietet (gibt mehrere), sonst könnte es mit dem Masterplatz schwierig werden, möglicherweise gibt es da auch im Grundstudium schon entsprechene Module

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    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Ich habe in Chemie promoviert und arbeite bei einem Ölmulti. Wenn man nicht ausschließlich im forschungs- und Entwicklungsbereich bleiben möchte, ist für den weiteren Karriereweg wirtschaftswissen unabdingbar. Viele kompensieren das mit einem MBA; wenn man das also schon mitbringt, kann es in diesem Umfeld nur nützlich sein.

    Die meisten unserer spitzenmanagerInnen sind Naturwissenschaftler mit Schwerpunkt Chemie, der letzte CEO war ETH Absolvent. Kurz gesagt - aus meiner Erfahrung scheint mir die Kombination sehr sinnvoll.
    wenn man's kann, ist's keine kunst - und wenn nicht erst recht nicht.
    Karl Valentin

  10. Inaktiver User

    AW: Wirtschaftschemie - Erfahrungen, Einschätzungen, Perspektiven?

    Wenn er sich für beides interessiert, ist es sicher ein gutes Studium. Zu den Berufsaussichten kann ich wenig sagen, das hängt sicher massiv damit zusammen, wie es in der Chemiebranche dann aussieht. Wobei ich denke, dass man dann auch irgendwo unterkommen könnte, wo sonst eher ein Wirtschaftsingenieur Fachrichtung Verfahrenstechnik gesucht ist.

    Bei uns an der FH haben wir einige Wirtschaftsingenieure (Elektrotechnik und Maschinenbau), und da zeigt sich meist im Laufe des Studiums, ob sie, wenn sie einen Master machen, den eher im technischen Fach oder in BWL anstreben. Die Offenheit hat man dann nämlich noch.

    Wer in diesen Studiengängen meist scheitert sind die, die das machen, weil der NC in reiner BWL höher ist (scheitern dann oft an den technischen Fächern) oder die, die das machen, weil sie sich durch die BWL-Kenntnisse besser Berufschancen ausrechnen aber merken, dass sie das so gar nicht interessiert. Da wäre dann reine BWL oder Ingenieurwesen die bessere Wahl.

    Wow, Mary, so groß sind Deine jetzt schon, dass diese Fragen schon interessant werden. Ich wünsche viel Erfolg bei der Studienwahl.

    Liebe Grüße, Tigerente

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