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  1. Avatar von feelerlos
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    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Ich habe hier noch was gefunden, zwar weniger zum Geschlecht als mehr zum Unterschied der Völker, welche man aus der Biologie stammend ja mal Rassen nannte, was mittlerweile verboten ist.
    Rassen gibt es bei Hunden, anderen Affen und Insekten oder auch Pflanzen, nur das Mensch kennt keine Rassen.

    Dazu, zum Anreizen ein paar Sätze:
    Noch nicht gewußt? Auch das deutsche Grundgesetz ist - rassistisch. Und das auf sehr heimtückische Weise. Es verschleiert seinen inhumanen Charakter mit einer scheinbar menschenfreundlichen Botschaft: "Niemand darf wegen seiner Rasse benachteiligt oder bevorzugt werden." Was daran rassistisch sein soll? Die Antwort lieferte dieser Tage das Deutsche Institut für Menschenrechte:

    "Der Begriff ‚Rasse'' ist historisch extrem belastet und enthält rassistische Implikationen. Theorien und gedankliche Konstrukte, die Menschen in unterschiedliche ‚Rassen'' einteilen, waren und sind schon immer rassistisch."......

    ..... Ein Großteil des Wissens, das die Menschheit in mehrtausendjähriger Recherche über sich gesammelt hat, müßte zensiert oder am besten gleich eingestampft werden.
    Und danach? Sind dann die Unterschiede entschwunden? Bislang hat sich die Natur noch nicht an der "political correctness" ausgerichtet. Leben entsteht jeden Tag in mannigfachen Erscheinungsformen. Nicht im Schöpfungsprogramm ist der Einheitsmensch. Genau auf ihn trifft der Vorwurf zu, lediglich ein "gedankliches Konstrukt" zu sein......

    .... Ein lebensgefährliches überdies. Denn mittlerweile hat die moderne Wissenschaft nachgewiesen, daß diverse Arzneien bei Schwarzen anders anschlagen als bei Weißen oder Asiaten. Allein in den USA sind davon jährlich rund zwei Millionen Patienten betroffen, etwa 100 000 sterben. Die amerikanische Gesundheitsbehörde befürwortet deshalb die Entwicklung "rassenbasierter" Medikamente. Schon wird Schwarzen ein spezielles Herzmittel (BiDil) verabreicht. Die dadurch Geretteten wollen partout nicht einsehen, daß sie - wie deutsche Gutmenschen meinen - lediglich Opfer "rassistischer" Scharlatanerie sind.

    Noch einmal zurück zum Grundgesetz. Es bestimmt ferner, daß niemand "wegen seines Geschlechtes" bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Vorsichtige Frage: Gibt es überhaupt unterschiedliche Geschlechter? Oder handelt es sich auch hier nur, wie bei den Rassen, um ein gedankliches Konstrukt? Das Europäische Parlament scheint Zweifel zu haben und faßte jetzt einen Beschluß gegen "geschlechtsspezifische Klischees" in Medien und Werbung.....
    bitte da weiter lesen, durchaus unterhaltsam und dennoch ernsthaft.
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    Ich habe mit Verändern schlechte Erfahrungen gemacht.
    Darum höre ich lieber auf mit dem Vergleichen.

  2. Inaktiver User

    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Ich hörte gerade die neueste Folge:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich mache mal hier den Anfang:

    ...

    Private Podcasts
    Der Podcast der Duden-Sprachberatung
    ...

    Für mich die unschlagbare Alternative zum Radioprogramm. Eigentlich höre ich nur noch Podcasts! In den Links gibt es viele Informationen, die auch erklären, was mich an den Podcasts interessiert. Von "SWR2 Musikstück der Woche" höre ich jede jede Folge, da die Folgen jeweils nur eine Woche im Netz sind. "Starke Stücke" gibt mir immer wieder Anregungen für neue Musik. "Duden-Sprachberatung": Immer wieder interessante Erklärung unserer schwierigen deutschen Sprache. "Na Servus!"und "Sprachlos in München": Ich schätze Annik Rubens außerordentlich! Und es ist immer wieder mal ein interessanter Gedanke oder eine Neuigkeit mit dabei.
    Mensch, Mann, menschlich, männlich, man, jemand, niemand: ethymologisch alles die gleiche Wurzel. Und genauso schon im Latein: homo = Mensch und Mann; setzt sich fort in den romanischen Sprachen. Und auch das englische "man" bedeutet Mensch und Mann. Und homo und humus haben übrigens ethymologisch auch die gleiche Wurzel. Mir egal, aber interessant.

    Quintessenz? Man sollte sich von der Vorstellung befreien, die Sprache sei diskriminierend.

  3. Inaktiver User

    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Duden-Newsletterl las ich heute unter anderem:

    Zitat:
    Hätten Sie’s gewusst?
    -leute / -männer
    Bei Zusammensetzungen mit Mann als zweitem Bestandteil wechseln im Plural -männer und -leute. Wenn von Berufen, Ständen oder von Menschengruppen die Rede ist, die man – ohne Geschlechtsbezug – im Hinblick auf die Gemeinsamkeit ihres Tuns Was Sie schon immer wissen wollten oder ihrer Funktion betrachtet, lautet der Plural -leute: Bergleute, Seeleute, Edelleute, Kaufleute. Demgegenüber betont -männer (stärker) Individualität und Geschlecht der angesprochenen Personen: Biedermänner, Ehrenmänner, Lebemänner, Hampelmänner, Strohmänner, Ehemänner (der Plural Eheleute bezeichnet Ehemann und Ehefrau zusammen).
    Daneben gibt es eine Reihe von Komposita mit -mann, die beide Pluralformen zulassen, je nachdem, ob die Gesamtheit (-leute) oder die Individualität und das Geschlecht (-männer) stärker betont werden soll: Amtmänner und Amtleute, Dienstmänner und Dienstleute, Feuerwehrmänner und Feuerwehrleute, Geschäftsmänner (selten) und Geschäftsleute, Ersatzmänner und Ersatzleute, Fachmänner (selten) und Fachleute, Obmänner und Obleute, Kameramänner und Kameraleute, Kontaktmänner und Kontaktleute.
    Es gibt Hampelmänner.. Hampelfrauen? Hampelleute? Nein..
    __________________


    Es gibt Hampelmänner.. Hampelfrauen? Hampelleute? Nein..
    klar, dass es auch Ersatzfrauen gibt ... in manchen Foren wimmelt es nur so davon ... und sie machen sich wegen Hampelmännern sogar zu Hampelfrauen.

    Fado
    Geändert von Inaktiver User (18.01.2011 um 18:26 Uhr)

  4. Avatar von Alaska
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    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Lange Zeit war es ungeklärt, aber inzwischen kann man mit relativ großer Sicherheit sagen, dass mein Vater und meine Mutter derselben Art zugehören.

    Warum ist das so? Weil sie nachweislich fortpflanzungsfähige Nachkommen im die Welt gesetzt haben.

    Damit niemand sich auf den Schlips getreten fühlt: Natürlich könnten sie auch derselben Art zugehören, wenn sie das nicht getan hätten. So aber verbleibt kaum ein vernünftiger Zweifel.

    Leider kann ich nun nicht mit Sicherheit sagen, dass auch ich derselben Art zugehöre, wie meine Eltern. Denn dafür müssten mein Vater und ich fortpflanzungsfähige Nachkommen mit ein und derselben Frau in die Welt setzen. Das wäre dann der ziemlich sichere Beweis. Aber ebenso sicher wollen wir beide den nicht antreten.

    Es bleibt also offen.

    Man könnte die Auffassung vertreten, natürlich seien Kinder immer derselben Art zugehörig, wie ihre Eltern. Aber das wäre etwas zu kurz gedacht, jedenfalls, wenn man an die Evolutionstheorie glaubt.

    Angenommen, ich sei ein Mensch. Dann muss einer meiner Vorfahren kein Mensch gewesen sein, es sei denn, es hätte Menschen seit Anbeginn der Welt gegeben.

    Also, selbst wenn meine Eltern Menschen sind, dann wäre es denkbar, dass ich kein Mensch mehr bin! Abenteuerlich.

  5. Avatar von Alaska
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    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Nachwuchs allein meine Eltern nicht notwendig als zu derselben Art zugehörig ausgewiesen hätte.

    Ein Maulesel zum Beispiel hat einen Pferdehengst zum Vater und eine Eselsstute zur Mutter. Und ein Liger stammt ab von einem männlichen Löwen und einer weiblichen Tigerin, während ein Tigon einen Tiger zum Vater und eine Löwin zur Mutter hat. Pferd und Esel gehören jedoch nicht derselben Art an, weil sie zwar Nachkommen in die Welt setzen können, aber der Maulesel sich dann nicht mehr weiter fortpflanzen kann. Grundsätzlich nicht. Bei Ligern und Tigons ist es genauso.

    Mein Bruder aber hat inzwischen zwei Töchter gezeugt. Und damit ist erwiesen, dass meine Eltern zu derselben Art gehören.

    Man mag einwenden, dass Nachwuchs im Allgemeinen völlig genügt als Kriterium, weil Tigerinnen und Löwen sowie Tiger und Löwinnen sich entweder kaum über den Weg laufen oder falls doch, sie sich kaum füreinander interessieren. Liger und Tigons entstehen nur unter Zwang, in Gefangenschaft.

    Nun, ich meine, man darf gesellschaftliche Zwänge nicht unterschätzen. Sicher sind meine Eltern nicht in eine Zwangsehe gepfercht worden, aber sie gehören einer Generation an, in der das Singledasein verpönt war und Nachwuchs zum Selbstverständnis gehörte. Und immerhin zanken sie sich oft und gebärden sich zueinander wie Hund und Katze.

    Letztlich haben die Töchter meines Bruder Klarheit über die Verhältnisse gebracht und meine Eltern hängen sehr an ihnen.
    "But then I wouldn't know what to say."
    (Lou Doillon, I.C.U)


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    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen

    Mein Bruder aber hat inzwischen zwei Töchter gezeugt. Und damit ist erwiesen, dass meine Eltern zu derselben Art gehören.
    Wenn Du schon so überkorrekt sein willst nein: es kommt in der Tierwelt durchaus vor (wenn auch selten) dass Mischlinge in der Lage sind, ihrerseits wieder Nachwuchs zu zeugen.


    Wieso Du dazu allerdings einen Thread von 2011 ieder ausgräbst?

  7. Avatar von Alaska
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    AW: "Geschlechtsneutrale" Sprache

    Natürlich bleibt eine kleine Restunsicherheit.

    Trotz der Existenz meiner Nichten könnten meine Eltern lediglich sehr eng verwandten Arten angehören. Es würde sogar ganz gut zu ihnen passen. Man wird es aber vermutlich nie genau sagen können.

    Ebenso wird ungewiss bleiben, ob meine Frau und ich derselben Art angehören, denn wir haben keine Kinder bekommen.

    Es besteht sogar die Möglichkeit, dass wir jeweils ganz eigene Arten darstellen, verschieden von denen unserer Eltern und Geschwister.
    "But then I wouldn't know what to say."
    (Lou Doillon, I.C.U)

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