Antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. User Info Menu

    Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Guten Morgen ihr Lieben...

    habe gestern meine Magisterarbeit abgegeben. Eigentlich müsste ich mich befreit und gut fühlen, dachte ich jedenfalls. Dem ist aber leider nicht so, mich plagt ein schlechtes Gefühl, dass ich die Arbeit versaut habe....

    Die ganze Zeit über habe ich es nicht geschafft, kontinuierlich durchzuschreiben. Es waren immer mal Phasen wo es besser klappte, aber meistens kam ich nicht wirklich gut voran. Das ganze war ein totaler Krampf für mich, obwohl ich das Thema sehr interessant finde. Mein Problem ist folgendes, der Theorieteil ist ganz gut geworden, aber mit meinem Hauptteil und Fazit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Im Grunde genommen habe ich den Hauptteil+Fazit in den letzten zwei Wochen runtergeschrieben...ich habe auch noch eine schriftliche Befragung gemacht, mir wirklich viel Mühe mit allem gegeben und einen Haufen Literatur gewälzt...aber die ganze Zeit über hat mich alles irgendwie so erdrückt, ich hab am Ende gar nicht mehr durchgeblickt vor lauter Büchern und Kopien, die sich um mich herum türmten...wenn freunde nachgefragt haben, hab ich mich nicht getraut zuzugeben, dass alles mies läuft selbst meinem freund hab ich erst vor wenigen tagen gebeichtet, dass ich im Verzug bin.....

    Ich hab jetzt eine RiesenAngst versagt zu haben!!!! will vor allem meine eltern nicht enttäuschen, die haben mich die ganze zeit über so unterstützt. ich fühl mich so schuldig und schlecht....trotzdem hoffe ich, dass die profs beide augen zudrücken und ich irgendwie durchkomme, auch wenn die endnote dann im arsch ist....oh mann, ich weiss, dass ich selbst schuld bin, aber ich war die ganze zeit so blockiert....

    ist jemand da draußen in einer ähnlichen lage?

    lg, cherrylick

  2. Inaktiver User

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Liebe cherrylick,

    es gibt Leute, die so hohe Erwartungen an sich haben, dass sie nach bestandener Arbeit keine Erleichterung fühlen, sondern die Sorge es vergeigt zu haben. Kann das schlechte Gefühl an deiner Perfektion liegen? Erfahrungsgemäß sind die Arbeiten nie so schlecht, wie man selbst befürchtet.

    Letzlich, ist die Arbeit auch abgegeben, du kannst jetzt nichts mehr daran ändern. Versuche deine Gedanken davon wegzubewegen, wäre mein Rat. Und lass den Rest auf dich zukommen.

  3. User Info Menu

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Hallo marimekko...

    danke für deine liebe antwort. ich bin keine perfektionistin, aber ich mach immer alles auf den letzten drücker, das war schon immer so, schule, ausbildung und während des ganzen studiums immer alles kurz vor knapp...bisher hatte ich immer glück und alles ist gut gelaufen, aber diesmal glaub ich da nich dran...

    aber du hast recht, die arbeit ist abgegeben & ich muss jetzt einfach hoffen & mich locker machen...

    lg, cherrylick

  4. User Info Menu

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Ich sag's mal so: Dass man nach Abgabe der Abschlussarbeit ins Zweifeln kommt, ist sehr verbreitet. Dass man bei der Abschlussarbeit nicht kontinuierlich arbeitet, sondern das meiste erst auf den letzten Drücker runterschreibt, ist auch nicht sooo selten. Die meisten Leute kriegen trotzdem eine akzeptable Abschlussarbeit hin. Dass sie bei optimalem Arbeiten besser geworden wäre, mag sein.
    All diese Arbeiten gehen zumindest in den Schnitt ein, du fällst also wenigstens aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als die große, "unfähige" Ausnahme aus dem Rahmen.
    Entspann dich. Schlimmstenfalls hast du die Chance, die Arbeit zu wiederholen. Das kannst du übrigens oft auch bei einer 4 verhandeln - den Prüfer bitten, dich durchfallen zu lassen, damit du wiederholen kannst.
    Wahrscheinlicher ist, dass deine Arbeit ganz okay ist. Ich kenn dich nicht, vielleicht schätzt du deine Leistung tatsächlich realistisch ein, aber die meisten Leute aus meiner Bekanntschaft haben sich völlig umsonst verrückt gemacht, die waren dann von ihrer 1 ganz überrascht.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  5. Inaktiver User

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Ich denke auch, dass dieses Gefühl nach einer Abschlussarbeit völlig normal ist.

    Alleine der Ablauf bedingt schon eine enorme Unsicherheit: man beschäftigt sich zum ersten Mal über viele Monate hinweg mit einem einzigen Thema, bekommt wenig bis kein Feedback, übersteht währenddessen viele kleine persönliche Kämpfe und liefert letztendlich das fertige Resultat ab.
    Wer wäre dabei nicht unsicher?

    Ich finde es auch völlig normal, wenn man die Arbeit nicht kontinuierlich herunterschreibt. Das hat in meinen Augen wenig damit zu tun, dass man schlecht oder inkonsequent arbeitet. Am Anfang hat man noch keinerlei Gespür für die Zeit und das Thema, das muss sich auch erst alles entwickeln. Mir hat es sogar immer viel gebracht, wenn ich mal 4-5 Tage gar nichts getan habe: ich hatte den Kopf frei und konnte mich dann wieder mir voller Kraft in mein Thema stürzen.

    Hast du eigentlich irgendeinen Betreuer (wissenschaftlicher Mitarbeiter o.ä.), der dich bei der Arbeit unterstützt hat? Falls ja, würde ich den ruhig mal auf deine Ängste ansprechen. Er kann dir sicherlich schon ein erstes Feedback geben.
    Und ansonsten: viel Kraft beim warten auf das Ergebnis.

  6. Inaktiver User

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Liebe Cherrylick,

    auch ich glaube nicht, dass Deine Arbeit wirklich soo schlecht ist, aber andererseits kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen: Selbst wenn das so ist, geht das Leben weiter...

    Ich habe meine Diplomarbeit nämlich wirklich versemmelt - sie wurde mit einer 4 bewertet, und ich glaube, auch das war eine Gnaden-4. Noch heute ärgere ich mich darüber, aber ich hab's damals einfach nicht gebacken bekommen und wollte es irgendwann nur noch hinter mich bringen. Im Prinzip habe ich die Arbeit dann in zwei Wochen runtergeschrieben, und dafür war das Ergebnis dann wieder gut.

    Auf jeden Fall ist das für mich zwar heute noch eine gewisse Schmach, an die ich ungern zurückdenke, aber es hat mir auch nicht geschadet. Ich habe mich mit meinem vorläufigen Diplomzeugnis beworben, in dem die Arbeit noch nicht drin stand (da hatte ich auch die Note noch nicht) und ziemlich gleich einen Job gefunden. Es hat dann auch keiner mehr danach gefragt. Und in der Folge habe ich immer nur die Diplomurkunde bei der Bewerbung beigelegt, in der nur die Gesamtnote drin steht. Die war zum Glück "gut", weil ich in den Klausuren ziemlich gut abgeschnitten hatte. Ich bin ja auch eigentlich eine "Gute", nur eben nicht unbedingt eine Fleißige. Und mit meiner Last-Minute-EInstellung kommt man bei so einer Arbeit halt nicht unbedingt weit.

    Aber auch hier kann ich Dich übrigens beruhigen: Spätestens im Job lernt man, sich zu organisieren und kontinuierlich zu arbeiten. Und das ist ja eigentlich auch früh genug.

    Ich halte trotzdem die Daumen! Und erzähl's uns doch dann, was draus geworden ist...
    Liebe Grüße
    Tulipali

  7. User Info Menu

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Ich kenne das Gefühl auch sehr gut, dass die Zeit am Ende dann doch sehr knapp wird. Aber ich glaube, das geht wirklich den meisten so. Manche können wirklich nur unter Druck arbeiten, aber dennoch erstaunlich effektiv. Ich stand mir damals selber im Weg, weil ich es perfekt machen wollte, und auch, weil ich meine Eltern nicht enttäuschen wollte. Sie hatten ja in mich investiert. Am Ende ist alles gut gelaufen, trotz der Selbstzweifel, die ich hatte. Und du hast ja auch noch deine schriftlichen und mündlichen Prüfungen nach der Magisterarbeit. Da kannst du auch noch einiges rausholen. Es ist leicht gesagt, aber setz dich nicht zu sehr unter Druck. Ich weiß nicht, welchen Weg du einschlagen wirst oder welches Fach du studiert hast. Für mich war es schwieriger, nachdem klar war, dass ich keine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen möchte, mich von dem ganzen theoretischen Unileben zu verabschieden. Ich dachte es gibt nichts schlimmeres als Magisterarbeit und Prüfungen. Versteife dich nicht so auf deine Noten, die sind zwar auch wichtig, aber noch wichtiger ist, dass du weißt, was du hinterher machen möchtest und wie du das erreichen kannst. Letztendlich ist es schön, wenn deine Magisterarbeit gut bewertet worden ist, aber es ist nicht alles. Jetzt befinde ich mich im "Absolventenloch". Auch nicht besser ;-).
    Alles gute dir!

  8. User Info Menu

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Hallo ihr Lieben...

    ich danke euch für eure aufmunternden Antworten. Mittlerweile hat sich meine Unruhe etwas gelegt. Ich denke es wird sowieso bis zu 6 Monaten dauern, bis ich mein Ergebnis erfahre...bis dahin hoffe ich, dass ich einen tollen Job gefunden habe, dann spielt die Note wirklich keine Rolle mehr. Mein jetziger Notendurchschnitt ist gut, und mit dem werde ich mich auch bewerben ;) Sobald ich Bescheid weiss, lass ich es euch wissen...

    Kann ich euch auch direkt anschreiben? Ich bin neu hier im Forum & kenn mich noch nicht so aus...

    Tausend Dank, liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende!
    cherrylick

  9. User Info Menu

    AW: Mieses Gefühl bei der Magisterarbeit

    Zitat Zitat von cherrylick Beitrag anzeigen
    Kann ich euch auch direkt anschreiben? Ich bin neu hier im Forum & kenn mich noch nicht so aus...
    hi cherrylick, wenn Du anderen usern eine PN (private Nachricht) schreiben willst, klicke einfach auf den Nick links neben dem Beitrag. Dann klappt ein entsprechendes Menü aus.

    Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende ohne Magisterarbeitsgedanken!

    Jippieh !



Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •