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  1. User Info Menu

    Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Liebe Hundebesitzer und -freunde,

    ich mache gerade ein Praktikum in einer psychologischen Praxis und soll für eine Patientin mit Hundephobie eine Kurzinformation über den "richtigen" Umgang mit Hunden zusammenstellen.

    Da ich Hunde zwar mag, aber wenig Erfahrung mit ihnen habe, würde ich meinen bisherigen Entwurf (aus einem Hundebuch plus meinem spärlichen Wissen) gerne gegenchecken lassen, bevor ich ihn an die Patientin weitergebe, auf Verständlichkeit, Richtigkeit, Vollständigkeit...

    Wäre von euch jemand dazu bereit? Dann meldet euch bitte bei mir, und ich schicke euch den Text per PIN (ganz reinstellen wird, fürchte ich, zu lang, da eine DIN A4-Seite.)
    Das würde mir sehr helfen!

    Lieben Dank und lieben Gruß
    B&B

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    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Huhu,

    schau doch mal hier:
    http://www.aachen-hunderun.de/htms/kindhund.htm

    Broschüre 1 unde vorallem Broschüre 3 dürften interessant für dich sein. Gleich doch damit mal ab oder gib diese extra dazu.

    Ansonsten kannst du den Text natürlich ruhig ganz hier einstellen - da bekommst sicher mehr Feedback als nur über PN. Ich schau gern auch mal drüber (bin frisch gebackene Diplom-Psychologin und Halterin zweier Hunde).
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  3. Inaktiver User

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Hallo Bauschundbogen,

    ich glaube nicht, daß eine DIN A4-Seite den Rahmen hier sprengen würde.

    Also: immer her damit und wenn wir alle hier etwas dazu beitragen können, eurer Patientin die Furcht vor diesen (in meinen Augen) wundervollen Haustieren ein wenig (und sei es auch noch so wenig) zu nehmen, dann würde es zumindest mich sehr freuen .

    LG
    Pianoforte

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    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Hallo murmeltier,

    danke für den Link! Sehr informativ und auch beruhigend, weil ich inhaltlich IMO nicht allzuweit danebenliege. (Einen Absatz hab ich gleich geklaut!)

    Und hier kommt meine Version:
    (danke für Eure Ermutigung, es gleich hier einzustellen)

    ********

    Die allermeisten Hunde wollen Menschen nichts Böses und sind auch nicht besonders an ihnen interessiert.

    Zu gefährlichen Situationen kommt es in der Regel dann, wenn
    · der Jagdtrieb des Hundes ausgelöst wird
    · sich der Hund angegriffen fühlt
    · der Hund glaubt, sein „Rudel“ (in diesem Fall seine Menschenfamilie) schützen zu müssen

    Wer die „Hundesprache“ kennt, kann diese Situationen in der Regel vermeiden, wenn er
    · nicht zurückweicht, nicht umkehrt und auf keinen Fall schreiend davon läuft (das löst den Jagdtrieb aus)
    · dem Hund nicht direkt in die Augen sieht (das verstehen Hund als geplanten Angriff auf sie) und ihn nicht nervös anlächelt (das bedeutet für den Hund Zähnefletschen, also ebenfalls Angriff)
    · den Besitzer des Hundes in möglichst ruhigem, gleichmäßigen Ton auffordert, den Hund an die Leine zu nehmen (also nicht streiten oder schreien, sonst denkt der Hund, er müsse sein Herrchen verteidigen).


    Wenn es zu einer Begegnung mit einem freilaufenden Hund kommt...

    ...und der Hund kein großes Interesse zeigt (d.h. langsam in deine Richtung läuft, sich auch mit anderen Dingen beschäftigt, zwischendurch ein Bein hebt...)
    Dreh dich halb vom Hund weg und gehe langsam und ruhig in die gleiche Richtung weiter. Beschäftige dich demonstrativ mit etwas anderem (Blätter, Äste). Bück dich nicht, um den Jagdinstinkt nicht auszulösen. Wenn du schauen willst, wo der Hund ist, schau immer gleich wieder weg. Das zeigt dem Hund: „Ich interessiere mich auch nicht für dich, ich will dir nichts“
    In den meisten Fällen laufen Begegnungen so harmlos ab.

    ...und der Hund „beeindrucken“ oder vertreiben will (d.h. schnell direkt auf dich zuläuft, dich starr direkt anschaut, evtl. bellt, zum Anspringen ansetzt, schneller wird, sobald du weitergehst...)
    Bleib stehen und schaue zu Boden. Laß die Arme locker hängen. Zeige sowenig Anzeichen von Angst wie möglich, auch, wenn es schwerfällt (das können Hunde leider riechen.) Steh so fest und stabil wie möglich; wenn es geht, stelle dir vor, du seist ein Baum mit langen und tiefen Wurzeln. Beweg dich nicht, auch, wenn der Hund schnüffelt oder dir sehr nahe kommt. Das zeigt dem Hund: „Ich bin uninteressant für dich.“ Bleibe solange stehen, bis sich der Hund entfernt. Gehe dann sehr langsam und in kleinen Schritten weiter und bleibe sofort wieder stehen, wenn der Hund sich wieder auf dich zubewegt.

    ...und der Hund dich anspringt und umwirft
    Kugel dch ein (mach ein „Päckchen“), lege die Hände in den Nacken und bleib still liegen, bis der Hund das Interesse verliert

    ...und der Hund trotz allem zupackt
    Das ist noch kein „echter“ Biß, d.h. der Hund will „nur“ festhalten, nicht verletzen. Wenn der Hund an dir zerrt, laß locker (auch wenn es schwerfällt) und gib seiner Bewegung nach. Gib möglichst keinen Laut von dir und versuche nicht, dich durch Zerren oder ruckartige Bewegungen zu befreien.

    *******

    Danke fürs Lesen!

    LG B&B

  5. User Info Menu

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    und wenn wir alle hier etwas dazu beitragen können, eurer Patientin die Furcht vor diesen (in meinen Augen) wundervollen Haustieren ein wenig (und sei es auch noch so wenig) zu nehmen, dann würde es zumindest mich sehr freuen .
    Hallo Pianoforte,

    das ist auch mein Anliegen;ich bin mir aber nicht sicher, ob mein Text dafür nicht zu negativ klingt. Was meinst du?

  6. Inaktiver User

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Zitat Zitat von Bauschundbogen

    Die allermeisten Hunde wollen Menschen nichts Böses und sind auch nicht besonders an ihnen interessiert.
    Den Absatz würd ich noch etwas ausbauen - stärker betonen, wie eine begegnung mit einem Hund auf der Straße NORMALERWEISE abläuft, und dass anspringen/zupacken nicht der standardfall ist.
    wenn du welche bekommst, gegebenenfalls mit zahlen unterlegen.

    Dann vielleicht - in dem Abschnitt Hundesprache - noch auf die Körpersprache des tieres eingehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Zitat Zitat von Bauschundbogen
    Hallo Pianoforte,

    das ist auch mein Anliegen;ich bin mir aber nicht sicher, ob mein Text dafür nicht zu negativ klingt. Was meinst du?
    Nein, zu negativ finde ich persönlich Deinen Text nicht (eher informativ), würde aber die Vorschläge von Knusperhexxe aufgreifen und noch mit einbringen wollen - besonders auch die Körpersprache des Hundes, damit man auch gleich so einigermaßen richtig reagieren kann.

    Das hier allerdings:

    ...und der Hund trotz allem zupackt
    Das ist noch kein „echter“ Biß, d.h. der Hund will „nur“ festhalten, nicht verletzen. Wenn der Hund an dir zerrt, laß locker (auch wenn es schwerfällt) und gib seiner Bewegung nach. Gib möglichst keinen Laut von dir und versuche nicht, dich durch Zerren oder ruckartige Bewegungen zu befreien.



    stelle ich mir seeeeehr schwer vor - besonders auch das Fettgedruckte. Nicht "nur" für jemanden, der Angst vor Hunden hat, sondern generell. Stand das wirklich in dem Hundebuch?

    Ich weiß nicht, ob Du den nicht besser wegläßt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand in so einer Situation (noch dazu jemand mit Angst vor Hunden) so rational reagieren kann (evtl. könnte diese Information die Patientin eher verschrecken - ich weiß es nicht). Manchmal ist es auch einfach besser, die Straßenseite zu wechseln. Im Wald ist es da natürlich schwerer, aber die meisten Hundebegegnungen finden ja doch auf der Straße statt (behaupte ich jetzt einfach mal).

  8. User Info Menu

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Zwar finde ich an Deinem Text nichts Unwahres (außer vielleicht, dass die meisten Hunde nicht an Menschen interessiert sind, denn das sind sie oft sehr wohl), aber ich empfinde den Text trotzdem als eher Angst machend denn als Angst nehmend. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte panische Angst vor Hunden und müsste mich ihnen in der beschriebenen Weise unvorbereitet stellen.... Mahlzeit!! Denn eine Phobie ist leider nicht verstandgesteuert, sonder gefühlsgesteuert, und da helfen sachliche Infos und Verhaltensmaßregeln wie diese, die sich auschließlich an den Verstand richten, leider wenig weiter.
    Aber okay, Du wolltest wissen, ob der Text in Bezug auf Hunde, korrekt ist, und ich denke, das ist er im großen und ganzen.
    Vielleicht sollte man noch betonen, dass die meisten frei laufenden Hunde echt total harmlos sind und dass ihre Besitzer sie unter Kontrolle haben. (Ausnahmen bestätigen diese Regel, aber das muss man überängstlichen Personen ja nicht unbedingt verraten). Und dass nicht harmlose Hunde von ihren Leuten eben "immer" an der Leine geführt werden. Dass also im Prinzip überhaupt keine Gefahr besteht. Das würde mich irgendwie beruhigen, versetze ich mich in ein ängstliches Gemüt.
    Nach dieser Einleitung als Verhaltensregeln nur folgendes: An Hunden zügig und mit festen Schritten vorbei gehen, sie nicht anschauen, den Besitzer jedoch flüchtig grüßen (das lässt kein "feindliches" Gefühl aufkommen). Kommt ein Hund her gelaufen, nicht hektisch in den Bewegungen werden (Jaddtrieb, Spieltrieb), sondern auch sich ruhig abwenden und langsam, aber bestimmt weggehen. Wird sie von einem Hund verfolgt: Stehen bleiben, Arme verschränken, Hund nicht anschauen, bis der Besitzer kommt und den Hund anleint. Über die aggressive Begegnung würde ich gar nichts schreiben, das macht mehr Angst als es Angst nimmt.
    Viel Erfolg!
    Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
    Ralf Hoburg

  9. User Info Menu

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Haloo Knusperhexxe und Pianoforte,

    danke für Eure Rückmeldungen!

    In meinem Hundebuch ist eine Tabelle mit körperspachlichen Signalen; die werde ich kopieren und mit beilegen.

    Kann ich denn guten Gewissens Möglichkeit 1 (Hund ist desinteressiert ) explizit als Normalfall beschreiben? Das würde für mein Gefühl alles andere schon mal entschärfen.
    Brauchbare Zahlen habe ich leider (noch) nicht gefunden. Zahlen zu Beißunfällen will ich bewußt nicht mit aufnehmen, weil Angstpatienten anders rechnen und diese Zahlen wohl als irre hoch empfänden, und die vielen gutgelungenen Begegnungen (unzählige pro Tag) werden ja nirgends registiert.

    @pianoforte
    Genau der von Dir zitierte Absatz sitzt mir auch etwas quer, weil mir aus der Distanz ebenfalls aufgefallen ist, wie kraß sich das anhört. Andererseits steht es ganz ähnlich so im Hundebuch (wenn auch als Extremfall), und dort wird auch betont und IMO schlüssig begründet, warum es so wichtig ist, ruhig zu bleiben.
    Von daher würde ich diese Regel "Ruhig bleiben und nicht dagegenhalten" schon gerne irgendwie erwähnen, bin aber mit der bisherigen Art selber nicht zufrieden.

    VIelleicht sowas wie "Auch wenn der Hund wirklich zupacken sollte (was sehr selten vorkommt), ist das ein Probebiß, und du kannst die Situation unverletzt überstehen, wenn du ..."

  10. User Info Menu

    AW: Bitte um feedback für Infos über Umgang mit Hunden

    Hallo canislupa,

    danke für Deine Antwort.
    Dein posting beschreibt mein Dilemma (und IMO auch das grundsätzliche Dilemma einer Hundephobie-Therapie) sehr gut: die Angst nicht noch mehr schüren, gleichzeitig aber ein halbwegs realistisches Bild vermitteln und auch Extremsituationen soweit vorbereiten, daß die Pat. möglichst keine Angstattacke bekommt (das stelle ich mir in Gegenwart eines gereizten Hundes nämlich wirklich nicht ohne vor).

    Die Arbeit am Gefühl, das Sich-der-Angst-Aussetzen und Aushalten, nimmt in der Therapie großen Raum ein, und ich habe sicher nicht vor, die Patientin mit dem Info-Zettel in der Hand allein zum nächten Freilaufgelände zu schicken. Aber Hunde sind nun mal keine Spinnen, denen es mehr oder minder egal ist, ob und in welcher seelischen Verfassung man ihnen (mental und physisch) begegnet, und daher sind diese No-Gos imo schon sehr wichtig.

    Die Gewichtung werde ich allerdings noch mal sehr genau überdenken.

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