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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Nimwen,
    ah, ich hatte überlesen, dass du selbst damit rumbasteln musst, wie das alles umegstaltet werden soll und so. Das stell ich mir unglaublich frustrierend vor. Mein Beileid.
    Ich muss ja auch ehrlich sagen, dass ich mich einfachkeitshalber ins Ausland abgesetzt habe, weil mir das studieren in Deutschland einfach zu sch*** geworden ist.
    Ich denke die Umstellung wird (zumindest soweit ich das beurteilen kann) auch von den Ministerien her mit falschen Mitteln angegangen, die du ja auch genannt hast.
    Es kann ja nur noch besser werden- oder die Hoffnung stirbt zu Letzte, nicht wahr?


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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Zitat Zitat von Nimwen
    Übrigens kann ich der Aussage, dass im Ausland mit dem dt. Diplom niemand was anfangen kann, nur sehr bedingt zustimmen. Ich habe auch schon sehr häufig das Gegenteil gehört, der Diplom-Ingenieur ist bspw. weltweit ein sehr bekannter und für gut angesehender Abschluss!
    Dem kann ich mich nur anschließen. Weiterhin habe ich mir mal einige neue Studienordnungen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern angesehen und bin davon alles andere als begeistert. Da ist der Bachelor nicht mehr als ein alter Diplomstudiengang, der nach dem Vordiplom abgebrochen wird. Was man mit solchen "Absolventen" später in der Industrie anfangen will, ist mir schleierhaft. Zu den Geisteswissenschaften kann ich allerdings nichts sagen.
    "Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, einer, der nach ihr giert." (Darth Bane)

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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Bin in einer ähnlichen Situation wie Nimwen bei der Umstellung des Studiengangs. Wir haben die Akkreditierung Anfang des Jahres hinter uns gebracht und sind jetzt zwar mit ein paar Auflagen, die aber wirklich sinnvolle Änderungen anmahnen, akkreditiert.
    Ähnlich wie auch Nimwen würde ich, hätte ich die Wahl, auch immer wieder ein klassisches Studium mit Diplom/Staatsexamen/Magister anfangen - aber das steht auf einem anderen Blatt.
    Ein wichtiger Rat, den ich für die Auswahl des Studiengangs und des Studienorts geben kann, ist aber der Blick auf die Akkreditierung: Ist der entsprechende Studiengang schon akkreditiert bzw. in welchem Stadium ist der Akkreditierungsprozeß? Nicht jede Hochschule/jeder Studiengang hat nämlich eine solche Akkreditierung bei der Einführung schon hinter sich. Unter den (noch) nocht akkreditierten Studiengängen sind viele, die schon seit langem 'umgestellt' haben, bei denen die vermeintliche Umstellung aber in einer Umetikettierung des alten Studiengangs bestand (frei nach dem Motto 'Grunstudium = Bachelor, Hauptstudium = Master)...
    Wenn man sich - unwissenderweise - als Neu.Student auf einen solchen Studiengang einläßt, kann das ernste Konsequenzen haben, z.B.
    *der Verdienst als wiss. Hilfskraft, wiss. Mitarbeiter u.a. ist in einem nicht akkreditierten Studiengang deutlich (!) niedriger
    *wenn man einen Bachelor in einem nicht akkrediteriten Studiengang erworben hat, kann es sein, daß man für einen Master an einer anderen Uni nicht angenommen wird oder zumindest noch weitere Kurse als Zugangsvoraussetzung aufgebrummt bekommt
    *man wird in dem Studiengang nicht wirklich darauf vorbereitet, nach dem Abschluß ins Berufsleben zu starten, wenn es nur ein leicht variiertes Grundstudium ist - das Prinzip desBachelor als erster berufsqualifizierender Abschluß wird damit ad absurdum geführt
    ...
    Vor der Wahl ist die genaue Information nicht nur über den Studiengang allgemein (wie es bislang meist geschah), sondern über die individuelle Profilsetzung und Vorgehensweise der einzelnen Unis empfehlenswert.
    Viel Erfolg, ich beneide keinen, der jetzt in dieser Lage steckt!
    Leilei
    Herzliche Grüße

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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Hallo zusammen,
    hallo Leidensgenossin ,

    ich kann Leilei nur zustimmen. Das System ist durch die Einführung der neuen Studiengänge leider nicht transparenter, sondern komplizierter geworden. Die Studiengänge haben nun meist bestimmte Profile, die man sich für jede Uni einzeln zusammensuchen muss. Ich vermute, in Zukunft wird das einfacher kommuniziert, aber derzeit, im Umbruch, gibt es eben noch die typischen Anfangsprobleme. Leider gibt es auch noch gar nicht so viele akkreditierte Studiengänge! Ich hatte im Frühling dieses Jahres zum Vergleich für unseren Studiengang - immerhin ein Massenfach! - nachgesehen und nur 4 (!) akkreditierte Studiengänge an Unis gefunden. Dabei hat fast jede Uni unser Fach. Allerdings sind viele gerade dabei. Wir warten derzeit noch auf unser Urteil... *bibber*

    Jedenfalls wünsche ich den Studienanfängern viel Erfolg und Glück bei der Auswahl der richtigen Hochschule...

    @Leilei: Das die Verdienste geringer sind bei nicht akkreditieren Studiengängen, wusste ich gar nicht. Wie geht denn das? Bin auch WMA und unser Lehrstuhl bedient ungefähr *rechne* 7 Studiengänge. Da sind akkreditierte und unakkreditierte bei. Außerdem mach die Lehre ja nur einen Teil der Arbeit aus und wir sind ja glückliche Tarifentlohnte! Gibt es dann einen Sondertarif für LS, die keine akkr. Studiengänge bedienen?

    LG
    Nimwen

  5. Inaktiver User

    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Zitat Zitat von Nimwen


    Ich hoffe, ich habe nicht zusätzliche Verwirrung geschaffen. Es gibt sicher auch Vorteile der BA/MA-Studiengänge, aber ehrlich gesagt bin ich da sehr skeptisch, denn nach meiner Erfahrung sind die Hochschulen nicht so flexibel, dass sie mal eben komplett umschwenken auf eine völlig andere Art der Ausbildung. Solche Systeme müssen wachsen, damit sie funktionieren, denke ich...

    Alles Gute wünsch ich Dir
    Nimwen

    nein, das hast du nicht. deine ansicht teile ich.

    @ sauerkirsche

    da ein bachelor nicht mehr zu umgehen ist, suche dir besser eine uni aus die schon einige erfahrung mit dem abschluss hat. die studienplane werden in der regel nach einigen semester verbessert. die anfänge sind immer sehr schwierig. dort wo ich studiere, ist man mit der durchführung der inhalte noch nicht so ganz zufrieden. also wird sich hier auch noch einiges ändern.

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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Hallo,

    danke euch allen für die Antworten.

    Ich wollte ab dem Sommersemester 2007 an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften studieren. Da hat man jetzt auch zum letzten mal die Möglichkeit einen Diplom zu machen.

    Was würdet ihr mir empfehlen?

    Bitte um erntshafte Antworten.

    Danke im Voraus

    sauerkirsche

  7. Inaktiver User

    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    tja, da ich ein diplomstudiengang besuche und vom bachelor nicht begeistern bin......mache das diplom, inhaltlich wird mehr und breitgefächrtes wissen vermittelt.

    und das diplom hat weiterhin im ausland seinen wert.

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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Zitat Zitat von Nimwen
    Das die Verdienste geringer sind bei nicht akkreditieren Studiengängen, wusste ich gar nicht. Wie geht denn das? Bin auch WMA und unser Lehrstuhl bedient ungefähr *rechne* 7 Studiengänge. Da sind akkreditierte und unakkreditierte bei. Außerdem mach die Lehre ja nur einen Teil der Arbeit aus und wir sind ja glückliche Tarifentlohnte! Gibt es dann einen Sondertarif für LS, die keine akkr. Studiengänge bedienen?
    @Nimwen
    Wie das genau geregelt ist, kann ich Dir nicht sagen - wir sind ja akkreditiert - aber ich habe das u.a. auf einem Standard-Vertrag, den ich letzte Woche für einen unserer Hiwis fertiggemacht habe, gelesen.

    @sauerkirsche1
    Zur Frage, welchen Studiengang ich empfehlen würde...
    Ich bin nicht vom Wiwi-Fach, aber wenn es um einen Studiengang an derselben Hochschule geht (d.h. für dich eh nur die Fernuni Hagen in Frage kommt), dann würde ich auf jeden Fall für das Diplom plädieren. Wenn dies im nächsten Semester aber das letzte Mal angeboten wird, dann könnte es sein, daß es auch feste Zeitlimits in Bezug auf das Absolvieren von Prüfungen in diesem Studiengang gibt. Will sagen: Möglicherweise kannst Du, falls Du diese Fristen nicht einhältst, dazu gezwungen werden, in den BA Studiengang zu wechseln. Vergleichbares gab es schon früher, wenn Prüfungs/Studienordnungen gewechselt wurde: Man mußte sein Studium dann innerhalb einer best. Zeit absolvieren, um noch unter die 'alte' Prüfungsordnung fallen zu können. Darüber solltest Du Dich also nochmal erkundigen!
    Ansonsten: Ein Diplom entspricht eher dem Master, nicht dem Bachelor, dieser ist deutlich niedriger anzusiedeln als das Diplom. Gerade im Bereich der WIrtschaftswissenschaften, in denen es ja alle möglichen Varianten (Berufsakademie, FH, Uni und dort dann nochmal Diplom, Bachelor, Master) gibt, würde ich ein solides Uni Diplom vorziehen - da weiß man, was man hat und der Personalchef weiß es auch. Das ist unter den genannten Beispielen einfach nur mit dem Master an einer Uni vergleichbar.
    WEil Du schreibst, dass Du an der Fernuni studieren willst, denke ich, daß für dich Auslandssemester/Auslandsstudiengänge auch eher kein Thema sein werden, was im BA/MA System sicher vereinfacht wird (z.B. das Absolvieren eines ganzen Masterstudiengangs im Ausland).
    Du siehst, es gibt also viel zu Bedenken!
    Ich wünsche Dir alles Gute für den Studienbeginn, nach welcher Prüfungsordnung auch immer!
    Leilei

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    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Zitat Nimwen:
    Auch finde ich, dass das deutsche Uni-System mit viel Selbständigkeit, Eigenverantwortung usw. für eine Hochschulausbildung viel sinnvoller ist als das verschulte System, denn schließlich sollen eigenständig denkende Menschen herangezogen werden, von denen Eigenverantwortung und Selbstorganisation verlangt wird. Auch als Studi find ich es viel besser, wenn man selbst entscheiden kann, wann man was macht, statt wie in der Schule einen Stundenplan zu haben, den man in Klassengrößen abarbeitet.

    Hallo,

    ich kann Nimwen nur in allem zustimmen - hier wird vieles wodurch sich deutsche/europäische Universitäten auszeichnen zugunsten einer unausgegorenen fixen Idee aufgegeben.

    Um mal etwas Plakatives zu den Bachelor-Abschlüssen zu sagen: Kürzlich habe ich mich mit promovierten Biologen, die z.Zt. in den USA ihren Postdoc machen, unterhalten, die das Problem folgendermaßen darstellten: "Ein Bachelor kann weniger als bei uns eine Technische Angestellte, weitaus weniger als ein Diplombiologe. Er kann etwa soviel wie wir nach dem Vordiplom. Und das ist so gut wie nix". Sicher, er hat etwas mehr Allgemeinbildung und, das ist der Vorteil, er hat vgl. mit dem Vordiplom/der Zwischenprüfung mit dem Bachelor "mehr in der Hand" was nach Berufsausbildung aussieht.
    Das Problem ist die Vergleichbarkeit - womit vergleicht man auf welcher Grundlage??
    Soweit ich gehört habe, erfolgt in den USA auch die Ausbildung zum Kfz-Handwerker auf dem College bzw. wird als Studium bezeichnet... Bei uns kann man davon ausgehen, dass ein Kfz-Handwerker, der eine entsprechende Lehre absolviert hat, auch etwas von seinem Handwerk versteht - wie das in den USA ist, weiß ich nicht...
    Also: viele gleichwertige und m.E. auch höherwertige Ausbildungswege existieren bei uns bereits...
    Was man wählt, hängt davon ab, was man will: Mir ist ein Studium lieber, das diesen Namen verdient. Ein Bachelor ist für mich eine Verlängerung der Schulzeit, eine Lehre, ein von außen durchorganisierter (notgedrungen oberflächlicher)Schnelldurchlauf der sich mit dem Prädikat 'Studium' schmückt - zumindest vom Standpunkt der Geisteswissenschaftler halte ich davon nicht viel.

    Davon abgesehen arbeite ich auch im Finanzbereich und kann nicht sagen, dass der Bachelor dort hoch im Kurs stünde. Diplom und Master sind viel angesehener.
    Gruß
    Katzenbärin

  10. Inaktiver User

    AW: Diplom, Master oder Bachelor???

    Das Diplom der Deutschen ist weltweit noch einiges Wert.
    Insbesondere in Naturwissenschaften.

    Bachelor und Master sind Einheitsbrei, bedingt durch die EU..Fachidioten, verkaufte Wissenschaftler.

    Was die Wirtschaftswissenschaft angeht: Mach den Bachelor und geh so früh wie möglch ins Geschäft!

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