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    Re: Sie ist weg!!!

    Also Laborschnecke: Noch einmal allerherzlichsten Glückwunsch!
    SO TOLL!!!!!!

    Ich beneide Dich glühend!

    Und ich wünsche Dir natürlich alles, alles Gute für die kommenden Wochen und für die Prüfung und für die Disputation! Du machst das auch noch!

    Und an alle anderen:

    Super, dass Ihr auch hier seid!

    Ich halte es mit den Zusatzsachen (Papers, Konferenzen) je nach Laune...letztes Jahr habe ich mich auf viele Konferenzen beworben, weil ich noch Credits brauchte. Dieses Jahr lasse ich es ruhiger angehen und versuche, auf meinen Endspurt zu fokussieren.

    LaTex ist das Einzig Wahre! An die, die noch mit Word kämpfen und eher am Anfang des Schreibens sind: Macht Euch die Mühe des einarbeitens, spätestens beim Ausdrucken seid Ihr heilfroh und dankbar für LaTex!

    Ich hatte diese Woche spannende Erlebnisse: Am Dienstag habe ich die Struktur meines Ergebnisteils mit meiner Kollegin diskutiert. Erstens hat sie mir gute Inputs gegeben und zweitens hat sie ihren Ergebnisteil ungefähr geschrieben. Das hat mir Mut gemacht und spornt mich auch an. Wenn sie das kann, kann ich das auch, jawoll!

    Und gestern habe ich (wieder) ganz bewusst eine Pause eingeschoben und war Skifahren und abends im Kino. Bewusst keine Seite angeguckt, bewusst nicht mal die Wohnung geputzt. Dafür ist heute und Samstag halt dran. Ich fühl mich auch gut und ziemlich motiviert. Also: Bewusste Pausen einplanen (wer hat das gleich geschrieben? Bewusst arbeiten, aber auch bewusst nicht arbeiten? GENAU!) hilft echt.

    Und überhaupt: Meine Rettung ist diese 15-Minuten-Wecker-Idee. Die hilft mir echt.

    Ich meld mich heute abend oder morgen noch mal mit dem Ergebnis, wie's denn dann heute ging. :-)
    Is schön...fühl ich mich nicht so alleine hier an meinem Schreibtisch...

    Viele Grüsse,
    Tigerin

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    Re: Sie ist weg!!!

    Hallo zusammen!

    Hier ist noch so eine

    Erst mal herzlichen Glückwunsch an Dich, Laborschnecke! Muss ja ein superduper-Gefühl sein!!



    MMh ja, ich bin auch dabei zu promovieren. Die Umstände sehen folgendermaßen aus: Seit Anfang 2004 arbeite ich an einem Lehrstuhl, an dem ich eigentlich auch promovieren möchte/sollte. Bin BWLerin und wir haben sehr viele Studis (Massenuni). Dementsprechend haben wir viel Lehre, z.B. steht hier grad neben mir ein netter kleiner (Scherz) Karton mit ca. 600 1.-Semester-Klausuren.
    Weiterhin haben wir keine Sekretärin und die Verwaltung bleibt deshalb bei den Mitarbeitern hängen. Außerdem ist mein Chef sehr umtriebig und wir machen etliche Praxisprojekte - die super zeitaufwändig sind -, Vorträge, Veröffentlichungen....

    Nun frag ich mich: Wann bitte soll ich noch ne Diss schreiben?? Mein Vertrag läuft bis 2009, also insg. 5 Jahre. 2 sind schon um und ich habe bisher gerade mal grob einen Themenkomplex, der zumindest in Ansätzen auch schon meinem Doktorvater bekannt ist und er findets ganz ok, aber es ist noch kein Thema, sondern nur eine Ahnung. Meiner Kollegin, die ungefähr zeitgleich angefangen hat, geht´s ähnlich.

    War das bei Euch auch so? Wie kriegt man das hin? Allmählich schiebe ich schon ein bisschen Panik, weil es eben immer noch nicht weiter ist und im Moment sehe ich da auch keinen Ausweg. Würd mich echt mal interessieren, ob das normale Vorgänge an Lehrstühlen sind. Bei uns im Fachbereich ist es an vielen Lehrstühlen so. Wir haben aber auch eine relativ niedrige Quote an erfolgreichen Promotionen.

    WAH echt, das macht einen fertig.

    Die restlichen Symptome - nächtliche Panikattacken, stundenlange Friends-Sessions etc. sind mir übrigens auch nicht ganz unbekannt.



    Naja, ich wünsche Euch allen noch viel Erfolg!
    Nimwen



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    Re: Sie ist weg!!!

    Hi Nimwen...
    boah ey, was kenn ich das gut.
    Das Problem: ein überlaufenes Fach und das Rektorat genehmigt nur so nach und nach neue Stellen und mehr Geld. Mittlerweile geht's ein wenig besser. Aber die letzten Jahre waren hart. Und eigentlich ist es immer noch so. Die letzten zwei Wochen waren bei mir komplett reserviert für Prüfungen (Aufsicht, Beisitz, Korrekturen). Vor Weihnachten habe ich drei Monate lang die doppelte Belastung gehabt, weil ein Mitarbeiter wegging und kein neuer eingestellt wurde. Die Arbeit blieb an mir hängen.

    Die Lösung: Ganz, ganz rigoros auf Diss-Tagen bestehen! Ich gehe, wann immer es geht, Donnerstags und Freitags nicht ins Büro und arbeite daheim. Anders geht es gar nicht. Die Regelung ist natürlich flexibel und im Grossen und Ganzen arbeite ich deutlich mehr für den Lehrstuhl als für die Diss.

    Während mein Doktorvater - ein echter Schatz - das respektiert, hat mein voriger Chef (war eine Zeitlang ein anderer) das nicht akzeptiert und ziemlich getobt. Meine Kollegin und ich durften uns allerhand anhören: Wir seien faul, nie im Büro, unflexibel...kam sogar zu einer Drohung à la "Wenn Du so unkooperativ bist, werden wir Professoren in der Disputation auch dementsprechend agieren!" etc. ABER: Andererseits sind sie und ich mittlerweile nach dreieinhalb Jahren dabei, die Ergebnisse unserer Studien zusammenzufassen. Ich war bisher auf drei nationalen und internationalen Konferenzen mit eigenem Vortrag. Wir haben ein paar magere Veröffentlichungen... und freuen uns auf den Tag der Disputation.

    wir knabbern beide an der mangelnden Anerkennung an unserem Lehrstuhl. Das macht mich einfach total fertig. Ich habe versuhct, mir so eine Art Logbuch anzulegen, in dem ich alle Erfolge festhalte. Das hilft manchmal.

    Also: Mach Dir einen hammerharten Zeitplan, leg Dir ein dickes Fell zu und zieh den Kram durch. Argumentiere mit Dienem Doktorvater deswegen, es lohnt sich! Alternativ gehen auch Modelle, wo man eine Woche für den Lehrstuhl arbeitet, eine Woche für die Diss. Die räumliche Trennung scheint aber unerlässlich zu sein. Zumindest ist das bei uns so, denn sobald ich im Büro bin, werde ich zugeschüttet mit Zeugs.

    Ich habe letzte Woche übrigens einem Studenten, der eine Diss anstrebt - aus der Motivation heraus, dass er keinen Job findet, er hatte wenig andere echte Gründe - dringend davon abgeraten. Er war schockiert, als er hörte, welche Zustände bei uns herrschen in punkto Betreuung und so. Mir ist dabei klargeworden, dass ich mir gewünscht hätte, jemand hätte mir das vorher gesagt!

    Anderer Fall ist meine momentan krasse Angst vor der Disputation. Ich bin zwar noch lange, lange nicht soweit. Aber ich habe jetzt schon Alpträume. An anderen Lehrstühlen mag das eher eine Formalität sein, hier ist es wegen der angespannten Verhältnisse, die sowieso (auch aus anderen Gründen) bei uns herrschen, ein Spiessrutenlaufen. Ich denke, ich werde in näherer Zukunft mal mit meinem Doktorvater darüber sprechen. Gott sei Dank habe ich den und weiss auch, dass er 100% hinter mir steht.

    Na dann...hoffe, ich kann bald wieder positiver berichten! Momentan drückt die Diss mir haufenweise Steine auf's Gemüt.

    Viele Grüsse,
    Tigerin

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    Re: Sie ist weg!!!

    Hallo Tigerin,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Oje - das sieht ja auch nicht gerade doll aus bei Euch

    Irgendwie dennoch beruhigend zu hören, dass es nicht nur bei uns so ist... Denn nach außen sieht das immer anders aus, wenn man sich mal andere Fachbereiche anschaut oder schon andere Lehrstühle. Aber wahrscheinlich läuft´s doch meistens so... Naja, ein paar andere Bedingungen gibt´s auch zum Teil, bei uns sind zum Beispiel die Physiker sehr komfortabel eingerichtet (die haben weder Klausurkorrekturen, noch Seminare, noch DAs, weil die Profs die paar Dinger selber machen...)
    Naja, dafür haben die wahrscheinlich andere Probleme.

    Ok, die Sache mit dem Diss-Tag... tja, schön wär´s... da muss ich wohl echt mal ein ernstes Wörtchen reden. Vor Weihnachten hab ich´s schon mal versucht, aber es hat sich bisher nichts geändert. Bei uns läuft das so, dass wir fünf Mitarbeiter sind, und jeder einen Tag Anwesenheitspflicht hat. Zwei Wochentage sind noch für alle Anwesenheitspflicht, da unser Chef dann da ist und Vorlesungen hat. Damit blieben in meinem Fall also zwei Tage für die Diss. Da es bei uns am LS aber auch noch einen miesen Kollegen gibt, der sehr irgendwie dafür sorgt, dass man schlecht dasteht, wenn man die beiden Tage mal nciht da ist - witzigerweise, obwohl er selbst einen eher schlanken Fuss macht. Der schiebt unserem Chef hintenrum so Dinge zu, das ist echt nicht zu fassen. Jedenfalls muss man schon öfter da sein, wenn man seine Haut retten will - abgesehen vom Arbeitsaufwand. Wobei ich inzwischen alles an Korrekturen auch zuhause mache, weil in der Uni nix geht, wofür man sich mal länger als 5 Minuten konzentrieren muss.

    Dennoch gehts so nicht weiter, und seit Anfang dieses Jahres hab ich meist auch immer hin einen Tag zuhause je Woche rausgehauen. Bisher aber nur zum Korrigieren.

    Ah ja, dickes Fell ist auch so ein Stichwort. Das braucht man echt. Ich versteh das irgendwie gar nicht: Also unser Lehrstuhl ist nicht so riesig, unser Chef ist wirklich sehr nett und zugänglich, wenn auch ein echtes Arbeitstier. Alle sind ungefähr gleichalt und worum konkurrieren wir schon? Unsere Jobs sind weitgehend sicher, an der Uni herrscht ja ansonsten eine recht entspannte Stimmung, die Arbeitszeiten sind flexibel usw usf. Und trotzdem wird da intrigiert und gehackt und schlechte Stimmung und vor allem Druck verbreitet. Z.B. haben wir einen relativ neuen Kollegen, der sich als echte Nullnummer rausgestellt hat. Persönlich nett, fachlich katastrophal und macht uns sehr viel Mehrarbeit. Unser Chef wollte ihn unbedingt einstellen, weil er Praxiserfahrung hat und hat nach der Probezeit den Vertrag verlängert, weil er einfach so nett ist und keine Konflikte mag. Jedenfalls schlägt einer der Kollegen allen ernstes vor, wir sollten diesen Kollegen rausmobben. Wir könnten uns ja mal überlegen, wie wir das hinkriegen. Also ehrlich. Entweder man versuchts auf die gradlinige Tour oder man trägt die Konsequenzen so einer Einstellung, oder? Ich find´s das allerletzte.
    Naja, ich schweife ab
    Tut aber mal gut, sich ein bisschen auszulassen...



    Die Sache mit der Disputation bei Euch hört sich wirklich nicht besonders erfreulich an. Eine reine Formsache ist es bei uns zwar auch nicht, aber nur selten werden Streitigkeiten der Profs über die Doktoranden ausgetragen. Das ist echt übel und nicht nachvollziehbar meiner Meinung nach.
    Kommt aber auch bei uns vor. Es gibt da ein paar Leute im Professorium, die sich nicht grün sind, und wenn dann beide Gutachter sind, gibts wilde Diskussionen bei den Disputationen. Allerdings ist dies bekannt und demensprechend werden bestimmte Professoren selten in einen Raum gemeinsam gesperrt.

    Naja. Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Tipps und überhaupt Deine Erfahrungen... Ist zwar irgendwie makaber, aber dennoch beruhigt es irgendwie, dass man nicht allein dasteht.

    Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin alles Gute und TSCHAKA! Meine Oma sagt immer, wenn ich vor irgendwas Angst hab "Ach, das haben schon ganz andere geschafft..." Da hat sie auch recht... Sooo viele Doktoranden haben sich da schon erfolgreich durchgekämpft, dann schaffen wir das auch

    Lieber Gruß
    Nimwen

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    Re: Diss

    Liebe Nimwen,

    was hast Du denn für eine Stelle und was für eine Jobbeschreibung? Also ich hatte eine halbe Stelle und einen Vertrag, in dem festgelegt war, wieviel Prozent der Zeit für welche Aufgaben vorgesehen sind. Wenn Du ebenfalls eine halbe Stelle hast, könntest Du theoretisch durchsetzen, dass Du jeden Tag nur 4 Stunden da sein musst bzw. insgesamt nur 20 Stunden. Wenn Du dann 30 Stunden da bist ist das mehr als genug.
    Bei einer ganzen Stelle würde ich mir anschauen, was im Vertrag steht, wieviel Zeit Du für Deine Diss aufwenden kannst und dann mit Deinem Chef eine klare Regelung anstreben, wieviel Zeit für was aufzuwenden ist.

    Alternativ könntest Du Dir überlegen ob Du versuchen möchtest ein Stipendium zu beantragen oder einen DFG- Antrag zu schreiben (zusammen mit Deinem Chef), dann wärst Du von Lehrverpflichtungen befreit.
    Auf jeden Fall finde ich es wichtig, dass Du mit Deinem Chef sprichst. Mach ihm klar, dass es auch ihm nutzt, wenn du Zeit für Deine Forschung hast, weil da die Aussicht auf eine Veröffentlichung besteht. Wahrscheinlich hat der so viel um die Ohren, dass er gar nicht kapiert, dass Du zu viel zu tun hast. Solange Du ihm das nicht sagst, wird er Dir immer neue Sachen zumuten.

    Was missgünstige Kollegen angeht: eventuell ist es ja eine Lösung, sich für die Diss in die Institutsbibliothek zurückzuziehen (Zettel an die Tür: "ich bin in der Bib"), dann bist Du anwesend (es kann also keiner sagen, Du wärst faul), aber trotzdem nicht so leicht zu erreichen (sag Deinen Kollegen, dass sie Dich nur im Notfall stören sollen). So habe ich das manchmal gemacht.

    Viele Grüße
    Artischocke

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    Re: Diss

    Hallo Artischoke,

    tja, meine Jobbeschreibung. Ich habe wechselnd eine unterschiedliche Stellenhöhe, 0,5 Planstelle und dann kommen noch Sondermittel drauf. Derzeit hab ich eine 0,75 Stelle. Die Jobbeschreibung sagt, dass ich 75% der Zeit für Forschung aufwenden soll.

    Das ist aber ein Witz, und ich kann das natürlich niemals durchsetzen, davon hab ich mich verabschiedet. KLar, theoretisch wäre es so - aber die Praxis sieht bei uns, und nicht nur an unserem LS, sondern am ganzen FB - völlig anders aus. Es ist auch egal, was für eine Stellenhöhe ich habe, ich arbeite immer mindestens voll. Eher mehr. Das ist leider bei uns Usus, außer in der allerletzten heißen Phase. Dann kann man sich ein wenig zurückziehen und auch weniger als in der Stellenhöhe angegeben an der Uni sein.

    Mit meinem Chef hab ich schon gesprochen, der ist auch ganz verständnisvoll, trotzdem bleibt viel Arbeit an mir hängen. Ich war vorher als Studentin schon an dem Lehrstuhl und kenn daher erstens die Uni und zweitens den LS sehr gut, im Gegensatz zu meinen Kollegen, die von anderen Hochschulen kommen.
    Es geht aber nicht nur mir so, bei uns ist es einfach so. Es lässt sich auch nicht ändern, es wird einfach viel Einsatz über den Vertrag hinaus erwartet. Das war mir auch vorher klar, dennoch habe ich gedacht, dass ich zumindest ein bisschen Zeit mit meinem Diss-Thema verbringen kann. Es wird einfach auch erwartet, dass wir und alleine durchboxen, und wahrscheinlich ist es das, was mir schwer fällt. Ich bin die jüngste am LS - nicht die dienstjüngste, aber altersmäßig - und auch ansonsten eher der sensible und harmoniebedürftige Typ. Mein Chef ist derzeit Dekan und lässt uns völlig freie Hand. Das hat auch eine Menge Vorteile, aber eben auch Nachteile. In den vorangegangenen Mitarbeitergenerationen war z.B. die Promotion schon straffer organisiert, und vor allem betreut. Derzeit wird einfach Selbstorganisation erwartet und dass man seine Bedürfnisse durchsetzt. Man lernt auch superviel dabei, aber es bleibt eben auch vieles auf der Strecke.

    Der Tipp mit der Bib ist nicht schlecht, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Das ist echt ne gute Idee, werd ich nächste Woche direkt mal ausprobieren - Notebook unter den Arm geklemmt und ab. Natürlich eigentlich schade, wenn man schon aus seinem Büro flüchten muss, aber nun gut. Vielen Dank für den Tip!

    Über das Angraben sonstiger Töpfe (DFG o.ä.) werd ich auch noch mal näher nachdenken. vielleicht auch mal so´n Frauenförder-Topf oder so...

    Lieber Gruß
    Nimwen

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    Re: Sie ist weg!!!

    Jedenfalls schlägt einer der Kollegen allen ernstes vor, wir sollten diesen Kollegen rausmobben. Wir könnten uns ja mal überlegen, wie wir das hinkriegen. Also ehrlich. Entweder man versuchts auf die gradlinige Tour oder man trägt die Konsequenzen so einer Einstellung, oder? Ich find´s das allerletzte.

    Boah ey, da läuft's mir ja kalt den Rücken runter, das ist ja grauenvoll!

    Aber den harmoniesüchtigen Chef kenne ich...der ist in meinem Fall der Doktorvater...was einerseits grossartig ist - er ist auch einfach super - andererseits kriegt er einfach manchmal nicht mit, was hier so mit seinen jüngeren Professorenkollegen abgeht. Wir haben letzthin die Lebenspartnerin des Professors als Assistentin eingestellt. Die Stelle wurde nie ausgeschrieben, sondern sofort wurde die circa 45-jährige Dame eingestellt. Persönlich ist sie sehr nett, und sicher auch halbwegs qualifiziert, aber dass diese Assistellen für den wissenschaftlichen "NACHWUCHS" sind, ging wohl völlig verloren. Jetzt ist die Dame Mitglied in allerlei Mittelbau-Vertretungen - super, echt, wir raufen uns nur die Köpfe, weil das ja irgendwie nicht geht, so rein von der Loyalität her und so...aber keiner traut sich was zu sagen, denn als ich letztes Jahr wegen einer Kleinigkeit Kritik an besagtem Professor geübt habe - und ja, ich gebe zu, es war ungeschickt von mir - wurde mir sofort mit Kündigung gedroht. Seitdem halte ich die Klappe und schweige.

    Das sind alles noch so Zusatztbelastungen, die mir mittlerweile die Freude am wissenschaftlichen Arbeint komplett vermiest haben. Augen zu und durch heisst die Devise!

    Der Tip mit der Bibliothek ist übrigens wirklich gut. Als ich noch das Büro mit einem anderen Kollegen geteilt habe, der ständig von Studierenden zu allerlei befragt wurde, bin ich auch oft in den Lesesaal umgezogen, und wenn es nur für ein oder zwei Stunden war. Dort war es deutlich ruhiger.

    Forschungsanträge würde ich auch stellen. Meiner wurde mir zwar mal abgelehnt und das war auch sehr hart, aber andererseits habe ich sehr viel davon gelernt. Und das Meiste haben mir eh immer die Vorträge gebracht! Aber mach kleine Schritte: Probier doch das nächste Woche mal mit der Bibliothek. Und berichte uns dann hier davon! Dann hast Du auch gleich als Anreiz quasi eine "Berichtpflicht" (nur im positiven Sinne natürlich!).

    Ich freu mich dann auf Deine Erfahrungen.

    Und JA, WIR SCHAFFEN DAS UND SIND AUCH NICHT DUEMMER ODER FAULER ALS DIE DOKTORANDEN VOR UNS!!!

    Ganz herzliche Grüsse,
    T.

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    Mal eine gute Nachricht

    Hallo!
    Heute mal aus der Welt der guten Nachrichten:
    Ich habe die Bestätigung bekommen, dass ich in ein paar Wochen wieder auf einer Konferenz einen Vortrag halten darf! Yippieh!

    Es sind zwei Sachen, die mir daran gefallen:
    1) Es ist ein Kongress explizit für Nachwuchswissenschaftler und bisher scheinen sowohl die Themen interessant als auch die Organisation gut zu sein. Ausserdem freue ich mich darauf, mal ein paar andere Doktoranden von anderen Unis persönlich kennenzulernen.
    2) Was jemand auf der ersten Seite dieses Threads mal erwähnt hat: Man glaubt ja immer, es sei nur durch eine unglaubliche Kombination von glücklichen Zufällen so gekommen, dass man <Stipendium / Forschungsgelder / Veröffentlichungen (Passendes bitte ankreuzen)> bekommen hat. Aber das wird mein vierter Vortrag sein, und langsam _muss_ ich einfach denken, dass ich nicht kompletten Mist von mir gebe in den Call for Papers, sondern dass es wohl doch schlüssig und möglicherweise auch interessant sein könnte.

    So richtig glauben kann ich's doch trotzdem noch nicht. Ausserdem habe ich eigentlich mit einer Bekannten abgemacht, dass ich eine Belohnung kriege, wenn mein Paper da angenommen wird. Aber jetzt kann ich mich gar nicht richtig dazu durchringen. Seltsam, wie der Mensch so tickt... irgendwie fühle ich mich immer noch nicht so, als sei das gut, was ich da mache... trotzdem will ich's mit Euch teilen! :-)

    Viele Grüsse und einen schönen Tag wünscht
    T.

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    Re: Mal eine gute Nachricht

    Herzlichen Glückwunsch!!!
    Lass Dich belohnen!

  10. Inaktiver User

    Re: Mal eine gute Nachricht

    hallo an alle Tapferen,

    hier schreibt euch mal eine Außenstehende, die es hautnah erlebt, wie es ist, mit jemand zusammen zu arbeiten, der gerade an einer Diss schreibt...
    Erstmal zu Euch: Ich bewundere Euch sehr! Da steckt eine Menge Wissen, Arbeit und Disziplin dahinter! Meinen Respekt!

    Ich arbeite mit meiner "Chefin und Freundin" zusammen und sie schreibt schon seit sicherlich 2 Jahren an ihrer Diss, ....meine Frage dazu wäre:
    Sie hat genau die gleichen Hänger wie Ihr hier auch, teilweise Monate lang Schreibblockade, Gedankenstopp, Ablenkung durch die eigentliche Arbeit, die ihr das Geld bringt, schlechtes Gewissen, Partner, der sie nicht richtig unterstützt und zwar teilweise auch bewundernd, jedoch auch eifersüchtig reagiert auf die zeit, die die Diss verschlingt...ich bin Sekretärin und habe von den Problemen und Durchhängern keine Ahnung, ich weiß nicht so recht, wie ich sie aufmuntern kann und aufbauen. denn: Trotz all dem "Stress und Druck" hat sie immerimmerimmer ein offenes Gedankenohr für ihre Mitmenschen, sie hat mir in der Zeit so viel beigestanden und geholfen, sich Gedanken gemacht, wie sie mir etwas Gutes tun kann...Wahnsinn!

    Nun hat sie derzeit seit 4 Wochen wieder einen richtig guten "Lauf", das freut mich sooooo sehr...sie ist gut voran gekommen und stolz auf sich, das sie den faden wieder gefunden hat...

    Ich will sie so gerne belohnen und ihr etwas Gutes tun...aber ich weiß nicht WAS...klingt einfallslos und genau das bin ich auch bei ihr...es ist schwierig, sie zu beschenken...sie liest derzeit eh schon viel...zum Musik hören keinen Nerv....
    Ehrlich: Ich habe keine Ahnung....was hat euch in der stressigen Phase erfreut????
    Sie hat keinen Kontakt zu anderen Doktoranden, während sie also im Büro schreibt, machen wir alle anderen unseren Job und können uns einfach nicht so reinfühlen in sie, auch wenn wir das so gerne würden, wir mögen sie so sehr und unterstützen sie so gut es geht in anderen Dingen,...mit den beiden Hunden Gassi gehen....möglichst nicht stören oder laut sein ...wir sind in einem Großraumbüro, da ist Ruhe schwer zu erreichen, aber zuhause will sie keinesfalls arbeiten, hat sie erfolglos versucht...

    Erzählt doch mal über Dinge, die euch in der Zeit echte Freude und Unterstützung von Familie und Freunden war....vielen Dank!

    Und weiterhin alles erdenklich Gute!

    Herzliche Grüße
    Silencio


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