Sorry, ich wußte nicht, daß Du Dein Niveau so tief wie die Herrschaften, die Iny Lorentz darstellen, ansiedeln möchtest.....![]()
Das ist Massenware, die ich ebenso wenig kommentieren werde, wie ich mit Dir meine Berufserfahrung diskutiere.
Aber geh' einfach mal davon aus, daß die allermeisten Leser ernstgenommen werden und ihr gutes Geld für gute (im Sinne von sprachlich und inhaltlich stimmiger) Lektüre ausgeben wollen.
Und wenn Du wirklich dauerhaft von Deiner Schreiberei leben willst, dann brauchst Du ein Publikum, daß Dir ein paar Jahrzehnte lang die Treue hält. Das wirst Du aber nur schaffen, wenn Deine Leser Dich als qualitativ zuverlässig kennengelernt haben.
Du denkst doch nicht ernsthaft, daß in 10 oder 15 Jahren noch Jemand den Namen Iny Lorentz kennt ????
Im Übrigen ist die Zeit der Verbalinjurien in guter Literatur längst vorbei.
Das nur mal am Rande.
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Ergebnis 21 bis 30 von 67
Thema: Die Macaronbäckerin Teil I
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19.08.2020, 16:53
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
*** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote *** 
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19.08.2020, 17:47Inaktiver User
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Iny Lorentz publiziert seit 2003 mit Erfolg; ich gehe davon aus, dass sie schon lange finanziell ausgesorgt hat.
Ich nenne diese Romane für mich "Mittelalter-Trash", vielleicht ist das despektierlich, aber ich mag sie halt nicht.
Nichtsdestotrotz verkauft sich dieses Genre wie geschnitten Brot.
Ich hatte Elyn so verstanden, dass ihr der mögliche Verdienst durch ihr Schreiben weitaus wichtiger ist als die Erfüllung eines Qualitätsstandards.
@Elyn, ich finde, stilistisch und atmosphärisch "reicht" es für kommerziellen Erfolg bei Dir.
Es ist halt viel Arbeit; ob Du den Biss hast, bis zur Fertigstellung eines ganzen Romans dranzubleiben, kannst nur Du wissen.
(OT: Übrigens bin ich auch Fan von Stephen King.)
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19.08.2020, 18:08
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Wenn du es weißt, warum berücksichtigst du es dann nicht?
Klar, du zahlst schließlich gutes GEld für die Zeit der Leute hier, da kannst du auch was verlangen, nicht wahr?Mir gehts hier drum, Feedback für die Geschichte zu erhalten und nicht naseweise Ratschläge über das, was 1797 üblich war und was nicht.
Hinweise zur historischen Korrektheit ist Feedback zu der Geschichte, das dir Leute hier in ihrer Freizeit geben.
Warum fragst du nach Feedback, wenn du eh schon weißt, wie es läuft?Lies mal die historischen Romane die die Verlage so verkaufen, die sind voller Fehler, denn keinen Leser juck es, ob das historisch korrekt ist, solange es unterhaltsam und spannend ist.
Natürlich, danach hattest du doch gefragt?
Du wiederholst dich. Und wenn dir hier das Feedback nicht passt, in anderen Foren aber schon, dann bist du mit deinem Anliegen dort vielleicht besser aufgehoben.Ich habe diese GEschichte schon mehrere Male in Foren gepostet, und die meisten Leute waren vom Schluss sehr überrascht. Wenn er für dich persönlich vorhersehbar ist, ist das nur deine persönliche Meinung.
Wenn ich das nicht abkann, dann darf ich nicht nach Feedback fragen und schon gar nicht publizieren. Was denkst du, wie es dir geht, wenn du die ersten negativen Kritiken bei Amazon bekommst - willst du die Leute dann auch angreifen, weil sie nichts Positives schreiben?Bei dir hab ich den Eindruck, dass du einfach nur rumnörgeln willst, ohne was Positives zu schreiben, und sowas ist echt Scheiße. Wie würdest du dich fühlen, wenn jeman das bei deinen Texten machen würde?
Und ja, ich weiß, wovon ich rede, ich habe ein Buch veröffentlicht und in Kürze kommt das zweite raus.
Nein, du bist zu ungeduldig. Die meisten Leute sind berufstätig und haben keine Zeit, so schnell zu reagieren.
Nein, aber deine Reaktionen zeigen das überdeutlich.
Das ist schön, wenn du das so machst, und du darfst dir das auch wünschen. Einen Anspruch darauf hast du aber nicht.ich hatte nur eine Person kritisiert, weil sie mir gar nichts Positives und nur Negatives geschrieben hat, ich finde eine Kritik sollte immer auch die positiven Aspekte einer Geschichte enthalten, so mache ich selbst das auch immer, wenn ich andere Geschichten lese.
Freu dich über das negative Feedback, es ist im Grund gratis Marktforschung, was du hier bekommst. Und deine potentiellen Leser werden auch nicht darauf achten, sich "pädagogisch wertvoll" zu äußern.
Dann kopier doch einfach ihren Stil, was brauchst du dann noch hier zu fragen?
Ich tue das.Denkst du ernsthaft dass Leser wert auf historisch korrekte Romane legen?
Schon mal überlegt, dass das eine und das andere gehen könnte?Die meisten Romane dienen vor allem der Unterhaltung der Leser, oder glaubst du ernsthaft, die Leute kaufen solche Romane um sich historisch weiterzubilden? Nein, sie wollen vor allem unterhalten werden.
Und schließlich noch etwas inhaltliches Feedback:
Lies mal Lion Feuchtwanger, "Die Jüdin von Toledo", wenn du einen guten historischen Roman lesen willst.
Oder "Der blaue Kammerherr" oder "Die Kinder der Finsternis" von Wolf von Niebelschütz
Und sinniere über den Satz "Show, don't tell""Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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19.08.2020, 18:26
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Ich fand die Wende der Geschichte schon überraschend, aber ich bin auch immer die letzte die checkt, wer der Mörder ist - sei es im Film oder Buch.
Mir wäre es als Leserin auch wichtig, dass der Inhalt korrekt recherchiert ist. Hier waren die Fehler ja scheinbar so offensichtlich, dass sie direkt aufgedeckt wurden, obwohl nur wenige die Geschichte gelesen haben. Sowas sollte bei einem guten Buch nicht passieren.
Deinen Stil finde ich angenehm, aber für ein ganzes Buch zu oberflächlich. Ich könnte mir bei dir eher Kurzgeschichten wie diese vorstellen, bei längeren Texten würde ich das Interesse verlieren.
(das als Laien-Feedback von jemandem, der einfach gerne liest und in andere Welten abtaucht, also vermutlich deine Zielgruppe
).
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19.08.2020, 18:41
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Das Ehepaar hinter dem Pseudonym Iny Lorentz ist längst im Rentenalter (Du kannst Dir also selber ausrechnen, wie alt sie waren, als sie zu veröffentlichen begonnen haben), dazu hatten beide durchaus einträgliche "Normalberufe" - das sind GANZ andere Voraussetzungen als bei der TE hier, die laut eigener Aussage finanziell eher schlecht da steht und sehr viel jünger ist - sie muß sich ganz andere Mühe geben, um von ihrer Schreiberei dauerhaft leben zu können....
Und ja, "Mittelalter-Trash" trifft es wirklich sehr gut.
Füchterliches Zeug.
*** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote *** 
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19.08.2020, 18:44Inaktiver User
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Ich muss mich als Fan der Schacht Krimis outen.
Sehr tragisch , das ging mir echt nah!
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19.08.2020, 18:48Inaktiver User
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Noch eine Idee zum Thema "Historische Korrektheit":
Ich wäre auch unsicher, was Alltags-Details wie Geldkatzen, Krippenfiguren, etc. angeht. Daher würde ich nach Fertigstellung des Romans ein, zwei Experten bitten, den Text auf historische Richtigkeit zu prüfen.
In diesem Fall würde ich diese Experten z.B. bei Mittelalter-Vereinen suchen, also bei Organisationen, die Mittelaltermärkte oder ähnliche Events organisieren. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Leute, die sowieso ehrenamtlich unterwegs sind, am ehesten bereit wären, jemand Fremdem zu helfen. Du solltest vorher sicherstellen, dass sie sich wirklich auskennen; aber ich denke, Liebhaber mit Detailkenntnissen müssten sich finden lassen.
Grundkenntnisse über die Epoche, über die Du schreibst, solltest Du hingegen entweder vor dem Schreiben haben oder recherchieren, da der eigentliche Plot sich nach Fertigstellung ja nicht mehr so einfach ändern lässt.
So machen es meines Wissens alle Autoren: Vorab Basisrechereche, auch oft vor Ort, selbst + danach Abklopfenlassen von Experten
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19.08.2020, 18:59Inaktiver User
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Historische Richtigkeit ist gar nicht so sehr problematisch, finde ich.
Für mich wirkt das ganze nicht rund, aaaaber:
Ich lese in meiner Freizeit alte historische Romane, also Romane, die in der Zeit geschrieben wurden, in der sie spielen.
Georgette Hayer ist mir schon zu unrealistisch.
Würde jemand, der in der Zeit gelebt hat, erwähnen, dass die verkauften Gänse leben oder der Junge viel zu dünn ist?
Vermutlich nicht, weil beides für jemanden aus der Zeit "normal" ist. Wir erwähnen meist nur das Auffällige.
Und das bekommen nur sehr wenige Leute glaubwürdig hin.
Aus meiner Sicht: gute Geschichte, aber ein modernes Setting wäre besser.
Aber, wie gesagt, ich bin da auch vorgeschädigt.
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20.08.2020, 00:54
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Hier haben sich nun einige Leserinnen zu Wort gemeldet, die kundgetan haben, was sie als Leserin von einem Text erwarten und wie sie von diesem Text angesprochen werden möchten bzw. was sie anspricht.
Die Autor-Leser-Kommunikation (vermittelt über eine Erzählinstanz) ist wahrscheinlich einer der zentralen Faktoren im literarischen Prozess und ganz maßgeblich für das Glücken des Leseakts, für das Lesevergnügen auf der Seite der Leser und für den Erfolg des Textes auf Seiten des Autors.
Deshalb ist Feedback und Kritik von Testlesern vor der Veröffentlichung eines Textes, oder auch vor dem Veröffentlichungsversuch, so wichtig und wertvoll.
Der Autor oder die Autorin kann so den Text auf die Bedürfnisse des Publikums abstimmen und ihm entgegenkommen. Der Text gewinnt an Qualität, der Autor oder die Autorin gewinnt an Einsicht und Erfahrung und erhält möglicherweise eine realistische Einschäzung. Die Kritiker und Kritikerinnen, die sich freiwillig äußern, gewinnen auch - die Möglichkeit zum Austausch, die Möglichkeit, sich zu äußern und gehört zu werden.
Wer Besseres zu tun hat, wird ja sicherlich nicht seine Zeit mit der nutzlosen Kritik unterirdischer Erstlinge in spe verplempern (nehme ich an
).
Die Kommunikationssituation zwischen Autor und Leser und ihre wechselseitigen Erwartungen sind gespiegelt in der Art und Weise, wie diese Kritik und das Feedback vermittelt wird.
Der Autor oder die Autorin wünscht sich konstruktive Kritik.
Konstruktiv ist Kritik, wenn sie nicht nur nützlich und zutreffend ist, sondern vor allen Dingen so formuliert ist, dass sie respektvoll hervorgebracht wird und weder den Autor oder die Autorin (oder das Werk) abwertet noch ausschließlich dazu dient, den Kritiker oder die Kritikerin aufzuwerten.
Sie hat zum Ziel, hilfreich zu sein und konkrete Fragen und Anliegen zu beantworten und zu verbessern ohne anzugreifen oder im Spektrum von "gut" zu "schlecht" zu bewerten.
Was ist für den Kritiker oder die Kritikerin gewonnen, wenn die Kritik herablassend und verletzend Ist und den Autor oder die Autorin entmutigt und vielleicht einen Traum und ein Hobby zerstört?
Ist das befriedigend?
Schreiben ist nicht einfach. Das Geschriebene einer Öffentlichkeit zu präsentieren ist noch viel schwerer.
Mal ganz ehrlich, welche Relevanz hat ein historisches Detail oder ein Rechtschreibfehler wirklich im Kontext einer Geschichte, die klug konstruiert, atmosphärisch stimmig und spannend erzählt ist?
Es kursiert unter Autoren die (wenig? oder sehr?) ermutigende Weisheit, das jeder erste Entwurf für einen Text völliger Müll ist. In der Überarbeitung und der Überarbeitung der Überarbeitung und der Überarbeitung der Überarbeitung der Überarbeitung (...) erhält er die Gestalt, in der er vom Autor bzw. der Autorin losgelassen werden kann und dann den Leserinnen und Lesern ganz zur Verfügung steht.
Ich persönlich finde diesen Prozess spannend und erwarte daher keine Druckreife bei Texten, die als Erstfassung zur Diskussion gestellt werden.
Geschmäcker sind verschieden, Ansprüche unterscheiden sich und letzlich ist Lesen - als Konsum - eine situationsabhängige Tätigkeit.
Man kann über Iny Lorentz die Nase rümpfen und die Augen verdrehen so viel man will, dieses Autorenpaar ist (auch unter andern Pseudonymen) enorm erfolgreich, also haben sie eine große Leserschaft. Es ist Eskapismus nach Schema F, mal mit Mittelalter-, mal mit Phantasygeschmacksrichtung, gar keine Frage, aber das trifft offensichtlich einen breiten Geschmack und das ist doch völlig ok. Ich fände Lesen sehr erschöpfend (und würde es wahrscheinlich bald sein lassen), wenn jeder Text immer bahnbrechend, lebensumwälzend und ganz, ganz große Kunst wäre, die man nur in völliger Versenkung und mit totaler Aufmersamkeit mehrfach hintereinander lesen muss, um ihr gerecht zu werden.
Nein, manchmal ist süffiger Konsum, Berieselung doch genau das, was die Stimmungslage verlangt. Oder irgendetwas zwischen diesen beiden Extremen.
In diesem Sinne: Bitte seid respektvoll im Umgang miteinander und mit den hier im Forum eingestellten Texten.
Wenn es gar nicht auszuhalten ist, ist es vielleicht eine Lösung, selbst zu schreiben.
Geändert von lunete (20.08.2020 um 01:00 Uhr)
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20.08.2020, 09:47
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Das finde ich jetzt interessant, was wären da beispielhafte Titel?
Was ist für Autor*in gewonnen, wenn auch konstruktive Kritik abgeschmettert wird?
Das stimmt. Aber wenn man publizieren will, muss man mit sowas rechnen und sich wappnen. Amazon-Rezensionen hab ich schon erwähnt...Schreiben ist nicht einfach. Das Geschriebene einer Öffentlichkeit zu präsentieren ist noch viel schwerer.
Für mich macht ein falsches Detail die Geschichte eben weniger stimmig, und Rechtschreibfehler in Mengen verleiden mir das Lesen ganz massiv.Mal ganz ehrlich, welche Relevanz hat ein historisches Detail oder ein Rechtschreibfehler wirklich im Kontext einer Geschichte, die klug konstruiert, atmosphärisch stimmig und spannend erzählt ist?
Wer erwartet das? Das einzige, was ich erwarte, ist für meine Hinweise nicht noch angegriffen zu werden.Ich persönlich finde diesen Prozess spannend und erwarte daher keine Druckreife bei Texten, die als Erstfassung zur Diskussion gestellt werden.
Ein Text muss nicht ganz große Kunst sein, aber handwerklich in Ordnung sollte er sein.Ich fände Lesen sehr erschöpfend (und würde es wahrscheinlich bald sein lassen), wenn jeder Text immer bahnbrechend, lebensumwälzend und ganz, ganz große Kunst wäre, die man nur in völliger Versenkung und mit totaler Aufmersamkeit mehrfach hintereinander lesen muss, um ihr gerecht zu werden.
Nein, manchmal ist süffiger Konsum, Berieselung doch genau das, was die Stimmungslage verlangt. Oder irgendetwas zwischen diesen beiden Extremen."Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“



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