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  1. Inaktiver User

    Piroplasmose (Babesiose)

    Hat jemand einen Hund, der schon mal an Piroplasmose (=Babesiose) erkrankt ist?
    Unsere 2jährige Hündin wollte Anfang April plötzlich kein Trockenfutter mehr fressen und trottete auf Spaziergängen meist hinter mir her - da sie bei meinem Mann aber normal lief und auch durchaus noch Interesse an Jagdausflügen zeigte, dachten wir, dass sie sensibel auf meine Schwangerschaft reagiert. Wir sind dann bis letzten Freitag 3 Wochen in Urlaub gefahren und hatten sie in einer Tierpension, wo sie auch Trockenfutter verweigerte, aber das dort selbst gekochte wohl fraß. Da sie immer noch so ruhig war, hatten wir für diesen Samstag eine Blutuntersuchung vereinbart.
    Gestern abend hatte sie plötzlich 40°C Fieber. Der Tierarzt gab ihr viele Spritzen und hing sie an den Tropf, was nicht einfach war, weil er erst am 4. Bein eine geeignete Vene fand - das Blut ist schon so dick. Er diagnostizierte Piroplasmose (wir haben bei ihr seit dem Sommer keine Zecke mehr gesehen) und hat Bedenken, ob sie durchkommt.
    Jetzt messen wir alle 4 Std. Fieber und geben Aspirin Cardio, damit bleibt die Temperatur ca. bei 39°C; heute abend kommt sie wieder an den Tropf. Sie ist weiterhin aufmerksam, will mit spazieren gehen (ist dann aber sofort k.o.) und frisst auch Selbstgekochtes.

    Da wir in der GUS wohnen, wo es nicht alle Medikamente gibt, und der Tierarzt nur Russisch spricht, wir hingegen noch kaum (eine Kollegin dolmetscht immer am Telefon), fühle ich mich recht hilflos. Gibt es vielleicht ein homöopathisches Mittel, das die Heilung unterstützen könnte?
    Und: Weiß jemand, wie lange es dauert, bis man sagen kann, sie sei über den Berg?

    Vielen Dank,
    Braunbärin

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    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Im Jahr 1989, als die Babesiose hier in Deutschland noch so gut wie unbekannt war - auch bei vielen Tierärzten - erkrankten zwei meiner Hunde nach einem Frankreich/Spanien-Aufenthalt an Babesiose. Ich habe mich seit damals sehr mit dieser Krankheit beschäftigt. Es erstaunt mich, dass die Diagnose Piroplasmose bei Deiner Hündin gestellt wurde, wenn sie bereits seit mehr als drei Wochen in schlechter Verfassung ist. Bei unbehandelter Babesiose über solch einen Zeitraum ist der Hund normalerweise tot!

    Aber, vorausgesetzt, die Diagnose stimmt, kannst Du sagen, mit welchem Medikament Dein Hund behandelt wird? Es sind spezielle Wirkstoffe nötig. Damals, als meine Hunde erkrankten (nur einer hat es überlebt, obwohl bei den ersten Anzeichen von Schwäche und Mattigkeit die Behandlung begann) gab es noch kein in Deutschland zugelassenes Medikament gegen diese Krankheit. Ich musste zustimmen, dass meine Hunde mit einem sonst nur für Großtiere wie Elefanten und Giraffen zugelassenen Medikament behandelt wurden. Wenn Du schreibst, bei Euch gibt es nicht alle Medikamente, womit wird die Hündin behandelt? Sicherlich haben die Tierärzte in Eurem Land auch die Möglichkeit, ausländische Medizin über die "internationale Apotheke" zu bestellen.

    Homöopathisch kannst Du gegen eine akute Babesiose nichts machen, da müssen unbedingt die passenden Medikamente ran. Das ist dann wie eine "kleine" Chemotherapie. Aber, wie schon gesagt, es erstaunt mich sehr, dass die Hündin unbehandelt diese Krankheit bisher durchsteht.

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    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Noch etwas:
    Wenn Du fachliche Hilfe benötigst kannst Du Dich per e-mail an Dr. Torsten Naucke wenden: Informationen findest Du hier:

    http://www.parasitus.com/

    Er ist Parasitologe und sehr nett und intertessiert an all diesen mörderischen Krankheiten.

  4. Inaktiver User

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Hallo Rana,

    vielen Dank für Deine Antwort und den Link. Tut mir sehr Leid, dass es einer Deiner Hunde nicht geschafft hat.
    Mich hat auch gewundert, dass sie so lange relativ symptomlos blieb und die Krankheit jetzt plötzlich akut wird. Lt. Internet gibt es auch einen chronischen Verlauf, vielleicht hat sie den erwischt? Der TA hat jedenfalls keine Blutuntersuchung o. Ä. gemacht, sondern nur ihre Augen angeguckt und sich die Symptome angehört, trotzdem ist er sicher; die Krankheit kommt hier wohl öfter vor (obwohl hier wirklich kein tropisches Klima herrscht).

    Ich hab ihn eben nach dem Medikament befragt; er hat ihr gestern Berenil gegeben. Ich habe nur eine Beschreibung auf Spanisch gefunden, vielleicht erkennst Du den (chemotherapeutischen) Wirkstoff trotzdem. Anscheinend bekommt sie es nur einmal, heute gab es einen Beutel Glukose (diesmal klappte es "schon" im zweiten Bein mit der Vene) und verschiedene Spritzen.
    Ein homöopathisches Mittel suchte ich auch eher zur Unterstützung, nicht zur alleinigen Anwendung.

    Nochmals danke, ich gebe Bescheid, wenn eine wesentliche Veränderung eintritt.
    Braunbärin

  5. User Info Menu

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Merkwürdig, normalerweise ist zur korrekten Diagnose einer Babesiose eine Blutuntersuchung zwingend notwendig. Hier in Mitteleuropa jedenfalls, möglicherweise haben die Tierärzte bei Dir vor Ort ja andere Erfahrungen. Berenil haben meine Hunde damals auch bekommen, jedoch war es hier noch nicht zugelassen.

    Um das Immunsystem eines Hundes (oder Menschen) zu stärken und zu unterstützen finde ich eine Kombination aus Echinacea und Engystol im täglichen Wechsel, sechs Wochen lang, drei mal täglich, sehr hilfreich.

    Ja, es wäre schön, wenn Du mich über den Verlauf der Krankheit informieren würdest, man lernt ja schliesslich nie aus. Ich drücke die Daumen.

  6. Inaktiver User

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Hallo Rana,
    Stand der Dinge: TA sagte Freitag, wenn Samstag kein Fieber auftrete, müssten wir ihn nicht rufen, sie bräuchte dann nichts weiter. Samstag hatte sie auch kein Fieber, dafür aber am Sonntagnachmittag plötzlich (39,9). Als er abends kam, meinte er "Dann hätten wir sie doch besser gestern auch an den Tropf gehängt." Gaanz toll.
    Heute hat eine russischsprachige Kollegin ihn angerufen, und dabei kam dann raus, dass eine Blutuntersuchung bestimmt gut wäre, aber die Labors hatten zu lange Wartelisten, und heute und morgen sind sie wg. Feiertagen zu. Außerdem hat er gestern im Bauchraum eine Art Geschwür gefühlt und möchte so bald wie möglich Ultraschall durchführen - geht aber auch erst Mittwoch, vorher ist ja alles zu.
    Ich drehe gerade ziemlich am Rad vor Angst und weil ich absolut nichts tun kann. Heute morgen wollte sie noch nicht mal fressen - gestern hatte sie Riesenappetit.

    Braunbärin

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    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    hi braunbärin,

    war doch mal neugierig nachzuschauen, wieso du sorgen mit deinem Haustier hast.

    Ich habe selbst einen (gottseidank bisher) kerngesunden Hund.
    Deshalb kann ich dir keine Erfahrungswerte weitergeben.
    Aber ich drücke dir alle daumen, das es der kleinen bald wieder besser geht und sie das ganze gut übersteht!

    Der Hund einer Freundin ganz viele gesundheitlich Probleme von jeher. Deshalb ist sie in bezug auf Medikamtent - auch homöopathische - sehr bewandelt. Ich werde sie gerne mal fragen!
    Meefischle mit Meefischbub und Meefischmädel

    meine binomettenmädels sind nike79, Espanola und -Juno-

  8. Inaktiver User

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Hallo liebe braunbaerin,

    vielleicht ist es auch was ganz anderes? Hohes Fieber, unstetes Fressen, Geschwür... vielleicht hat sie auch irgendwo eine fette Entzündung?

    Überleg nur grad, weil unsere Hündin vor ein paar Wochen ähnlich drauf war. Über eine Woche wurde sie immer empfindlicher, fraß mal gut, mal gar nicht, sah richtig leidend aus. Sie hatte leicht erhöhe Temperatur. Wir waren beim Tierarzt und haben sie röntgen lassen (sie hat Metastasen im Bauchraum, an Herz und Lunge), ohne Befund. Das genaue Untersuchen der Ohren führte zum Ergebnis, ein Ohr war verstopft (Dreck, Schmalz), ein dicker Pfropf muss ihr große Schmerzen verursacht haben. Das Ohr war auch mächtig entzündet. Nach dem Entfernen und Ohrentropfen und einer Kurzzeit-Antibiotika-Behandlung war alles wieder gut.

    Ach ja, soviel zu meinem gefährlichen Halbwissen und dem Strohhalm suchen. Es tut mir nur so leid, dass Ihr nichts machen könnt, außer zugucken und hoffen, dass sie durchhält.

    Hoffe weiterhin mit Euch - minimul

  9. Inaktiver User

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Hallo Meefischle und Minimul,

    lieb von Euch. Ich habe ja auch so langsam den Verdacht, dass die erste Diagnose gar nicht stimmt und warte ungeduldig auf Blutuntersuchung und Ultraschall morgen. Blöde hiesige Feiertage
    Zumindest frisst sie seit gestern abend wieder mit Appetit, und wenn der TA auf ihr rumdrückt, scheint ihr auch nichts wehzutun.

    Ich gebe hier Bescheid, wenn ich was Neues weiß.
    Braunbärin

  10. Inaktiver User

    AW: Piroplasmose (Babesiose)

    Ultraschall hat ergeben, dass als Folge der Piroplasmose eine Niere geschwollen ist, daher wohl auch das dicke Blut. Blutergebnisse gibt es ab heute abend, dann kriegt sie gezielt Tabletten, und sie sollte langfristig wieder ok werden *uff*.
    Der Tierarzt hat übrigens gesagt, das Babesin sei im letzten Moment gegeben worden, am nächsten Tag wäre sie wohl tot gewesen. Tapferes, kämpfendes Mädchen...
    Dieses Jahr ist es hier wohl schlimm mit P. (der Winter war zu mild), auch spot-ons würden nicht helfen, weil die Zecken die Parasiten zu schnell abladen, und hohes Gras sei noch schlimmer als der Wald. Also heißt es wachsam bleiben.

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