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    Meine Erfahrung zu Hylase

    Hallo,
    Es ist mir wichtig hier mal ein bisschen über das Enzym Hylase aufzuklären.

    Nachdem ich eine leider sehr schlecht gelungene Unterspritzung der Tränenrinne wieder mit Hylase auflösen lassen wollte, habe ich mich hingesetzt und mal das Wort 'Hylase' gegoogelt.
    Dabei bin ich auf wirklich erschreckende Erfahrungsberichte auf verschiedensten Foren gestossen. Es wurde von Gewebeverlusten und permanenten Schäden berichtet. Weil ich mir sicher war, dass ich den Filler loswerden wollte, ist mir dabei echt das Herz in die Hose gerutscht.
    Ich habe für mich beschlossen, mich mal von den ganzen Foreneinträgen zu distanzieren und mich nur auf wissenschaftliche Berichte und Meinungen von sehr erfahrenen Ärzten zu konzentrieren. Dabei bin ich auf folgende Erkenntnisse gestossen:

    1) Ja, Hylase spaltet auch körpereigene Hyaluronsäure in der Haut, wenn sie injiziert wird. Diese bildet sich aber wieder nach und zwar entgegen der Meinung einiger Ärzte vollständig. Täglich wird Hyaluronsäure in der Haut von der körpereigenen Hylase umgesetzt und wieder innerhalb einiger Stunden neu gebildet. Wird in der Haut plötzlich ein starkes Defizit durch zusätzliche Hylase erzeugt, erkennt der Körper das und reagiert entsprechend mit einer verstärkten Bildung von Hyaluronsäure in dem Bereich bis das vorherige Level wieder hergestellt ist. Der Körper ist in der Hinsicht wirklich sehr regenerativ.
    2) In unserem Körper sind viele verschiedene Hyaluronsäuren und auch viele verschiedene Hyaluronidasen vorhanden. Die Hylase, die wir zur Auflösung verabreicht bekommen, ist spezifisch für eine Hyaluronsäure und diese ist in konzentrierter Form in dem Filler vorhanden.
    3) Dellen oder Gewebeverluste sind nicht Schuld der Hylase. Oft wird Hylase, um Allergien auszuschließen, vor der Injektion in andere Hautpartien gespritzt. Dabei kommt es nie zu Dellen. Wenn Dellen nach der Auflösung von Fillern entstehen, dann ist der Filler die Ursache. Wenn es zu starken Schwellungen oder Reaktionen bei der Unterspritzung kam oder wenn einfach eine große Menge ins Gewebe gespritzt wurde und dieses 'Polster' Druck erzeugt hat, kann es schon sein, dass die Haut nach dem Auflösen Dellen zeigt.
    4) Über Jahrzehnte wurde Hylase bei Operationen (auch am Auge) mit dem Anästhetikum vermischt, weil es das Gewebe auflockert und das Anästhetikum sich besser ausbreiten kann. Dabei wurden sehr viel höhere Dosen als beim Auflösen verwendet und es gibt keine Berichte über langfristige Gewebeverluste/ Dellen.
    5) Wenn beim Unterspritzen eine Arterie blockiert wird, muss sehr schnell gehandelt werden und es müssen stündlich 1500 Einheiten gespritzt werden. Eine sehr hohe Dosis. Ich habe Bilder von einer Dame gesehen bei der das an der Nase passiert ist und auch hier war auf einem nach 2 Monaten aufgenommenen Foto kein Gewebeverlust/ keine Delle zu sehen.

    Nun zu meiner Erfahrung:
    Nachdem ich ausreichend recherchiert habe, war ich eigentlich ziemlich entspannt gegenüber der Hylase. Ich spreche viele Sprachen und auf ausländischen Seiten konnte ich wirklich gute wissenschaftliche Berichte finden. Ich habe auch festgestellt, dass die deutschen Ärzte sehr zurückhaltend bzgl. der Hylase sind im Gegensatz zu den ausländischen Ärzten. Auflösen lassen wollte ich 0.8 ml Volbella und bin zu meinem Arzt zurück. Er hat mir erstmal 60 Einheiten Hylase gespritzt. Das war zu wenig und ich bin nochmal hin. Auch er hatte Angst und wollte kein zweites Mal spritzen weil er sagte, mein Gesicht würde einsacken. Für mich war das Blödsinn, ich war mir eigentlich sicher, dass das nicht passieren würde. Er wollte mir auch erzählen, dass da nix mehr drin war, aber das konnte ich besser beurteilen. Ich bin also zu einer anderen Ärztin und die hatte absolut keine Angst und sie war 100% meiner Meinung in allem. Sie hat mir nochmal 60 Einheiten gespritzt, diesmal mit einer Kanäle um Hämatome zu vermeiden. Volbella ist etwas stärker vernetzt und braucht oft mehrere Sitzungen. Jetzt ist alles weg. Und nein, ich hab keine Dellen oder Gewebeverluste. Meine Haut ist eine Weile etwas trocken und runzelig gewesen. Sie wurde ja auch vorher etwas gedehnt. Mehr ist da aber nicht passiert.

    Ich möchte einfach nur einen Ratschlag geben, weniger auf die gruseligen Foreneinträge zu hören und es einfach stressfrei auflösen zu lassen. Da kann echt nicht viel passieren. Schlimmer ist es, wenn man ein schlechtes Ergebnis einfach so lässt. Es kommt nicht selten zu Gewebeneubildungen nach Unterspritzungen oder plötzlichen Granulomen auch nach Monaten. Da könnt ihr dann mit Cortison ran und das kann wirklichen zu Dellen führen.

    Das war hier jetzt übrigens keine Doktorarbeit und ich habe keine Literaturliste geführt bei meiner privaten Recherche. Ich wollte nur mal zusammenfassen auf was für Ergebnisse ich dabei gekommen bin, weil es anderen vielleicht helfen könnte.

    Viele Grüße


  2. Registriert seit
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    AW: Meine Erfahrung zu Hylase

    Hallo, leide sehr unter einer missglückten Unterspritzung der Augenringe mit Hyaluron.
    Heute ist es 7 Wochen her. Das Ergebnis ist katastrophal! Dicke Stellen , die nach Einblutungen immer noch sehr blau verfärbt sind.
    Könntest Du mir den Namen und die Adresse der Ärztin nennen, bei der Du die Hylase Behandlung gemacht hast?
    Herzlichen Dank im Voraus

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