Okay - dann war das von meiner Seite ein Missverständnis.Ich hatte aus der Formulierung (bei dir und anderen) herausgelesen, dass damit gemeint sei, dass ein Einkommen erwirtschaftet wird, mit dem man als Alleinverdiener eine Familie ernähren kann (- oder Verdienerin
). Das ist aber bei vielen Ausbildungsberufen nicht gegeben.
Verständlich - denn in der Bezahlung (womit ja der Status einhergeht) bildet sich zwar die Tatsache ab, dass es sich um einen Ausbildungsberuf handelt, für den ein Realschulabschluss ausreicht, nicht aber die enorme Verantwortung, die Angehörige dieses Berufes für andere Menschen(-leben) tragen.Ich kenne viele Erzieherinnen die ihren Beruf lieben, aber mit dem wenigen Geld und dem geringen Status kämpfen. Als wäre der Beruf nicht schon anstrengend genug.
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07.09.2014, 23:00
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
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08.09.2014, 08:33
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Und es zeichnet sich auch nicht in der Ausbildungsform ab. Diese ist, da schulisch, erst mal nicht vergütet und fordert in vielen Bundesländern monatliches oder halbjährliches Schulgeld. Die benötigte Fachliteratur ist teuer und muss selbst angeschafft werden. Je nach Bundesland oder Träger werden die geforderten Praktika während der Fachschulzeit nicht vergütet. Das Anerkennungsjahr wird vergütet -> volle Stelle, halber Lohn.
Andererseits führt diese Ausbildung, wie auch schon genannt, zu einem weitgefächerten Tätigkeitsfeld (Kita, Schule, Behinderte, Jugendhilfe), ermöglicht z. B. in Frankfurt den Zugang zum Studiengang Soziale Arbeit und die erkennen die Ausbildung mit einer Studienzeitverkürzung an.
Erzieher arbeiten sehr eigenverantwortlich, können so auch gut die eigene Kreativität und Persönlichkeit mit einbringen.
Gitarre spielen können im Erzieherberuf ist Goldwert.
Die Bezahlung ist nicht toll, das wird leider auch nicht unbedingt besser, wenn man Soziale Arbeit studiert hat. Da liegt viel in der Politik im Argen.
Und was das Thema "Familie ernähren" angeht: ich weiß von einer Kirchengemeinde, die dem einzigen Erzieher im Ort, mehr Geld als den Kolleginnen bezahlt hat, mit dieser Begründung. Als das aufflog war der Teufel los.
Ich frage mich manchmal, ob der Beruf nicht automatisch deswegen besser bezahlt werden würde, wenn mehr Männer diesen Job ausüben würden.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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08.09.2014, 08:44
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
http://www.lsbk.de/files/pdf/bildung...le/Erz-fhr.pdf
Ich hoffe diesen link darf ich machen, denn es geht hier um ein Bildungsangebot, kostenfrei, staatliche Schule
Möglichkeite das Abitur voll / FH zu machen incl. der Ausbildung, also Gesamtpaket, dann verschwendet man keine Zeit.... Und wenn der junge Mann danach doch nicht als Erzieher arbeiten will sondern noch studieren oder eine andere Ausbildung ist er wenn es gut läuft ca. 19 Jahre alt.
Ich finde dass ist eine gute SacheDas Leben macht was es will und ich auch!
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08.09.2014, 09:05
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Gerade in diesem Bereich tut sich momentan sehr, sehr viel. München bietet zurzeit auch ein Programm an, da gibt es während der Ausbildung auch eine Vergütung, unter bestimmten Voraussetzungen. Momentan wird einem überall der rote Teppich ausgerollt, weil händeringend Fachkräfte gesucht werden. Da stellt dann auch schon mal die Caritas Mulima ein.
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08.09.2014, 10:44Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Es geht mir jetzt nicht ums weg diskutieren, möchte aber den Jungs, die sich für den Bereich interessieren die Angst nehmen, dass sie immer und ständig unter Dauerbeobachtung stehen. Ich arbeite in einer KiTa als Teilhabeassistentin für ein behindertes Kind mit einem Erzieher zusammen, der diese Erfahrungen auch noch nie gemacht hat. Kommt vielleicht auch etwas auf die Umgebung an sich an.
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08.09.2014, 10:56Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Ja, das ist traurig und da bin ich deiner Meinung.
Es gab beim Träger meines Sohnes den Fall eines schwulen Erziehers, wo zwei Elternpaare wollten, dass der raus geschmissen wird, weil sie eine Gefahr für ihre Jungs sahen. Der Elternbeirat hat aber super reagiert und mit der Leitung gemeinsam beschlossen, dass es besser sei, wenn besagte Eltern ihre Kinder woanders unterbringen. Daraufhin machten diese Eltern einen Rückzieher, wollten aber, dass der Mann sich nicht mehr so "schwul" anzieht. Was auch immer das heißt, kurze Hose und FlipFlops waren wohl nicht männlich genug.
So einen Fall hat es auch vor einiger Zeit an einer Schule gegeben: Da wollten einige Väter einen schwulen Lehrer weg haben, wegen Angst um ihre Jungs. Daraufhin erhob sich eine Mutter und verlangte die Entlassung aller Heterolehrer, weil sie Angst um ihre Tochter hätte, danach eine Mutter, die verlangte, dass alle Lehrerinnen entlassen werden, weil sie Angst um ihren Sohn hätte und somit war auch da das Thema vom Tisch - ich finde es cool, wenn Leute einfach mal normal bleiben und aufhören, andauernd irgendjemanden misstrauisch zu beäugen..
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08.09.2014, 11:08Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Also mit dem Plan wird er aber doch sicher nicht Kindergärtner, wie du es so als sein Wunsch schreibst. Da könnte er direkt nach dem Ralschulabschluss einsteigen und ist früher fertig - wenn er studiert hat, wird er nicht im Kindergarten arbeiten (müssen) Da hat er dann wirklich andere Möglichkeiten.
Gegen den Verdacht des Kindesmissbrauchs gibt es eigentlich den einfachen Tipp, dass ein Mann z.B. beim Wickeln die Badezimmertür auflässt. Damit ist schon mal das "hinter verschlossener Tür" nicht mehr gegeben. Ansonsten kommt es eh kaum zu Situationen in einer KiTa, wo man mit einem Kind alleine ist, also die Angst kann man reduzieren...
Das erzählen mir die weiblichen Kolleginnen aber genauso: Die stehen halt wegen anderer Sachen auch mit einem Fuß im Knast, Stichwort Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Ich habe eine junge Kollegin, bei der in der KiTa, in der sie ihr Anerkennungsjahr gemacht hatte, die Erzieherinnen nicht merkten, dass ein Kind von den anderen eingebuddelt wurde im Sand. Komplett mit Kopf! Bis die merkten, dass ein Kind fehlt und raus bekamen, was los war, war das Kind im Sand erstickt. Die waren dran, was draus wurde, hat die junge Frau nicht mehr mit bekommen, aber das ist schon auch nicht witzig.Mein Bruder hat in diese Richtung auch noch keine negativen Erfahrungen gemacht. In der Berufsschule hieß es zwar auch oft, dass männliche Erzieher quasi schon mit einem Fuß im Gefängnis stehen
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08.09.2014, 11:17Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Oh Ja, ich kann diese Berichte kaum lesen, so elend wird mir. Vielleicht weil ich selbst eine Frau bin und mir das so überhaupt nicht vorstellen kann. Und Frauen missbrauchen sogar mit noch mehr Psychodruck als Männer, was die Sache jetzt nicht verharmlosen soll, wenn ein Mann beteiligt ist, aber es erschüttert mich doch sehr.
Auch dass die Anzahl der kleinen Jungs, die durch Frauen in ihrer Umgebung missbraucht werden nicht ohne ist, lässt eigentlich fast den Schluss zu, dass wir genauso viel Angst vor den Erzieherinnen haben sollten, wie vor den Erziehern.
Aber das geht gerade sehr in OT und die Frage der TE war ja eigentlich eine ganz andere...
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08.09.2014, 11:24Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Sehr ähnlich bei uns hier! Weil sie immer die Problemkinder waren, rollen sie das System von hinten auf, sage ich mal so. Beziehungsweise mein Sohn. Ihm wird auch eine gute Intuition nach gesagt, sein Chef sagte mal, er findet es gut, jemanden in der KiTa dabei zu haben, der das ganze Mal nicht so hochpädagogisiert angeht.
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08.09.2014, 11:36Inaktiver User
AW: Sohn 14, moechte Kindergaertner werden
Das Programm von München finde ich soooo klasse, da könnten sich die Hessen (gerade Rhein-Main hat ja auch ein Problem) mal eine scheibe Abschneiden!
Leider nehmen die erst ab 21 Jahre in die Kinderpfleger Ausbildung auf, sonst hätte ich das meinem Sohn mal angetragen, leider ist er noch zu jung. aber das mit dem roten Teppich stimmt: Er kann ja auch als Helfer weiter machen, weil er sich eben über sein FSJ bewährt hat und scon 18 Monate im U3 Bereich in die Waagschale werfen konnte. Bin gespannt, wie es weiter geht, es soll ein Projekt gestartet werden für Leute wie ihn, vielleicht wird es was, mal sehen und abwarten....



Ich hatte aus der Formulierung (bei dir und anderen) herausgelesen, dass damit gemeint sei, dass ein Einkommen erwirtschaftet wird, mit dem man als Alleinverdiener eine Familie ernähren kann (- oder Verdienerin
). Das ist aber bei vielen Ausbildungsberufen nicht gegeben.
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