Hallo,
hat hier schon mal jemand ein Vogelbaby von Hand aufgezogen?
Wir fanden letztens einen kleinen Mauersegler, er fraß sogar, nahm aber nicht zu. Nach 10 Tagen gaben wir auf und brachten ihn zu einer Wildtierauffangstation vom NABU. Fühle mich jetzt als Versager. Wer hatte denn damit schon mal Erfolg und wenn ja, wie habt Ihr das geschafft?
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Thema: Vogelbabys, Handaufzucht
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30.06.2008, 22:20
Vogelbabys, Handaufzucht
Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
Ralf Hoburg
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01.07.2008, 00:07Inaktiver User
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Hey bist Du Mauersegler
Also als Versager brauchst Du dich glaub ich nicht zu fühlen.
Im lzt Jahr haben mir Paul und Felix auch ein PAAR Babies angeschlept ....
Und sie sind leider alle gestorben ,der älteste lebte glaub ich noch 3 Tage.
Ich war untröstlich
Ist doch gut dass es die Aufzuchtstation gibt!!
Ich hätte ihn warscheinlich schon eher hingebracht!
Vielleicht kannst Du bei Nabu mitarbeiten oder helfen dann kannst du a ) sehen wie sich dein Mauersegler entwickelt und b.) hast Du evtl beim nächsten Mal mehr Erfahrung!
Viel Erfolg
und alles Gute............
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01.07.2008, 07:51Inaktiver User
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Junge Mauersegler sind sehr sehr schwierig aufzupäppeln, viel schwieriger als junge Finken oder Spatzen.
Wir können nicht überall Profis sein - es ist die grössere Leistung, zu erkennen, wann man ein Problem / eine Arbeit den Profis abtreten sollte, als es ums Verre***n selber zu versuchen.
Deshalb hast du genau richtig reagiert.
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01.07.2008, 10:48
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
10 Tage ist gut! Ich, bzw mein Hund hat mal einen gefunden, der lebte nur 2 Tage ...
Ich würd so einen nächstmal auch sofort zu einer Auffangstation o.ä. bringen. Ist nicht leicht Vogelbabies durchzubringen, einen falschen Wurm, ein falsches Korn, bisschen zuviel, bisschen zuwenig Futter, und sie sind erledigt. Sehr empfindlich die Kleinen..
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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01.07.2008, 10:58
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Du bist kein Versager! Babyvögel durchzubringen ist sauschwer - ich habs nur hinbekommen, wenn sie ohnehin schon so gut wie flügge waren. Und selbst bei meinem TA-Praktikum haben sie dort die Vogelbabies nicht durchgebracht....
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01.07.2008, 11:02
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Ich habe heute früh etwas gesehen, was mich immer noch beschäftigt:
Viel befahrene Kreuzung, ich fuhr da mit dem Rad entlang. Mitten auf der Kreuzung hockte ein kleiner Vogel, ich denke, es war ein Spatz.
Ich habe angehalten und geschaut, ob ich da hinkomme - aber es war entsetzlich viel Verkehr, so dass ich nicht ohne mich selbst zu gefährden mitten auf die Straße laufen konnte. Außerdem habe ich schon mal ein Spatzenbaby aufgesammelt, das mir dann weggestorben ist.
Also ich denke eher nicht, dass ich es hätte retten können. Aber es läuft mir nach, versteht Ihr das? Auch die Frage, ob ich richtig gehandelt habe.....
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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01.07.2008, 12:36Inaktiver User
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Wahrscheinlich nicht
Zitat von Islabonita
. Wir haben mal einen Spatzen aufgesammelt, der uns dann auf dem Weg zur Tierklinik wegstarb 
Sehr gut sogar.Aber es läuft mir nach, versteht Ihr das?
Hast DuAuch die Frage, ob ich richtig gehandelt habe.....
. Du hast angehalten und geguckt, ob Du was tun kannst. Das ist eine ganze Menge. Es ist auch niemandem damit gedient (schon gar nicht dem kleinen Vogel), wenn Du kopflos auf die Straße rennst und Dich selbst gefährdest.
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01.07.2008, 12:42
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Ich habe mal als Kind mit einer Freundin ein aus dem Nest gefallenes Spatzenküken gefunden - ich denke mal, wir waren so 11, 12 Jahre alt. Wir sind damit zum Freund meines Vaters gegangen - der züchtete Papageien.
Er hat uns was zum Päppeln mitgegeben und uns gesagt, das Kleine hätte wenig Chancen; wir sollten nicht allzu traurig sein, wenn es nicht überleben würde.
Es hat aber überlebt; wir haben es tatsächlich hinbekommen. Ich glaube nicht, dass wir es ohne die Hilfe des Papageienzüchters geschafft hätten. Er gab uns jede Menge Tipps und war später mehr als erstaunt, als der kleine Vogel plötzlich erwachsen war...
Der Piepmatz lebte dann noch einige Jahre mit meiner Freundin - ohne Käfig, mit Freiflug draußen und so, aber er flog einfach nicht weg und wenn er über Nacht draußen bleiben sollte, machte er einen Heidenrabatz... :-)
Ihr habt aber sicher beide richtig gehandelt. Wir hatten damals wohl einfach unglaubliches Glück...
Liebe Grüße, Optimistin68
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01.07.2008, 13:01
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Danke, Ihr Beiden, tat gut, das zu lesen...... Vielleicht ist er ja sogar von selbst weggeflogen, keine Ahnung.... Ich hatte auch Angst, dass er vor mir flieht, wenn ich zu ihm gehe, denn dann wäre er garantiert in den Autoverkehr geraten. Trotzdem
Islabonita
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01.07.2008, 14:01
AW: Vogelbabys, Handaufzucht
Auch von mir Danke für den vielen guten Zuspruch!
@ Fleetwood: Mitarbeiten kommt nicht in Frage. Die Station ist zu weit weg und ich habe ja hier meinen Job. Aber meine Tochter wird vielleicht in den Sommerferien dort aushelfen. Vielleicht erinnern sie sich ja dann noch an unseren Vogel.Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
Ralf Hoburg


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