Hallo ihr Lieben,
ich bin jetzt 33 Jahre alt und habe mir das erste Mal Mitte 2012 meine Tränenrinne mit Hyaluron auffüllen und Botox in die Zornesfalte spritzen lassen. War auch super zufrieden und habe mich danach total gut gefühlt. Das Botox habe ich nun 3x auffrischen lassen (es kam mir eine Schwangerschaft dazwischen *lach*). Das Hyaluron "wirkt" anscheinend immernoch. Jetzt, wenn man sich etwas mit den Möglichkeiten beschäftigt würde ich gerne x andere Dinge machen lassen. Z.B. Die Wangen etwas füllen, Lasern evtl um die Augen. Ist natürlich auch immer eine Frage des Geldes aber ich merke irgendwie, dass mich das süchtig gemacht hat.
Wäre es nicht sinnvoller, sich mit WIRKLICH wichtigen Dingen zu beschäftigen? Ich ertappe mich, wie es für mich kein anderes Thema gibt als mein Aussehen und das ist doch irgendwie traurig? Ich habe so langsam Bedenken, dass ich noch richtig unglücklich werde, wenn ich älter werde und natürlicherweise auch mein Aussehen "darunter" leidet. Ich habe ein wundersüßes Kind bekommen, das ich über alles liebe und trotzdem schaue ich mich 1000x mal am Tag im Spiegel an und schaue, was ich wie ändern könnte (Kleinigkeiten)... ich denke momentan sogar über eine Bauchstraffung nach, obwohl meine Geburt erst knapp 4 Monate her ist. Habe in der Schwangerschaft 21kg zugenommen und davon hab ich 8kg immernoch und kann machen was ich will.
Meine Frage, was mich interessiert: Wie alt seid ihr und was habt ihr alles schon machen lassen? Und habt ihr manchmal die gleichen Gedanken wie ich und dass man dem Optischen eben irgendwann "nicht mehr gerecht" werden kann und sich lieber innnerlich zufrieden stellen sollte? Eitelkeit finde ich nicht schlimm, aber frage ich mich manchmal, ob diese nicht im Rahmen der "normalen" Kosmetik ausgelebt werden kann.
Ich habe irgendwie gerade Angst, dass ich mich zuviel über mein Äußeres definiere und irgendwann mal todunglücklich werde. Ich finde aber gerade keinen Weg...
Ich freue mich auf Eure Antworten!
Liebe Grüße
IchmagkeineFalten (und Volumenverlust und einen dicken Bauch auch nicht) *lach*![]()
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25.05.2014, 13:53Inaktiver User
Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
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29.05.2014, 16:31
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Hallo,
du hast so ca. das Alter meiner Tochter.....

Ich selber habe auch schon was machen lassen - und kann darum auch sagen, dass es immer schwieriger wird- einfach zu sagen: so nun ist genug - ich sehe doch sehr gut aus"....
Andersrum dachte ich immer dass das Problem so Mitte 40 , Anfang 50 kommt....
Ich hatte mir mit Mitte 30 noch nicht diese Gedanken gemacht - aber das ist auch ein Wandel der Zeit.....
Die Medien etc. sind ja voll von dem Perfekt sein müssen.....
Bzgl. deines Gewichtes:
- ich war bei einer Heilpraktikerin, und die hat mit mir Tests gemacht - und dann einen Ernährungsplan fertig gemacht...
schau mal hier ,
hier
aber du solltest unter Kontrolle bleiben...
Ich habe 7 kg abgenommen- mehr wollte ich auch nicht- und meine Blutwerte sind auch viel besser geworden...
LGGeändert von silberpfeil (29.05.2014 um 16:38 Uhr)
Habe die KRAFT,zu ändern, was nicht mehr länger zu ertragen ist;
die GELASSENHEIT, alles dass hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, und die WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden
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29.05.2014, 17:02
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
der Effekt dürfte sich bei jeder bewussten Ernährungsumstellung einstellen. Ich finds schon heikel, dass die die Blutgruppendiät und Gendiät in einen Topf werfen (dazu hab ich grad was interessantes vom Lesch gesehen) aber egal, wir sind ja nicht im Diätforum.
Mir wurde nur Nase nur funktional operiert, an der Form ließ ich nix machen. Generell habe ich für Schönheits-OPs kein Geld und bin da ausnahmsweise mal froh darüber. Die Versuchung mal noch "schnell" dies und das machen zu lassen, kann ich nachempfinden und bei einer guten Freundin hab ichs auch miterlebt. Außer dass sich damit nicht gelöste Fragen und Themen auch nur vorübergehend und oberflächlich "lösen" ließen, fand ich es auch schlimm, als es dann mal nicht so glatt lief und sie zum Notfall wurde (was übrigens dann die Kasse, also die Allgemeinheit bezahlt). Ein Eingriff ist und bleibt eben ein Risiko. Und da denke ich mir inzwischen - so schlimm sehe ich dann auch wieder nicht aus
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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29.05.2014, 19:46
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Einige deiner Aussagen finde ich sehr traurig. Die erste z.B.
Ich bin 50. Habe noch nie was machen lassen. Und werde es wohl auch nicht tun.
Natürlich sehe ich, dass ich älter werde. So what? Das ist der Lauf der Dinge. Ich pflege mich gut, ich ernähre mich gut. Ich habe ein paar Kilo zuviel, dafür keine Falten. Ich bin glücklich und dankbar für viele Dinge. Für meine Gesundheit. Dafür, dass ich mich attraktiv finde. Und dafür, dass ich Schönheit sehen kann, wo ich sie früher nicht gesehen habe. Das sind z.B. viele (nicht alle) ältere Frauen. Die sind eben 70, 80 Jahre und sie sehen auch so aus. Wären sie immer noch glatt und zurechtgezurrt, fände ich sie eher gruselig. Und wenn ich auch so alt werde, möchte ich bitte mein eigenes Gesicht ins Alter mitnehmen. Und mich auch immer noch attraktiv finden, weil ich etwas ausstrahle, dass über Glattheit und Straffheit hinausgeht.
Und was heißt denn "dem Optischen nicht mehr gerecht werden"? Wer richtet denn über mich? Photoshop? Heidi Klum?
Ich muss mir gefallen und ich gefalle mir sehr viel besser als mit 30. Ich kann mir auch viel mehr verzeihen und gehe nicht mehr so hart mit mir ins Gericht.
Vielleicht ist dein Lebensalter typisch dafür, dass alles ums Aussehen kreist. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich nie soviel Zeug ins Gesicht geschmiert und nie so kritisch beäugt, ob und wie die Faltenbildung voranschreitet wie vor 20 Jahren. Das hat sich Gott sei Dank gelegt.
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30.05.2014, 09:08
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Ich kann Dich zwar einerseits gut verstehen, ich finde schon, dass Eingriffe süchtig machen können. Andererseits halte ich dich noch für zu jung, um dermaßen fixiert auf sein Äußeres zu sein. Was machst Du, wenn Du Ende 40 bist? Ich bin Ende 40 und habe auch schon was machen lassen. Oberlidstraffung, Botox und Hyaluron, allerdings habe ich mit 46 angefangen. Bis dahin war ich noch sehr mit meinem Aussehen zufrieden und fand auch,dass die Hautalterung gnädig mit mir umging

Aber ich stelle schon fest, dass ich immer aufmerksamer mein Gesicht etc. betrachte und mir vorstellen könnte noch mehr machen zu lassen. Gottseidank fehlt mir das Geld dafür und vor großen Eingriffen ( Facelift) habe ich einfach zuviel Angst.
Ich kann Dir nur raten ein wenig wohlwollender auf dich zu schauen und dann machst du vielleicht nochmal was in 15 Jahren
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30.05.2014, 17:09Inaktiver User
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Ja, der Meinung von Pauline bin ich auch. Süchtig ist nicht der richtige Ausdruck. Man sollte nicht zu früh mit irgendwelchen Eingriffen anfangen. Es stimmt, man wird kritischer, mit sich selbt und man sieht auch andere genauer an. Aber kritisch war ich zeitlebens mit meinem Körper, d.h. Gewicht. Darauf habe ich schon immer geachtet und tue es immer noch.
Wenn ich irgendwelche Alterung an mir beobachte, die ich sehr unschön, wenn nicht gar abstoßend finde, und es ist heutzutage etwas machbar, um das "abzumildern" bzw. zu beseitigen, dann mache ich das. Allerdings habe ich da schon in einem fortgeschritteneren Alter angefangen, als jetzt gerade mit 40 oder darunter.
Ich bin übrigens auch morgens süchtig nach einer, zwei Tassen Kaffee und es fehlt mir auch etwas, wenn ich keine Zeit habe, um meinem Sportpensum nachzukommen. Ist das dann auch eine ungesunde Süchtigkeit?
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30.05.2014, 21:27
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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30.05.2014, 22:03
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Ich bin 40 und habe bisher keinerlei kosmetische Eingriffe (Unterspritzungen, OPs etc.) vornehmen lassen. Ich habe das auch nicht vor. Zu einen hätte ich große Bedenken, da jeder Eingriff mit Risiken verbunden ist - daher kommen für mich nur medizinisch empfohlene/notwendige OPs in Frage. Ausnahme wäre für mich nur, falls ich durch Krankheit oder Unfall entstellt wäre. Zum anderen fühle ich mich sehr wohl in meiner Haut - ein paar Fältchen stören mich nicht wirklich, meine Figur halte ich mit Sport in Form.
Ich möchte Dich keineswegs verurteilen, aber ich finde die Gedanken, die Du Dir selbst machst, durchaus berechtigt. Ich weiß nicht, ob es zu einer Sucht kommen kann, aber ich würde mir durchaus auch die Frage stellen, was wirklich wichtig ist im Leben. Vielleicht wirst Du durch Dein Kind und die neuen Aufgaben und Perspektiven etwas umdenken.
Die Medien tragen sicher zu einer großen Strenge mit sich selbst bei - wenn ein Model nach dem x-ten Kind gleich wenige Wochen nach der Entbindung wieder aalglatt auf dem Laufsteg steht, hinterlässt das natürlich Spuren bei vielen jungen Müttern. Dabei benötigt der Körper unter normalen Umständen viele Monate, um sich auf natürlichem Weg zu regenerieren.
Ich hoffe, dass Du auch ohne Eingriffe ein gutes Verhältnis zu Deinem Körper gewinnst und diesbezüglich "in Dir ruhen" wirst.Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)
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30.05.2014, 22:11
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Hi Ichmagkeinefalten,
schau mal:
Dysmorphophobie - Angst hässlich zu sein - Hilfe Forum
vielleicht hilft Dir das ja herauszupuzzeln, ob und inwieweit Dein Umgang mit Deinem Gesicht eine (sucht)pathologische Schlagseite hat.
(War der erste Treffer. Gibt sicher noch bessere Seiten zum Thema.
)
Gruß,
AenEine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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31.05.2014, 01:23
AW: Machen Eingriffe für die Schönheit süchtig?
Dass mit dem Wort "Sucht" allzu leichtfertig kokettiert wird, kann ich nur unterschreiben.
Das ist jetzt etwas OT, aber richtige Sucht ist eine ernste Krankheit. Wer noch nie wirklich suchtkranke Menschen "live" erlebt hat, sollte mit dem Begriff vorsichtig umgehen. Der Wunsch nach Perfektion (Schönheit) oder liebgewordene Angewohnheiten und Genusspräferenzen (Rauchen, Kaffee, zuviel gutes Essen, leckeres Bier oder leckere Süßigkeiten) haben damit nichts zu tun.
Als Studentin habe ich mir mal ein Zimmer gemietet und dann festgestellt, dass ich mit langjährig Heroinsüchtigen zusammenlebe (nein, man sieht es ihnen nicht an). Die Beobachtung der tiefsten menschlichen Abgründe an seelischem, körperlichem und moralischem Verfall war erschütternd, weshalb ich seitdem gerne herzlich ausraste, wenn das Wort "Sucht" für Wein-/Kaffee-/Bierliebhaber, Zigarettenliebhaber, Vielfutterer oder ähnliches missbraucht wird.


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