Vor ein paar Tagen lief dazu eine Sendung und da hieß es, dass 90 % aller Bäckereien mit Fertigmischungen arbeiten. (Wobei wirklich die Frage ist, ob 90 % nicht zu optimistisch ist.)
Von Bäckerseiten heißt es ja immer: Backen ist ein Handwerk, das muss man lernen, Privatmenschen können das nicht so gut. Aber in der Sendung hat zum ersten Mal (dass ich es gehört habe) eine Bäckerin selbst gesagt, dass die Bäcker idR. heute KEIN Handwerk mehr betreiben, sondern nur noch Tüten aufreißen und umrühren.
Und in den Küchen wird es auch nicht viel anders aussehen, da muss man wohl wirklich gut suchen (und gut sein, um was zu finden).
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Thema: Lehre als Bäcker/Koch?
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24.01.2014, 09:05Inaktiver User
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
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24.01.2014, 11:14
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Du sprichst wahrscheinlich von der ZDF Doku "Wie gut ist unser Brot" mit Sternekoch Nelson Müller oder? Hab ich auch gesehen. Irgendwie eine traurige Enwicklung, aber der Kunde bzw. die Industrie scheinen es so zu wollen.
Was die Bäckerlehre angeht, würde ich dem jungen Mann auch zu einem Paktikum raten. So hat es auch ein Bekannter gemacht, der mittlerweile kurz vor Abschluss seiner Lehre bei der Bäckerei Anker steht. Das ist ein größerer Betrieb und dort gibt es zahlreiche Aufstiegschancen. Das halte ich für einen wichtigen Punkt, den man bei Bewerbungen beachten sollte.
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24.01.2014, 11:24
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Als Koch muss man hartgesotten sein: in vielen Küchen herrscht ein sehr rauer Ton, der unter Zeitdruck, den man fast immer hat, schon sehr an den Nerven zerren kann. Das sollte dem jungen Mann bewußt sein. Diesbezüglich halte ich den Vorschlag, ein mehrtägiges Praktikum zu absolvieren, für ganz wichtig.
Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
Michael Caine
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24.01.2014, 11:30
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Er sollte sich auch informieren über Arbeitszeiten und Aufstiegs-/Verdienstmöglichkeiten nach der Ausbildung.
Und falls er noch minderjährig ist, sollten sowohl er als auch seine Eltern sich darüber im klaren sein, dass Jugendschutzvorschriften zwar existieren, sich in der Gastronomie aber kaum jemand so wirklich dafür interessiert, dass diese auch umgesetzt werden. Gleiches gilt für volljährige Azubis, vor allem was die Arbeitszeiten betrifft.A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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24.01.2014, 11:37
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Die Arbeitszeiten sind bescheiden! Als Bäcker wird man zudem nicht Millionen verdienen.
Als Koch besteht die Möglichkeit, wirklich sein Ding zu machen. Das setzt die Bereitschaft voraus, von Haus zu Haus zu gehen, darüber sollte man sich im Klaren sein.
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24.01.2014, 12:47Inaktiver User
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Ja, genau. Obwohl mir die Tendenz klar war, war ich schon überrascht, dass das mal auch von Insidern so offen angesprochen wurde.
Aber du hast Recht. Viele Kunden wollen billig und genormt. Und so kriegen sie, was sie wollen.
Halb OT, allerdings können solche Gedankengänge (wieviel Handwerk in diesem Handwerk tatsächlich steckt) bei der Entscheidung des Sohnes der Freundin der TE ja wirklich eine Rolle spielen.
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24.01.2014, 13:01
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Hast Du schon mal im Krankenhaus gelegen ? Da ist von Esskunst weit und breit nichts zu sehen.
Selbst salzlose oder Diätkost könnte man mit Kräutern aufpeppen ...
Es muss also nicht jeder Koch zwingend auch kreativ sein. Klar wäre es spannender, eigene Ideen umzusetzen, aber es muss ja auch welche geben, die nur nach Rezept jeden Tag einfach Essen kochen.
Auch wenn man als Koch kreativ ist, hat man bescheidene Arbeitszeiten. Jedenfalls, bis man so viel Kohle verdient hat, um ein eigenes Restaurant aufzumachen, danach kann man dann delegieren.
Ein Bäcker hingegen hat normalerweise keinen Schicht- oder Teildienst (also Mittagsgeschäft und am Abend nochmal in die Küche), der muss aber sehr früh aufstehen ...
Unbedingt Praktikum machen !
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24.01.2014, 13:48Inaktiver User
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Falls Minderjährig: Kantinen großer Unternehmen bilden auch aus.
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26.01.2014, 22:30
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Hi,
ich finde es grundsätzlich ganz wichtig, dass man sich das auch immer gut anschaut, vorher schnuppert oder ein Praktikum macht. Wie kommt der denn auf das, will er das von sich aus oder hat er eventuell Freunde, die sowas gut finden und machen wollen? Hätte er schon ne Möglichkeit mal wo in den Arbeitsalltag reinzuschauen?
Mein Neffe ist Bäcker und nach seinen Berichten kann ich nur sagen: Das ist echt nicht für jeden, da muss man wirklich für gemacht sein. Der hat in nem Betrieb angefangen, in dem teilweise Convenience Produkte verwendet wurden. Mittlerweile arbeitet er in einem Haubenrestaurant und in der Küche machen sie wirklich alles selbst. Sein durchschnittlicher Arbeitstag hat 14 Stunden und du darfst nicht vergessen, dass man in der Küche oft großem Stress ausgesetzt ist, immerhin müssen da verschiedene Gerichte auf den Punkt genau gemeinsam serviert werden können. Anscheinend sind auch viele Küchenchefs im Umgang nicht gerade zimperlich, das heißt man muss auch belastbar sein. Meinem Neffe gefällt das super, der geht voll auf in seinem Beruf aber ich denk mir halt jedes Mal, dass ich das nicht machen könnte. Ich glaube Bäcker ist da etwas entspannter, auch wenn man natürlich deutlich früher aufstehen muss.
LgWe accept the love we think we deserve.
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27.01.2014, 21:54
AW: Lehre als Bäcker/Koch?
Achja, was ich noch einwerfen wollte: Wenn er an einer Lehre interessiert ist, sollte er sich auch nach der Option inklusive Matura erkundigen. Dann hat er nicht nur einen Lehrabschluss in der Tasche, sondern kann gegebenenfalls danach auch noch auf etwas ganz anderes umsteigen und etwa ein Kolleg im Bereich Gastronomie/ Tourismus, etc. machen...



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