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    Die Macaronbäckerin Teil I

    Hier mal eine meiner Geschichten, ich würde mich freuen, wenn ich Feedback bekommen würde.

    Weihnachten 1797

    Weihnachten, das Fest der Liebe. Für mich ist es eher das Fest der Einsamkeit, denn seit dem Tod meines Vaters lebe ich alleine in meinem Elternhaus und betreibe seine Bäckerei weiter. Ich habe gelernt wie man Macarons backt, die französischen Besatzer lieben die Dinger und zahlen dafür sehr gut, weswegen ich mir einen gewissen Lebensstandart leisten kann. Dank der gutgehenden Bäckerei könnte ich sicherlich auch noch trotz meiner 35 Jahre eine gute Partie machen, aber ich glaube nicht, dass ich jemanden finden würde, der mit meinen Gewohnheiten einverstanden ist.
    Jedes Jahr am Heiligen Abend lud mein Vater einen Bettler oder eine Bettlerin an unsere Festtafel ein und ich führe diese Tradition fort. Vater sagte immer, dass es die heilige Pflicht von uns wohlhabenden Bürgern sei, den Armen ihr schweres Los etwas zu erleichtern, und ich sehe das genauso. Die arme Seele die ich heute an meine Tafel einladen werde soll ein schönes Fest haben und sich endlich einmal so richtig sattessen können. Vater wäre gewiss stolz auf mich, wenn er sehen könnte, wie ich jetzt in den Straßen von Trier nach einem dieser bedürftigen Menschen suche.

    An diesem Nachmittag weht ein schneidend kalter Wind durch die belebten Straßen und Gassen der Stadt. Ich lenke meine Schritte zum großen Marktplatz vor dem Dom, wo verschiedene Händler ihre Buden aufgebaut haben und heißen Würzwein, Schmalzgebäck, Fleischpasteten, gebrannte Mandeln und ähnliche Köstlichkeiten feilbieten. Ein Bauer verkauft lebende Gänse, die dicht an dicht in Holzkisten gedrängt, laut schnattern. Ein kleiner magerer Junge, der viel zu große Schuhe und ein für ihn viel zu weites, mehrfach geflicktes Wams trägt, verkauft geschnitzte Krippenfiguren, die er in einer Lade mit sich herumträgt. Ein paar Schiffer trinken heißen Würzwein und werfen den vorübergehenden Mägden, die für ihre Herrschaft die letzten Weihnachtseinkäufe machen, begehrliche Blicke zu. Ein paar Kinder singen Weihnachtslieder, während eines von ihnen mit einem Hut in der Hand die Passanten um eine kleine Spende bittet. Als ich dem Kind eine Münze in den Hut werfe, schenkt es mir ein dankbares Lächeln.Ein Büttel jagt einem wieselflinken Straßenkind hinterher, das einen Honigkringel gestohlen hat.

    Es ist so schneidend kalt, dass ich trotz des dicken Mantels friere und es hat wieder zu schneien begonnen. Der zwischen den Buden liegende Schneematsch verschwindet unter einer dünnen weißen Decke.Ohne den Verkaufsbuden weitere Beachtung zu schenken gehe ich über den Markt zum Dom, wo sich vor dem Portal die Bettler der Stadt drängen, lauter arme Seelen, um die sich niemand kümmert. Eine Schande ist das.Nur die Stärksten unter ihnen können sich einen Platz an einer der Feuerstellen sichern, die anderen werden einfach beiseite gedrängt.
    Für die Feuer haben sie alles Holz verwendet, das sie stehlen oder erbetteln konnten. Frauen, Kinder und Männer aller Altersstufen hocken hier im Schatten des Domes und der direkt angrenzenden Liebffrauenkirche, alle abgemagert bis auf die Knochen und mit stumpfen, leeren Augen, in denen schon lange jede Hoffnung erloschen ist. Ach, wie weh es mir im Herzen tut, diese armen Geschöpfe so leiden zu sehen.Als ich meine Geldkatze heraushole und ihnen ein paar Münzen hinwerfe, stürzen sie sich sogleich darauf und balgen sich darum wie die wilden Tiere. Es erschüttert mich jedes Jahr aufs Neue, zu sehen, wie tief Hunger und Verzweiflung einen Menschen sinken lassen.Zwei Frauen, deren Körper nur noch Haut und Knochen sind, prügeln sich um die Münzen, und die eine reißt der anderen dabei ein Büschel Haare aus.
    "Ihr braucht euch nicht darum zu prügeln, es ist genug für alle da!", rufe ich und verteile weitere Münzen unter den bedauernswerten Kreaturen.
    Lächelnd denke ich an Vater, der früher zusammen mit mir Münzen verteilt hat. Mutter habe ich nie kennengelernt, sie starb bei meiner Geburt.

    Da fällt mir ein Bettler auf, der sich als einziger nicht am verzweifelten Gerangel um die Münzen beteiligt. Mit apathischem Blick hockt er an der Mauer des Domes, sein abgemagerter Körper ist in einen zerschlissenen, verdreckten schwarzen Mantel gehüllt. Sein blondes Haar ist dreckig und verfilzt und hängt ihm in wirren Strähnen die Schultern herunter. Als ich näher herankomme, sehe ich dass er weint. Der arme Mann kann kaum älter als ich sein, und hier auf der Straße wird er höchstens noch ein, zwei oder drei Jahre überleben, jeder Tag davon eine einzige Hölle auf Erden.Ich beschließe, dass er es sein soll, der heute Abend ein Bad, ein gutes Essen und ein warmes weiches Bett bekommt. Als ich mich zu ihm herunterbeuge und ihn behutsam an der hageren Schulter berühre, blickt er erschrocken zu mir auf.

    Er stinkt so entsetzlich dass sich mir beinahe der Magen umdreht. Wie kann Gott nur zulassen, dass es Menschen gibt, die so vor sich hinvegetieren müssen, warum hilft er ihnen nicht? Wenn ich dieses Elend hier sehe, Menschen die am Heiligen Abend Hunger leiden und frieren müssen, die nicht wissen ob sie den Frühling noch erleben werden, dann frage ich mich manchmal, warum es auf der Welt so ungerecht zugeht. Und selbst wenn diese Menschen den Frühling erleben, so wird auch dann ihr Leben nur von Hunger und Leid bestimmt sein.
    "Alles wird gut!"; sage ich zu ihm, "ich werde dich mit in mein Haus nehmen und ab heute wirst du nie wieder hungern müssen. Du wirst auf einer weichen Matratze schlafen und die erlesensten Leckereien genießen dürfen."
    Vater und ich haben immer für die Bettler gesorgt die wir zum Christfest an unsere Tafel luden, wir können uns das ja leisten. Keiner von ihnen muss jemals zurück auf die Straße.In den blassblauen Augen des jungen blonden Bettlers schimmert ein Funke von Hoffnung auf, vermischt mit Ungläubigkeit und Argwohn.
    "Warum sollte eine Frau wie Ihr sich um das Wohl eines Bettlers sorgen? Ich kann Euch nichts für Eure Hilfe bieten!"
    "Weil Jesus einst gesagt hat, was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr auch mir getan. Meine Wohltätigkeit wird mir irgendwann einmal einen Platz im Himmelreich sichern."
    Der Bettler lacht, ein galliges, bitteres Lachen.
    "Sagen die Priester nicht immer, dass das Himmelreich den Armen gehört?"

    "Komm mit, ich kann dafür sorgen, dass deine Zukunft rosiger aussieht. So bekomme ich meinen Platz im Himmel und du ein gutes Leben. Ein gerechter Tausch, meinst du nicht auch?"Wer völlig ausgehungert und durchgefroren ist wie er, der kann es sich nicht leisten, misstrauisch zu sein. Die Aussicht auf Nahrung und ein Obdach bewegt ihn zu einem schwachen Nicken.
    Er folgt mir durch die engen Gassen zu meinem Haus, das im Südteil der Stadt nahe der Mauer liegt. Dort angekommen befehle ich meiner Magd, ein Bad für den Mann vorzubereiten und ihm danach etwas von den alten Sachen meines Vaters zum Anziehen zu geben.Als Celeste ihn eine halbe Stunde später in den Salon bringt, ist er kaum wiederzuerkennen. Sein vorher fettiges, glanzloses Haar schimmert jetzt golden im Schein des Kaminfeuers, und das weiße Seidenhemd und Hose und Wams aus schwarzem Samt lassen ihn, obwohl die Sachen für seinen abgemagerten Körper etwas zu weit sind, wie einen Edelmann erscheinen.
    Er ist nicht unbedingt ein schöner Mann, sein Gesicht wirkt verkniffen, seine Haltung etwas steif.
    Mein Diener Nicolas legt neue Holzscheite ins Feuer, während seine Frau, die Magd Celeste, das Festmahl aufträgt. Gänsebraten mit einer Farce aus Kastanien und Pflaumen, Klöße die aus diesen neuartigen Knollen aus der neuen Welt gemacht werden, mit Zimt gesüßter gekochter Reis, Fleischpasteten, eine Platte mit verschiedenen Käsesorten, Wildragout, das in Blätterteigpasteten serviert wird, und noch so einige andere Köstlichkeiten stehen nun auf dem mit Mistelzweigen festlich geschmückten Tisch. Ein verführerischer Duft erfüllt nun den Raum, Nicolas schenkt uns Wein ein.Die Augen des Bettlers leuchten beim Anblick der erlesenen Speisen und ich sehe ihm deutlich an, dass er sich jetzt am liebsten sofort darauf stürzen möchte.

    Mit sichtlichem Behagen leert er gleich drei gut gefüllte Teller und ich wundere mich darüber, dass ein Mensch der so lange hungern musste, jetzt so viel essen kann ohne sich übergeben zu müssen.Als die Kerzen heruntergebrannt sind kommt Nicolas an den Tisch und ersetzt sie durch neue.
    "Wie wird es nach dem Heiligen Abend mit mir weitergehen, gute Frau?", will er wissen und blickt mich mit seinen großen blassblauen Augen fragend an, "muss ich wieder zurück auf die Straße?"
    Ich nehme seine Hand und drücke sie sanft, schenke ihm ein aufmunterndes Lächeln.
    "Was hätte es für einen Sinn, einem armen Menschen wie Euch für eine Nacht gutes Essen und ein Obdach zu geben, wenn man ihn hinterher wieder in Not und Elend zurückstoßen würde?"
    Danach würde ihm seine Lage doch nur noch umso hoffnungsloser erscheinen.
    "Ich werde dafür sorgen, dass Ihr nie wieder hungern und frieren müsst."
    Er atmet erleichtert auf und erwidert meinen Händedruck.
    "Ihr seid ein guter Mensch, was Ihr für mich tut, das würde nicht jeder machen. Bis ich Euch traf hätte ich niemals zu hoffen gewagt, dass es für mich wieder aufwärts gehen könnte, ich dachte ich wäre ein Mann ohne Vergangenheit und Zukunft."

    Mir geht richtig das Herz auf als ich sehe wie glücklich er gerade ist, wie ein Lächeln sein vorher so verkniffenes, verhärmtes Gesicht erhellt. Eine ganze Weile sitzen wir gemütlich beisammen und ich erzähle ihm von meiner Kindheit und Jugend. Nicolas schenkt uns Wein nach, diesmal ist es Portwein.
    Draußen ist es mittlerweile längst dunkel und es hat wieder zu schneien begonnen. Mir ist gerade richtig feierlich zumute.
    "Komm, wir setzen uns an den Kamin. Nicolas wird uns Eierpunsch und Maccarons bringen."
    Schon als Kind habe ich diesen abschließenden Teil des Festes, wenn ich unserem jeweiligen Gast den Teller mit dem bunten Gebäck reichen durfte, geliebt. Zwei Farben, grüne mit Pistaziengeschmack und rote, die nach Himbeeren schmecken. Kein Bettler, der sich von Ratten und trockenen Brotrinden ernähren musste, kann einer solchen Köstlichkeit widerstehen.
    Ich habe sie selbst gebacken, allerdings sind es nicht die gleichen, die wir in der Bäckerei anbieten. Wir sitzen gemütlich in den mit rotem Samt gepolsterten Sesseln am Kamin, als Nicolas uns zwei dampfende Becher mit Eierpunsch bringt, und Celeste folgt ihm mit dem Teller mit den Maccarons
    ."In unserer Familie ist es immer schon Tradition gewesen, dass es nach dem Fest Maccarons und Eierpunsch gibt. Lass es dir schmecken..und danach wartet ein schönes weiches Bett auf dich."
    Wir stoßen mit dem Eierpunsch an, und dann halte ich ihm den Teller mit dem Gebäck hin.

    "Die roten schmecken am besten. Maccarons sind mein Lieblingsgebäck, probier doch mal und sag mir dann, wie du sie findest. Ich habe sie selbst gebacken."
    Er blickt mich lächelnd an.
    "Ihr seid wirklich eine außergewöhnliche Frau. Wisst Ihr...ich finde Euch sehr sympathisch und es ist mir eine Ehre Euer Gast zu sein."
    Er nimmt einen roten Maccaron, während ich mir einen grünen aussuche.
    "Die sind köstlich", schwärmt er, nachdem das Gebäckstück in seinem Mund verschwunden ist und er genüsslich kaut, "ich darf mir doch noch einen nehmen?"
    "Nimm ruhig soviel du möchtest, es ist genug da."
    Er nimmt sich noch einen roten und meint dann:"Die grünen werde ich gleich auch noch probieren. Wonach schmecken die denn?"
    "Nach Apfel!"; antworte ich ihm, während ich ihn wie gebannt anblicke.
    Während er den zweiten Maccaron kaut, meint er lächelnd:
    "Irgendwie erscheint mir das alles hier zu schön um wahr zu sein..so viel Glück kann ich doch gar nicht haben. Gewiss werde ich gleich in eisiger Kälte aufwachen und feststellen, dass das alles hier nur ein schöner Traum war. So gut kann es das Schicksal doch gar nicht mit mir meinen."

    Bevor ich ihm antworten kann, beginnt er plötzlich zu röcheln und fällt vom Sessel, windet sich in Krämpfen am Boden, seine Lippen laufen blau an.
    "Was..was ist mit mir? Ich sehe nichts mehr und ich kann meine Beine nicht spüren....was zum Teufel habt Ihr mit mir gemacht?"
    Als ich mit drei Jahren zum ersten Mal dabei war, als ein Gast uns verließ, da habe ich geweint, weil es mir Angst gemacht hat, aber Vater sagte mir damals, dass die arme Kreatur nun im Himmel bei Gott wäre und es besser haben würde, und dass wir ein gutes Werk täten.
    Beim nächsten Weihnachtsfest fand ich es dann schon gar nicht mehr so schlimm und beim vierten oder fünften Mal begann ich mich für die arme Seele, die nun ins Himmelreich durfte, zu freuen.Die grünen Maccarons sind nicht vergiftet, in den roten ist ein aus getrockneten, hochgiftigen Fingerhutblüten gemahlenes Pulver, das man einfach dem Mandelmehl beimengt.
    "Ich will nicht sterben!"; ruft er mit schwächer werdender Stimme aus und ringt ein letztes Mal verzweifelt nach Luft.
    Dann bleibt er reglos liegen. Nachher werden Nicolas und Celeste ihn im großen Garten hinter dem Haus begraben, noch bevor die Nachbarn aus der Christmette zurückkehren.
    Nicolas und Celeste sind gute, schweigsame Diener, die schon für meinen Vater gearbeitet haben, Nicolas ist Vaters Bastard und bei uns im Haus aufgewachsen, auch er kennt unsere Tradition von klein auf und seine Frau liebt ihn so sehr, dass auch sie keinem was sagt.
    Ich habe mein Versprechen gehalten, der arme Mann ist nun von seinem elenden Dasein auf der Straße erlöst und im Himmel wird es für ihn ein warmes weiches Bett und immer genug zu essen geben.Vater sagte immer, dass wir diesen Menschen helfen und damit ein gottgefälliges Werk tun, und genauso sehe ich das auch. An diesem Heiligen Abend habe ich einer weiteren armen Seele geholfen zu Gott zu gelangen und sie von Hunger und Kälte erlöst. Dafür wird mir ein Platz im Himmelreich sicher sein, wenn eines Tages meine Zeit gekommen ist.Aber bis dahin werde ich noch viele arme Kreaturen von ihrem Leid erlösen können. Ja, vielleicht sollte ich nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Ostern jemanden hierher einladen.

  2. gesperrt

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    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Schade, warum will keiner meine Geschichte lesen?
    Ist sie so schlecht, dass sich keiner zu antworten traut?

  3. Inaktiver User

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Ein Hinweis: Unter Napoleon war Weihnachten verboten. Ein Weihnachtsmarkt, auf dem z.B. Krippenfiguren verkauft wurden, wie Du es beschreibst, war 1797 in Trier undenkbar. Auf Weihnachten-Feiern stand die Todesstrafe.

  4. User Info Menu

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Zu dieser Zeit durften Frauen kein Geschäft allein führen, sie mussten immer einen männlichen Vormund haben.
    Wortwahl passt nicht ins Zeitgeschehen damals hiessen Bettler nicht so.
    Gründliche historisch korrekte Recherche fehlt.
    Ein Charakter, der sich nicht widerspricht, ist keiner.



    Julius Langbehn

  5. gesperrt

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    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Hinweis: Unter Napoleon war Weihnachten verboten. Ein Weihnachtsmarkt, auf dem z.B. Krippenfiguren verkauft wurden, wie Du es beschreibst, war 1797 in Trier undenkbar. Auf Weihnachten-Feiern stand die Todesstrafe.
    Das weiß ich alles selbst, in historischen Geschichten muss nicht immer alles korrekt sein. Mir gehts hier drum, Feedback für die Geschichte zu erhalten und nicht naseweise Ratschläge über das, was 1797 üblich war und was nicht .
    Lies mal die historischen Romane die die Verlage so verkaufen, die sind voller Fehler, denn keinen Leser juck es, ob das historisch korrekt ist, solange es unterhaltsam und spannend ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Zitat Zitat von Elyn80 Beitrag anzeigen
    Das weiß ich alles selbst, in historischen Geschichten muss nicht immer alles korrekt sein. Mir gehts hier drum, Feedback für die Geschichte zu erhalten und nicht naseweise Ratschläge über das, was 1797 üblich war und was nicht .
    Lies mal die historischen Romane die die Verlage so verkaufen, die sind voller Fehler, denn keinen Leser juck es, ob das historisch korrekt ist, solange es unterhaltsam und spannend ist.
    Das mag für Nebensächlichkeiten gelten.
    Hier betrifft es aber Dein zentrales Setting. Die Geschichte lebt ja von dem Kontrast, dass an Weihnachten, dem Fest der Liebe, etwas Makabres stattfindet. Wähle doch irgendein mittelalterliches Setting, dann kannst Du es an Weihnachten spielen lassen.

    Ansonsten:
    Der Stil ist flüssig und kann es mit seichten Historienschmökern, die sich durchaus auch verkaufen, aufnehmen.
    Die Handlung ist gar nicht mein Fall, weil zu makaber, aber dafür mag es auch Publikum geben.
    Der Weihnachten-Fehler geht m.E. gar nicht, zumal er so unnötig ist, da Du ja einfach Ort und Zeit ändern könntest.

    Die Art, wie Du hier um Feedback fragst und auf Antworten reagierst, finde ich sehr unschön.
    Mein Feedback bekommst Du trotzdem, weil ich eine Schwäche für Wannabe-Autoren habe.
    Geändert von Inaktiver User (17.08.2020 um 20:45 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Mir ist es schon allein wegen der vielen Rechtschreibfehler schwer gefallen, den Text zu lesen. Lass vielleicht beim nächsten Mal zumindest ein Rechtschreibprogramm drüber laufen, dann wäre wenigstens "Macaron" nicht so oft falsch geschrieben. Oder schau Wörter, die du schwierig findest, wie "Standard" mal im Duden nach. Genauso stören mich die Grammatikfehler - speziell beim Konjunktiv scheinst du nach dem Prinzip Zufall vorzugehen. Es gibt durchaus Regeln, wie die verschiedenen Konjunktivformen gebildet werden und wann welche eingesetzt wird.

    Vom Plot her fand ich die Geschichte zu durchsichtig. Dass die Bettler getötet werden, war bereits offensichtlich, als die Hauptfigur zum ersten Mal erwähnt, dass sie nach dem Essen bei ihr nie wieder hungern müssen. Vielleicht käme ein gewisser Überraschungseffekt zustande, wenn die Hauptfigur etwas sympathischer wäre, sodass man ihr solch ein Verhalten zunächst nicht zutraut. Das hätte vielleicht außerdem den Vorteil, dass der Leser mehr in die Geschichte eintauchen könnte - mit einer angenehmen Figur kann man einfacher mitfühlen, als mit einer ungefälligen.

    Außerdem solltest du sorgfältiger recherchieren, wenn du zu einem historischen Thema schreibst. Auf mehrere Fehler wurdest du ja schon hingewiesen. Was noch sofort auffällt: Hauskrippen und Krippenfiguren zum Verkauf gab es im 18. Jahrhundert noch nicht. Ebenso gab es Geldkatzen im Mittelalter und wieder ab dem 19. Jahrhundert, nicht aber zu der Zeit deiner Geschichte. Dadurch wirkt deine Wortwahl etwas bemüht altertümlich, liegt aber dann doch daneben, vor allem auch deshalb, weil deine Sprache insgesamt nicht authentisch wirkt. Dadurch wirkt es auf mich, als versuchst du durch einzelne Worte, die du für veraltet hältst, deine moderne Schreibweise auszugleichen.
    Geändert von stefanie63 (17.08.2020 um 21:25 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Zitat Zitat von Elyn80 Beitrag anzeigen
    Schade, warum will keiner meine Geschichte lesen?
    Ist sie so schlecht, dass sich keiner zu antworten traut?
    Momang, es ist ja gerade erst Feierabend und ich hab jetzt Zeit zum Lesen.



    Mir hat die Idee gefallen, daß eine reiche Frau einen armen Mann „erlöst“, denn ich habe nach den ersten Absätzen mit dem üblichen Klischee gerechnet, daß sie sich jemanden fürs Bett gesucht hat.

    (Oder für die gröberen Arbeiten als Hausknecht, denn der gute Nicolas kam ja erst später ins Spiel.)

    (Oder daß der vermeintlich arme Mann in Wirklichkeit ein verstoßener, reicher Erbe ist, der mit Hilfe der Bäckerin wieder zu seinem Recht, Vermögen und Ansehen kommt.)

    Ein paar schöne Bilder sind durchaus drin in deiner Geschichte, aber alles wirkt ein bißchen wie mit der heißen Nadel gestrickt und auch die Sprache ist insgesamt zu „modern“.

    Vielleicht überarbeitest du das noch mal - ein bißchen düsterer, ein bißchen genauer...

    Viel Erfolg!

  9. Inaktiver User

    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    ... und du hast von heute Nachmittag bis jetzt schon über vierhundert Lesezugriffe, immerhin.

  10. gesperrt

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    AW: Die Macaronbäckerin Teil I

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Mir ist es schon allein wegen der vielen Rechtschreibfehler schwer gefallen, den Text zu lesen. Lass vielleicht beim nächsten Mal zumindest ein Rechtschreibprogramm drüber laufen, dann wäre wenigstens "Macaron" nicht so oft falsch geschrieben. Oder schau Wörter, die du schwierig findest, wie "Standard" mal im Duden nach. Genauso stören mich die Grammatikfehler - speziell beim Konjunktiv scheinst du nach dem Prinzip Zufall vorzugehen. Es gibt durchaus Regeln, wie die verschiedenen Konjunktivformen gebildet werden und wann welche eingesetzt wird.

    Vom Plot her fand ich die Geschichte zu durchsichtig. Dass die Bettler getötet werden, war bereits offensichtlich, als die Hauptfigur zum ersten Mal erwähnt, dass sie nach dem Essen bei ihr nie wieder hungern müssen. Vielleicht käme ein gewisser Überraschungseffekt zustande, wenn die Hauptfigur etwas sympathischer wäre, sodass man ihr solch ein Verhalten zunächst nicht zutraut. Das hätte vielleicht außerdem den Vorteil, dass der Leser mehr in die Geschichte eintauchen könnte - mit einer angenehmen Figur kann man einfacher mitfühlen, als mit einer ungefälligen.

    Außerdem solltest du sorgfältiger recherchieren, wenn du zu einem historischen Thema schreibst. Auf mehrere Fehler wurdest du ja schon hingewiesen. Was noch sofort auffällt: Hauskrippen und Krippenfiguren zum Verkauf gab es im 18. Jahrhundert noch nicht. Ebenso gab es Geldkatzen im Mittelalter und wieder ab dem 19. Jahrhundert, nicht aber zu der Zeit deiner Geschichte. Dadurch wirkt deine Wortwahl etwas bemüht altertümlich, liegt aber dann doch daneben, vor allem auch deshalb, weil deine Sprache insgesamt nicht authentisch wirkt. Dadurch wirkt es auf mich, als versuchst du durch einzelne Worte, die du für veraltet hältst, deine moderne Schreibweise auszugleichen.
    DAs ist nur deine persönliche Meinung. Ich habe diese GEschichte schon mehrere Male in Foren gepostet, und die meisten Leute waren vom Schluss sehr überrascht. Wenn er für dich persönlich vorhersehbar ist, ist das nur deine persönliche Meinung.
    Bei dir hab ich den Eindruck, dass du einfach nur rumnörgeln willst, ohne was Positives zu schreiben, und sowas ist echt Scheiße. Wie würdest du dich fühlen, wenn jeman das bei deinen Texten machen würde?

    @bunte-Kuh

    Danke für dein Feedback.
    Ich weiß, die Sprache ist zu modern, aber für mich ists eben schwierig, so zu schreiben, als ob ich damals gelebt hätte, das ist schon gar nicht so leicht, aber ich könnte es mal versuchen, die Geschichte altertümlicher wirken zu lassen.
    Und freut mich, das dir die Idee gefallen hat.
    Ich werde es wirklich nochmal überarbeiten und etwas düsterer und genauer machen, danke für deine Tipps ,das hilft mir sehr weiter.

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