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    Studium: Skandinavistik

    Hallo

    Wer weiß etwas über Skandinavistik? Ich überlege dieses Fach an den jeweiligen Unis (Nordische Institute) in Kiel oder Berlin zu studieren. Es ist ein philologisches Studium und befaßt sich außerdem mit der skandinavischen Geschichte, Politik und Kultur. Man kann eine der drei skand. Hauptsprachen wählen (in meinem Fall Schwedisch) und diese schwerpunktmäßig studieren.

    Mich interessiert das Studium und auch das, was man später damit machen kann, sehr. Ich habe selber 3,5 Jahre in Schweden gelebt - mag die Kultur, die Menschen und die Sprache. Berufliche Aussichten sind im Verlagswesen, in den Medien, in Organisationen etc. zu erwarten. Da diese Jobs eher rar gesät sind, macht mich das unsicher, obwohl ich überzeugt bin, dass man bei großem Engagement (u.a. Praktika während des Studiums) und Spaß an der Sache (!) nach Abschluß des Studiums etwas finden kann/wird.

    Irgendwelche Meinungen? Erfahrungen?

    Danke
    Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

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    AW: Studium: Skandinavistik

    Ich bin selber Historiker und möchte Dir raten: Studiere keine Geisteswissenschaften! Du bekommst einfach keinen Job!

  3. Inaktiver User

    AW: Studium: Skandinavistik

    Hallo SonnenscheinK,

    ich hatte auch mal überlegt, Skandinavistik zu studieren - auch weil ich mal in Schweden gelebt habe - aber habe mich dann dagegen entschieden. Stattdessen habe ich Anglistik + BWL studiert und auch damit war es schon schwer genug, einen Job zu finden. Ich würde dir eher zu etwas "handfestem" raten bzw. auf jeden Fall BWL oder so im Nebenfach zu studieren anstelle eines rein geisteswissenschaftlichen Studiums.

    Ich habe auch nach Jobs gesucht, für die man Schwedisch braucht, aber die sind wirklich sehr rar gesät. Selbst bei schwedischen Unternehmen werden oft keine Schwedischkenntnisse gebraucht, da die Unternehmenssprache eh Englisch ist.
    Deine Schwedischkenntnisse hast du ja auch eh - also Jobs, die mit Schweden zu tun haben, würdest du dann auch sicher ohne Skandinavistikstudium bekommen.

    LG
    Lillan

  4. Inaktiver User

    AW: Studium: Skandinavistik

    wenn du schon Schwedisch kannst: ginge ein anderes (BWL, Jura, ...) Studium gleich direkt in Schweden, oder zumindest ein Studium an einer deutschen Uni, die einen Austausch dorthin anbietet (z.B. in Jura ist die Uni in Lund für deren LLM bekannt)?

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    AW: Studium: Skandinavistik

    Mmh, das klingt ja nicht nach so tollen Aussichten....

    @ Hey Lillan, schön, dass du auch Skandinavistik im Auge hattest. Ich würde meine Schwedischsprachkenntnisse gerne vertiefen und das wäre in dem Studium möglich, darüber hinaus lernt man in dem Studium ja noch viel mehr als die Sprache. Aber ich sehe die Problematik ja auch und fühle mich doch recht unsicher, ein Studium aufzunehmen, bei dem die Ausssichten auf Arbeit so schlecht stehen. Schade.

    @ Tanguera: BWL als Nebenfach zu studieren ist auch mein Gedanke gewesen, weil diese Kombi sicher mehr Erfolgsaussichten hat. Aber mit BWL kann ich so gar nichts anfangen, ich hatte schon damals in der Schule Probleme mit Mathe. Ein Studium (zB Jura) in Schweden kann ich mir z Zt nicht vorstellen, ist aber eine gute Anregung.

    Meine Alternative wäre ein Lehramtsstudium (Grundschule), da ich Vorkenntnisse aus meinem Beruf als Ergotherapeutin in der Pädiatrie mitbringe und auch in Schweden eine Vorschulklasse betreut habe. Also, etwas ganz anderes. Möglich wäre es allerdings auch als Lehrerin in Schweden zu arbeiten, zB das Referendariat an einer dt. Schule in S zu machen.

    Mal sehen... ich danke euch für eure Anregungen
    Geändert von SonnenscheinK (11.06.2009 um 20:20 Uhr)
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    AW: Studium: Skandinavistik

    Zitat Zitat von barbax Beitrag anzeigen
    Ich bin selber Historiker und möchte Dir raten: Studiere keine Geisteswissenschaften! Du bekommst einfach keinen Job!
    Stand das gestern als Schlagzeile in der Bild?

    Klar, der Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler ist ein völlig anderer als z.B. für einen Maschinenbauer, weil der zukünftige Beruf meist nicht klar definiert ist.

    Ich habe einen Bekannten, der im Berufsberatungszentrum einer Uni in Süddeutschland arbeitet. Es kommen regelmässig Leute zu ihm, die sagen: "Hilfe, ich hab grade meine Diplomarbeit (bzw. jetzt Masterarbeit) abgegeben und jetzt will ich mich bewerben und ich hab keine Ahnung wo". Wenn er dann nachfragt, wie er/sie sich denn das Berufsleben vorgestellt hat, werden dann die 3-wöchigen Praktika in einer Werbeagentur, im Marketing und in einer Personalabteilung aufgezählt und: "Ich hatte immer gute Noten gehabt, ich dachte da ergibt sich einfach was!". Und diese Kandidaten wiederholen sich laut seiner Aussage mehrmals pro Woche.
    Gleichzeitig fehlen den meisten weiterführende Computerkenntnisse, nur wenige kommen auf die Idee, z.B. in den Semesterferien einen Excel-Kurs zu machen, die meist für eine sehr niedrige Gebühr an der Uni angeboten werden.

    Was ich damit sagen will: wenn du Skandinavistik gerne studieren willst,
    dann tue es. Und versuch möglichst viele Qualifikationen neben dem Studium zu erwerben.
    Die hier genannte Kombination mit BWL als Nebenfach ist sicherlich auch eine gute Idee. Vor Mathe im BWL-Studium solltest du nicht so große Angst haben: so geht es 99% der BWLer und mit Hilfe von Übungen, Repetitorien und Lerngruppen sollte wirklich jeder in der Lage sein, den Stoff zu beherrschen - wenn er sich darauf einlässt.

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    AW: Studium: Skandinavistik

    Zitat Zitat von barbax Beitrag anzeigen
    Ich bin selber Historiker und möchte Dir raten: Studiere keine Geisteswissenschaften! Du bekommst einfach keinen Job!
    Ja, das klingt mir auch etwas zu "einfach"! Ich höre immer wieder, dass man das studieren/lernen soll, das einen interessiert, wo man die eigene Motivation sieht und was man gerne macht.

    Ich habe ja nun bereits einen Beruf und bin fast 35, für mich wäre das Studium eine berufliche Veränderung und somit auch eher eine Entscheidung fürs Leben. Durch meine Erfahrungen, die ich IN Schweden sammeln konnte und die Liebe und das Interesse zum Land (und Skandinavien!), bin ich hochinteressiert an dem Fach - es verbindet Sprache mit Kultur, Geschichte und Politik, das gefällt mir so gut. Und ich würde es wirklich sehr GERNE machen wollen. Das ist doch etwas wert heute und motiviert. Trotzdem gehen die unsicheren/ungenauen Berufsaussichten nicht an mir vorbei. Wenn es wirklich so katastrofal aussieht, dann würde ich von dem Studium ablassen, weil mir die Unsicherheit zu hoch ist und mir meine Existenz/Sicherheit zu wichtig. Ich kann mir leider nicht leisten, das Fach "nur aus Spaß" zu studieren - wer kann das schon!

    @ frau_u: Ich sehe ein, dass BWL ein sinnvolles Nebenfach wäre, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das zu studieren. Der Meinung bin ich auch und das wird auch von den Unis empfohlen, während der semesterfreien Zeit möglichst viele Praktika zu machen, um Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln.

    Aber ich glaube, so gerne wie ich es machen würde, es bleibt doch ein großes Wagnis und ich überlege mir, ob mir das nicht die Lust und Motivation (auf Dauer und überhaupt) nehmen könnte.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

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    AW: Studium: Skandinavistik

    Habe soeben auch noch einmal vom Studienberater erfahren, dass man bei geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern nie die Gewissheit hat, was man später mal macht. So ist es eben, was ja für die meisten sicher nichts Neues ist. So geht es darum, eine Entscheidung für mich zu treffen, für oder gegen das Studium und für mich abzuklären, ob ich mit der beruflichen Unsicherheit (die es ja durchaus auch bei anderen Studiengängen gibt!) leben kann.
    Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

  9. Inaktiver User

    AW: Studium: Skandinavistik

    Ich kann nur sagen: Am besten studiert man das, was einem (mutmaßlich) Spaß macht!

    Dass Geisteswissenschaftler nicht unbedingt in ihrem Metier einen Job finden, ist eine Binse. Dafür sind sie vielseitig einsetzbar und finden dafür andere interessante Jobs. (Auch unter den geisteswiss. Akademikern ist die Arbeitslosenrate nicht besonders hoch.)

    Was mit Sicherheit unglücklich macht: etwas zu studieren, was einen nicht wirklich interessiert. Und dann womöglich hinterher auch noch in einem Job arbeiten, der einen nicht wirklich interessiert

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    AW: Studium: Skandinavistik

    Mich würde mal interessieren, warum du studieren willst. Ich habe im Moment den Eindruck, dass du einen Brotberuf gelernt hast, aber dir jetzt dein Traumstudium gönnen willst und danach die Vorstellung hast, in einem Traumberuf zu landen. Dass Skandinavistik ein Ticket in die Arbeitslosigkeit ist, hast du ja schon selber gemerkt (wenn wir mal von Reiseleiterpositionen und anderen Sachen absehen). Was Jobs angeht, bin ich spießig, das gebe ich offen zu. Ich würde dir zu einem grundsoliden Weiterbildungsstudium raten, bei dem du auf deinen Job aufbauen kannst. Du bist fast 40, wenn du fertig bist, da ist leider für Experimente sehr wenig Spielraum in Deutschland. Du solltest erst das Ziel festlegen und dann den Weg dafür suchen. Im Moment ist mein Eindruck, dass du andersherum denkst.

    Gruß
    BlauerHimmel

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