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  1. User Info Menu

    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Natürlich sollte man das trennen, das ist schon richtig. Aber in beiden Fällen geht es ja darum, jemanden so schnell wie möglich von der eigenen Welt begeistern. Letzten Endes ist auch ein analysierender Blick beeinflusst und gefärbt von der persönlichen Sympathie und Faszination, die das Exposé ja im besten Falle weckt. So wie sich Investment-Banker ja auch erwiesenermaßen stark von ihren Bauchgefühlen leiten lassen, wo es doch eigentlich um analytische Entscheidungsfindung gehen sollte. Der Freund meiner Schwester hatte erst ein ziemlich durchschnittliches Zusammenfassungs-artiges Exposé. Nach einigen Absagen haben ihm ein paar Leute geholfen, etwas Faszinierenderes in dieser Kürze zu brauen, und kurz darauf hat er dann sein Werk beim Novum Verlag angebracht. Und die "Probe der Arbeit" ist ja letzten Endes genau das wovon ich rede, der Angelhaken, der das Interesse wecken soll.
    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
    - J.W. Goethe

  2. Inaktiver User

    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Sorry, aber der Novum Verlag verdient sein Geld mit den Autoren, nicht mit Buchkäufern!

    "Der Novum Verlag verlangt einen Druckkostenzuschuss von ca. € 5000 (incl.MWSt) für ein kleines Gedichtbändchen von rund 80 Seiten bei einem Ladenpreis von € 15,90. Fragwürdig ist das Locken mit einem Honorar. Autoren wird ein Honorar von 25 % vom Verkaufspreis im Verlagsvertrag zugesagt. Im Kleingedruckten (Allgemeine Geschäftsbedingungen) findet sich erst die Aufklärung über diese Täuschung. Das Honorar gibt es nur ab dem 501. verkauften Buch. So gut wie kein Erstautor erreicht solche Verkaufszahlen. Warum heißt es nicht gleich: "Honorar vom Verkaufspreis ab 501. verkauften Buch"? Zudem muss der Autor Werbematerial bezahlen, wenn er Reklame machen, den Buchabsatz fördern will, und sogar eine Gebühr für Abrechnungen. Finanziell kommt diese Werbung jedoch allein dem Verlag zugute. Wollte der Autor gar zum Ausgleich seiner Kosten kommen, müssten 1500 bis 2000 Exemplare verkauft werden - eine Illusion!"

    Schreibt ARTHURKLAUS am 16.08.2015 als Antwort auf eine Nachfrage zum Novum Verlag auf gutefrage.

    Der Novum-Verlag selbst antwortet dort ebenfalls.

    Meiner Meinung nach ist das Geschäftsmodell auch in ordnung - so lange beiden Parteien klar ist, was geboten wird. Es gibt Menschen, die ihr Buch unbedingt in gedruckter Form sehen wollen, wo aber das Buch nunmal keinerlei Marktchancen hat. Ein Verlag, der sein Geld mit dem verkaufen von Büchern verdient, wird dieses Buch nicht annehmen, weil man kein Wohlfahrtsbetrieb ist.

    Der Novum-Verlag gibt nun diesen Autoren eine Möglichkeit, ihr Buch auf den Markt zu bringen und läßt sich dafür bezahlen. IRGENDWOHER muß ein Verlag ja Einnahmen erzielen. Es fallen ja auch ganz reale Kosten an.

    Es muß einem nur klar sein, daß es kein Merkmal für herausragende Qualität eines Manuskriptes ist, wenn der Novum-Verlag ein Buch angenommen hat, sondern nur dafür, daß der Autor genug Geld hat.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2017 um 08:13 Uhr) Grund: Zitatquelle und Meinung ergänzt

  3. Moderation

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Zum Novum-Verlag gibt es hier im Forum einen eigenen Strang.
    Nach dessen Lektüre scheint es unwahrscheinlich, dass für den Erfolg des Manuskripts das überarbeitete Exposé allein ausschlaggebend war.

    Antje3, könntest du bitte einen Nachweis zu deinem Zitat setzen?
    Danke!

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    „Rotz, null Bock, *zensiert*, hab keine Lust, was zu schreiben.“ – „Wir sind begeistert von Ihrem Exposé und sehen großes Potential in Ihrem Werk. Für einen kleinen Zuschuss von lächerlich niedrigen 20 Millionen Euro verlegen wir Ihr Buch.“

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    „Wir sind begeistert von Ihrem Exposé und sehen großes Potential in Ihrem Werk. Für einen kleinen Zuschuss von lächerlich niedrigen 20 Millionen Euro verlegen wir Ihr Buch.“
    Sowas haben die mir damals auch geschrieben. Ich glaube, 20 T€ wollten die von mir haben. Und das war noch das billige Paket. Das "rundumsorglos Paket" hätte mich süße 50 T€ gekostet.
    Als ich nicht sofort reagiert habe, haben die sogar bei mir angerufen und nachgefragt.

  6. Moderation

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Echt, Blacky, 20 bis 50 TAUSEND €?
    Was war das denn für ein Buch? Goldschnitt, Kalligraphie und jede Seite Vielfarbendruck?

    Vielleicht könnte man die Novum-Diskussion nach drüben verlegen und hier wieder zum Thema kommen.

    Was man aus diesem Exkurs mitnehmen könnte wäre, dass Verlage neben ihrem Programm auch einen "Ruf" haben, der Branchenkennern und Beobachtern bekannt ist und dann dem dort veröffentlichten Buch auch anhaftet und dann beim Marketing und Verkauf sowie in der Rezeption (man denke an Rezensionen) eine Rolle spielt.
    Druckkostenzuschussverläge (wie Novum) publizieren auch unpublizierbares gegen Geld, Verlag X vertritt eine bestimmte politische Richtung, beim Verlag Y hilft es, mit dem Chef zu schlafen, Verlag Z ist eine Resterampe, dort wird das verramscht, was sonst nirgendwo läuft... (mal ein bisschen überspitzt).
    Eine genaue Recherche ist da sehr wichtig.
    Als Beispiel:
    Kürzlich war ich auf der Homepage eines kleinen Verlags, sah alles sehr nett aus, sie machen auch hübsche Bücher (Lyrik, Regionalia, Kunstbücher...). Tja. Und dann stand irgendwo auf der Seite unter dem Titel "Hinweise für Autoren" ganz dumpfer rechtspopulistischer Mist.
    Einen Teufel würde ich tun und da veröffentlichen.

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Dienste wie Lektorat kannst du einkaufen, laß dich nicht über den Tisch ziehen. Kläre, was du willst: Nur Korrekturlesen, oder Sachen wie Stil, Vereinheitlichung der Terminologie, werweißwas. Halte dich von Leuten fern, die dein Genre nicht kennen und dir z.B. eine Zeitreise in einem SF-Kontext in den Konjunktiv umwandeln, da es sich ja nur um ein Gedankenspiel handelt.
    Danke für den Tipp, das werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und mir schon mal ein paar Notizen machen, was da meine Erwartungen sind. Sonst vergesse ich dann, wenn es soweit ist, sicher die Hälfte.
    Auch von mir Gratulation! Anscheinend gehörst du zu den Glücklichen, die ihr Buch irgendwann als "fertig" empfinden und dann den Schritt der Veröffentlichung anstreben. Ich kenne viele und bezeichne mich auch als eine von jenen, die ewig unzufrieden bleibt und immer wieder wegstreicht, neu schreibt und dann wieder weiterverfolgt
    Oh, danke Und perfekt ist es sicher nicht, den Anspruch habe ich irgendwann aufgegeben. Ich denke, absolute Perfektion ist für keinen Menschen möglich und irgendwann muss man, wen man sein Bestes gegeben hat, einfach mal einen Strich drunter setzen und den nächsten Schritt angehen. In meinem Fall heißt das, dass ich mir Gedanken zur Veröffentlichung mache.
    In Sachen Veröffentlichung hast du echt schon viele Tipps erhalten, grundsätzlich musst du halt auch wissen, was du finanziell investieren willst. Danach richten sich dann auch Aufwand, Verlegertypus, etc. Weißt du wie du das Marketing angehst?
    Nun, um einen Fuß in die Welt der Autoren setzen zu können, wäre ich schon bereit ein bisschen etwas zu investieren, sofern mich das Angebot überzeugt.
    Was die Diskussion um den Novum Verlag angeht, da werde ich noch ein bisschen genauer recherchieren. Natürlich auch was die anderen Veröffentlichungsoptionen angeht. Über's Marketing habe ich mir tatsächlich noch gar keine Gedanken gemacht, sollte ich vielleicht mal tun. Irgendwie muss man seine potentiellen Leser ja auch erreichen. Am besten online und in Buchhandlungen, oder?

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Glaube da musst du dich schon ein wenig damit beschäftigen und für dich abwiegen welche Methode in Frage kommen kann. Jede Variante kann ihre Vorteile haben, die jeweiligen Vorteile müssen einem aber auch etwas nutzen. Wenn ich mich schon super auskenne und den Markt kenne dann braucht man weniger Hilfestellungen, wer sich nicht auskennt der benötigt jede Hilfe die er bekommen kann.

    Glaube um Onlinewerbung kommt man heutzutage nicht mehr rum aber auch die anderen Möglichkeiten darf man nicht vernachlässigen. Man sollte schon auch offline für Menschen erreichbar sein, sei es durch Lesungen oder eben in Buchhandlungen oder den Buchmessen.

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    AW: Endlich fertig – aber wie soll ich mein Buch verlegen lassen?

    Liebe Blacky7,

    nun nachdem mein Verlagshaus wieder einmal aufgegriffen wird, bin ich besonders auf Ihren Kommentar aufmerksam geworden. Beziehen Sie sich mit Ihren Preisangaben etwa auf unser Verlagshaus? Falls ja, dann wäre es sehr wichtig für mich zu wissen, was hier damals passiert ist und wie die Korrespondenz im Detail abgelaufen ist. Diese horrenden Summen entsprechen einer nicht tragbaren Höhe, davon abgesehen, werden unsere Leistungspakete, die zur freien Wahl stehen, individuell zusammengestellt und betragen bei maximalem Leistungsanspruch keinesfalls diese Höhe. Es wäre mir wirklich ein großes Anliegen, Ihre Unannehmlichkeiten zu klären. Ich weiß, dass das Forum hier für einen gegenseitigen Austausch zur Verfügung steht und möchte hier definitiv keine Werbetrommel rühren, lediglich für Aufklärung sorgen, da es hier klare (meist negative) Meinungsäußerungen zu meinem Verlagshaus gab. Also würde ich sie bitten, diesen Post nicht zu löschen. Und ich hoffe, liebe Blacky7, von Ihnen zu hören bzw. eine Antwort zu erhalten. Vielen Dank und liebe Grüße, Wolfgang Bader.

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