Ich denke, dass Schreibblockaden dann nicht wirklich vorkommen, wenn man das Grundgerüst einer Geschichte stehen hat. Hat man für jedes Kapital auf 2 bis 3 Zeilen den Inhalt zusammengefasst, dann kann man seine Geschichte schreiben.
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Thema: Schreibblockaden überwinden
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09.02.2016, 13:11
AW: Schreibblockaden überwinden
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09.02.2016, 13:47
AW: Schreibblockaden überwinden
Geschichten haben einen Inhalt und eine Form.

Die Inhaltsproblematik lässt sich durch deinen Vorschlag, Quirin, sicherlich angehen, bezüglich der Form wäre ich mir da nicht so sicher.
Wenn Wildwusel oben von "hilflosen, hölzernen Sätzen" schreibt, ist genau dieser Aspekt angesprochen, an dem man auch ganz prima hängenbleiben und sich verzetteln kann bis zum absoluten Stillstand.
Mir haben aus solchen formalen Sackgassen das Schreiben von Miniaturen und Skizzen geholfen, an denen man anknüpfen und die man dann ausbauen kann. Oder das "Augen-zu-und-durch"-Schreiben, einfach irgendwie den Inhalt zu Papier bringen, dann weglegen und eine Zeitlang nicht mehr angucken. Danach dann lesen und a) über die doch nicht ganz missglückte Form überrascht sein und b) feilen, justieren, verbessern, bis es passt.Geändert von lunete (09.02.2016 um 17:34 Uhr) Grund: da fehlte ein n
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09.02.2016, 14:01
AW: Schreibblockaden überwinden
Das unterschreibe ich.
Bei mir kam es trotz der Vorbereitungen zur Blockade und die Gründe waren eindeutig Selbstzweifel, außerdem auch Zweifel am Schreiben und am Veröffentlichen.
- "Alles vertane Zeit, das wird ohnehin niemand lesen"
- "All die Arbeit wird mir nichts einbringen - weder Geld, noch Anerkennung"
- "Es gibt genügend schlechte Bücher, die die Welt nicht braucht, warum noch eins hinzufügen"
- "Ich bin keine gute Schreiberin, d.h. ich kann es nicht so, wie es es gern können würde"
Und an all diesen Bewertungen hat sich auch nichts geändert. Was sich hingegen geändert hat: ich habe nun den Willen, es trotzdem zu Ende zu bringen. Denn eine Kleinigkeit hatte ich übersehen: die Welt mag es nicht brauchen, aber ich brauche es.Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.
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09.02.2016, 16:37
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09.02.2016, 18:04
AW: Schreibblockaden überwinden
Ich möchte hier keine intensive Nabelschau betreiben - jedenfalls nicht mehr, als ich ohnehin schon getan habe.
Aber die Frage ist interessant, deshalb versuche ich, etwas dazu zu schreiben.
Das Wort "Spaß" ist für mich negativ besetzt. Ich verstehe darunter so etwas wie Zerstreuung.
Zumindest muss Spaß mit Leichtigkeit einher gehen. Schreiben mit Leichtigkeit und einfach so zum Vergnügen, ohne größeren Anspruch - das kenne ich auch, nämlich, wenn ich blogge oder in Foren schreibe.
Allerdings musste ich auch einen Lernprozess durchlaufen, bis ich diese relativ unbeholfenen und oft nicht fehlerfreien Sachen posten konnte. Zuvor habe ich mich auch beim Bloggen regelmäßig in Blockaden hinein manövriert, weil ich mir die Messlatte zu hoch gelegt hatte.
Das Romanprojekt ist anders, aber inzwischen gehe ich damit auch lockerer um, sonst könnte ich nicht weiter schreiben. Spaß ist nicht das, was ich mir wünsche. Es ist eine Herausforderung von der Art, wie ich sie mir wünsche, und es ist erfüllend, wenn es "läuft". Das Recherchieren ist spannend und herausfordernd, das Thema ist Hobby für mich.
Ich mag gut geschriebene Texte und verabscheue schlechte, aber leider kann ich nicht solche Texte schreiben, wie ich sie liebe. Ich liebe das Thema und die Herausforderung. Mich mit dem abzufinden, was ich schaffen kann, ist auch ein Lernprozess.Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.
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09.02.2016, 21:04
AW: Schreibblockaden überwinden
Ich hatte komischerweise im Leben nie ein Problem mit intrinsichen Faktoren. Ich wollte immer Geschichten erzählen. Mir selber, meinen Teddybären, meinen Freunden, allen, die nicht bei drei auf den Bäumen waren. Ob das irgendeinen "Sinn" hat, habe ich nie gefragt -- ich kam nach Haus und schnappte mir Block und Bleistift, um bei meinen ausgedachten Leuten und ihren Abenteuern zu sein. Ich habe eine Geheimschrift entwickelt, um im Schulunterricht, während Vorlesungen, in Besprechungen in der Arbeit, ... Geschichten schreiben zu können. Von jedem Spaziergang bin ich zumindste mit einer neuen Szene, einem neuen Dialog und einer neuen Situation, die sich zu erforschen lohnte, wiedergekommen.
Und dann war es weg.
Hormone?** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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10.02.2016, 10:44
AW: Schreibblockaden überwinden
Du meinst, der Drive/die Muse war/ist weg, Wildwusel?
Das was du oben schriebst, dass dir deine Geschichten nicht mehr gefallen, die Figuren leblos bleiben, die Dialoge platt und die Sätze knarzen, klingt für mich aber schon auch nach Selbstkritik und damit gewissermaßen intrinsisch begründet. Oder verstehe ich da was falsch?
In dem was du schreibst finde ich mich wieder, Bisasam!
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10.02.2016, 19:44
AW: Schreibblockaden überwinden
Ich lese meine alten Sachen und denk mir, "oh Gott, ich war mal so gut." Und sitze dann vor dem Bildschirm und skizziere Stories, aber keine spricht mit mir und erzählt mir, wie sie weitergeht. Ich geh durch die Bewegungen, aber der Funke springt nicht über, und ich langweile mich beim Schreiben. Es nervt.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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10.02.2016, 19:51
AW: Schreibblockaden überwinden
Ich muss das an dieser Stelle (mal wieder) loswerden, Wildwusel. Deine Wanderberichte lese ich mit viel Freude. Ich bin immer begeistert davon. Mir gefällt nicht nur, was du da erzählst, sondern auch, wie du es erzählst. Und ganz sicher bin ich nicht dein einziger Fan hier im Forum.

Ich habe diesen Bereich ja gerade erst entdeckt, aber sollte öfter mal hier reinlesen... offenbar schlagen sich viele Schreiberlinge mit ähnlichen Gedanken, Empfindungen, Zweifeln herum.Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.
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10.02.2016, 22:18
AW: Schreibblockaden überwinden


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