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    Studium - ja oder nein?

    Guten Abend zusammen,

    mich quält seit langem eine Frage: Studium ja oder nein?
    Dazu meine Vorgeschichte.

    Ich bin 25 Jahre alt, werde dieses Jahr also 26. Ich habe vor 6 Jahren französisches Abitur gemacht, auf einer zweisprachigen (dt./frz.) Schule.
    Ich ging nie sonderlich gerne zur Schule, habe nie furchtbar viel dafür getan und letzten Endes einen Schnitt von 2,7 gehabt, wobei die NOtenverteilung bei den Sprachen und Deutsch auf ner 2 war, bei den Naturwissenschaften, Mathe/BWL auf der 4.

    Nach der Schule war ich erstmal froh, dass es vorbei ist und ich habe ein duales Studium angefangen. Früher wollte ich immer studieren, aber ich bin während der Abis zu meinem Freund gezogen und hab eine schnelle Ausbildung und Geld gebraucht.
    Dann habe ich gemerkt, dass dieses Studium nix für mich ist (BWL Fachrichtung Handel) und innerhalb des ersten halben Jahres abgebrochen. In der Firma in der ich war, konnte ich noch in dem laufenden Jahr ein Praktikum machen und ein Jahr später wurde mir eine Ausbildung angeboten.
    Nein, ich wollte das aber nicht, sondern bin in einer Werbeagentur und hab Kauffrau für Marketingkommunikation gelernt. Die Ausbildung hab ich nach 2,5 Jahren vor genau zwei Jahren abgeschlossen. Dann habe ich in einer Agentur 150 km weiter weg angefangen zu arbeiten und wirde innerhalb der Probezeit entlassen. Es folgten 2 Monate Arbeitslosigkeit.
    Hatte dann einen neuen Job, wo ich gerade mal einen Monat war, dann wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst und ich war 3 Monate arbeitslos. Dann bekam ich einen Job im Customer Care den ich über ein Jahr bis Ende Januar gemcht hatte. Der Job hat mich aber nicht aufgefüllt und war schlecht bezahlt, deswegen hab ich gekündigt, als ich einen neuen Job hatte.

    Jetzt arbeite ich seit 2 Wochen im Personal und Marketing eines Krankenhauses.
    Dieser Job ist etwas besser bezahlt, aber ich fahre jeden Tag 100 km und das ist zwar vom Aufgabengebiet ganz ok, aber auch nicht das, was mich ausfüllt.

    Ich denke seit Jahren nach nochmal zu studieren. Hab es nie gemacht, weil ich nciht weiß, wie ich es finanzieren soll, von meinen Eltern bekomme ich kein Geld dafür, aber Bafög steht mir auch nciht zu. Vorletztes WE hatte ich ein Erlebnis, das mich darin bestärkte zu studieren. Meine beste Freundin ist Lehrerin und ich habe das WE mit ihr und frz. Kollegen verbracht und a) über die schon viel mitbekommen aus dem Schulleben b) gemerkt, wie gut ich Französisch spreche und wie sehr das meine eigentliche Stärke ist (ich hasse BWL) und c) wollte ich eigentlich schon als kleiner Pimpf immer Lehrerin werden.

    Ich habe mich erkundigt und heute tatsächlich an der Uni eingeschrieben um Gym-Lehrerin zu werden. Natürlich quält mich die Frage, wie ich das finanzieren soll, ob es die richtige Entscheidung ist und ich nicht ins verderben renne. Meine Eltern raten mir total ab, mein Vater empfiehlt mir, mich nebenberuflich in meinem Bereich weiterzuentwickeln (Personal- oder Krankenhausmanagement). Aber das ich NICHT MEINE WELT. Versteht er nur nicht.

    Ich habe mir überlegt, meinen jetzigen Arbeitgeber zu fragen, ob ich vielleicht ne Halbtagsstelle bekomme und die Stunden auf 20 hinunterschraube. Das könnte ich dann neben dem Studium bewältigen. Aber ich weiß natürlich nicht, ob das nach zwei Wochen so gut ankommt und ich mich damit nicht vielleicht selbst ins Aus ausliefer.

    ICh weiß nun wirklich nicht, wie es weitergeht, und brauche Rat. Eingeschrieben bin ich nun zum Sommermester (Beginn 15. 04.). Ob ich genommen werde, steht noch nicht fest. Das Studium würde 4 Jahre gehen (Bachelor & Master of Education). Dann Ref-Zeit. Ich werde also Anfang 30 sein, bis ich fertig bin. Ist das alt? Ist der zug für mich vielleicht abgefahren?

    Bitte helft mir...

    Liebe Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: Studium - ja oder nein?

    Nein, ich finde nicht, dass Du zu alt bist. Mach das Studium, zieh es durch. Der Beruf ist unglaublich wichtig, mehr als die Hälfte der Lebenszeit verbringt man bei der Arbeit. Und es ist schon ein großes Glück, wenn einem das, womit man seine Brötchen verdient, auch Freude macht. Das Studium eröffnet Dir tolle Perspektiven und als Lehrerin hast Du auch viele Möglichkeiten, der individuellen Arbeitszeitgestaltung. Mach es. Such Dir einen Nebenjob und zieh's durch. Wenn Du es nicht tust, wirst Du es ein Leben lang bereuen und der verpassten Chance nachtrauern. Und Du hast nur dieses eine Leben

  3. Moderation

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    AW: Studium - ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich finde nicht, dass Du zu alt bist. Mach das Studium, zieh es durch. Der Beruf ist unglaublich wichtig, mehr als die Hälfte der Lebenszeit verbringt man bei der Arbeit. Und es ist schon ein großes Glück, wenn einem das, womit man seine Brötchen verdient, auch Freude macht. Das Studium eröffnet Dir tolle Perspektiven und als Lehrerin hast Du auch viele Möglichkeiten, der individuellen Arbeitszeitgestaltung. Mach es. Such Dir einen Nebenjob und zieh's durch. Wenn Du es nicht tust, wirst Du es ein Leben lang bereuen und der verpassten Chance nachtrauern. Und Du hast nur dieses eine Leben
    Grundsätzlich würde ich mich Letstalk anschließen: Mach' es!
    Bei einem Berufseinstieg mit Anfang 30 als Lehrerin bist du sicherlich nicht zu alt.
    Ich wünsche dir alles Gute!

    Was den Optimismus bezgl. des Lehrerberufs angeht, den ich bei Letstalk mitschwingen höre, wäre ich aber etwas vorsichtiger.
    Natürlich erschließt das Studium neue Perspektiven und neue Möglichkeiten, evt. kannst du damit auch ganz anders auf deine bisherigen Ausbildungen aufbauen bzw. anknüpfen - die Chancen werden sich für dich auf jeden Fall verbessern, denke ich.

    Die Aussicht auf eine feste Stelle oder gar Verbeamtung als Lehrerin hängen allerdings stark von der Fächerkombination ab (in den Geisteswissenschaften sieht das eher mau aus) und von der eigenen Mobilität.
    Auch die Gestaltung (=Staffelung) der Arbeitszeit ist von dem was ich höre nicht mehr so einfach zu variieren wie das lange der Fall war.

    Das Ref ist - das erlebe ich gerade ziemlich unmittelbar - eine Höllentour.
    Die Lehramts-Referendare in meinem Umfeld (mittlerweile stehen sie im 2. Jahr kurz vor dem Abschluss) kriechen allesamt auf dem Zahnfleisch. Es ist wirklich ein Austesten der körperlichen und psychischen Belastbarkeit.
    Aber es ist zu schaffen.
    Wenn die Motivation stimmt - und das scheint bei dir der Fall zu sein - ist das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.


    Lunete

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    AW: Studium - ja oder nein?

    Hi,
    ich finde es eine gute Idee, wenn es wirklich das ist, was du werden willst. Was du noch bedenken musst sind die im Studium ziemlich anderen Anforderungen verglichen mit einer Ausbildung. Es erfordert sehr viel Eigeninitiative und Selbstdisziplin, z.B. bei den Hausarbeiten.
    LG

  5. User Info Menu

    AW: Studium - ja oder nein?

    Auch ich finde nicht, dass du zu alt bist.

    Aber glaube nicht, dass das Schulfach, für das du dich qualifizierst, später besonders wichtig ist. Im Beruf ist vor allem Pädagogik und Didaktik gefragt. Du musst täglich erziehen und Konflikte lösen (auch am Gymnasium.)

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    AW: Studium - ja oder nein?

    ich schliesse mich an. Mach es! Sicher wird es nicht leicht werden. Aber was ist schon leicht?

  7. VIP

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    AW: Studium - ja oder nein?

    Es gibt elternunabhängiges Bafög. Erkundige dich. Vielleicht fällt damit die Entscheidung leichter.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Studium - ja oder nein?

    Ich würde den Lehramtsberuf nicht wählen. Ganz ehrlich. Hast Du schon mal ein längeres Praktikum in der Schule gemacht?
    Ob Du verbeamtet wirst hängt sehr von Deinen Noten, Deinem Alter (bist aber noch jung genug), Deinem Gesundheitszustand ab.
    Und der Tatsache ob Deine Fächerkombi gebraucht wird. Wirst Du nicht verbeamtet, verdienst Du nach TV- L etwa 1700€ netto (bei einer 100% Stelle). Dafür ein Studium? Wenn es dumm läuft kriegst Du nur Vertretungslehrerverträge.
    Diese sind noch schlechter honoriert. Ich kenne mehrere Lehrer, eine Freundin ist gerade in Frühpension gegangen (mit 46 Jahren), das Mobbing innerhalb der Kollegen war unerträglich.
    Und da mittlerweile jeder aufs Gym geht, hast Du auch da jede Menge Problemschüler.Oder in "besser" gestellten Elternkreisen, darfst Du dann die Anwaltsbriefe und Beschwerden der Eltern in Deiner Freizeit bearbeiten, wenn Du deren Kinder nicht gut genug benotet hast. Da gibt´s schon die ein oder andere Beschwerde beim Schulleiter bzw. Schulaufsicht.
    Was das Ref betrifft, wurde ja schon geschrieben, bekomme ich auch gerade aktuell mit sind auch Schikanen und unsachliche Beurteilungen an der Tagesordnung.
    Du kannst nicht davon ausgehen, dass eine sehr gute Leistung auch entsprechend beurteilt wird. Die Seminarleiter müssen Dich "mögen" sonst kannst Du es vergessen. Eine neutrale Instanz wie etwa beim zweiten Stex in Jura gibt es im Lehramt nicht.
    Besonders schwierig im Ref wird es, wenn die Fachlehrkraft andere Unterrichtsmethoden bei den Schülern eingeführt hat, als Deine beurteilenden Seminarleiter in Deinen Stunden sehen möchten. Da hängst Du richtig zwischen den Seilen. Und bekommst Druck von beiden Seiten.
    Du bist erst 25, Du kannst auch noch etwas anderes machen. Es gibt auch noch Jobs, Studiengänge außer Lehramt und BWL.
    Geändert von Elixia (30.03.2013 um 14:25 Uhr)

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    AW: Studium - ja oder nein?

    Hi,

    also ich finde es super, dass du etwas Neues anfangen möchtest. Natürlich ist ein Studium hart (vor allem neben dem Job). Kannst du denn überhaupt halbtags arbeiten UND studieren? Kenne mich mit den Studenplänen des Lehramtsstudiums nicht gut aus.
    Ansonsten bleibt dir nur, einen Kredit aufzunehmen und nachher abzuzahlen.
    Mittlerweile denke ich, dass man einen Job finden sollte, der einem wenigstens etwas Spaß macht. Trotzdem wird es wohl nur sehr wenige Menschen geben, denen ihr Job immer Spaß macht.

  10. User Info Menu

    AW: Studium - ja oder nein?

    Ganz ehrlich: Französisch für Gymnasium - ich rate ab, das Fach (wie eigentlich alle sprachlcihen Fächer am Gym) ist total überlaufen und du brauchst schon extrem gute Noten, um überhaupt eine Chance auf ein Referendariat zu haben

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