Thema geschlossen
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 16
  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
    Registriert seit
    23.04.2003
    Beiträge
    9.753

    Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe Userinnen und User,

    kreatives Schreiben ist keine große, geheimnisvolle Kunst, die nur wenigen Literatur-Genies vorbehalten ist. Im Gegenteil: Wir sehen täglich neu hier im Schreiberling-Forum, mit wieviel Freude, Kreativität und guten Ideen Sie zu Stift und Tastatur greifen und an Gedicht, Kurzgeschichte oder Roman arbeiten.

    Daher freuen wir uns sehr, dass wir vom 17. November bis 1. Dezember eine Experten-Beratung mit Schreib-Coach Diana Hillebrand anbieten können. Frau Hillebrand ist seit vielen Jahren erfolgreich als Coach und Workshop-Leiterin tätig, und hat auch bereits mehrere Ratgeber zum Thema „kreatives Schreiben“ herausgebracht (weitere Informationen zu Frau Hillebrand finden Sie auf Ihrer Website

    Was hilft bei einer Schreibblockade? Wie gehe ich mit Feedback und Kritik um? Was sind die nächsten Schritte, wenn ich meinen Roman herausbringen möchte? Ab Montag können Sie Frau Hillebrand hier Ihre Fragen stellen.

    Gruß

    das BRIGITTE Community
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Vielen Dank für die freundliche Ankündigung, liebes Brigitte-Team,

    Ich freue mich schon sehr auf die Fragen hier im Forum und stehe mit "gezückter Tastatur" bereit...

    Also liebe Autoren, zögern Sie nicht, mir Ihre Fragen zu stellen!

    Herzliche Grüße aus München
    Ihre Diana Hillebrand
    Heute schon geschrieben?
    www.diana-hillebrand.de
    www.SCHREIBundWEISE.de


  3. Registriert seit
    19.11.2014
    Beiträge
    2

    AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe Frau Hillebrand,

    ist es in Ordnung, wenn ich mir eine Gardinenschnur quer durch die Küche ziehe um daran Karteikarten zu befestigen? Auf denen notiere ich mir sämtliche Eck- und andere Daten meiner Manuskripte. Ist eine professionelle Autorensoftware sinnvoller? Womit arbeiten Sie? Was sollte ein solches Programm unbedingt enthalten? Gibt es Empfehlungen?

    Herzlichen Dank schon jetzt von Minzetto

  4. AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe(r) Minzetto,

    selbstverständlich können Sie die Karteikarten mit einer Gardinenschnur quer durch die Küche hängen! Erlaubt ist alles, was Ihnen beim Schreiben hilft. Wenn Ihre Familie ebenfalls gut mit dem "kreativen Chaos" zurecht kommt, ist das doch wunderbar. Viele Autoren nutzen auch eine Magnetwand, auf denen sie mit Karten ihre Ideen und Strukturen festhalten.
    Aber natürlich können Sie auch eine professionelle Autorensoftware nutzen. Nur um einige hier zu nennen: Papyrus, Scrivener, yWriter, Storybook, Patchwork oder DramaQeen (es gibt sicher noch mehr) können Ihnen wertvolle Dienste leisten. Sie können dort Figurendatenbanken und Kapitel anlegen, Erzählstränge entwickeln, Füllwörter aufstöbern und manchmal ist auch ein Dudenkorrektor eingebunden, der Ihnen grammatikalische Fehler aufzeigt.

    Dies alles kann Ihnen helfen, Ihr Buchprojekt zu planen, zu plotten und aufzubauen und einige meiner Kollegen arbeiten sehr begeistert damit. Doch eines müssen Sie bedenken: Ihr Buch schreiben Ihnen diese Programme nicht! Die kreative Arbeit und auch die Disziplin, an einem solchen Projekt dranzubleiben, übernimmt kein Autorenprogramm für Sie.
    Und weil Sie danach gefragt haben: ich persönlich nutze bisher keine Autorensoftware. Ich arbeite mit einem ganz normalen Textverarbeitungsprogramm. Allerdings habe ich mir über die Jahre angewöhnt, konsequent einige Strukturen anzulegen. Ich schreibe Biografien für meine Figuren, ich erstelle einen Handlungsplan und ich weiß immer wie mein Buch ausgeht.

    Machen Sie einfach das, was Ihnen persönlich am besten zusagt und wenn Sie dafür Karteikarten quer durch die Küche hängen oder sich Fragen auf Servietten schreiben, ist das fabelhaft. Und wer weiß, vielleicht wird Ihnen ein Gast in Ihrer Küche auch einmal einen wertvollen Hinweis zur Weiterentwicklung Ihres aktuellen Buches liefern. Gesprächsstoff haben Sie mit dieser "Wortgirlande" jedenfalls immer!

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß beim Schreiben!

    Ihre Diana Hillebrand
    Heute schon geschrieben?
    www.diana-hillebrand.de
    www.SCHREIBundWEISE.de


  5. Registriert seit
    09.04.2011
    Beiträge
    5

    AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben



    Kreatives Schreiben ist nicht schwer. Ich selbst habe zwei Fernkurse gemacht und einen VHS-Kursus besucht, bis ich nach 20 Jahren schreiben nur für die Schublade alle geistigen Ergüsse in den Ofen warf und in die Malerei wechselte. Bringt mehr, als Schreiben, kein Stress und keine nervigen Verleger, die immer alles besser wissen und doch von nichts mehr eine Ahnung haben, als vom schnellen Euro, für den sie über Leichen von Schriftstellern und Dichtern gehen.

    Schreiben ist die Hölle, man kommt an den Suff, man ruiniert sich das Leben, also besser was anderes wählen, damit wenigstens nicht alles zum Teufel geht . . .

    Und wer mir nicht glaubt, ich kann schliesslich keinem beweisen, was ich erlebt habe, der wird letztendlich die bittersten Erfahrungen seines Lebens selbst machen, bis es dann zu spät ist . . .


  6. Registriert seit
    15.09.2014
    Beiträge
    3

    AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Och, Eifelfriese, das klingt ja bitter. Musische Betätigung ist doch etwas wunderschönes, auch wenn es nur für die Schublade ist. Als ich verliebt war, fielen mir die schönsten Worte für Gedichte ein, die ich meinem Mann dann schenkte. Heute habe ich begonnen Kurzgeschichten zu schreiben, über meine Katze, über Kindheitserinnerungen und über das Leben. Schreibe und fotografiere schöne Rezepte und lege meine Geschichten dazu. Ich setze alles in meinem Blog und freue mich, wenn ich Feedback bekomme. Das ist eben auch wie eine Schublade, aber doch öffentlich. Mir gefällt's.

  7. AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe(r) Eifelriese,
    es ist schade, dass Sie das Schreiben mit so negativen Dingen in Verbindung bringen. Aber vielleicht sind Sie auch mit einer zu großen Erwartung daran gegangen! In der Tat ist es außerordentlich schwer, auf dem Buchmarkt Fuß zu fassen. Die Verlage und Agenturen werden überschüttet mit Manuskripten und nur ein Bruchteil davon wird veröffentlicht. Bei den Entscheidungen, welche Bücher verlegt werden, spielen wirtschaftliche Überlegungen und das Programm des Verlags eine große Rolle. Es werden ganz sicher auch viele gute Manuskripte abgelehnt. Diese Ablehnungen gehören zum Leben eines Autors dazu, man bekommt sich immer wieder und muss damit klarkommen. Und selbst wenn man einen Verlag gefunden hat, wird man vermutlich auch nicht reich werden. Tatsächlich ist es so, dass nur ein ganz kleiner Teil von Autoren ausschließlich vom Schreiben leben kann. Denn Karrieren wie die von Rowling, Eco und Grass sind doch die Ausnahmen. Die meisten meiner Kollegen üben also einen "Brotberuf" aus.
    Man kann vielleicht sagen, das Schreiben ist eine Philosophie, eine Lebenseinstellung und man schreibt nicht in erster Linie für den Verlag, sondern für sich selbst. Denn auch wenn man einen Verlag gefunden hat, weiß man noch nicht, ob das Buch sich gut verkauft. Es gibt also viele Hindernisse, die einem das Leben schwer machen.

    Aber so wie ein Maler nicht aufgeben würde zu malen, obwohl er vielleicht niemals in einer großen Ausstellung gezeigt wird, so wird auch der Autor nicht aufhören zu schreiben. Vielmehr schreibt man, weil man eine Möglichkeit sucht, sich auszudrücken, die Welt in eine eigene Ordnung zu bringen, die eigenen Ängste auszuleben oder weil man gerne Geschichten erzählt. 26 Buchstaben auf dem Papier erschaffen eigene Welten, lassen Figuren auferstehen und treiben uns den Schweiß auf die Stirn. Es gibt viele Gründe zu schreiben und mit viel Glück findet man vielleicht einen Verlag, ausschlaggebend sollte das aber nicht sein.

    Und vielleicht ist es manchmal auch nicht das Richtige und dann ist es gut, wenn man etwas anderes findet. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Freude mit der Malerei und dass Sie Ihre bitteren Erfahrungen in gute Bilder umwandeln können.

    Herzliche Grüße
    Diana Hillebrand
    Heute schon geschrieben?
    www.diana-hillebrand.de
    www.SCHREIBundWEISE.de
    Geändert von Diana_Hillebrand (22.11.2014 um 18:29 Uhr)

  8. AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe Monabella,

    schön, dass Sie mit Ihrem Blog etwas so erfüllendes gefunden haben. Bewahren Sie sich Ihre Unabhängigkeit und diese Freude am Schreiben. Ich bin mir sicher, die Leser Ihres Blogs werden das zu schätzen wissen und die Beiträge gern lesen. Und wer weiß, vielleicht versuchen Sie es mit einer Ihrer Kurzgeschichten ja einmal bei einem Wettbewerb. Es gibt immer wieder Ausschreibungen und viele Autoren beginnen mit diesen "kleinen Dingen" ihre Autorenkarriere.
    Viel Spaß beim Schreiben!
    Ihre Diana Hillebrand
    Heute schon geschrieben?
    www.diana-hillebrand.de
    www.SCHREIBundWEISE.de
    Geändert von Diana_Hillebrand (21.11.2014 um 13:30 Uhr)


  9. Registriert seit
    25.03.2007
    Beiträge
    2

    AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Ich bin vor ca drei Jahren zum Schreiben gekommen. Das heißt, Versuche als Kind und Jugendliche nicht mitgerechnet.
    Mein Man und eine Freundin machten mich vor 4 Jahren auf Nanowrimo aufmerksam. Ein Programm aus den USA. Dort soll man im November einen Roman schreiben mit mind. 50 000 Wörtern. Da ich viel lese (zw. 3-8 Bücher pro Wo) hatte mein Mann gemeint, dass ich das doch versuchen sollte.
    Vor drei Jahren hab ich es dann gewagt und jeden November hänge ich vor meinen Computer und schreibe. Ich erwarte mir keine Veröffentlichung, aber ich lerne eine Menge dabei, z.B. Ich brauche einen Handlungsstrang, darf aber nicht zu sehr vorplanen. Ich weiß noch nicht welches Genre mir wirklich zu sagt. Soweit habe ich einen hist. Liebesroman mit Krimi, eine Geschichte über Kleinkriminelle in der Jetztzeit, und eine simple Liebesgeschichte. Was mich am meisten fasziniert ist, dass wie die Figuren plötzlich ihr Eigenleben entwickeln. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich einen Roman lesen, von dem ich zwar erahnen kann wie er ausgeht, aber die Handlung viele Umwege macht.
    Wenn ich meine Texte lese, bin ich manchmal gefesselt, aber es gibt Strecken die mir hölzern erscheinen oder zu gewollt.
    Meine Frage: Was würden sie raten, um solche Strecken besser zu gestalten?

  10. AW: Expertenberatung: Kreatives Schreiben

    Liebe Helenoscar,

    zunächst einmal finde ich es wunderbar, dass Sie so regelmäßig und offenbar mit Begeisterung schreiben. Sich am Nanowrimo zu beteiligen ist keine schlechte Idee. Hier zwingt man sich im positiven Sinne selbst, an seinem Projekt dranzubleiben, vielleicht sogar ein Buch fertigzustellen. In den Foren motiviert man sich dann gegenseititig durchzuhalten. Für alle, die das noch nicht kennen, gebe ich nachfolgend die Webseite bekannt: National Novel Writing Month

    Was Ihr Problem angeht, liebe Helenoscar, darf ich Sie beruhigen: Diese "Strecken, die einem hölzern oder gewollt erscheinen", kennen wir alle, die wir schreiben. Man hat nicht immer einen guten Tag und machmal will es einfach nicht recht laufen. Ich persönlich schreibe trotzdem einfach darüber hinweg, setze mir aber an der Stelle im Text eine Markierung, so etwas wie hier muss ich nochmal stark überarbeiten oder gefällt mir noch nicht. Ich versuche mich erstmal nicht zu sehr aufzuhalten. Denn wenn ich mich an der Stelle festbeiße, besteht die Gefahr, dass ich blockiere und dann geht gar nichts mehr. Ich schreibe einfach weiter und manchmal gelingt mir dann in einer anderen Szene noch etwas richtig Gutes.

    An einem anderen Tag oder vielleicht auch erst, wenn das Buch fertig geschrieben ist, folgt sowieso noch eine sehr intensive Überarbeitung. Meines Erachtens eines der wichtigsten Dinge beim Schreiben. Man kann vielleicht sagen man macht aus dem "miesen Erstentwurf" ein gutes Buch!
    Erst mit der Überarbeitung, dem Schliff und durch das Polieren wird ein Text gut. Dann nehme ich mir die hölzernen Stellen vor und oft geht es dann besser. Vielleicht, weil mein Gehirn dann in einem anderen Modus arbeitet. Ich finde man kann sich diesen Prozess wie die Arbeit an einer Skulpur vorstellen: Ihr Rohentwurf steht. Man kann schon gut sehen, was es einmal werden soll, die Form ist erkennbar, das Material. Es ist alles da. Aber erst, wenn Sie mit dem kleinen Werkzeug noch die Rillen und Flächen bearbeiten, es glänzend polieren, werden Ihre Leser am Ende sagen: "Wow, Du hast ein tolles Buch geschrieben!"

    Bleiben Sie dran und verzagen Sie nicht, wenn es mal schwer geht. Das gehört dazu.
    Mit besten Grüßen
    Ihre Diana Hillebrand
    Heute schon geschrieben?
    www.diana-hillebrand.de
    www.SCHREIBundWEISE.de

Thema geschlossen
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •