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  1. Inaktiver User

    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Gerade bei wissenschaftlichen Büchern ist mir das auch sehr häufig aufgefallen! Da empfinde ich es insbesondere als eine Frechheit, weil diese Bücher oft extrem teuer sind!

    Letztens habe ich mir einmal die HP einer freiberuflichen Lektorin angesehen und gleich zwei "das/dass"-Fehler gefunden.

    "Ein Korrektorat, dass Qualität hat!".

    Ich finde sowas extrem schlimm, wenn ich als Laie mehr Ahnung habe als jemand, der das beruflich macht und ev. studiert hat.

  2. Moderation Avatar von lunete
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Ich wundere mich darüber, dass Menschen, die scheinbar die Rechtschreibung selbst nicht verstehen, andere Menschen für etwas kritisieren, das sie nicht können. Immerhin schadet das dann ja dem Autoren ...
    LG
    Ich gehe mal davon aus, dass die Leute, die Amazon-Rezensionen schreiben, in der allergrößten Mehrheit auch selbst auch keine Bücher schreiben können.
    Ich finde das ganz putzig, man kann meist ganz gut erkennen, wer da rezensiert hat: Abiturienten, die sich nach ihren Prüfungenmal so richtig ausk*tzen z.B. Oder Leute, die das Buch nicht verstanden oder was ganz anderes erwartet haben. Treue Freunde und die Mutter des Autors, die 5 Sterne vergeben oder gleich der Autor selbst, der die auf Amazon unter dem eigenen Werk hinterlassene Hymne gleich auch noch hier im Forum einstellt in der Hoffnung, Leser zu finden usw.

    Mich ärgert bei Amazon-Rezensionen, dass sie nicht sauber den einzelnen Ausgaben zugeordnet werden können. Also wenn es z.B. einen Text in mehreren Ausgaben gibt, werden alle Rezensionen bei allen Ausgaben angezeigt, zwar mit dem Hinweis "diese Rezension bezieht sich auf eine andere Version", aber letztlich macht sie das unbrauchbar.
    Wenn ich z.B. Infos zu einer bestimmten Übersetzung möchte oder zu einer kommentierten Textausgabe eines Klassikers bekomme ich eine Rezension zu einer bibliophilen Ausgabe, die die Aufmachung lobt, angezeigt.
    Wenig hilfreich.
    Bücher kaufe ich da - auch aus anderen Gründen - schon länger nicht mehr.

    Was die genannten wissenschaftlichen Werke mit Fehlern angeht: das liegt fast ausschließlich in der Hand der Verfasser. Solche Werke werden vom Verlag nicht lektoriert oder auch nur Korrektur gelesen. Man muss froh und dankbar sein, wenn der Verlag Layout und Satz übernimmt und man das nicht auch noch selbst machen muss.
    Und für eigene Fehler wird man blind, leider. Treue Freunde oder Kollegen zu belasten mit "liest du mal meine 400-Seiten-Dissertation über byzantinische Blumenornamente auf in der hinteren Mongolei ausgegrabenen Tontöpfen auf Rechtschreibung durch" kann man auch nicht bringen, bzw. einen Lektor zu bezahlen, der das entgeltlich macht, kann man sich oft nicht leisten.
    Geändert von lunete (03.05.2016 um 14:11 Uhr)

  3. gesperrt
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Was die genannten wissenschaftlichen Werke mit Fehlern angeht: das liegt fast ausschließlich in der Hand der Verfasser. Solche Werke werden vom Verlag nicht lektoriert oder auch nur Korrektur gelesen. Man muss froh und dankbar sein, wenn der Verlag Layout und Satz übernimmt und man das nicht auch noch selbst machen muss.
    Aber nicht bei Springer!

  4. Moderation Avatar von lunete
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Ich habe noch keinen Autorenvertrag von Springer gesehen, beziehe mich mit meiner Aussage oben aber auf renommierte und große Verlage. Z.B. auf den mit dem niederländischen Namen, der in Berlin und Boston ansässig ist oder auf den Münchner Verlag, der so heißt wie ein Vogel.

  5. Moderation
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Fehler in Büchern deuten auf schlampiges Lektorat hin. Das muß an sich noch nichts bedeuten -- auch sehr gute Autoren können bei nicht sehr qualitätsbewußte Verlagen sein, wenn die Leserschaft das mitmacht und das an der Produktion gesparte Geld beim Autor landet. Andererseits hat man natürlich das Empfinden, daß ein schlampiger Verlag vielleicht auch ansonsten nicht viel Wert auf die Qualität seiner Autoren oder seiner Produkte legt, oder legen kann.

    Fehler in Amateurrezensionen bedeutet, daß es Amateurrezensionen sind. Niemand ist wirklich gut in Multitasking, wenn die erste Priorität ist eine Meinung gut und fundiert auszudrücken, fallen dabei eben mehr Tippfehler an, als wenn jemand seine Abschlußprüfung beim Stenographenverein macht. Solange das der Kommunikation des Wesentlichen nicht im Weg steht, und das Wesentliche mir interessant und relevant erscheint, messe ich da gerne Äpfel und Affenbrotbäume mit zweierlei Maß.

    Einige Autoren bitten in ihren Blogs ihre Leserschaft, verbliebene Tipp- und Satzfehler zu melden, damit bei der nächsten Ausgabe weniger Fehler drin sind. Eine fehlerfreier Langtext ist vermutlich schon rein statistisch so unwahrscheinlich, daß man eher mal einen Wolpertinger sieht.

    Ich lese auch die Besprechungen bei amazon. Es gibt so ein paar Sachen, die ich in meiner Lektüre gar nicht haben will (Rechtschreibfehler zählen nicht dazu), und wenn die drin sind, merke ich das für gewöhnlich an den Rezensionen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Avatar von Lizzie64
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Übrigens sind ohne Not abgekürztes "eigentlich" oder "eventuell" in schriftlichen Äußerungen auch nicht gerade guter Stil
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske

  7. Avatar von sundays
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    Übrigens sind ohne Not abgekürztes "eigentlich" oder "eventuell" in schriftlichen Äußerungen auch nicht gerade guter Stil
    ev. ist übrigens eigentlich die Abkürzung für evangelisch.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

  8. Avatar von Lizzie64
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Zitat Zitat von sundays Beitrag anzeigen
    ev. ist übrigens eigentlich die Abkürzung für evangelisch.
    ...im hier angesprochenen Text aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gemeint. Ich lese kontextbezogen.

    Bei weiterem Nachdenken: Ich habe ja tatsächlich evangelisch studiert . *Grübel*
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske
    Geändert von Lizzie64 (04.05.2016 um 00:02 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Ich habe wohl noch nie ein Buch gelesen, selbst von renommierten Verlagen nicht, in dem ich nicht über einen Rechtschreibfehler gestolpert bin. Und immerhin: Dort gibt es Lektorat, mehrere Überarbeitungen, Druckfahnenabnahme. Trotzdem: Irgendein Fehler wird immer übersehen. Das ist ganz natürlich so. Vielleicht taucht manch ein Korrektor auch in die Spannung ein und übersieht deshalb einen Rechtschreibfehler?

  10. Moderation
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    AW: Kritik: Rechtschreibfehler in Büchern

    Ich hab noch mal nachgedacht, und ich nehme inzwischen an, daß es nicht möglich ist, keine Fehler in einem längeren Text zu haben, und der Grund dafür ist statistisch.

    Jeder, der es liest, findet, mal so angenommen, drei von vier Fehlern. Mehr, wenn er viel Zeit hat, und der Text in optimal lesbarer Form vorliegt (es gibt z.B. spezielle Korrekturfonts, und bei nicht gestochen scharfem Schriftbild lesen die Leute aufmerksamer). Weniger, wenn er schnell arbeiten muß.

    "Mitreißen lassen" erwarte ich weniger als Quelle für geringes Fehlerfinden, der mentale Modus beim Korrekturlesen ist doch sehr anders als beim Schmökern. Wenn natürlich gleichzeitig Fehler in Rechtschreibung, Grammatik, Kontinuität, und Form gefunden werden sollen, hilft ein "Rechtschreibfehler finden"-Modus nicht.

    So oder so, wenn also vier Leute die einen von vier Fehlern übersehen, den Text nacheinander korrekturlesen und es waren 100 Fehler drin, sind es danach noch 100*(0,25)^4, also 0,4. Das ist der optimale Fall, der selten vorkommen wird.

    Wenn sie ihn parallel korrekturlesen, bleiben wesentlich mehr Fehler drin, weil sie oft die gleichen Fehler finden oder nicht finden. (Da gibt es eine Formel für, die ist mir aber gerade zu kompliziert. Jedenfalls kommt da erheblich mehr als 0,4 raus.

    Und dann gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten, neue Fehler reinzumachen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (05.09.2016 um 12:21 Uhr) Grund: Zahlen korrigiert

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