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  1. Registriert seit
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    Books on Demand Frage

    Hallo,
    Habe mich mal bei Books on Demand auf der Website umgeschaut und frage mich: Was bedeutet diese Passage?:

    "Der Autor tritt BoD ferner die gesetzlichen Vergütungsansprüche gem. §§ 44a ff. UrhG ab, soweit BoD sie durch eine Verwertungsgesellschaft, die Rechte von Verlegern und Urhebern gemeinsam wahrnimmt bzw. wahrnehmen lässt (§ 63a Satz 2 UrhG). BoD nimmt die Abtretungen an. Der Autor versichert, dass er diese Rechte nicht bereits im Rahmen eines Wahrnehmungsvertrages mit der VG Wort bei dieser eingebracht hat."

    lg

  2. AW: Books on Demand Frage

    Das bedeutet, das Books on Demand an Deiner statt die VG-Wort-Zuwendungen kassiert.

    Und es bedeutet, dass Du das, bitte, nicht selbst bei VG Wort anmelden darfst.


  3. Registriert seit
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    AW: Books on Demand Frage

    Zitat Zitat von Ao23 Beitrag anzeigen
    Das bedeutet, das Books on Demand an Deiner statt die VG-Wort-Zuwendungen kassiert.

    Und es bedeutet, dass Du das, bitte, nicht selbst bei VG Wort anmelden darfst.
    Schuldigung, dass ich mich hier einmische. Mal ganz blöd gefragt. Sollte eine Anfrage kommen zwecks Verfilmung meines Buches (wenn ich bei Bod publiziert habe) bekommt Bod dafür das Honorar? Oder was für Zuwendungen sind das?

  4. AW: Books on Demand Frage

    Hallo liebe BElllatrix,
    ich kenne die Verträge nicht, die Autoren, die über BOD gehen, mit BOD abschließen. Deshalb schwer zu sagen.

    Es geht in solchen Verträgen (z.B. mit Verlagen) immer um die Rechte an der Verwertung. Da kann es also von Fall zu Fall schon so sein, dass sich ein Verlag auch die Rechte an einer eventuellen Verwertung über den Buchdruck hinaus sichert, also eben auch für die Verfilmung.

    Da muss man einfach mal den Vertrag anschauen, den man mit BOD abgeschlossen hat.

    Mit VG Wort hat das insofern erst mal gar nichts zu tun.
    VG Wort musst Du Dir vorstellen wie die GEMA im Bereich Musik. Das Prinzip ist ähnlich: Verwerter zahlen einen GEMA Beitrag (also z.B. ein Restaurant, das Hintergrundmusik laufen hat oder ein Fitness-Studio) und dann wird der Topf an alle ausgeschüttet, die bei der GEMA angemeldet sind. Hierfür wird ein Verteilerschlüssel verwendet.
    Und so läuft das bei VG Wort eben auch. Es wird hier geschaut (mit Stichproben), ob z.B. Büchereien Dein Buch im Verleih haben etc.

    Was VG Wort angeht, so macht es BOD schlau: sie nehmen Dir die Mühe der Anmeldung und auch des Kassierens Deines VG-Wort-Anteils ab. Das ist doch schonmal nett. ;-)

    Also zu Deiner Frage: nein, damit sind nicht Verwertungsrechte gemeint. Die liegen bei Dir und ob sie weiterhin bei Dir sind, hängt vom Vertrag mit z.B. BOD ab.

    Lieber Gruß
    Ao

  5. Moderation Avatar von lunete
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    AW: Books on Demand Frage

    Zitat Zitat von Ao23 Beitrag anzeigen
    Was VG Wort angeht, so macht es BOD schlau: sie nehmen Dir die Mühe der Anmeldung und auch des Kassierens Deines VG-Wort-Anteils ab. Das ist doch schonmal nett. ;-)
    Was mich betrifft wäre das ein entscheidendes Kriterium, den Vertrag mit BoD nicht abzuschließen.

    (Also ich verstehe das Zwinkern schon als Ironie, wollte meine Meinung aber unmissverständlich anmerken.)


  6. Registriert seit
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    AW: Books on Demand Frage

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Was mich betrifft wäre das ein entscheidendes Kriterium, den Vertrag mit BoD nicht abzuschließen.

    (Also ich verstehe das Zwinkern schon als Ironie, wollte meine Meinung aber unmissverständlich anmerken.)
    Ao23 hat gezwinkert. Ich arbeite an meinem zweiten Buch und würde es eigentlich gern mal anders versuchen, also einen Verlag suchen und nicht selbst verlegen.
    Es soll ja so extrem mühevoll und demotivierend sein. Manche sagen, es geht nicht ohne Agenten. Den muss man aber bezahlen. Das Schreiben darf gern ein Hobby bleiben bei mir, es soll aber kein teures Hobby werden.
    Das passt hier nicht her. Es gibt ja Autorenforen. Da habe ich schon viel gelesen und das macht mich eher traurig, als motiviert, dass es so schwer ist, wenn du nicht gerade ein Promi bist.
    Na mal sehen. Noch ist mein Buch nicht fertig.
    Lunete, was wären denn deine Zweifel? Wie du schreibst wäre genau "das" das Kriterium für dich nicht mit BoD zu arbeiten. Da ich auf solche Dinge leider gar nicht achte, interessiert mich das wirklich.

  7. Moderation Avatar von lunete
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    AW: Books on Demand Frage

    Zitat Zitat von Belllatrix Beitrag anzeigen
    Lunete, was wären denn deine Zweifel? Wie du schreibst wäre genau "das" das Kriterium für dich nicht mit BoD zu arbeiten. Da ich auf solche Dinge leider gar nicht achte, interessiert mich das wirklich.
    (Gekürzt von mir)

    Dass mit einer solchen Klausel der BoD-Verlag die (ohnehin eher geringen!) Einnahmen für sich beansprucht, die weitgehend unabhängig vom Verkaufserfolg durch die Publikation generiert werden - aber die einzig sicheren Einnahmen sind.

    Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit der Verlagssuche.
    Soweit ich das aus zweiter Hand erfahren habe, werden seriöse Agenten am Honorar beteiligt und nicht anderweitig entlohnt. (Oder habe ich mir das falsch gemerkt?)
    Allerdings sind diese wohl mindestens so schwierig zu finden wie ein Verlag.


  8. Registriert seit
    24.10.2019
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    AW: Books on Demand Frage

    @lunete du hast Recht. Seriöse Literaturagenten bekommen erst Geld, wenn sie einen Autor bei einem Verlag unterkriegen und dieser dann ein Honorar für sein Buch erhält. Dann kassiert der Agent einen Anteil.
    Literaturagenturen, die im Voraus Geld von Autoren verlangen, sind unseriös!

    Da Agenten also nur im Erfolgsfall kassieren, nehmen sie auch nur Autoren an, von denen sie überzeugt sind, dass sie die bei großen Verlagen unterkriegen. Deshalb hast du mit deiner Annahme Recht, dass das schwierig ist.

    Ich "kenne" allerdings viele Autoren (aus Schreibforen, von Veranstaltungen, oder weil ich ihnen einfach auf Instagram folge), die es vom Selfpublishing mit Anbietern wie BoD zu Kleinverlagen geschafft haben und einige von denen dann auch zu Großverlagen und Literaturagenturen. Diese Autoren sind auf Social Media sehr aktiv und betreiben dort viel Eigenwerbung. Das ist auch notwendig, denn viele Kleinverlage haben nun mal weniger Budget und Kapazitäten für sowas.


  9. Registriert seit
    24.02.2020
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    AW: Books on Demand Frage

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    @lunete du hast Recht. Seriöse Literaturagenten bekommen erst Geld, wenn sie einen Autor bei einem Verlag unterkriegen und dieser dann ein Honorar für sein Buch erhält. Dann kassiert der Agent einen Anteil.
    Literaturagenturen, die im Voraus Geld von Autoren verlangen, sind unseriös!

    Da Agenten also nur im Erfolgsfall kassieren, nehmen sie auch nur Autoren an, von denen sie überzeugt sind, dass sie die bei großen Verlagen unterkriegen. Deshalb hast du mit deiner Annahme Recht, dass das schwierig ist.

    Ich "kenne" allerdings viele Autoren (aus Schreibforen, von Veranstaltungen, oder weil ich ihnen einfach auf Instagram folge), die es vom Selfpublishing mit Anbietern wie BoD zu Kleinverlagen geschafft haben und einige von denen dann auch zu Großverlagen und Literaturagenturen. Diese Autoren sind auf Social Media sehr aktiv und betreiben dort viel Eigenwerbung. Das ist auch notwendig, denn viele Kleinverlage haben nun mal weniger Budget und Kapazitäten für sowas.
    Ich habe mein Buch nie beworben, nicht mal auf Social Media, dabei wäre das das einzige, was ich machen würde. Nur fehlen mir dafür die Ideen. Ein einfacher FB und Insta-Account wird es nicht bringen. So mit der Zeit hätte ich schon ein wenig Lust zu werben, einfach um zu sehen, ob es funktioniert. Nur bin ich eigentlich ziemlich schüchtern, das macht es nicht gerade einfach.
    Make love - not war!

    Neulich mit meiner Mutter, die partout kein Hörgerät tragen will, auf der Autobahn (is wirklich passiert):
    Sie: "Fahr hier ab und die Landstraße lang."
    Ich: "Wieso soll ich abfahren?"
    Sie:"Die haben doch grad im Radio durchgesagt da liegen Leichenteile auf der Fahrbahn."

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