@ Hawaiianstarline
Ich habe soeben meine Masterarbeit fertig geschrieben. Dafür hatte ich nur 3 Monate Zeit, da ich in den 3 Monaten zuvor im Ausland die nötigen Recherchen dafür durchgeführt habe. Als ich wieder daheim war, bekam ich von einer Firma, bei der ich gelegentlich für Projektarbeit eingestellt werde (so 1-2 Mal im Jahr normalerweise) eine Anfrage ob ich denn wieder Zeit und Interesse hätte. Es handelte sich hierbei um 7 Wochen, die natürlich genau in den 3 Monaten der Schreiberei lagen. Da ich das Geld aber echt gebrauchen konnte (wer weiß wie lange es jetzt nach dem Studium dauert bis ich einen 'ordentlichen' Job finde), habe ich zugesagt.
Zuerst dachte ich OK, schreibst Du halt in der Zeit abends 1-2 Stunden, musste dann aber feststellen, dass das garnichts für mich ist. In 1-2 Stunden bin ich dann nämlich soweit in der Materie drin, dass ich eigentlich lieber weiterschreiben würde, dafür dann aber nach bereits 8 Stunden vor dem Compie einfach zu müde bin. Ich habe es dann so geregelt, dass ich abends all das gemacht habe, was nicht mit Schreiben zu tun hat, sprich nochmals meine aufgezeichneten Interviews angehört, einige relevante Artikel ausgedruckt und gelesen und die Arbeit in meinem Kopf durchgeplant. Am Wochenende habe ich dann einen Tag geschrieben und das lief ganz gut. Als der Job dann rum war, hatte ich noch gute zwei Wochen um die ARbeit fertig zu kriegen und in dieser Zeit habe ich auch das Meiste geschrieben. War kein Problem, da es ja quasi schon in meinem Kopf fertig drinne war.
Im Vergleich zu Dir hatte ich natürlich den Nachteil einen Abgabetermin zu haben. Daher würde ich es an Deiner Stelle vielleicht so machen, dass ich abends nach der ARbeit 1-2 Stunden japanische Schlager anhöre, mir Artikel dazu auf Papier durchlese (es sei denn Dich stört das ewige Bildschirmgestarre nicht so sehr wie mich), und die ARbeit so langsam in meinem Kopf durchplane. Dann kannst Du ja einen Tag am Wochenende schreiben. In Österreich gibts ja auch ungleich mehr Feiertage als hier in England, daher kannst Du da ja auch an dem ein oder anderen schreiben
Und vielleicht kannst Du Dir ja in die Abschlussphase einen Teil Deines Jahresurlaubs legen? Das wird dann natürlich ein stressiges Jahr, aber wie die Vorschreiberinnen schon sagten: gefährde bloß nicht Deinen Job, gerade wenn er Dir auch Spaß macht!
Natürlich muss man durch die Mehrfachbelastung Abstriche in Kauf nehmen. Ich hatte z.B. kaum noch Zeit für Freunde, aber die hatten auch vollstes Verständnis dafür, dass es eben mal einige MOnate bei mir etwas eng wurde.
Das kriegst Du schon hinselbst wenn Du einen Hass auf japanische Schlager entwickeln solltest
LG
SarahMiller
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09.01.2006, 20:22
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
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10.01.2006, 07:27
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
liebe akademikerin,
allein aufgrund der Arbeitsmarktlage und für dein persönliches Ego: mach die Diplomarbeit fertig! Du weisst nie, was noch kommt und im MOment hast du kein abgeschlossenes STudium. So what?! Wenn du ohnehin lange Zeit dafür hast, dann mach es doch. Ich habe meine Diplomarbeit neben einem Vollzeitjob geschrieben, in 3 Monaten. NCIHT witzig, kann ich dir sagen,a ber ich hätte sonst umsonst studiert, viel Geld bezahlt und am Ende nichts gehabt.
die diplomarbeit nicht zu machen stand für mich nie zur frage - jetzt wo ich mich 7 jahre durchs studium geschlagen habe, trotz furchtbarer lektoren und jeder menge steine im weg
auf keinen fall, so glamourös ist mein job dann auch wieder nicht.
Lass dich nicht davon blenden, dass du im Moment einen tollen Job hast.
ja, meinst du? ich dachte mir das auch schon so, ich hatte auch nie bei größeren seminararbeiten ein problem, weil ich eher eine vielschreiberin bin. hab mich immer gewundert, wenn leute meinten, sie haben 3 monate tag und nacht durchgeschrieben.
Und am Wochenende und mit einigen freien Tagen lässt sich das doch bewerkstelligen, oder?!

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10.01.2006, 07:40
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
liebe pianoforte,
danke für den tipp mit den karteikarten! die habe ich schon auf meinem "diplomarbeits-beistelltischen" neben meiner ganzen literatur liegen.
ich möchte herausarbeiten, wie japan als "heimat" besungen wurde, wie der begriff heimat zur propaganda benutzt wurde und auch, wie über besetzte gebiete gesungen wurde. "heimkehrer"-lieder wären auch noch interessant, aber das sprengt dann wohl das thema. sicher tun sich bei der recherche noch 1000 andere möglichkeiten auf.Was war denn das Besondere an japanischen Schlagern während des zweiten Weltkrieges? Waren die besonders patriotisch oder eher nicht (Ablenkung des Volkes)?
ja da hast du recht, ich dachte an 30 stunden, und die lassen sich schön auf 3,5 tage verteilen.
Was die Arbeitszeit angeht, wenn Du weniger arbeiten möchtest, würde ich vielleicht doch eher vier Tage, statt 3,5 arbeiten. Denn meistens bleibt das nicht bei dem halben Tag: „Ach, Frau Hawaii, schön, daß Sie doch noch da sind, ich hätte da noch eine Frage usw.“ Wenn Du nicht da bist, bist Du nicht da. Punkt.
ich kann mir mittlerweile denken, warum mein chef mich eingestellt hat, neben meinen tollen kenntnissen und fähigkeiten
Aber, wie auch schon von meiner Vorschreiberin geschrieben, schreiben solltest Du sie auf jeden Fall (aber das hattest Du ja auch vor), denn es gibt immer noch die Möglichkeit, daß Dein Chef Dich nicht eingestellt hätte, wenn er nicht wüßte, daß Du noch die Diplomarbeit schreiben willst.
bin ich extrem belastbar. er blickte in meinen lebenslauf, meinte "oh, sie haben also während ihres studiums fast durchgehend gearbeitet?" ---> und somit war wohl klar, dass mich so schnell nichts umhaut. wahrscheinlich hat er sich noch gedacht "und die diplomarbeit will sie auch noch machen - die hat unendliche kräfte, die nehmen wir" 
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10.01.2006, 08:26
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
liebe hawaiianstarline,
lass dir ja nix einreden! es ist alles eine frage der organisation und des willens.
manche leute absolvieren ihr ganzes studium neben einem vollzeitjob (@akademikerin
) und schaffen es auch.
man/frau wächst mit seinen aufgaben. und wenn dir bisher die sachen, sprich seminararbeiten nicht sonderlich schwerfielen, ist das doch ein gutes zeichen!
ich bin sicher du schaffst das! nur mut!
gruss bine
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11.01.2006, 07:10
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
ja, so könnte das bei mir auch funktionieren, ich muss ja auch liedtexte und artikel übersetzen, dabei muss man nicht sooo fit sein. vorallem nicht, wenn man wie ich auch ab und an 11 stunden in der hacke war :rmpf:
Zuerst dachte ich OK, schreibst Du halt in der Zeit abends 1-2 Stunden, musste dann aber feststellen, dass das garnichts für mich ist. In 1-2 Stunden bin ich dann nämlich soweit in der Materie drin, dass ich eigentlich lieber weiterschreiben würde, dafür dann aber nach bereits 8 Stunden vor dem Compie einfach zu müde bin. Ich habe es dann so geregelt, dass ich abends all das gemacht habe, was nicht mit Schreiben zu tun hat, sprich nochmals meine aufgezeichneten Interviews angehört, einige relevante Artikel ausgedruckt und gelesen und die Arbeit in meinem Kopf durchgeplant.
worüber hast du geschrieben, und wie umfangreich war das ganze dann? lernst du jetzt gerade für die diplomprüfung?
Am Wochenende habe ich dann einen Tag geschrieben und das lief ganz gut. Als der Job dann rum war, hatte ich noch gute zwei Wochen um die ARbeit fertig zu kriegen und in dieser Zeit habe ich auch das Meiste geschrieben. War kein Problem, da es ja quasi schon in meinem Kopf fertig drinne war.
naja, nachdem einige meiner freunde diese phase auch schon hinter sich haben, erwarte ich mir auch ihr verständnis
Natürlich muss man durch die Mehrfachbelastung Abstriche in Kauf nehmen. Ich hatte z.B. kaum noch Zeit für Freunde, aber die hatten auch vollstes Verständnis dafür, dass es eben mal einige MOnate bei mir etwas eng wurde.

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11.01.2006, 13:44
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
Hallo Hawaiianstarline,
ich habe einen Forschungsmaster gemacht in Umwelt und Entwicklung. Der Hauptbestandteil war da natürlich die eigentständige Forschung in einem Entwicklungsland, wo ich drei Monate mit Interviews und dergleichen zugebracht habe. Wir haben daher in diesem Masterprogramm auch keine Prüfungen, weil das individuelle Forschungsprojekt von allen so unterschiedlich ist (ging von corporate social responsibility über Tierschutz oder Nationalparkmanagement bis hin zum Tourismus), dass es kaum inhaltliche Überschneidungen gibt. Und da man außer den zwei Grundkursen die restlichen Kurse auch gemäß des eigenen Forschungsthemas wählt.... Na ja... Insgesamt waren es 25000 Wörter geschriebener Text, dazu noch Graphen, Photomaterial, Tabellen.... Aber selbst wenn Deine Arbeit noch umfangreicher sein sollte, Du hast ja keinen Abgabetermin als solchen. Ich glaube für Dich wäre es da einfach nur wichtig eine Routine zu bekommen, also z.B. 3 Abende die Woche dran arbeiten und jeden SAmstag und Feiertag oder so. Ich glaube ja eh, dass wenn Du den Punkt erreichst wo Du wirklich 'im Thema' bist (hoffe Du weißt was ich meine
), dann wird das runterschreiben wirklich schnell von der Hand gehen.
Wünsche schon mal viel Erfolg!
LG
SarahMiller
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13.01.2006, 11:48
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
Hallo,
ich werde ab Februar in der gleichen Situation sein. Meine letzte Klasur schreibe ich (hoffentlich) in zwei Wochen, und dann muss ich noch meine Diplomarbeit schreiben. Mittwoch habe ich ein Jobangebot bekommen und angenommen. Die Arbeit liegt voll in meinem Interesse und auch im Thema der Arbeit, was dafür wohl von vorteil ist. Ich kann aber auch gut verstehen, wenn man froh ist am Abend und an den Wochenenden sich mit einem ganz anderen Thema zu beschäftigen.
Ich habe zwar noch nicht alles schwarz auf weiss, aber ich hatte mich nach dem Gespräch erkundigt, ob es möglich wäre, die 36 Stunden Arbeitszeit auf 4 statt auf 5 Tage zu verteilen. Es sind dann zwar lange 9 Stunden Arbeitstage, aber da ich auch immer noch je eine Stunde Hin- und Rückfahrt rechnen muss, kann ich so am effektivsten meine Zeit einteilen.
Am liebsten hätte ich dann den Mittwoch als freien Tag. Das teilt die Woche so schön in zwei, und ich habe dann an einem Tag frei, an dem die Uni offen ist, und mein begleitender Dozent auch anwesend ist.
Aus der Erfahrung weiss ich, dass ich immer etwas brauche, bevor ich gut im Stoff bin. Wenn ich abends, nach einem anstrengenden Tag auch noch zwei Stunden lerne, habe ich wahrscheinlich effektiv gerade mal 90 Minuten was gemacht. Vor allem da ich früh ins Bett gehen muss, da ich um 6 Uhr wieder aufstehen muss.
Wenn ich dann an den Mittwochen um 8 Uhr aufstehe, um 9 Uhr in der Bibliothek oder hinter dem Computer sitze, habe ich den ganzen Tag um an der Arbeit zu schreiben. Und wenn ich am Wochenende auch noch einen Tag dafür freihalte, hoffe ich, dass ich nicht allzu lange dafür brauchen werde.
Ich habe allerdings auch keinen festen Abgabetermin - da kann man sich etwas mehr Freiraum leisten.
Erkundige Dich doch mal, vielleicht geht das bei Dir auch.
gruss, blume25
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17.01.2006, 23:21
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
Liebe Haiwaiianstarline,
ich habe keine Erfahrung mit einer Vollzeitstelle und dem Abschluß eines Studiums, sondern habe mit zwei Kindern, Haushalt und Halbtagsstelle meine Diplomarbeit geschrieben.
Schwierig war für mich, den Anfang zu finden - ich hatte ja 1000 gute Gründe, ihn vor mich her zu schieben.
Nachdem ich mich dann selber unter Druck gesetzt habe, indem ich mir einen zeitlichen Rahmen gesetzt und diesen auch in Familie und Freundeskreis verkündet habe, war es dann letztlich "nur noch" eine Frage der Arbeitsorganisation.
Zwischendurch habe ich immer wieder gezweifelt, ob ich das wirklich alles schaffen kann und ob die Qualität meines Diploms nicht darunter leidet. Aber das gehört wohl dazu.
Also, fang an, und wenn du dich darüber auslassen mußt, weil es natürlich auch super stressig ist, weißt du ja, wo du die BriCom findest.
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27.01.2006, 23:52Inaktiver User
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
Hallo!
Da geht's dir ja wie mir! Ich habe vor 4 Monaten eine super interessante Stelle gefunden. Vollzeit. Ich habe mir gedacht:jetzt oder nie und genau wie du geschrieben hast: besser Berufserfahrung und eine schlechte Note... Naja. Nun sind vier Monate vergangen und ich musste mich erstmal im Job einarbeiten, beweisen. Es macht sehr viel Spaß...wenn da nicht das schlechte Gewissen wäre. Die Diplomarbeit muss noch geschrieben werden. Ich habe 6 Monate Zeit und mein Prof meldet mein Thema demnächst an.Ich weiß noch nicht genau wie ich mich organisiere, aber ich denke ich arbeite zwei Stunden am Tag und am Wochenende mehr. Ich müsste 5 Seiten pro Woche schreiben im Durchschnitt um es zu schaffen. Bei 100 Seiten und Pufferzeit zum korrigieren. Ich habe ein gutes Buch gelesen welches mir geholfen hat den Anfang zu finden (was ja am schwierigsten ist, meiner Meinung nach
):Von der Idee zum Text von Helga Esselborn-Krumbiegel. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und Mut. Ich denke du schaffst es! Schließlich kannst du dir deine Zeit einteilen, ohne Frist. Und setz dich nicht zu sehr unter Druck mit dem Ergebnis der Arbeit. Du qualifizierst dich viel mehr mit der Berufserfahrung. Wer wird da noch nach der Arbeit fragen??
Viel Glück! Du bist nicht allein!
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28.01.2006, 06:46
Re: Vollzeitstelle und Diplomarbeit
hallo, ich melde mich zwischendurch wieder mal

mein job ist zur zeit total stressig - hatte im jänner immer 6-tage-woche und dieses wochenende arbeite ich durch,... dann ist die eröffnung des kulturevents für das ich arbeite durch, und es müsste ein wenig mehr ruhe einkehren.
ab montag rechne ich mit geregelteren arbeitszeiten.
für die diplomarbeit konnte ich natürlich nichts machen in der zwischenzeit - ich bin nur mal meine unterlagen durchgegangen und habe alles geordnet und zurecht gelegt. tja, leider hats zu mehr nicht gereicht, weil ich nach den 10-stunden-arbeitstagen immer k.o. bin.
@creatief: da gehts uns ja wirklich ähnlich - ich arbeite jetzt seit 2,5 monaten vollzei. konntest du schon mit schreiben beginnen?
hier in österreich gibt es ja keine abgabefrist, gottseidank - aber vielleicht wäre ich dank einer strengen frist schon längst fertig
liebe grüße, und duuuuuurchhalten


, mir Artikel dazu auf Papier durchlese (es sei denn Dich stört das ewige Bildschirmgestarre nicht so sehr wie mich), und die ARbeit so langsam in meinem Kopf durchplane. Dann kannst Du ja einen Tag am Wochenende schreiben. In Österreich gibts ja auch ungleich mehr Feiertage als hier in England, daher kannst Du da ja auch an dem ein oder anderen schreiben
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