Verloren
Ich habe den Sinn meines Lebens verloren.
Freude und Zuversicht bleiben mir Verborgen.
Verlassen wandle ich durch die Zeit,
versuche zu halten, was mir noch bleibt.
Die Traurigkeit will ich bezwingen,
aber es will mir nicht gelingen.
So wandle ich weiter, Tag für Tag
und harre dem, was kommen mag.
Die Welt dreht sich weiter und nimmt ihren Lauf,
ich falle oft, doch steh ich wieder auf.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 57
Thema: Gedichte - gern auch Eure
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10.08.2011, 18:30
Gedichte - gern auch Eure
Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.
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14.08.2011, 18:49
AW: Gedichte - gern auch Eure
Regentraum
Der Regen prasselt aufs Häuserdach
ich lausche ihm und liege wach.
Schnell fallen die kleinen Tropfen,
die monoton ans Fenster klopfen.
Ich schließe die Augen, denk an dich,
ein Lächeln umspielt mein Gesicht.
Es läutet an der Wohnungstür,
pudelnass stehst Du vor mir.
Lachend streckst Du die Arme aus,
ich will sie greifen und wache auf.Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.
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21.08.2011, 07:49
AW: Gedichte - gern auch Eure
Mal wieder ein Neues.
Jeden Tag zeigt sich aufs Neue,
die Schönheit unserer Natur.
Ach wi ich mi´ch drüber freue,
das ist Lebensgenuß pur.
Ich will hinaus, ich will sie spüren,
diese herrlich frische Luft,
auf die Wiese wird mich führen,
der Grillen gezirp und Blumenduft.
Ein leichter Wind lässt Bäume rauschen,
am blauen Himmel zieh'n Wolken dahin.
Jetzt musst Du ganz still lauschen,
dann offenbart sich des Lebens Sinn.Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.
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21.08.2011, 11:10Inaktiver User
AW: Gedichte - gern auch Eure
Ich finde deine Gedichte wunderbar, nur selber dichten kann ich nicht. Lese gerne bei dir weiter.
Schöne Grüße
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21.08.2011, 11:23Inaktiver User
AW: Gedichte - gern auch Eure
Mir gefallen sie auch sehr

Ich habe bezüglich des letzteren mit der Naturschilderung und -empfindung eine Frage:
Gehst Du dann auch hinaus und erlebst dies oder hast Du gerade dieses Erlebnis gehabt oder hast Du dieses Gedicht aus (möglicherweise melancholischer) Innenschau und wiederbelebten alten Erinnerungen, ohne den tatsächlichen Schritt nach außen zu tun, geschrieben?
Liebe Grüße herbstblatt2 - danke im Voraus
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21.08.2011, 19:26
AW: Gedichte - gern auch Eure
Schön, dass Euch meine Gedichte gefallen.
@herbstblatt (schöner Nickname) Ich dichte relativ unterschiedlich mal fallen mir direkt die Worte ein mal wird es eine Nachschau und mal ist es Fantasie. Früher war es so, wenn mir unterwegs Dinge eingefallen sind, waren sie zu Hause oder wenn ich endlich einen Stift und Papier hatte weg. Deshalb habe ich jetzt immer einen Block und einen Stift dabei. Manchmal ist es auch so, dass mir eine Idee durch den Kopf geht und ich vielleicht nur ein zwei Zeilen habe, dann mache ich es später fertig und manchmal sprudelt es auch nur so aus mir heraus. Ich verarbeite in letzter Zeit auch mein eigenes Seelenleben in Gedichten, weil es mir hilft in bestimmten Situationen zurecht zu kommen. Ich werde meine Gedichte aus dem Depressionsstrang mal auch hier rein stellen, damit Du und alle die dies lesen was ich damit meine.






Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.
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21.08.2011, 19:30
AW: Gedichte - gern auch Eure
HIER ZWEI GEDICHTE, DIE MICH PERSÖNLICH BETREFFEN.
Aufgeben?
Woher nur kommt diese Traurigkeit,
die in mir ist, schon lange Zeit,
die mich gefangen hält, Tag und Nacht,
die mich zermürbt und unglücklich macht.
Wenn schmerzvoll die Angst meine Seele zerbricht,
seh' ich nur noch Schatten und kein bisschen Licht.
Oft habe ich Tränen in den Augen,
an welche Zukunft soll ich denn glauben?
Ich möchte so gern mal, sein wie ich bin.
Doch hat das alles überhaupt noch Sinn?
Längst schon habe ich mich aufgegeben,
die Seele Tod, nur der Körper will leben.
Dieses Dasein ist so unglaublich schwer,
ich würde gern bleiben, aber ich kann nicht mehr.
UND
Was tun, wenn das Leben sinnlos scheint,
wenn jede Träne schon geweint,
wenn alles Leer und Trostlos ist,
wenn jede Stunde mich zerfrisst,
wenn ich nur Pflichten seh und Muss,
wenn ich mir denk, Heut' mach ich Schluss?
Wenn Hoffnung fehlt und Zuversicht,
nicht einer meine Sprache spricht?
Tausend Menschen um mich rum,
doch ich bin einsam und auch stumm.
Ich will fort und weiß nicht wohin,
denn die Probleme sind in mir drin.
Mit Alkohol und Tabletten hoff' ich es geht
und niemand ist da, der mich versteht.
Ich will sein wie die anderen sind,
fröhlich, heiter und beschwingt.
Also wird gesprochen, gelacht, gescherzt,
niemand erkennt mich und meinen Schmerz.
So wird es schlimmer Tag für Tag
bis ich Tschüß zu Leben sag.Geändert von blauekrake (21.08.2011 um 19:35 Uhr) Grund: Ergänzung
Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.
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22.08.2011, 02:17
AW: Gedichte - gern auch Eure
Hab selten so "gelacht"!
Noch seltener in der Nacht.
Hat Liebe mir gebracht,
dass ich so nach Dir schmacht',
bis Du endlich wieder zu mir kamst?!
Ach könnt' ich doch vergessen,
dass ich Dich je besessen,
dass Du mein Herz in Atem nahmst.
Sie: War niemals Dein.
Will immer nur mein Eigen sein.
Ich gehöre Dir,
doch nicht nur Dir allein.
"Liebst Du mich",
frag ich sie nur.
Sie: Ja, ich lieb' Dich - an Dir ein jedes Stück - und auch ihn.
Ich: Dann geh zu ihm, und komm zu mir zurück.
Das ist Liebe pur
Geändert von Streuner (22.08.2011 um 02:25 Uhr)
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22.08.2011, 02:51
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23.08.2011, 17:47
AW: Gedichte - gern auch Eure
Toll, dass endlich auch mal ein paar andere Gedichte kommen. Ich hoffe der Stang wird auch von anderen wahrgenommen, denn ich lese auch sehr gerne andere Gedichte. Es ist eine so schöne Art sich auszudrücken - also fleißig weiter posten. Auch ihr anderen die ihr hier lest, traut Euch.
Trauer
Seit langem schon bist Du fort,
ohne Gruß und Abschiedswort.
Dein Tod zerriss mir das Herz,
ich war allein in meinem Schmerz.
Allein, so denk ich heut' an Dich,
ich will Dich hassen, ich kann es nicht.
Ich vermisse Dich, sehne mich nach unserer Zeit
und weiß, dass nur die Erinnerung bleibt.
Ich schließe die Augen und Du bist da,
deine Stimme, dein Lachen, sind mir ganz nah.
Ich will dich fassen, will dich berühren,
will deine warmen Hände spüren.
Wie oft haben wir bis tief in die Nacht
geredet, Wein getrunken und gelacht.
Das alles gibt es seit Jahren nicht mehr.
Du bist fort, ich vermisse Dich sehr.Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Lebe mein Leben, und dann urteile über mich.


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