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    Meine Bruststraffung mit Implantat

    Ich möchte hier meine Erfahrungen teilen, da ich im Vorfeld selbst sehr viel recherchierte, in Foren las und über jede Information dankbar war.
    Gestern habe ich mir meine Brüste straffen und durch Implantate auffüllen lassen.

    Vorgeschichte:
    Ich hatte immer schlaffes Bindegewebe, seitdem ich in die Pubertät kam und litt bei meinem Busen immer unter einer gewissen Asymmetrie (eine Seite größer und hängender).

    Vor drei Jahren begann ich intensiv Sport zu treiben und nahm 10 kg ab.
    Das gab meinem Busen dann den Rest und er hing sehr stark.
    Ich bin 27 Jahre alt und hatte leider nie das Glück zu erfahren wie es ist einen formschönen Busen zu haben.
    Mit 10 kg mehr und einer BH Größe von 85C/D trug ich oft zwei BH's übereinander, weil einer alleine nicht genug Halt bot.
    Nachdem ich an Gewicht verlor trug ich noch 70B und stopfte eine Seite oft mit einer Socke aus, um die Asymmetrie auszugleichen.
    Ganz davon abgesehen trug ich grundsätzlich Bhs mit dicken Schaumstoffschalen, damit meine natürliche Brustform möglichst unsichtbar für andere blieb. Mit einem T-Shirt darüber sah man das auch eher nicht. Aber ich konnte niemals nackt vor dem Spiegel stehen und mich richtig freuen. Meine Brüste sahen aus wie die einer mindestens 10 Jahre älteren Frau, die zwei Kinder gesäugt hatte.
    Dabei schwankte „lediglich“ mein Gewicht und bot mit meiner genetischen Disposition für schlechtes Bindegewebe eine ungünstige Kombination.

    Details:
    Nun bin ich, nach langer und reiflicher Überlegung, gestern den Schritt gegangen und habe meine Brüste straffen lassen.
    Implantate mussten dazu, weil kaum noch eigene Substanz vorhanden war. Es wurden je 350 und 395 ml Implantate verwendet, um den Volumenunterschied auszugleichen.

    Die Operation hat 7500 Euro gekostet, ich habe Jahre darauf hin gespart.

    Meine behandelnde Ärztin ist Frau Dr. Eckmann von der Klinik am Opernplatz (Hannover). Operiert wurde ich von ihr aber in der Sophienklinik bei der Marienstraße, auch in Hannover.

    Das Vorgespräch fand etwa zwei Wochen vor der OP statt.
    Dr. Eckmann ist eine sehr ruhige, besonnene Person, die ganz ehrlich mit mir umging und sagte was möglich sei und was eben nicht. So würde beispielsweise eine absolute Symmetrie nicht zu erreichen sein.
    Ich fühlte mich gut bei ihr aufgehoben, sie macht einen sehr professionellen Eindruck auf mich und ist fachlich (aus meiner Sicht) kompetent.

    Ablauf:
    Ich kam gestern früh gegen 8 in die Sophienklinik und musste dann leider ein paar Stunden warten.
    Die Sophienklinik selbst wirkt vom Interieur her etwas veraltet - aber mir ist Möbeldesign eher egal, wenn die Hygiene und das Personal stimmen ;)

    Ich wurde dann mit OP-Höschen, Kittel und Haarnetz in den OP Bereich gerollt.
    Die Leute waren alle sehr entspannt und nett. Ich kam mir aber schon ein bisschen wie Fleischware vor - so festgeschnallt auf der Liege, überall Menschen „inkognito“ - mit Mundschutz und ganz in Mintgrün gekleidet.
    Wenn man zur Aufregung neigt ist das sicher ein ganz gruseliges Gefühl. Ich war relativ ruhig (vielleicht - bestimmt sogar - lag das an dem Dormicin, der Beruhigungstablette).

    Die Ärztin kam, um Markierungen auf meinem Oberkörper zu machen.
    Etwas unangenehm war, dass das im Aufwachraum des OP-Bereichs stattfand. Rechts und links waren zwar Sichtschutze, damit die anderen Patienten das nicht sehen konnten - aber Pfleger liefen umher und hatten freie Sicht auf mich. Sind sie gewöhnt, ist klar... aber das hat bei mir etwas Unbehagen ausgelöst.

    Danach kam ich den OP-Raum und wurde am ganzen Oberkörper desinfiziert.
    Das war total unangenehm. Man steht nur mit seinem Höschen in dem kalten Raum und wird mit triefnassen Desinfektionstupfern bedrückt.
    Das war unheimlich kalt und ich hatte dabei volle Sicht auf die ganzen OP-Gerätschaften, die zum Einsatz kommen sollten und die gerade von den Schwestern bereit gelegt wurden.
    Da kam noch etwas mehr das Gefühl auf ein Stück Fleisch zu sein, was gleich seziert wird.
    Aus psychologischer Sicht wäre es auf jeden Fall viiiiel besser gewesen diese Zangen, Messer und anderen Werkzeuge nicht sehen zu müssen ;)

    Ich sollte mich dann so Jesus-artig auf den OP Tisch legen, die Arme auf den Halterungen von mir weg.
    Die Narkoseärztin war unheimlich nett und ich merkte, wie die Narkose wirkte. Es schmeckte kurz komisch und dann war ich bewusstlos.
    Die Operation hat an die 3 Stunden gedauert, wenn ich mich richtig an das erinnere, was mir kurz danach gesagt wurde.

    Als ich aufwachte, war ich total fröhlich und aufgedreht und habe absoluten Quatsch geredet.
    Ich erinnere mich, dass alle gelacht haben – nur leider nicht genau an das, was ich erzählt habe ;)
    Ich war so fit - wenn auch noch verwirrt -, dass ich nicht mal in den Aufwachraum musste, sondern gleich zurück aufs Zimmer gebracht wurde.

    Dann bin ich in meinem Zimmer nochmal für viele Stunden eingeschlafen, bzw. immer wieder weggenickt.

    Große Schmerzen hatte ich bisher überhaupt nicht. Direkt nach der Op war ich komplett heiser und hatte danach einige Stunden eine herrliche Reibeisen-Stimme, vermutlich ausgelöst durch die Beatmung während der OP.

    Gefühle/Schmerzen/...:
    Meine Brüste waren sehr geschwollen und standen ziemlich ab, wie aufgepumpt (ist jetzt auch noch so).
    Je ein Drainageschlauch blieb bis heute morgen drin. Man kann sich nicht gut bewegen, bzw. nimmt automatisch eine Schonhaltung ein, die man aber gar nicht einnehmen muss. Es bedarf einer stetigen Bewusstmachung, dass man seinen Oberkörper wieder entspannt und sich nicht wie ein Bodybuilder mit Muskelkater bewegt.

    Es ist ein Druckgefühl im Oberkörper da und ein Gefühl von mittelschwerem Muskelkater.
    Links lief sehr viel Wundwasser über die Drainagen ab, rechts weniger.
    Heute morgen wurden die Schläuche dann gezogen – das war ein bisschen unangenehm, aber auch viel weniger schlimm als gedacht.

    Fazit nach etwa 24 Stunden:
    Ich bin schneller wieder auf den Beinen, als ich das im Vorfeld vermutete und habe so viel weniger Schmerzen als befürchtet.
    Nun nehme ich etwa eine Woche lang 3 Schmerztabletten täglich und morgens/abends Antibiotika.
    In zwei Wochen werden die Fäden gezogen.
    Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich meine Oberweite in den kommenden Tagen und Wochen noch verändern wird.

    Das Implantat wurde unter den Brustmuskel gesetzt, die Brustwarze nach oben versetzt und im unteren Bereich der Brust Haut entfernt.
    Ich glaube, sie nannten es I-Schnitt, aber ich bin mir gerade nicht mehr ganz sicher.

    Zur Zeit sind sie, wie gesagt, noch sehr geschwollen und prall, etwas Wundwasser tritt noch aus - das ist aber wohl normal.
    Ich trage nun so einen engen Sport-BH (Tag und Nacht - zum Waschen darf man ihn auch mal 3 Stunden ablegen, wenn man sich dann ruhig auf ein Sofa legt).
    Es ist jetzt schon abzusehen, dass ich nicht mehr mit Hängebrüsten durchs Leben gehen muss.

    Aus der Klinik, die etwa 1,5 km von meinem zu Hause entfernt ist, bin ich zu Fuß nach Hause gelaufen. Ich hatte Angst, dass irgendein Radfahrer in mich fahren könnte und die Wunden aufgehen würden – aber ich bin sehr umsichtig gewesen, vorsichtig und ich fühle mich wirklich erstaunlich mobil!
    Auf jeden Fall hätte ich eine Begleitperson dabei haben sollen, aber die Strecke war so kurz und es ist alles gut gegangen.

    Ich bin heute, etwa 24 Stunden nach der OP, erstaunlich fit.
    Ab und zu ziept es ganz leicht und das Druckgefühl ist da – aber ich habe mir gerade die ersten Stunden viel, viel schlimmer vorgestellt.
    Die kommenden 6 Wochen darf ich nur auf dem Rücken schlafen, das wird sicher irgendwann nervig (war es in der ersten Nacht schon).

    Ich werde in den kommenden Tagen immer mal berichten wie der Verlauf sich so zeigt, wenn Interesse besteht :)

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Hallo Lilith,

    was du so schreibst macht das schon Mut.

    Allerdings wundert es mich, dass die OP 3 Stunden gedauert hat.
    Haben die Ärzte mehr gemacht als Kissen eingesetzt ?

    Es gibt ja Frauen, die lassen sowas in der Mittagspause machen, tatsächlich.
    Jedenfalls habe ich eine Reportage gelesen, in der es so gewesen ist.

    Und das mit den Geräten VOR der OP kann ich absolut nachvollziehen. Ich fühlte mich bei meiner Bauch-OP jedenfalls wie ein - sorry - Schwein vor der Schlachtung, wie sie mich da reingelegt oder -gehängt haben.

    Naja gut, man merkt ja nix.

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Hey Eelliissaa,

    vielen Dank für dein Feedback!

    Es kamen Implantate unter den Brustmuskel und sie wurde gestrafft.
    Ich bin mir nicht ganz sicher ob es 3 Stunden waren - im Vorgespräch sagte Dr. Eckmann es würde etwa 2,5 Stunden dauern und im Narkosenebel meine ich gehört zu haben, dass es noch eine halbe Stunde länger war.

    Heute Nachmittag konnte ich schon eine kleine Runde spazieren gehen. Und obwohl mein Mitbewohner total lieb anbot das zu übernehmen, konnte ich mir vor einer halben Stunde schon selbst die Haare waschen :)
    Jetzt liege ich hier, kühle meine Glocken, grinse freudig und gucke Serien.

    Jetzt muss nur noch alles gut verheilen und diese immense Schwellung zurückgehen. Zur Zeit habe ich sicher ein D Körbchen - im abgeschwollenen Zustand sollte es dann C sein.

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat



    lass mich raten Lilith, du kühlst deine "Glocken"

    wie machst du das denn ?

    Jedenfalls hast du es hinter dir und kannst dich auf das Ergebnis freuen.

    Schmerzen sind offensichtlich kein Thema ?
    Das ist gut, habe da auch schon anderes gelesen und genau davor am meisten Angst.

    Dann wünsche ich dir eine gute erholsame Nacht und vorsichtig sein

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Hihi, richtig, ich kühle immer noch!
    Das tut sehr gut und zwischenzeitlich fühlt es sich schon fast so an, als würden sie ganz, ganz leicht abschwellen.

    Ich habe so Kühlpacks aus der Drogerie, 4 Stück. Immer zwei in Gebrauch und zwei in der Kühlung. Das funktioniert sehr gut. Die klemme ich dann zwischen den Sport-BH und ein enges Top. Sieht reichlich behämmert aus, aber hilft.

    Schmerzen sind tatsächlich kein Thema. Und ich hatte mit heftigen Schmerzen gerechnet!
    Aber - ich nehme auch morgen/mittags/abends Schmerzmittel. Die soll ich auch nehmen wenn ich nicht viel spüre, weil sie wohl den Abschwell-Prozess unterstützen sollen. Also keine Ahnung wie es ohne die Tabletten wäre (es sind 600er Ibuprofren), vermutlich wäre es ohne deutlich unentspannter.

    Die Nacht war ok, aber nicht angenehm. Der Rücken meldet sich irgendwann, wenn man die ganze Zeit gleich liegt.

    Heute war ich schon einkaufen und habe die Küche geputzt. Keine 48 Stunden nach der OP...

    Merke aber deutlich, dass ich da vorne nun mehr Gewicht mit mir rumtrage, durch die Implantate und Wassereinlagerungen (auf der Waage sind auch direkt 3 kg mehr zu beobachten ;) ).

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    PS, überlegst du also auch eine Straffung durchführen zu lassen?

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Hallo Lilith,

    3 Kilo mehr ... damit hätte ich niemals gerechnet.

    Ich meine, du hast dich in einem vernünftigem Rahmen verändert, so 1-2 Pfündchen

    Diese Ibuprofen sind wohl Gold wert. Ich kenne die auch, hatte was am Fuss. Aber durch Schonung konnten Schmerzen vermieden werden.

    Jedenfalls gratuliere ich zum guten Heilungsprozess. Da putzt man doch viel lieber


    Ich würde auch gerne eine OP machen lassen, zumal dann ein Haufen T-Shirts wieder passen
    und ich dachte die Kosten belaufen sich auf 6000 Euro ?


    Jetzt wollen die schon wieder mehr haben fürs Wegmachen

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Schlussendlich sollten es nur etwa 750 gr mehr sein, aber man lagert ja auch noch gut Wasser ein durch so eine OP.
    Und man bewegt sich erstmal weniger - ich denke 3 kg sind schon normal und die werden sich bestimmt wieder regulieren.

    Die Kosten von so einer Operation sind sicher von Arzt zu Arzt verschieden und ich bin auf jeden Fall im teuren Bereich gelandet. Bisher kann ich nur sagen, dass sich das gelohnt hat. Obwohl man ein wirklich aussagekräftiges Feedback wohl erst in einem Jahr wird geben können, wenn die Brust ihre endgültige Form erreicht hat.

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    Zwischenstand:

    Minimale Abschwellung bemerkbar.
    Bei beiden Brustwarzen Empfindungsstörungen (die aber normal sein sollen und wohl in den ersten Wochen zurückgehen), links spüre ich ein bisschen was, rechts so gut wie nichts.
    Langer Spaziergang möglich - muss aber bei jedem, der mir entgegen kommt den Arm heben und mir im Gesicht rumfummeln, weil ich große Angst habe jemand könnte stolpern und gegen meine Oberweite klatschen oder ein Vollidiot sein, der mir auf die Brust schlägt. Die Vorstellung ist fürchterlich. Fürchterlich irrational dazu, aber man fühlt sich so verletzlich und ist es ja auch irgendwie.

    Mein Oberkörper verspannt sich immer wieder leicht; Druckgefühl noch da.
    Hämatome und sichtbare Schwellung unter den Armen.

    Nach wie vor keine Schmerzen. Kein Wundwasser mehr.
    Geändert von -Lilith- (12.03.2015 um 10:27 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Meine Bruststraffung mit Implantat

    das klingt doch schon sehr gut, was du erzaehlst

    ich bin mal gespannt wie es dauerhaft sein wird, ob du damit wirklich dann vollkommen zufrieden bist und sich das alles gelohnt hat

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