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    Germanistikstudium- und dann???

    Hallo zusammen,

    meine Tochter, 21, studiert im 3. Semester ihr absolutes Traumstudium, Germanistik und Komparatistik.
    Es macht ihr unheimlich Spaß und sie geht förmlich darin auf. Bücher haben sie fast ihr ganzes Leben begleitet.

    Nun, meine Frage an "alte" Germanistinnen hier:

    wie sehen ihre Berufschancen später aus???

    Es wäre schön wenn die eine oder andere Antwort käme.

    LG
    Inge

  2. Inaktiver User

    AW: Germanistikstudium- und dann???

    Hallo

    Ich habe mehrere Freundinnen die unter anderem Germanistik und Anglistik, Amerikanistik studieren;

    Viele gehen in den Bereich Medien oder Verlagswesen, wäre bei Deiner Tochter doch vielleicht auch denkbar. Hat sie denn schon selbst Vorstellungen davon in welchem Bereich sie arbeiten möchte?

    Grüße

    Mara

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    AW: Germanistikstudium- und dann???

    Hallo billiederkater,

    hier meldet sich eine studierte Germanistin:

    Ich habe auch aus Leidenschaft und mit Begeisterung Germanistik, Anglistik und Pädagogik auf Magister studiert. Und ich bereue es kein bisschen, auch wenn ich heute etwas ganz anderes mache.

    Die Berufsaussichten sind sicherlich alles andere als rosig. Aber auf der anderen Seite bin ich davon überzeugt, dass es immer einen Weg gibt. Wichtig ist in meinen Augen, zügig zu studieren (auch um sich rein altersmäßig noch die Option auf eine berufsqualifizierende Zusatzqualifikation offen zu halten), nebenbei möglichst schon zeitig Praktika zu machen, z.B. in Verlagen, Kulturinstituten, Lokalzeitungen (wenn es sie zur schreibenden Zunft treibt).

    Auf der anderen Seite würde ich auch offen für andere berufliche Alternativen bleiben und z.B. versuchen mir nebenher noch Grundkenntnisse in Betriebswirtschaft oder Projektmanagement anzueignen.

    Ich selbst arbeite heute im IT-Projektmanagement, habe beruflich nix mehr mit Büchern zu tun und bin damit vollkommen glücklich. Ansonsten kenne ich eine Germanistin, die bei einer Zeitung arbeitet, eine weitere in der Erwachsenenbildung, eine, die Austauschprogramme an der Uni organisiert, einen der beim Radion gelandet ist, eine, die - lang extrem langer Studienzeit - über die Zeitarbeit als Sekretärin einer Rechtsanwaltskanzlei gelandet ist. Dauerarbeitslose kenne ich keine. Ich glaube, Germanisten wissen schon sehr gut, dass sie flexibel sein müssen und ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz brauchen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. Inaktiver User

    AW: Germanistikstudium- und dann???

    Ich kenne auch keine Dauerarbeitslose...

    meine Vorzeigegermanistin ist Journalistin und arbeitet mittlerweile sehr gut dotiert in der Öffentlichkeitsarbeit.

    Ansonsten kenne ich einen Lektor für Schulbücher und einen DaF-Dozenten, der Deutsch an einer ausländischen Uni unterrichtet.


    Deutsch ist doch recht gefragt, v.a. weil immer weniger vernünftige Sätze ohne Fehler formulieren können. Klingt jetzt vielleicht albern.... macht sich aber als Problem breit.

    Relativ gute Aussichten soll es auch bei Computerlinguistic-Sachen geben, wäre auch ein Feld, das man erkunden kann.

    P.S.: Der Berufseinstieg ist oft schwieriger, das stimmt. Vielleicht durch Nebenjob vorbeugen? Der kann noch so klein sein, aber er wäre ein Ansatz.

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    AW: Germanistikstudium- und dann???

    danke Ihr Lieben,

    habt mir mit Euren Antworten schon sehr geholfen.

    LG
    Inge

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