Danke, dass du mir trotzdem Feedback gibst.
Und ich kann die Geschichte ja wirklich ins Mittelalter verlagern, das ändert ja an der Handlung nichts.
Im Mittelalter gab es noch keine Macarons, ich könnte aber ein anderes Gebäck wählen, das geht ja mit jedem Gebäck.
Oder ich lasse es im ausgehenden 15. Jahrhundert spielen, der Zeit, als die Macarons erfunden wurden.
Nun, wenn makaber nicht so dein Fall ist, ist das nicht schlimm, jeder hat ja einen anderen Geschmack, ich schreibe meistens sehr düster und makaber, liegt wohl daran, dass ich ein großer Horror und Thrillerfan bin.
Meinst du wirklich, ich muss den Ort auch änden? Was ist denn am Ort falsch? Ich könnte es natürlich auch in einer anderen Stadt , und dann im Mittelalter spielen lassen.
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Thema: Die Macaronbäckerin Teil I
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17.08.2020, 21:32
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
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17.08.2020, 21:44
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Hallo,
ja, da würde ich mich der BuntenKuh anschließen, etwas genauer wäre schön.
Ich bin keine erfahrene Krimi- oder Mystery-Leserin, die mittüftelt, daher war meine erste Vermutung auch die der BuntenKuh, es handle sich um eines der bekannten Liebesgeschichten-Muster.
Die Pointe hat mich überrascht und hat mir gefallen.
Allerdings gibt es durch die Geschichte hindurch Punkte, die wie Brüche wirken, Irritationen verursachen, einmal steht da A und einmal B. Beispielsweise steht zuerst da, dass es den Bettlern eine einzige Nacht lang an nichts fehlen soll, dann steht da, dass sich Vater und Tochter auch darüber hinaus um sie gekümmert haben (sie versorgt haben, ich glaube, es wird auch erwähnt, dass sie dafür wohlhabend genug seien) und dann verspricht die Bäckerin dem Bettler für immer genug Essen und ein warmes Bett.
In der Rückschau ist klar, wie das zusammenpasst, bei der ersten Lektüre kann es einfach ungenau gearbeitet und nachlässig erzählt wirken und den nicht allzu geneigten Leser vielleicht zum vorzeitigen Abbruch der Lektüre bringen.
Also: Da würde ich empfehlen, das subtiler auszuarbeiten, die Irritationen eher anzudeuten als sie auszubuchstabieren.
Ebenso der Blick der Protagonistin auf die Bettler. Mitleid, christliche (?) Nächstenliebe und sehr starke Abneigung (Widerwille, Ekel, vielleicht auch Verachtung) stehen in starkem Kontrast nebeneinander, das will nicht so recht passen. Wenn die Ambivalenz weniger unvermittelt und eher als spürbares Unbehagen gezeichnet würde, z.B. in der Bildlichkeit, wäre der Effekt vielleicht harmonischer und die Pointe überraschender.
Der Protagonistin würde auch etwas mehr Tiefe gut tun. Sie ist eine unzuverlässige Erzählerin, das ist spannend (und, glaube ich, schwer zu schreiben). Ihre Erzählung ist etwas sprunghaft, ich finde ein kohärentes Erzählen der Ereignisse, das den Leser unmerklich einwickelt und mitführt, dass man letztlich aufgrund der bestechenden, aber völlig abstrusen Logik sich erschreckt, dieser Figur auf den Leim gegangen zu sein.
Habe allerdings keine Ahnung, wie man das bewerkstelligen soll.
Noch ein paar Anmerkungen:
Aus dem Spiel-Aspekt köntne man noch mehr machen. Warum ist nur eine Sorte vergiftet? Was passiert mit denen, die nur die ungiftige Sorte essen? Oder sterben alle?
Auch wieder im Hinblick auf die Protagonistin: Als was versteht sie sich im Zusammenhang mit dem Spielgedanken? Als Glücksfee? Spielmeisterin? Göttin? Retterin? Joker? Macht sie die Regeln?
Es spielt an meheren Punkten der Glücksspiel-Aspekt eine Rolle, oder zumindest könnte man ihn da stärker einbringen: bei den Balgereien ums Geld, bei der Auswahl des Opfers, bei den Macarons.
Und eines habe ich nicht verstanden: Was hat es mit dem Wechsel von Pistazie zu Apfel auf sich? Ist das der Geschmack des Gifts?
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17.08.2020, 21:49
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Ah, und noch etwas: Teil 1 - gibt es einen zweiten Teil?
Also: ist das das Ende der Geschichte oder geht es weiter?
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17.08.2020, 21:56
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Dazu: Halte nach nach typischen Füllwörtern, "mal, halt, so, richtig, eben" Ausschau - das wirkt modern. Bei wörtlicher Rede schleichen sich auch schnell Modernismen ein.
Andererseits: Man kann das ja auch bewusst als Stilmittel setzen, also es gibt kein Gesetz, das im historischen oder historisierenden Genre eine altertümelnde Sprache vorschreibt. Allerdings würde ich dann empfehlen, etwas auf Homogenität zu achten, ich glaube, es war von Büttel die Rede, von Wams usw. - ich würde dann auch überlegen, die Beschreibung zu modernisieren.
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18.08.2020, 05:43Inaktiver User
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18.08.2020, 08:38
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Elyn80,
da ehrliche, konstruktive Kritik nicht erwünscht ist, lasse ich Dir nur ein Zitat da:
Gerade die sogenannten "schönen" Schilderungen haben in mir den Sinn für Beschreibungen in nur drei Worten geweckt.
Jules Renard (1864 - 1910), französischer Roman- und Tagebuchautor
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18.08.2020, 08:47
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Ich finds angenehm und kurzweilig zu lesen.
Ansonsten schließ ich mich Lunetes Kritik an.
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18.08.2020, 16:32
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
@Lunete
Danke für deine Tipps, ich werde diese Wörter mal aussortieren und überlegen durch welche Wörter ich sie ersetzen könnte.
Ich denke, die Beschreibung zu modernisieren ist nicht sinnvoll, ich werde dann wohl eher diese modern klingenden Wörter rausnehmen und durch altmodischer klingende ersetzen. Danke für diesen Hinweis, das hilft mir sehr weiter.
Und ja, es gibt einen zweiten Teil, den ich eigentlich auch noch posten wollte, aber ich denke das macht jetzt wenig Sinn, weil ich beide Geschichten erst noch überarbeiten muss.
@Galah 6
Ja, das ist eine gute Idee, ich denke ich werde die Geschichte nach Metz oder Reims verlegen, denn auch dort gibt es ja Kathedralen, die Geschichte kann also von der Handlung her genauso ablaufen wie in einer deutschen Stadt. Und da Macarons zur Zeit von Katherina de Medici erfunden wurden, werde ich die Geschichte wohl kurz danach, im späten 16. Jahrhundert stattfinden lassen.
@Oktoberin
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass konstruktive Kritik nicht erwünscht ist, ich hatte nur eine Person kritisiert, weil sie mir gar nichts Positives und nur Negatives geschrieben hat, ich finde eine Kritik sollte immer auch die positiven Aspekte einer Geschichte enthalten, so mache ich selbst das auch immer, wenn ich andere Geschichten lese.
@Copic
Danke für dein Feedback, freut mich dass dir die Geschichte gefallen hat.
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18.08.2020, 17:25
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Ich bin gelernte, langjährig berufserfahrene Buchhändlerin und auch, wenn ich schon lange nicht mehr in der Belletrisik arbeite - sorry, aber für so eine Schmonzette wüßte ich wirklich keine Kunden. Zumindest Keine, die ich nochmal im Laden sehen wollen würde.
Sprachlich durchaus interessant, da hast Du tatsächlich ein gewisses Talent, aber inhaltlich so dermaßen fehlerbehaftet - das würde mir jeder Kunde um die Ohren hauen und mich fragen, ob ich ihn für dumm verkaufen wollen würde.....
Gutes Sprachvermögen reicht nicht !
Du mußt Deinen Text auch mit Wissen unterfüttern - durchaus auch mit dem Wissen um die Sprache der Zeit, über die Du schreiben möchtest. Und nein, das ist keinerlei Hexenwerk, sich da kundig zu machen ! - , sonst reicht es Dir allenfalls zu den Halsbeissern bei BLT.
*** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote *** 
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19.08.2020, 16:11
AW: Die Macaronbäckerin Teil I
Und wie kommt es dann, dass so fehlerbehaftete Romane wie die von Iny Lorentz, in denen es von historischen Fehlern nur so wimmelt, so viele begeisterte Leser gefunden haben?
Denkst du ernsthaft dass Leser wert auf historisch korrekte Romane legen? Die meisten Leute bemerken die Fehler nicht mal, nur historisch interessierte Leser werden überhaupt bemerken dass da historisch was nicht stimmig ist.
ich habe schon viele historische Romane gelesen, sogar solche, in denen im Mittelalter Kartoffelklöße gegessen wurden, obwohl es damals in Europa noch gar keine Kartoffeln gab.
Die meisten Romane dienen vor allem der Unterhaltung der Leser, oder glaubst du ernsthaft, die Leute kaufen solche Romane um sich historisch weiterzubilden? Nein, sie wollen vor allem unterhalten werden.
Aber ich werde die Story trotzdem ins Mittelalter verlegen, damit sie historisch ein wenig korrekter wird.
In den Romanen von Lorentz werden Wörter wie "ficken" "Titten" "Nutte" verwendet, alles Wörter, die es im Mittelalter gar nicht gab, trotzdem werden ihre Romane von Millionen Lesern gelesen.
Das Wichtigste für den Leser ist es unterhalten zu werden, viele lesen, um sich von der stressigen Arbeit oder der stressigen SChule zu erholen und abschalten zu können, und nicht um historische Daten und Fakten zu lernen.
Ich habe schon viele Romane gelesen, die im Mittelalter spielten und in denen die Menschen redeten wie im 21. Jahrhundert.
Sowas interessiert die meisten Leser nicht, solange es nur unterhaltsam ist, die wenigsten Leser werden sich für die historischen Fakten interessieren, bzw. die überhaupt kennen.
Aber ich ändere es trotzdem ab, um die Geschichte authentischer zu machen.
Der Geschichte wird es nicht schaden, wenn ich sie ins Mittelalter verlege.
Du schreibst ja hier, dass du Buchhändlerin bist....hast du denn da jemals mitbekommen, ob das den Lesern wichtig war mit den historischen Fakten? Haben Leute dir mal gesagt, wenn sie Romane mit falschen Fakten nicht gut fanden?
Dein Feedback ist auf jeden Fall sehr hilfreich, und ich werde mal sehen, wie ich die Geschichte historisch korrekter machen kann.




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