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    verwirrt Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Hallo zusammen!
    Ich bin jetzt im ersten Semester Sozialarbeit/Sozialpädagogik Bachelor. Vorher habe ich Arzthelferin gelernt und auch ein Jahr in dem Beruf gearbeitet. Der Beruf Arzthelferin hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht, nur wird man da für so wenig Geld echt ausgebeutet! So hab ich mich entschieden mich nochmal zu bewerben für den o. g. Studiengang! Ich hatte mich vor der Ausbildung (2000/01) schonmal beworben, war aber nie angenommen worden (NC von 3.1)
    Nun hat es an einer einzigen FH geklappt und jetzt wohne ich vorübergehend bei meiner Oma, weil es nicht in meiner Heimatstadt ist. Dies ist etwas anstrengend, da meine Oma eine extreme "Früher-war-alles-besser"Sagerin ist! Ich bin zwar nur 4 1/2 Tage die Woche da, aber es kann doch schon echt auf die Nerven gehen, da sie auch permanent um einen herum schlawenzelt und mich runter macht wenn ich mal die Füße hoch legen möchte, das kann sie nicht verstehen, bei ihr darf man keine Pause machen!
    Jetzt kriege ich zudem auch noch von Prof's zu hören dass die Sozialarbeiter immer schlechter bezahlt werden, es immer weniger Stellen gibt, nur noch Zeitverträge und man nur nen guten Job bekommt wenn man mit 2 abgeschlossen hat! Oh mein Gott, das schaff ich nie! Zudem sollte man im Studium so viel wie möglich in sozialen Einrichtungen arbeiten, wie es nur geht, um Kontakte und Eindrücke zu knüpfen. Zur Not auch Ehrenamtlich! Das würde ich ja gerne, aber ich muss auch zusehen, dass ich irgendwie meine Studium finanziert bekomme, zum Lernen komme und meinen Freund auch noch sehen kann! Das Studium ist ja nun auf 3 Jahre gekürzt worden, wer darüber kommt, muss ohne Ende drauf zahlen!
    Nun zu meinem Titel: Ich denke an nix anderes mehr als an ein Hin und Her ob ich dieses Studium wirklich machen soll oder ob ich wieder Arzthelferin machen soll. dann könnte ich endlich mit meinen 23 Jahren ein eigenes leben führen, müsste nie mehr auf Oma oder Mama Rücksicht nehmen! Ich war schon mal ausgezogen, musste dann jetzt aber aufgrund ds Studiums wieder einziehen, weil es finanziell nicht möglich ist! Kein Bafög, Eltern zahlen nicht :-(
    Nachher verdiene ich als Sozialarbeiter genauso viel als als Arzthelferin und habe dann quasi 3 1/2 Jahre verschenkt oder bin zwischendrin Arbeitslos wegen den angeblichen Zeitverträgen!
    ich weiß auch als Arzthelferin kann man Arbeitslos sein und in allen anderen Berufen sieht es auch nicht gut aus! Aber was soll man denn nur tun? Leere im Kopf...
    Es ist nicht so dass das Studium mich nicht bereichern würden, im Gegenteil, aber es geht bei mir leider sehr ums Geld! Studieren ist nunmal teuer und das setzt so sehr unter Druck! Ich bin auch nicht so der Lerntyp und muss mich jedes Mal sehr aufraffen, mich an Hausarbeiten zu setzen! Aber interessant ist es ja auch (Das Meiste...) Seht ihr da ist es wieder, das Hin und Her! Das geht jetzt seit 3 Monaten so! heul...

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter-Zukunftsperspektiven?

    Ich seh das so: Ein Bachelor öffnet dir die Türen, auch im Ausland zu arbeiten. Es ist ein internationaler Studienabschluss, darauf kannst du stolz sein, wenn du ihn erst einmal hast. Wieso schaffst du den Abschluss nicht mit 2,0?! Schon mal etwas von positivem Denken gehört?
    Ich denke eher, dass es in Zukunft mehr Arbeit für diesen Beruf geben wird, denn die Gesellschaft hat immer mehr Probleme statt weniger. Reich wirst du in diesem Beruf sicherlich nie, aber das weißt du ja bestimmt selbst. Aber wenn es deine Berufung ist, dürfte dir das egal sein.
    Während meines Studiums haben uns damals auch Profs gesagt, dass es kein sehr zukunftsträchtiger Beruf sei, aber ich lebe noch und war nie arbeitslos, wenn ich es nicht wollte
    Deine Oma, tja, vielleicht kannst du irgendwie auf längere Sicht ein eigenes Zimmer finden, damit du sie nicht noch 2 Jahre ertragen musst. Oder aber, du nimmst sie als Herausforderung an und versuchst, sie zu ändern, denn genau das musst du ja auch später bei deinen "Kunden" versuchen, die diverse Süchte haben, die es gilt, ihnen abzugewöhnen.

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter-Zukunftsperspektiven?

    Unabhängig von sonstigen Möglichkeiten: dass Sozialarbeiter nicht gerade gut verdienen ... sorry, aber das ist sozusagen Allgemeinwissen. Hsat du dich vor dem Studium nicht schlau gemacht?????

    Du solltest prüfen, welche Möglichkeiten du hast, das Studium aufzuwerten. Z.B. ist eine Verwandte von mir ebenfalls SozPäd (FH) und hat Weiterbildungen gemacht, die sie jetzt dazu befähigen, als Betreuerin zu arbeiten. Ein Gebiet, in dem sich Kolleginnen erfolgreich selbständig gemacht haben.

    Andere Möglichkeit: Wirtschaftswissen.

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter-Zukunftsperspektiven?

    Hallo,

    ich bin 31 Jahre alt und seit 2000 arbeite ich in meinem Beruf als Diplom-Sozialpädagogin (Diplom, denn den Bachelor gab es damals noch nicht).
    Ich habe seit 2001 einen festen Vertrag und bin echt happy in dem Job. Natürlich wird es immer schwieriger, unbefristete Verträge zu bekommen, gerade am Anfang des Berufslebens, aber wenn man engagiert ist und einige Zeit im selben Job bleibt, dann werden oft auch befristete in unbefristete Verträge verändert.
    Ob Du das Studium beenden möchtest, den Job oder lieber einen anderen machen möchtest, das kannst Du Dir nur alleine beantworten, aber interessanter und vielseitiger als Arzthelferin stelle ich mir es auf jeden Fall vor!
    Ich wünsche Dir gute Entscheidungen für das neue Jahr,

    liebe Grüße,
    vickylotta

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Vielen Dank für eure Antworten!
    Ich weiß wohl und wußte es auch schon vorher, dass ich in diesem Beruf nicht reich werden werde! Darum gehts mir auch nicht!
    Ich hab einfach in der letzten Zeit so viel schlechtes über die Zukunft Sozialer Arbeit gehört, dass ich einfach immer wieder in meienr Entscheidung aus der Bahn geworfen werde.
    Naja, ich werde mich auf jeden fall erstmal viel mehr mit dem Beruf auseinandersetzen und auch mal in einer Einrichtung arbeiten, um richtig sagen zu können, ob es wirklich das ist, oder nicht!

    Und ja, ich habe natürlich sehr viele Möglichkeiten mit dem Bachelor im Ausland! Was mich schon auch sehr reizt. hm, hm...

    ;-)

    Vielen Dank nochmal!

    Natalie

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Hallo Natalie!

    Meine Erfahrung ist die, dass allen Studierenden, die nicht Wirtschaft oder Jura studieren, gern gesagt wird, dass ihr Studium keine Zukunftsperspektiven habe. Das scheint irgentwie zum Job von Professoren zu gehören.

    Der Wert vonSozialarbeit wird gerne in der Öffentlichkeit verrissen, da diese im (finanziell) nicht profitablen Bereich angesiedelt ist. die "Produkte"sozialarbeiterischer Arbeit sind auch nicht so sichtbar wie Industrieprodukte.

    Sozialarbeit wird sich in unserer Gesellschaftsform wohl immer rechtfertigen müssen. Darauf musst du dich einstellen.

    ABER: Lass dich nicht einschüchtern bzw. abbringen,Sozialarbeit zu studieren, WENN dir in diesem Studium( und bei der Vorstellung, in diesem Beruf zu arbeiten) das Herz aufgeht!!!!!!

    Der Bereich der Sozialarbeit ist allemal interessanter und v.a. abwechslungsreicher als das Arzthelferindasein.

    Noch ein paar Tips von mir:

    Mittlerweile gibt es zahlteiche Spezialisierungen innerhalb der SA-Studiengänge. Orientiere deine Wahl an deinen Interessen, nicht am Arbeitsmarkt.
    Du kannst auch mit einer "exotischen"Spezialisierung in konventionellen SA-Bereichen arbeiten, da die Spezialisierung nur einen Teil(ca.1/4) der ansonsten generalistisch angelegtewn Ausbildung ausmacht.

    Wichtig ist allerdings ein eigenes Profil herauszubilden, um dich von der Masse der Mitbewerber später abzuheben.

    Praxis ist tatsächlich enorm viel Wert. Durch die praxisorientierte Struktur des BA-Studienganges erhälst du schon einiges an Möglichkeiten in den Beruf reinzuschnuppern.

    Ich würde dir raten, die Notwendigkeit des Geldverdienens mit dem Sammeln von Praxiserfahrung zu kombinieren.

    bewirb dich bei Kinderheimen oder Behindertenwohngruppen. Hier wird rund um die Uhr Schichtdienst geschoben, sodass es für dich möglich ist, neben dem Studium eine halbe Stelle anzunehmen.
    Vorteile: Du erlebst Sozialarbeit pur
    Du hast dein eigenes Geld
    Du kannst von deiner Oma weg
    Du erlangst und beweist Eigenständigkeit
    Du kannst das ganze später als Berufstätigkeit verkaufen.

    Nachteil: Du wirst privat deine Aktivitäten schon einschränken müssen.
    Aber 3 jahre in einem Studium, das dir zusagt, gehen schnell vorüber.

    da du ja schon über Berufserfahrung in einem menschennahen Beruf verfügst, dürfte es nicht so schwer fallen eine Anstellung in o.g. Bereichen zu finden.

    Die Stellensituation für SA/SP ist so arg nicht. Die Sache ist nur die, dass die guten Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben werden, sondern an die vergeben werden, die eigeninitiativ ihren Wunscharbeitgeber angesprochen haben. Ansonsten erfolgt Stellenvergabe über Empfehlung.

    Gehe DEINEN Weg!!!Viel Glück!!!!!

  7. Inaktiver User

    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Zum einstiegsgehalt kann ich auch etwas beisteuern:

    eine Kollegin freute sich wie ein kleiner König über ihr erstes Gehalt nach dem Studium: 1800 Euro brutto. Im zweiten Jahr bekommt sie auch nciht mehr. Sowohl das erste aös auch das zweite Jahr sind befristete Jahresverträge.

    Ich selbst bin Quereinsteiger, liege jetzt im BAT IV b. Ich habe BWL mit der Fachrichtung DV/O studiert. arbeite seit knapp drei Jahren in dem Bereich. Angefangen habe ich als Kursleiterin (Honorarkraft) bei einem Bildungsträger, dann war ich für 1 Jahr als Lehrerin bei einem Bildungsträger. Jetzt bin ich als Sozialarbeiterin bei einem anderen Bildungsträger, leite hier ein Projekt zur Integration von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt.

    Grundvoraussetzung für diesen Job ist nicht das abgeschlossene Studium sondern Engagement und der Wille, anderen aus ihrer Situation heraus zu helfen (Helfersydrom). Zudem musst du konsequent und autark sein, deine Entscheidungen auch leben.

    Wenn du nicht mit dem Herzen dabei bist, lass es bleiben und arbeite weiter als Arzthelferin.
    Geändert von Inaktiver User (28.12.2006 um 13:58 Uhr) Grund: Tippfehler

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Hallo Nataly!

    Mußt Du denn nach dem Studium auch noch mal so ein blödes Berufspraktikum machen? Das hoffe ich nicht für Dich, denn daß ist echt total bescheuert, außer Du möchtest für irgendwelche gefrusteten, kettenrauchenden Anleiter mit Birkenstock und Käsefußduft den Diener spielen.

    Mein Anleiter Nr.1 ließ bei der wöchentlichen Teambesprechung bereits um 9 Uhr in den Morgenstunden eine geballte Ladung Fußmief in meine Richtung abziehen, obwohl ich immer absichtlich einen Stuhl zwischen ihm und mir frei ließ.
    Er hat auch schlecht angeleitet, genau genommen gar nicht!

    Deswegen fand ich mich bald in der 2ten Einheit des Bp wieder, mit einer Anleiterin, die mich immer wegen Tampons anschnorrte!
    Also merke: Wer das Berufspraktikum überlebt, der geht anschließend sehr abgehärtet durchs Leben, Bundeswehr ist nix dagegen!

    Und das zum Preis von 950 netto für Vollzeitarbeit! Grusel!
    Macht sogar 1333 Euro und 333333333333333333333....... schießmichtot Cent brutto (bei einem wehrlosen Single in Steuerklasse 1), frag mal die schlauen Menschen vom Praxisbüro!

    Das solltest Du Dir unbedingt überlegen, denn die Arbeitgeber halten sich oft schadlos an den Berufspraktikanten und eine Übernahme ist heute meist so selten wie ein Sechser im Lotto - laß Dir da nix einreden, sei mißtrauisch!

    Besonders mißtrauisch solltest Du gegenüber Deinen Anleitern sein, denn der eine oder andere unerwartete Knaller kommt aus ihrer Richtung bestimmt!

    Dein Arbeitszeugnis solltest Du auf jeden Fall von einem guten Anwalt überprüfen lassen, es sagt nichts über Deine Qualifikationen bezüglich Deiner Arbeit und Deine menschlichen Qualifikationen aus.
    Sondern nur, ob Du Deinen Anleitern willenlos zur Verfügung standest oder nicht.

    Also ist ein mittelmäßiges/schlechtes Arbeitszeugnis in diesem Bereich eigentlich ein tolles Arbeitszeugnis!

    Leider nützt Dir das nichts, denn Du möchtest ja weiterhin Jobs bekommen!
    Also solltest Du das Zeugnis unbedingt überprüfen lassen und wenn nötig: Alles anfechten!!!!!

    Freuen solltest Du Dich allein auf Deine Klienten, denn die werden mit Sicherheit um 100 Prozent intelligenter sein, als alle Anleiter dieser Welt!

    Falls Du kein Berufspraktikum "abdienen" mußt, kannst Du mit Soz-Arb. fortfahren, dann wird es nicht ganz so schlimm!

    Im Idealfall studierst Du auch noch irgendwas an der Uni und schreibst hinterher eine wunderschöne Doktorarbeit - wie wärs mit dem Sozialverhalten von einheimischen Sozarb.?

    sultan tanimun
    Geändert von tanimun (28.12.2006 um 01:42 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Zitat Zitat von tanimun
    Hallo Nataly!


    Im Idealfall studierst Du auch noch irgendwas an der Uni und schreibst hinterher eine wunderschöne Doktorarbeit - wie wärs mit dem Sozialverhalten von einheimischen Sozarb.?

    sultan tanimun
    Die ich kenne, haben nicht wirklich eines ... ( 4 Frauen, 1 Mann).

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    AW: Sozialpäda/Sozialarbeiter - Zukunftsperspektiven?

    Hm, an welcher Uni/FH studierst du denn? Würde mich mal interessieren, da ich vorhab, evtl. nach meinem Studium noch SozPäd zu machen, falls ich so nichts finde (hab auch ein "schlechtes" Abi von 2,5, was für SozPäd /Soz.Arbeit leider heute nicht mehr langt, jedenfalls an den meisten FHs).

    Zu deinem Thread: du wirst sehen, die 3 Jahre vergehen im Flug, würd mir aber ne eigene Wohnung zulegen..StudiWohnheim oder WG. Kommt immer auf die Stadt an, aber solange du nicht in München studierst, ist das bestimmt finanzierbar. Kannst ja evtl. noch nebenher jobben, das sollte bei SozPäd vom Aufwand her ja möglich sein. Eine andere Möglichkeit wäre in deinen alten Beruf zurückzukehren und evlt. ein Fernstudium zu beginnen, da wird glaub ich SozPäd nicht angeboten, aber vllt. irgendwas anderes, was dich interessiert...

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