Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 42
  1. User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Ich denke, dass Schreibblockaden dann nicht wirklich vorkommen, wenn man das Grundgerüst einer Geschichte stehen hat. Hat man für jedes Kapital auf 2 bis 3 Zeilen den Inhalt zusammengefasst, dann kann man seine Geschichte schreiben.

  2. Moderation

    User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Geschichten haben einen Inhalt und eine Form.
    Die Inhaltsproblematik lässt sich durch deinen Vorschlag, Quirin, sicherlich angehen, bezüglich der Form wäre ich mir da nicht so sicher.
    Wenn Wildwusel oben von "hilflosen, hölzernen Sätzen" schreibt, ist genau dieser Aspekt angesprochen, an dem man auch ganz prima hängenbleiben und sich verzetteln kann bis zum absoluten Stillstand.

    Mir haben aus solchen formalen Sackgassen das Schreiben von Miniaturen und Skizzen geholfen, an denen man anknüpfen und die man dann ausbauen kann. Oder das "Augen-zu-und-durch"-Schreiben, einfach irgendwie den Inhalt zu Papier bringen, dann weglegen und eine Zeitlang nicht mehr angucken. Danach dann lesen und a) über die doch nicht ganz missglückte Form überrascht sein und b) feilen, justieren, verbessern, bis es passt.
    Geändert von lunete (09.02.2016 um 17:34 Uhr) Grund: da fehlte ein n

  3. User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Die Inhaltsproblematik lässt sich durch deinen Vorschlag, Quirin, sicherlich angehen, bezüglich der Form wäre ich mir da nicht so sicher.
    Das unterschreibe ich.
    Bei mir kam es trotz der Vorbereitungen zur Blockade und die Gründe waren eindeutig Selbstzweifel, außerdem auch Zweifel am Schreiben und am Veröffentlichen.
    - "Alles vertane Zeit, das wird ohnehin niemand lesen"
    - "All die Arbeit wird mir nichts einbringen - weder Geld, noch Anerkennung"
    - "Es gibt genügend schlechte Bücher, die die Welt nicht braucht, warum noch eins hinzufügen"
    - "Ich bin keine gute Schreiberin, d.h. ich kann es nicht so, wie es es gern können würde"

    Und an all diesen Bewertungen hat sich auch nichts geändert. Was sich hingegen geändert hat: ich habe nun den Willen, es trotzdem zu Ende zu bringen. Denn eine Kleinigkeit hatte ich übersehen: die Welt mag es nicht brauchen, aber ich brauche es.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  4. User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    - "Alles vertane Zeit, das wird ohnehin niemand lesen"
    - "All die Arbeit wird mir nichts einbringen - weder Geld, noch Anerkennung"
    - "Es gibt genügend schlechte Bücher, die die Welt nicht braucht, warum noch eins hinzufügen"
    - "Ich bin keine gute Schreiberin, d.h. ich kann es nicht so, wie es es gern können würde"
    Das sind fast alles extrinsische Faktoren. Wie sieht es denn mit der intrinsischen Motivation aus? Das Schreiben um des Schreibens willen, einfach, weil es Spaß macht?

  5. User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn mit der intrinsischen Motivation aus? Das Schreiben um des Schreibens willen, einfach, weil es Spaß macht?
    Ich möchte hier keine intensive Nabelschau betreiben - jedenfalls nicht mehr, als ich ohnehin schon getan habe.
    Aber die Frage ist interessant, deshalb versuche ich, etwas dazu zu schreiben.

    Das Wort "Spaß" ist für mich negativ besetzt. Ich verstehe darunter so etwas wie Zerstreuung.
    Zumindest muss Spaß mit Leichtigkeit einher gehen. Schreiben mit Leichtigkeit und einfach so zum Vergnügen, ohne größeren Anspruch - das kenne ich auch, nämlich, wenn ich blogge oder in Foren schreibe. Allerdings musste ich auch einen Lernprozess durchlaufen, bis ich diese relativ unbeholfenen und oft nicht fehlerfreien Sachen posten konnte. Zuvor habe ich mich auch beim Bloggen regelmäßig in Blockaden hinein manövriert, weil ich mir die Messlatte zu hoch gelegt hatte.

    Das Romanprojekt ist anders, aber inzwischen gehe ich damit auch lockerer um, sonst könnte ich nicht weiter schreiben. Spaß ist nicht das, was ich mir wünsche. Es ist eine Herausforderung von der Art, wie ich sie mir wünsche, und es ist erfüllend, wenn es "läuft". Das Recherchieren ist spannend und herausfordernd, das Thema ist Hobby für mich.
    Ich mag gut geschriebene Texte und verabscheue schlechte, aber leider kann ich nicht solche Texte schreiben, wie ich sie liebe. Ich liebe das Thema und die Herausforderung. Mich mit dem abzufinden, was ich schaffen kann, ist auch ein Lernprozess.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Ich hatte komischerweise im Leben nie ein Problem mit intrinsichen Faktoren. Ich wollte immer Geschichten erzählen. Mir selber, meinen Teddybären, meinen Freunden, allen, die nicht bei drei auf den Bäumen waren. Ob das irgendeinen "Sinn" hat, habe ich nie gefragt -- ich kam nach Haus und schnappte mir Block und Bleistift, um bei meinen ausgedachten Leuten und ihren Abenteuern zu sein. Ich habe eine Geheimschrift entwickelt, um im Schulunterricht, während Vorlesungen, in Besprechungen in der Arbeit, ... Geschichten schreiben zu können. Von jedem Spaziergang bin ich zumindste mit einer neuen Szene, einem neuen Dialog und einer neuen Situation, die sich zu erforschen lohnte, wiedergekommen.

    Und dann war es weg.

    Hormone?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Du meinst, der Drive/die Muse war/ist weg, Wildwusel?
    Das was du oben schriebst, dass dir deine Geschichten nicht mehr gefallen, die Figuren leblos bleiben, die Dialoge platt und die Sätze knarzen, klingt für mich aber schon auch nach Selbstkritik und damit gewissermaßen intrinsisch begründet. Oder verstehe ich da was falsch?

    In dem was du schreibst finde ich mich wieder, Bisasam!

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Das was du oben schriebst, dass dir deine Geschichten nicht mehr gefallen, die Figuren leblos bleiben, die Dialoge platt und die Sätze knarzen, klingt für mich aber schon auch nach Selbstkritik und damit gewissermaßen intrinsisch begründet. Oder verstehe ich da was falsch?
    Ich lese meine alten Sachen und denk mir, "oh Gott, ich war mal so gut." Und sitze dann vor dem Bildschirm und skizziere Stories, aber keine spricht mit mir und erzählt mir, wie sie weitergeht. Ich geh durch die Bewegungen, aber der Funke springt nicht über, und ich langweile mich beim Schreiben. Es nervt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich hab seit Jahren des Teufels Urgroßmutter aller Schreibblockaden. Keine einzige originelle Idee, keinen einzigen Charakter, an den die Leute glauben können, keine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden, kein Satz, der nicht hilflos und hölzern klingt. Nur noch Sand und Fliegen und kahle Palmstämme, wo man eine große Oase mit bunten Gärten und spielenden Kindern war. Es frustriert mich.
    Ich muss das an dieser Stelle (mal wieder) loswerden, Wildwusel. Deine Wanderberichte lese ich mit viel Freude. Ich bin immer begeistert davon. Mir gefällt nicht nur, was du da erzählst, sondern auch, wie du es erzählst. Und ganz sicher bin ich nicht dein einziger Fan hier im Forum.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    In dem was du schreibst finde ich mich wieder, Bisasam!
    Ich habe diesen Bereich ja gerade erst entdeckt, aber sollte öfter mal hier reinlesen... offenbar schlagen sich viele Schreiberlinge mit ähnlichen Gedanken, Empfindungen, Zweifeln herum.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Schreibblockaden überwinden

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich geh durch die Bewegungen, aber der Funke springt nicht über, und ich langweile mich beim Schreiben. Es nervt.
    Könnte sein, dass es das Schreiben in Foren ist. Wer sich erst mal daran gewöhnt, immer gleich Feedback zu kriegen, fühlt sich beim einsamen Schreiben von längeren Texten, als ob man ein schwarzes Loch füttere. Geht zumindest mir so.


    gruss, barbara

Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •